Beiträge von Lila

    Hallo stef2303 , ich finde die Frage gar nicht naiv. Und weiß keine klare Antwort darauf. Körperlich hat mich das Glas sicher nicht gleich wieder abhängig gemacht. Aber die Psyche spielt ja eine mindestens ebenso große Rolle. Bin mir so im Nachhinein ziemlich sicher, daß ich vorher schon trinken _wollte_. Wäre es das Gleis Wein an jenem Abend nicht gewesen, wäre es vermutlich zu einem anderen Zeitpunkt geschehen. Und weil ich trinken _wollte_ und ich keinerlei Strategien hatte, wäre das wohl nicht möglich gewesen am nächsten Tag aufzuhören. Du sagst das gut: der mentale Schutzwall war vorher schon gewaltig am Bröckeln und wurde sofort mit dem ersten Glas eingerissen.

    Ziemlich viel "wäre" in meiner Antwort. Ich finde es gut daß Du gefragt hast. Sensibilisierung ist wichtig.

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo stef2303 , kirschle , Oskar . Kazik und alle die mitlesen. Vielen Dank für eure Antworten, ich werde euch auch antworten, aber nicht gleich. Bin unglaublich müde und hab keine Konzentration mehr, und "hinrotzen" will ich meine Beträge nicht. War ein guter, wenn auch anstrengender Tag mit Terminen, Einkaufen und etwas aufräumen, dann war ich bis vorhin einige Stunden bei meiner Familie und hab vor allem mit den Enkelkindern gespielt. Glück pur! :love:

    Ich arbeite auch wieder, der erste Tag war sehr gut. Aber halt auch anstrengend. Wird besser werden, dann fällt es mir wieder leicht.

    Ende des Monats hab ich Termin für ein Erstgespräch bei der Caritas Suchtberatung, da war ich früher schon, vor der LZT und dannach zur Nachsorge,mir wurde gut geholfen. Hab heute den Beitrag von Cadda zum Thema "Therapie" gelesen, jetzt finde ich ihn nicht mehr. Es waren einige gute Denkanstöße für mich und ich kann sagen, mir wurde gut geholfen weil ich mir habe helfen lassen wollen. Und das will und brauche ich wieder, auch hier im Forum.

    Soweit erstmal für jetzt, liebe Grüße,

    ST

    Jetzt wo ich schon am Erzählen bin möchte ich noch von einem Grund berichten, warum ich mich so schwer tue mit Öffentlichkeit. War vor knapp 30 Jahren, nach der LZT, in einem Alkoholikerforum. Komplett anders als das hier, aber war für damals gut. Menschen kamen und gingen, und es hatte sich mal wieder ein neuer User angemeldt, der sehr kluge Beiträge schrieb. Es entwickelte sich erst ein öffentlicher Austausch zwischen uns, dann im Privat-Chat. War angenehm und nett, er hat erzählt, ich hab erzählt.

    Eine Weile später traf ich mich mit dem damaligen Ex-Freund, auch Alkoholiker. Hatte wegen viel Gewalt während der Beziehung Angst, hab ein Cafe ausgesucht in dem ich den Kellner kannte und ihn gebeten ein Auge auf uns zu haben. Lief aber erst mal gut. Bis ich das Forum erwähnte. Der Ex-Freund guckte komisch und ich hab es intuitiv erfasst, ihn gefragt und er bestätigte. Er war dieser User, hatte mich wie auch immer in diesem Forum gefunden (war nicht mit meinem Realnamen angemeldet, aber Internet war damals noch viel kleiner) und sich "an mich rangemacht". Es war ein bestürzendes Erlebnis.

    Nach meiner LZT Mitte der 90er war ich 19 Jahre trocken, ca 18,5 Jahre stabil. Dann der Rückfall im Kopf, den ich damals zwar teilweise wahrnahm, aber nicht ernsthaft wahrhaben wollte. Das war mein erster Fehler. Ich kam mit bestimmten Gefühlen nicht zurecht. Trennung aus einer wunderbaren Beziehung, die von mir ausging, weil ich mit einer Sache dieser Beziehung nicht zurecht kam (hatte nichts mit Alkohol zu tun). Sorgen um meinen Sohn und den Enkel (auch nichts mit Alkohol). Sehr unangenehme Gefühle ballten sich in mir, Traurigkeit, Hilflosigkeit, viele Versuche zu helfen, die nur teilweise gelangen, Verzweilfung. Auch Wut. Auf Menschen die ich mag und liebe, und diese Wut hab ich unterdrückt, weil etwas in mir sich schämte, auf Menschen, die ich liebe, wütend zu sein. Scham also auch, und Wut auf mich. Zu meiner Hausärztin bin ich, hatte das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden ---> auch kein schönes Gefühl, fühlte mich abgelehnt.

    Ansonsten habe ich mich niemandem anvertraut. SHG hatte ich nicht. Ging ja all die Jahre auch so und das gut, trotz zeitenweise sehr schwierigen Phasen und schlimmen Erlebnissen. Hatte nie Alkohol zuhause und Familie und Freunde tranken in meiner Gegenwart nie. Es ging sehr lange gut, vielleicht habe ich mich auch zu sicher gefühlt.


    War damals öfter im Ausland im Urlaub bei einer Bekannten, die mir schon öfters Wein vom Weingut ihrer Eltern anbot. Hab immer abgelehnt, auch darüber nachgedacht ihr zu erzählen warum ich ablehne, dies aber nicht getan. Nächster großer Fehler. Obwohl ich fast immer sehr offen mit meiner Alkohlkrankheit umging, in dem Fall tat ich es nicht, vielleicht war der Rückfall im Kopf da schon passiert.

    Dann war ich also wieder bei ihr, es wohnten dort auch auf Zeit immer wieder andere Menschen, nette, tolle Leute, wie auch meine Gastgeberin. Glaube nicht, daß da jemand ein Alkoholproblem hatte. Spielt aber auch keiner Rolle. Bin früh wie immer aus dem Haus und kam am Abend zurück. Die Menschen dort haben entdeckt, daß ich an dem Tag Geburtstag hatte und eine kleine Überraschungsparty veranstaltet, mit gutem Essen und natürlich Wein. Meine Gastgeberin bot mir an, ich nahm ein Glas. Das wars. Hab mir am nächsten Tag Wein im Supermarkt gekauft und auf meine Tagestour mitgenommen, und zuhause weitergemacht. Mein schlechtes Gewissen mir selbst und den Menschen gegenüber die mir vertrauten hab ich ignoriert und "weg gedacht" - kennt jeder, diese Gedanken: ich kann ja morgen aufhören. Konnte ich nicht mehr.


    Soviel erst mal ... Grüße,

    ST

    Hallo Rennschnecke , als ich mich gestern ausgeloggt hatte dachte ich ganz ähnlich: ich muss ja nicht übermäßig ins Detail gehen, muss nicht über meine Abgründe schreiben. Das ist so ein Ding aus den Therapien: "Hosen runter, nackig machen, alles erzählen". Das mag in den Therapien in geschlossenen Gruppen oder im Einzel sinnvoll sein, hier ist es das wohl eher nicht, schätze ich.

    Liebe Grüße,

    ST

    Hallo Alex_aufdemweg , ja, das warst Du. Es tut mir leid, wenn ich bei dem Thema vielleicht "zickig" wirke, aber ich möchte nicht öffentlich darüber berichten. Ich will über manche meiner Themen hier nicht schreiben, wo das jeder, auch ohne Registrierung lesen kann, und das solange das Forum existiert (hoffentlich noch mindestens 50 Jahre), selbst wenn ich mich löschen sollte, was ich nicht vorhabe.

    Vielleicht sehe ich das und manche andere Dinge in einigen Monaten anders, ich weiß es nicht. Wünsche mir ja selbst lockerer zu sein.

    Liebe Grüße,

    ST

    Guten Morgen Hartmut , Kazik und alle. Ich finde es, wie schon gesagt, super, daß ihr euren Weg gefunden habt und damit abstinent bleibt.

    Seitdem macht es für mich keinen Sinn, in alten Erinnerungen herumzuwühlen oder die Vergangenheit aufzubereiten.

    In alten Erinnerungen wühlen, das mach ich auch nicht. Vergangenheit aufarbeiten ja, mit der Hilfe meiner rSHG, allein und wenn es sich ergibt (Schreiben, auch nur für mich, hilft mir sehr.) Wurde hier auch schon nach Rückfallgrund gefragt und möchte das zu gegebener Zeit beantworten. Da denk ich dann ja auch an die Vergangenheit ... mir Rückfallgründe bewusst machen hilft mir diese zu vermeiden.

    Ich habe nicht geschrieben, dass es keinen Sinn ergibt, mich an meine nasse Zeit zu erinnern. Ich habe geschrieben, dass es für mich keinen Sinn macht, mich aktiv mit meiner nassen Zeit zu beschäftigen.

    Bin froh, Kazik, daß Du das noch mal geschrieben hast, glaube ich verstehe es jetzt besser. Aktiv beschäftige ich mich auch nicht mit meiner nassen Zeit, also ich setz mich nicht hin und denke darüber nach. Dazu hab ich gar keine Zeit. Wenn mir aber was ein-oder auffällt, auch Beiträge hier im Forum, das mich berührt, triggert oder sonstwie beschäftigt, dann beschäftige ich mich durchaus damit.

    Diese Woche habe ich noch einen Telefontermin mit der Caritas und hoffe dann zu erfahren, wann es bei mir mit Einzelgesprächen losgehen kann. Desweiteren bin ich viel am Telefonieren wegen der geplanten stationären Therapie, hoffe, daß sich auch das diese Woche noch klärt.

    Ich wünsche allen einen guten Tag, liebe Grüße von

    ST

    Hallo Kazik und Alex_aufdemweg und alle die mitlesen. Danke für eure Beiträge, habe lange darüber nachgedacht. Finde es toll, daß ihr eure Wege gefunden habt und erfolgreich geht :) Teilweise ähneln sich unsere Wege, wie ich auch aus anderen Beiträgen von euch weiß. Abstinenz als oberstes Ziel. Umdenken, umlernen. Während meiner 6 Wochen Nüchternheit im Sommer z.B. hab ich anders gedacht als jetzt. Irgendwie hab ich gar nicht gedacht, fürchte ich. Hab den Alkohol weggelassen, mich darüber gefreut und ansonsten gelebt wie vorher. Jetzt weiß ich, daß der Rückfall vorprogrammiert war, das habe ich dem Forum zu verdanken. Ich muss mehr tun als den Alkohol weglassen, ich übe ein wirklich trockenes Leben zu führen. Durch dazu lernen und Umsetzen.

    Neue Wege also. Für mich gehört dazu, mich mit meiner nassen Zeit zu beschäftigen, wenn Gedanken dazu aufkommen. Diese Gedanken sind quasi immer negativ (der einzige "positive" Gedanke, eher ein Gefühl ist "Entspannung - aber ich kann mich auch nüchtern gut entspannen und tu das auch). Die negativen Gedanken und Gefühle drücke ich nicht weg, sondern lasse sie zu. Das hab ich in der LTZ Mitte der 90er so gelernt und für mich macht es Sinn.

    Gestern ging ich noch spazieren, war aus unterschiedlichsten Gründen nicht gut drauf (kein Suchtdruck). Dann hab ich den Geruch des frisch gemähten Gras auf den Feldern wahrgenommen und mich bewusst darauf und die Umgebung konzentriert. Hab den Wolkenhimmel und den Sonnenuntergang beobachtet. Hab eine Katze getroffen und sie gestreichelt und ihr Maunzen genossen. Hab eine Meditationsübung gemacht, die man immer und überall machen kann. Es ging mir dann wieder gut :)

    Liebe Grüße,

    ST

    UltimaRatio1974 , da hab ich gar nicht daran gedacht, daß man es mit Fußball in Verbindung bringen könnte ^^ Ein Satz, viele Sichtweisen, das ist gut so. Um im Bild zu bleiben: ich setze alles dran, daß der Ball bei mir und meiner Mannschaft bleibt. Meine Mannschaft: Familie, Freunde, das Forum, gesunde Hobbies, alles was die HALT-Regel besagt, meine Arbeit (dazu mehr in der Geschlossenen).

    Gestern war ich im Supermarkt um mir Tee zu holen, dort hab ich mir bis vor nicht allzu langer Zeit auch Alkohol gekauft. Vor mir auf dem Kassenband eine Flasche Wein und einige Dinge, die man braucht, die aber lange haltbar sind. Ich habe geschaut wer das kauft (weil es mir so vertraut vorkam: Alkohol und einige Dinge zur "Tarnung") und sah eine Frau. Ein ganz anderer Typ als ich, aber eine Ähnlichkeit habe ich geglaubt wahrzunehmen: der verhärmte und gehetzte Ausdruck im Gesicht. Natürlich kann ich mich täuschen, aber vom Bauchgefühl her schätze ich, daß es ihr nur um den Wein ging. Das hat was mit mir gemacht, ich kann aber nicht so recht bennen was. Am ehesten wahrscheinlich Traurigkeit.

    Mit Beginn meiner neuen Nüchterneit habe ich mir angewöhnt mich bewusst im Spiegel anzusehen und anzulächeln (vorher undenkbar). Das tut irgendwie gut. So hab ich das gestern genutzt und bin durch die Kosmetikabteilung zum Ausgang, dort gibt es ja viele Spiegel :)

    Was liest Du aktuell?

    Liebe Grüße und noch einen schönen, entspannten, ruhigen Sonntag wünsche ich Dir,

    ST

    UltimaRatio1974 , die Möglichkeit im Supermarkt zu bestellen und das haben wir, ich und die Kinder, auch schon gemacht. Für mich allein rentiert es sich nicht. Allerdings bietet diese Möglichkeit nur der vergleichsweise teure Supermarkt, und da wir momentan alles aufs Geld achten müssen und wollen, dann lieber in die günstigeren Discounter. Würde aber auch die Schwierigkeit nicht lösen durch den Bahnhof zu gehen. Bin seit der Entgiftung schon öfter durch den Bahnhof (z.B. direkt auf dem Weg von der Entgiftung nach Hause) und hatte bisher keine Probleme. Weiß aber, daß es ein gefährlicher Ort für mich ist. Kann gar nicht zählen in wievielen Geschäften dort Alkohol verkauft wird ... Schon manchmal habe ich mir ein System wie in Schweden gewünscht (Verkauf nur in staatlichen Läden). Aber ich möchte und werde das weiterhin schaffen, durch Bahnhöfe zu gehen und entsprechende Geschäfte links liegen zu lassen. Zumal ich grad gegoogelt habe. Die KI sagt: edit, bitte nichts aus dem Internet oder KI hier ins Forum, danke.

    Ich hoffe, wenn wir wieder arbeiten gehen, wird sich das mit der Vergesslichkeit geben, so zumindest meine Theorie. Da wird der Kopf (in

    Das habe ich mir auch schon gedacht! Und wenn zwei das Gleiche denken, dann ist bestimmt was dran ;)

    Unser Körper erholt sich. Medikament: das erste Glas stehen lassen.

    Ein tolles und super wirksames Medikament! Rezeptfrei, zuzahlungsfrei und immer verfügbar! Klasse UR, der Gedanke ist so simpel und so hilfreich :D

    Ich hoffe Du kannst die Erkenntnisse der Psychotherapie gut verarbeiten. Die Erschöpfung wird sich legen. Ich wünsche Dir auch ein schönes (Rest)-Wochenende, bis bald.

    bei mir ist es zur Zeit so, dass ich viel vergesse, heute zum Beispiel hätte ich früher zum Arbeiten anfangen sollen.

    Hallo Michl ,ich hoffe Du hast keinen Ärger bekommen deswegen in der Arbeit. Hab mal Deinen Thread abonniert, damit ich da mitlesen kann :)

    weil mein Hirn gefühlt die ersten Wochen im overdrive war. Aber das wurde über die Wochen auch wieder besser und dann normal. Hab Geduld mit Dir.

    Kazik : Overdrive. Das trifft es exakt.

    An alle: Im Krankenhaus war es unter anderem nicht einfach, weil ich im Zimmer 2 alte Damen hatte, die sehr lieb waren, aber auch sehr nachtaktiv. Konnte keine Nacht richtig schlafen, das hat mich fertig und wütend gemacht, ich war völlig überreizt. Hab dann Therapie mit mir selbst gemacht und mich ganz bewusst in Gelassenheit und Akzeptanz geübt. Hat im Krankenhaus geholfen, hat mir seit der Entlassung schon geholfen, hilft mir aktuell und wird mir weiterhin helfen.

    Ich danke euch allen :)

    Elly und kirschle . Danke, mir geht das Herz auf :)

    Wegen Einkaufen könnte ich meine Familie fragen, wäre zwar umständlich, aber machbar. Freunde habe ich, aber die wohnen alle weiter weg. Auf meinen Arbeitsweg, der über den Bahnhof führt, kann ich niemanden mitnehmen und mich auch nicht abholen lassen. Da muss ich durch (durch den Bahnhof und die Situation ;) ). Wie gesagt, ich werde das Handy griffbereit halten.

    Die Regale mit Alkohol lasse ich auch links liegen, ich nehme sie wahr, betrachte sie aber nicht und kümmere mich um die Dinge, die ich _wirklich_ brauche und möchte.

    Liebe Grüße,

    ST

    Meinen Glückwunsch zu 3 Wochen Abstinenz! Immer schön weiter so, Seiltänzerin! ;)

    Wie geht es Dir? Fühlst Du Dich richtig fit?

    Vielen Dank Elly :)

    Richtig fit bin ich noch nicht. Körperlich fühle ich mich weitestgehend gut, bin aber noch recht schnell erschöpft. Halte mich an die HALT-Regel und ruh mich aus wenn es geht. Bald fange ich wieder an zu arbeiten, bin gespannt wie das wird.

    Psychisch bin ich irritiert über meine Unkonzentriertheit. Verlege oder verliere oft Dinge, drei Fälle hab ich ja schon beschrieben, aber es sind mehr als hier geschrieben. Hoffe sehr daß das wieder gut oder zumindest besser wird. Suchtdruck hatte ich bisher nicht. Auch diesbezüglich bin ich gespannt wie das mit dem Arbeiten wird. Nach der Arbeit eine Flasche Wein war Standart. Ich nehme mir auf jeden Fall mein Handy und den externen Router mit, dann kann ich während der Heimfahrt hier lesen und evtl. schreiben.

    Zum Thema "gefährliche Situationen und Orte", von dem ich hier viel gelesen habe: gestern habe ich ein Treffen abgesagt, auf das ich mich sehr freute, aber da geh ich lieber dem Alk aus dem Weg. Manche Orte kann ich nicht vermeiden, z.B. den Bahnhof oder auch den Supermarkt hier im Ort, ist der einzige.

    Ich bin zufrieden wie es läuft, freue mich über kleine und auch größere Dinge und ich geb obacht auf mich. Danke an Dich und alle, die dieses so hilfreiche Forum betreuen <3

    Liebe Grüße,

    ST

    Guten Morgen UltimaRatio1974 und alle. In Deinem Thread habe ich gelesen, daß Du gut geschlafen hast, das freut mich! Und vielen Dank für Deine motivierenden Worte :)

    Letzte Nacht habe ich noch im Co-Bereich gelesen. Es hat mich erschüttert. Ich weiß was ich meinen Kindern angetan habe, wir reden auch manchmal darüber. Hier so geballt all die Verzweiflung zu lesen gibt dem noch eine andere Dimension. Zum anderen: nie habe ich darüber nachgedacht, doch jetzt formt sich in mir der Gedanke, daß ich in meinen ersten beiden längeren Beziehungen (Jahre) auch Co-abhängig gewesen sein könnte. Zu lesen von Manipulationen, Enttäuschungen wieder und wieder, Vertuschung, Gewalt ... ich war 16. Darüber möchte ich noch eine Weile nachdenken.

    Liebe Grüße,

    ST

    UltimaRatio1974 und alle, kurzes abendliches Update. Habe mir vorgenommen, hier mindestens 2x/tägl reinzuschauen und zu schreiben. Weiß nicht ob das noch so hinhaut wenn ich wieder arbeite, aber ich werde sehen.

    Die kleinen Erfolge motivieren in der Tat! Hatte heute auch noch schöne Stunden mit meiner Familie, dafür bin ich sehr, sehr dankbar :love:

    Was mich grad nervt und stresst: ich bin seit geraumer Weile auf der Suche nach einem Ding, das ich morgen dringend brauche. War mir so sicher zu wissen wo es ist, daß ich gar nicht daran dachte mal früher nachzusehen. Nunja, dort ist es jedenfalls nicht. Habe nun beschlossen die Suche für heute zu beenden bevor ich hektisch werde und mich lieber auf die Couch und zu euch zu begeben, mit einem neuen Buch für später. Morgen vormittag kann ich auch noch suchen. Und wie sagte meine Hausärztin vor nicht allzu langer Zeit? "Frau XY, ich weiß daß sie vor vielen Dingen Angst haben. Aber machen Sie sich bewusst daß es höchst unwahrscheinlich ist, daß jemand Ihnen deswegen die Kehle durchschneidet." Hat mich schon öfter beruhigt, dieser Satz.

    Was ich noch erzählen möchte, bevor es in den Hintergrund tritt: Noch vor meinem Kurzurlaub traf ich eine Nachbarin, etwas älter als ich, die ich seit meiner Kindheit kenne. Wir hatten nie groß Kontakt, aber wenn, dann war es immer gut. Sie "Na, wie geht es Dir?" Ich: "Geht so ... die Psyche halt ... und wie geht es Dir? (Gleich ablenken von mir!) Sie erzählte auch von gesundheitlichen Problemen, wir haben uns darüber ausgetauscht. Bis ich mir dachte: Sch***s drauf! Und ich fragte sie, ob sie eigentlich weiß, daß ich alkoholabhängig bin. Sie erstarrte ganz kurz und antwortet dann: "Nein, wusste ich nicht. Aber Du, ich glaub ich verstehe es. Ich bin auch suchtkrank".

    Es hat mich geflasht und ich bekomme beim Schreiben grad eine Gänsehaut. Wir haben uns dann nicht mehr oberflächlich unterhalten, sondern tauschten uns aus über unsere Krankheit und Therapien. Wie weit man doch mit Offenheit kommen kann. Es war einfach wohltuend :)

    Liebe Grüße,

    ST

    UltimaRatio1974 , nun, da haben wir wieder einen großen Unterschied gefunden. Geplantes und ungeplantes Abschiessen, finde das Thema interessant. Tagsüber habe ich nur zuhause getrunken, wenn ich an dem Tag nicht arbeiten musste, in der Arbeit nie (früher, ganz früher durchaus).

    Kalte Pizza in der Früh mag ich auch in nüchternen Zeiten, finde ich sehr lecker :)

    Die Wäsche läuft nicht weg 😉

    Ich weiß genau, wie Du das meinst. Aber das ist grad nicht förderlich. Weil ich im Aufschieben eine Meisterin bin und das dann fatal werden kann und schon wurde. Bei der Wäsche wäre das nicht allzu tragisch, aber schon doof. Weil ich habe nicht viel Klamotten, und wenn ich am nächsten was Sauberes anziehen will, dann muss ich eben waschen. Und morgen möchte ich definitiv saubere Klamotten haben. Ein Teil hängt übrigens schon auf der Leine. Hab schon immer, spätestens seit meiner Jugend aufgeschoben., egal ob nüchtern oder nicht. Aber nur die Dinge die mich betreffen, wenn es um andere geht bin ich fix und effektiv. Da muss und möchte ich umdenken und umlernen.

    Mit den Anrufen war ich nun erfolgreich. In meinem Papierchaos ist mir noch was in die Hände gefallen, wo ich unbedingt anrufen musste, was für mich sehr unangenehmes. Habs direkt gemacht, war nicht schlimm (immer diese Kack-Angst vor den Sachen, so oft unnötig), und die Sache wird jetzt im Moment erledigt. Was bin ich froh. Kleine Erfolge :)

    Liebe Grüße,

    ST