Beiträge von Simsalabim

    Liebe Aenni, Elli hat das sehr gut beschrieben, so ähnlich hatte ich’s für mich auch empfunden/erlebt.

    Ich war vor der Therapie so damit beschäftigt, meinen Mann „trocken zu legen“ u war einfach todunglücklich u gereizt. Durch die Therapie u dem erzählen einer fremden neutralen Person gegenüber hab ich fast alles auf den Tisch gepackt u bin Stückle für Stückle bei mir selbst angekommen u hab mein Verhalten verändert. Stückle für Stückle. Alleine wenn die Therapeutin mich gefragt hat, wie es mir geht, bin ich ins Straucheln gekommen, ich wusste es nicht u ich hätte sie für diese blöde Frage auch auf den Mond schiessen können. So eine Therapiestunde hat immer noch nachgewirkt u ich konnte kleine Stellschrauben ändern.

    Ich hoffe, es hilft dir bisschen weiter. LG.

    Mir wurde auch keine Lösung von meiner Psychologin angeboten, sondern ich habe sie mir im Laufe des Gespräches selbst erarbeitet.

    So erging es mir mit meiner allerersten Therapeutin auch. Sie saß in aller Ruhe u ungeteilter Aufmerksamkeit mir gegenüber u ich habe geackert. 🙈. Es war sehr anstrengend u sehr erkenntnisreich.

    Liebe Helianthus. Diese u ähnliche Fragen hatten mich auch beschäftigt.

    Z. Bsp. wusste ich nicht, was ich tun sollte, als mein SchwieVater im Sterben lag. Ich war hin u hergerissen ob ich ihn nochmal besuchen möchte oder nicht. Ich kam zu keiner Antwort. Hab dann bei einem unserer Hospize angerufen und meine Situation geschildert. Die Dame war sehr verständnisvoll u hat gemeint, meistens sind die Vorstellungen von einer Abschiedssituation schlimmer als die Realität. Danach wusste ich was ich zu tun hatte. Ich habe ihn noch ein letztes Mal besucht und es war einfach gut dass ich’s gemacht habe u wie gesagt, VIEL weniger schlimm als befürchtet.
    Bei meinem Vater hatte ich rumgezockt, ob ich ihn aufgebahrt im Sarg nochmal sehen wollte. Ich hatte dann spontan die Möglichkeit dazu. Und es war soso gut, dass ich’s gemacht habe. Er war auch kurz davor vor seiner letzten Fahrt. Und ich zutiefst beeindruckt wie er da lag und wie alles so fein u würdevoll gestaltet war, sein eingesargt sein. Ich habe es nicht bereut. Das Bild ist mir auch nicht störend in Erinnerung. Im Gegenteil, es gibt mir auch eine besondere Kraft, diesen für mich letzten Abschied noch wahrgenommen zu haben.

    Die Realität ist allermeist weniger dramatisch als das Kopfkino das in mir läuft.
    Viel Kraft u stimmige mutige Entscheidung, ob so oder so, das wünsche ich dir. 🥰

    Da hast du Recht. Die verwundbare Blase beschreibt es sehr gut. In einer anderen Lebenslage hätte ich über ihren Aussagen einfach drüberstehen können. In der jetzigen Situation trifft es mich sehr. Vielleicht auch, weil ihre Vorwürfe etwas kritisieren, dass sich niemals wieder verändern kann.

    Oh ja. Ich kann es nachvollziehen dass es dich so getroffen hat. Ich hatte da in der letzten Lebensphase von meinem Vater auch so manches zu verdauen. Und ja. Es trifft einen anders als zu Lebzeiten.

    Danke für deine Worte! Die Sichtweise darauf hilft mir auf jeden Fall. Ich glaube, dass sie sich ohnehin nicht gut selbst reflektieren kann. Daher passt es schon irgendwie. Ich finde es nur echt krass, sowas vom Stapel zu lassen, kurz nachdem unser Vater verstorben ist. Einfach anstandslos und verletzend.

    Ja. Ist es. Sehr verletzend. Und, so meine Erfahrung,, mit dem Trauerfall tritt man auch in eine sehr leicht verwundbare Blase ein und manches kommt auf eine Weise zutage u trifft einen mit voller Wucht.
    Viel Kraft für dich in dieser Trauerzeit.

    Liebe Meike, egal welches Etikett/Namen ich als Coabhängige meinem Gegenüber mit einem Trinkverhalten bzgl Alkohol auch verpasse: ich kann nix aber auch gar nix beeinflussen, beim Gegenüber,

    jedoch bei mir. Und das ist auch nicht immer einfach. Den anderen lassen u mich um mich kümmern. Immer wieder.
    Hier findest du viele Angehörige die in dem Kampf, das Gegenüber zu überzeugen, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich völlig selbst verloren haben und in Erschöpfung u Kraftlosigkeit gelandet sind. So war es jedenfalls bei mir.
    Es geht mir aktuell ganz gut, aber ich denke da ist noch Luft nach oben.

    Willkommen hier im Forum. Lies dich durch die „Geschichten“ u ich hoffe, du findest was DIR weiterhelfen könnte.

    LG Simsalabim. 🧙‍♀️🚴🏿‍♀️🧹

    Liebe Honighumnel7.

    Willkommen hier im Forum.

    Mit vielen vielen Gedanken, auch Trennungsgedanken, kenne ich mich aus. Eine endgültige Lösung habe ich für mich auch nach ganz langer Zeit immer noch nicht gefunden. Ich schau auf mich u dass es mir gut geht. Ich bin seit 40 Jahren mit demselben Mann verheiratet, habe 2 erwachsene Kinder. Und das Alkproblem in Variation, begleitet mich u meinen Mann treu u von ihm beschwiegen, also schon sehr lange. Ich diene hiermit nicht als „Vorzeigemodell“, ich kann mir in etwa vorstellen, was dich bewegt.

    Trau deiner Wahrnehmung u gehe die notwendigen Schritte an. Es wird, mit längerem Abwarten, auch für mich/die Angehörigen, nicht leichter.

    Mir gefallen deine Überlegungen sehr. Lies dich hier durch die Angehörigen u du findest auch Mutige, die sich getraut haben, ihr Leben unabhängiger vom trinkenden Partner aufzubauen/einzurichten.

    Alles Gute für dich. LG Simsalabim 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️

    Liebe Schwester87.

    Es ist gut, hoffe ich, dass du das Forum entdeckt.

    Ja. Das sich um einen alkoholabhängigen Bruder sorgen, kostet immens Kraft und so bitter es auch ist, ich/du/wir können nix bewirken. Er muss es aus eigenem Antrieb wollen u wir Angehörigen müssen sehr achtgeben, auf uns und uns rechtzeitig in unseren eigenen Garten zurückziehen und uns um unsere eigenen Pflänzlein kümmern.

    Ich habe es innerhalb meiner Familie auch erlebt, dass da auf ganz unterschiedliche Weise mit umgegangen wird/wurde, wirklich hilfreich war/ist es leider nicht.

    Hier im Forum kannst du die Spezialisten finden, die aus eigener Erfahrung schöpfen u berichten u du hoffentlich Verständnis u Inspiration für DICH findest.

    Alles Gute für dich. LG Simsalabim 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️

    Liebe Cocotac.

    Ja, da bist du wohl als gute Freundin in die CoFalle getappt u darfst dich jetzt da rausbuddeln.

    Ich konnte es in meinen jüngeren Jahren nie verstehen, weshalb sich nahe/engste Angehörige von Alkoholikern in meiner Familie/Verwandtschaft auch noch lustig gemacht haben über die skurrilen Sprüche u Taten ihrer suchtkranken Angehörigen. Und ich konnte es nie begreifen, dass sie sich nicht getrennt haben.

    Um dann Jahre später zu bemerken, dass ich selbst auch in der CoFalle festsitze. Und ich mich an meinem eigenen früheren Urteil gemessen habe u mich gleichzeitig sehr geschämt, dass ich es auch nicht geschafft habe, mich zu trennen, bis heute lebe ich immer noch mit meinem Mann zusammen, er befindet sich seit ca 1 Jahr in ambulanter Therapie u soweit ich’s beurteilen kann, trinkt er keinen Alkohol.

    Ich/wir haben gewisse Parallelwelten u immer wieder auch kleine gemeinsame Schnittmengen.

    Wenn mich meine langjährigen Freundinnen bedrängen würden, weshalb hast Dich immer noch nicht getrennt und und und mit tausend guten Argumenten um die „Ecke“ kämen, müsste ich ihnen wohl recht geben, Entscheidungen treffe ich jedoch auch erst dann, wenn ich hierfür in mir grünes Licht habe.
    Allerdings habe ich auch „das Jammern u Klagen“ weitgehend eingestellt, bringt ja nix, wenn ich den Mut zur (für mich radikalen Veränderung) immer noch nicht aufbringe.

    In diesem Sinne, denke ich, hast du dich sehr eingebracht, jetzt ist’s Zeit für deinen Garten, dein Unkraut, deine Zufriedenheit, unabhängig von deiner Freundin.

    Alles Gute dir. LG Simsalabim

    Hallo Morgenrot,

    vielen, lieben Dank für die prompte Antwort. Er ist bereits mehrere Wochen in der LT, kommt in ca 4 Wochen raus.

    Zu der Bewerbung im Forum: alles nochmal schreiben bzw einkopieren? Bin überfordert :oops:

    Liebe Alleszuviel. Mach langsam und les dich Pö a pö ein oder hau in die Tasten und teile mit, was dir alles Zuviel wurde.
    Vor lauter für (den) andere da sein, vergessen wir Co‘s oft uns selbst. Daher Selbstfürsorge heißt das Zauberwort u ich übe mich auch immer wieder neu darin, mich gut für mich selbst einzusetzen.

    Abstand zu Situationen oder Menschen, deren Verhalten mich stresst, ist für mich auch immer wieder das Mittel der Wahl. Leider bemerke ich es auch manchmal erst sehr spät, dann dauert die Erholungsphase um so länger.

    Vielleicht gelingt es dir, die Zeit wo dein Partner noch weg ist dich doch etwas zu distanzieren u dir kleine WohlfühlInseln zu gönnen . Damit du etwas zur Ruhe kommst.

    Alles Gute für dich liebe Alleszuviel. Simsalabim🧙‍♀️🚴🏿‍♀️🧹

    Liebe Cocotac.

    Ja, wer die Wahrheit ausspricht, erntet selten Dank. Echt klasse dass du dich ihr so direkt gezeigt hast u alles mögliche versucht hast. Ja schade dass es bei ihr nicht auf fruchtbaren Boden fiel u du eine wichtige Freundin verloren hast.

    Ich habe es im familiären Umfeld u in Bekanntenkreisen ähnlich erlebt. Und ich selbst habe mich dann zurückgezogen.

    Ich hoffe u wünsche dir, dass du hier in der SHG Verständnis u Kraft für deine Situation rausziehen kannst.

    Liebe Grüße, Simsalabim 🧙‍♀️🚴🏿‍♀️🧹

    Boah. Liebes Nebelglas.

    Das erinnert mich an meine Hochzeit. Mein Bruder war ausgewählt als BrautpaarFahrer . Bis kurz vor der Hochzeit war nicht erkennbar, sichtbar, oder hörbar, dass er hierfür das Fahrzeug vorbereitet u entsprechend etwas aufmöbelt. Ich habe dann ganz kurzfristig umdisponiert. Wir haben nie darüber gemeinsam gesprochen.

    Es ist EURE Hochzeit. Ihr seid die Bestimmer. Dry Wedding, hab ich noch nie gehört. Finde ich echt klasse. Schaut wie es euch taugt u guttut. Toll finde ich, dass du u dein Mann das gemeinsam euch so wünscht. Das ist das Wichtigste. Wirklich. Nach allem was du hinter dir hast, gönn dir deine Feier nach eurem Gusto 👏👍

    Liebe Lenvan. Ich hatte einen Bruder, der mit ca 15 Jahren zum Alkoholiker wurde, da war ich 12. ich hatte einen Onkel, der war im Dauerrausch mit viel Glück unterwegs.
    Ich konnte weder mit meinem Bruder noch mit meinem Onkel ernsthaft reden. Trocken/nüchtern und nass beißt sich. So meine Erfahrung. Mit meinem Mann kann ich über die alte/oder aktuelle Alksituation auch nicht reden. Er schweigt.


    Liebe Lenvan, dass du kein Wort rausbringst im Kontakt zu deinem Vater ? Vielleicht hast du bereits alles gesagt.
    Ich wünsche dir, dass du auch in deinem Umfeld ein offenes Ohr für deine Not findest. Und ja. Mit einem Alkoholiker zusammenzuleben ist für alle Beteiligten ganz individuell eine deftige Herausforderung und jeder geht damit auch anders um.

    Ich wünsche dir eine kleine geschützte Insel in deinem Alltag, wo du deinen Akku wieder aufladen kannst.

    Liebe Grüße, Simsalabim. 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️

    Wenn mich meine Nachbarn anreden, will ich nicht in Tränen ausbrechen. Ich sage dann so Sätze wie, ihr müsst das mit ihm selbst ausmachen, oder gebt ihm nichts zu trinken.Aber das klingt so egoistisch. Eigentlich möchte ich sagen ich habe alles probiert aber er hört nicht auf mich. Das schaffe ich wiederum nicht

    Liebe Lenvan. Du musst/darfst/brauchst auch gar nix zu sagen. Schau einfach wie es für DICH am besten passt. Du darfst sehr wohl egoistisch sein. Eine gute Portion Egoismus hilft, einen erforderlichen Schutzwall aufzubauen um alles und jedem, was dir unnötig Energie raubt besser von dir fernzuhalten.
    Ganz liebe Grüße, 🧙‍♀️🧹🚴🏿‍♀️