Meine Sucht meldet sich nicht zwangsläufig bei Alkoholpräsenz, sondern auch bei großen Gefühlen
Bei mir sogar wenn ich morgens aufwache und erkältet bin, bei den kleinsten Dingen
Meine Sucht meldet sich nicht zwangsläufig bei Alkoholpräsenz, sondern auch bei großen Gefühlen
Bei mir sogar wenn ich morgens aufwache und erkältet bin, bei den kleinsten Dingen
Ob ich jetzt trinke oder nicht, ist meine Entscheidung, nicht die meiner Sucht.
Als Süchtiger stimmt das nicht. Ich wollte zu 100 Prozent aufhören, so oft. So viel kaputtgegangen. Immer weiter gemacht. ALLES versucht. Doch der Suchtdruck und die Sucht haben mich 25 Jahre konsumieren lassen. 300 Entzüge, 3 stationäre Therapien, Selbsthilfegruppen, viel Arbeit, wenig, keine. Mit Frau oder ohne. Mit Saufkumpels oder ohne. Anderes Bundesland oder Niedersachsen. Die Sucht hat bestimmt, nicht ich. Immer gedacht JETZT schaffe ich es, diesesmal und nochmal. Nichts hat geholfen. Komischerweise klappt alles andere aber die Sucht hat so eine unglaubliche Macht.
Ich denke beim Starren darüber nach, dass ich unter Alk mehr 'funktioniert' habe.
Ich nicht. Kater, Entzug, gammeln und wieder von vorne. Trocken 1000x produktiver
nun hänge ich wieder im Loch. Ich bin so antriebslos, ich habe noch nicht mal Lust, schwimmen zu gehen, und schwänze das Training.
Versuche es mal mit Vitamin D3 plus K2. Ich nehme mindestens die doppelte Menge. Und Sonnenlicht jagen. Die Dunkelheit macht sehr schlapp. Wenn ich Kaffee trinke habe ich diese Winterschlappheit auch nicht
Ich vermisse ein wenig den Schwung, den ich in den ersten Tagen der Nüchternheit hatte. Das war vermutlich die Euphorie der Entschlossenheit,
Bin bei fast 6 Wochen Abstinenz. Ja die Euphorie Zeit ist bei mir vorbei. Jetzt sind die Freude und Zufriedenheit da- auch schön. Keine Kater und Entzüge, keine Psychoaktionen mit Polizei und co. Vernünftig leben einfach
Ich schleppe aber auch schon seit ca. 2 Wochen eine Erkältung mit mir rum, die einfach nicht weggehen will
Bin jetzt zum zweiten Mal in 4 Wochen Erkältet. Nervig
Das nervt unglaublich! Ich weiß, dass ich da aufpassen muss, denn bei mir sieht die Sucht da ein Türchen.
Verrückt, als ich krank wurde hatte ich auch den Gedanken das wegzusaufen. Bekloppt
Wie denn konkret?
Hab mehrere Weihnachten gedacht oh Weihnachten das muss ganz toll sein- war aber nur normal. Das hat nicht gereicht- deswegen gesoffen. Jetzt sage ich es soll nichts besonderes sein. Reicht wenn es normal und ganz nett wird. Damit ich nicht enttäuscht bin. Einfach 3 nette Tage mehr nicht.
Natürlich riesen Abstand von Alkohol halten. Irgendetwas nettes unternehmen wäre schön. Therme etc. Lecker essen.
Also mir ist egal wer Schuld an meiner Sucht hat. Ich, die alten Freunde, meine Kindheit? Es ändert nichts. Genau wie die Vergangenheit. Ich bin süchtig geworden. Ich muss gucken wie ich Trocken werde und bleibe. Sonst lande ich immer wieder am selben Punkt. Krank, erschöpft, traurig, weinend, ein Häufchen Elend. Und je länger ich saufe desto schlechter geht es mir. Von Jahr zu Jahr. Das konnte ich beobachten. Fokkussiere dich auf das wichtige, dieses rumwühlen in alten Geschichten ist ab einem gewissen Punkt Zeitverschwendung. Bin fast 6 Wochen trocken, mir gehts ganz gut. Macht Spaß hier immer zu schreiben 3 Wochen 4, 5. Waren schwierige Momente dabei. Habe sie gemeistert. Fühlt sich toll an.
Ich bin schon wieder erkältet, das nervt. Kann man nix machen. Ansonsten läuft es gut: Halte mich Konsequent von Triggern fern. Was meine Frau angeht werde ich immer ruhiger und versuche keine Machtkämpfe auszutragen oder meinen Willen auf biegen und brechen durchzusetzen. Daraus kann Streit entstehen und den kann ich nicht ab, was Saufdruck erzeugen kann. Bin jetzt bei 5,5 Wochen Abstinenz, kommt mir vor wie ne Ewigkeit. Als ob ich schon Monate trocken bin- bestimmt weil ich vorher immer Monate und Wochen abstinent war. Ist echt cool wenn ich dann hier schreibe und mir meine Fortschritte bewusst werden- trotzdem achtsam und wachsam bleiben
Weihnachten und Silvester kommen noch, da werde ich mich abstinenztechnisch noch vorbereiten.
Dafür das Du schreibst das die Gedanken nicht bestimmt sind, scheinen sie sehr bestimmt.
Saufen ist das Thema. Ich nehme an, dass Du an der Tankstelle nicht Dein Auto nachtanken willst. Wie dem auch sei, das sind Gedanken, die ich nicht festhalten würde, sondern einfach kreisen lassen würde. Die gehen wieder weg.
Dieses Kreisen geht garnicht- ablenken und neue Gedanken sind bei mir der Schlüssel
Welches sind deine Weggabelungen und wann zieht der Karren besonders in die alte Richtung?
Risikovermeidung, Selbstfürsorge. Streit vermeiden, nicht auf biegen und brechen meinen Willen versuchen durchzusetzen. Der Karren zieht in die alte Richtung besonders wenn es mir schlecht geht, bei Streit und triggern
Was meinst du mit ambulanter Reha?
Du kannst weiterhin Vollzeit arbeiten, hast so 1-2 Mal die Woche Einzel und Gruppentherapiesitzungen. Sowas gibt es in unserer Kleinstadt. Das erfährst du bei der Suchtberatung bei dir in der Nähe. Du musst das nicht selber zahlen genau wie eine stationäre Therapie.
aber ich glaub auch, dass 50% der Leute die weiter machen einfach keinen Anschluss irgendwo finden und dann in der Einsamkeit den Entzug durchmachen und es natürlich nicht schaffen, weil es einfach zu hart ist allein.
Finde ich auch
Und wenn ich ehrlich bin, hab ich mich dazu gezwungen hier weiter zu schreiben, weil halt auch viel kommt das einen eher runterzieht. Aber das ist vielleicht subjektiv.
Ja bleibe bitte hier. Man hört auch mal Sachen die einem nicht gefallen, wie bei mir. Ist normal
weil Sucht eigentlich immer eine Reaktion auf einen Mangel an zwischenmenschlicher Liebe ist.
Leider nicht. Die Sucht bleibt auch wenn du die Liebe hast, oder sehr viel Geld oder alles super ist. Ich dachte auch immer wenn ich eine Partnerin habe brauche ich den Alkohol nicht. Stimmt nicht, egal wie gut es mir geht, wie wunschlos glücklich ich war. Der Alkohol kam IMMER wieder, die Sucht bleibt. Was meinst du warum Superstars mit Millionen und allem was das Herz begehrt weiter konsumieren- teilweise sterben. Süchtig bleibt man sein Leben lang!!
Aber wenn ich mir dann denke, was dieses Stigma gesellschaftlich auslöst und wie Alkoholiker eigentlich als verdeckt Aussätzige behandelt werden,
Scheiß auf das Stigma, kümmer dich um dich, mach dein Ding, tue was dir gut tut. Die Gesellschaft ist teilweise bekloppt, ich scheiß drauf. Ich bin stolz trockener Alkoholiker zu sein mittlerweile. Viele schaffen es nicht
Es gibt im Internet "Mentoren" die 800€ dafür nehmen einem Menschen 30 Tage beizustehen, damit man das hinbekommt.
Die wollen Geld verdienen. Bleib hier, hier geht es nicht ums Geld!!
Ich kann die zwei verstehen, Wetten ist aber makaber. War erst wütend und co. Aber jetzt scheiß ich drauf. Ich mache weiter. Juckt mich nicht. Habe wieder paar schwierige Tage geschafft.Freu, freu. Jetzt kommen bestimmt wieder paar nette Tage. Irgendwie immer der gleiche Ablauf. Heute ist Sonntag mir gehts gut, mein Ziel im Blick. Mache mir einen schönen Tag. Körper ist Heile, Psyche o.k. Konto füllt sich, keine Polizei, keine Blamagen, kein Kater, kein Entzug, keine Zerstörung. Ist doch toll!!
Aber ein Stück weit muss sich der Kritisierte auch an die eigene Nase packen und mal überlegen, woher diese Einschäztungsprognose wohl kommt.
Stimmt leider, habe schon 1000x gesagt jetzt höre ich auf und immer wieder Rückfällig geworden. Die glauben nicht mehr dran. Muss mir egal sein was die denken. Ich mache weiter. Tag für Tag. Das Wetter macht eine schlechte Stimmung. 5 Wochen trocken, kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Die Saufgedanken sind jetzt täglich present. Ich mache was anderes
Vielleicht reicht für dich eine ambulante Reha, dann kannst du weiterhin arbeiten!! Und 1 Mal die Woche zur realen Selbsthilfegruppe ist auch sehr sehr gut. Spreche aus Erfahrung.
Was für ein auf und ab... Tage war es ruhig. Jetzt wieder Tage mit Saufgedanken- bestimmt die Nachwirkungen der Streitereien. 2 Tage ging es mir schlecht jetzt beruhigt es sich wieder.
Meine Frau und meine Stieftochter haben gewettet wann ich wieder Saufen fahre- sehr makaber und verletzend für mich und triggernd. Ich mach mich von deren Hilfe nicht mehr abhängig ich muss da wohl alleine durch
Gestern Abend riesen Streit mit meiner Frau gehabt. Wegen Kleinigkeit. Das Suchthirn hat natürlich gearbeitet genau wie heute morgen aber Nein. Ich mache etwas anderes. Runterfahren entspannen, das was mir gut tut. Sie sagte schon heute fährst du Saufen. Nö, ich beruhige mich, der Streit wird durchs Saufen nicht besser sondern es geht mir dann Saudreckig!! Bin erkältet. Zocke schön PS5 und das Saufhirn du kannst mich mal