Beiträge von Bibitor 66

    Na claro geht das. Genieße es!

    Niemand will Dir das befreiende Gefühl madig machen. Es sind nur die vorsichtig erhobenen Finger der Vorsicht... und da reihe ich mich ein.

    Euphorie hat auch nicht jeder - ich hatte sie überhaupt nicht und das paarmal auch geschrieben. Aber der allgemeine Konsens ist - man hat Euphorie...
    Kannst Du nur selbst einschätzen.

    Lieber Oskar,

    hattest Du ein Freiheitsgefühl? Ist ein Freiheitsgefühl mit Euphorie gleichzusetzen? Bei mir wird nicht passieren, dass ich jetzt denke geheilt zu sein und könnte wieder trinken. Ganz im Gegenteil. Ich will nie wieder Alkohol in meiner Kehle haben, da ich weiß was er anrichtet. Er würde mir sofort mein Freiheitsgefühl rauben.

    LG

    Bibi

    Liebe Bibi, das ist die Anfangseuphorie. Das war bei mir genauso und ist auch nicht schlimm. Die schon erfahrenen User haben mich dann recht gefühlvoll eingebremst. Das war auch gut so,um nicht über das Ziel hinauszuschießen. Die richtige Arbeit kommt nach der Euphorie. Bleib bei dir und pass auf dich auf. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg in eine lebenslange Abstinenz. LG Bono

    Lieber Bono59,

    ich habe Euch! Ich habe schon viel dazu gehört. Also zu der Anfangseuphorie. Ich nehme mit Euch zusammen die Arbeit für "nach der Euphorie" auf. Im Moment fühle ich mich einfach nur befreit. Das geht doch, oder?

    LG

    Bibi

    Liebes Forum,

    ich fühle mich so unglaublich frei. Es ist einfach nur herrlich, nicht mehr Saufen zu müssen. Alles was ich im Haushalt mache wirkt auf mich meditativ. Vorher hat mich alles gestresst. In kann in Zeitlupe den Geschirrspüler ausräumen, dabei verträumt zum Fenster rausschauen und verspüre ein dermaßen großes Freiheitsgefühl. Alles ist ruhig in mir. Das will ich nie wieder anders haben.

    Ich werde niemals leichtsinnig. Denn diese Befreiung lasse ich mir nicht mehr nehmen.

    LG

    Bibi

    Gedanken:

    Der Suchtverlauf und die Entstehung des Suchthirns verlaufen immer gleich. Aber die Menschen hinter der Sucht sind verschieden. Trotz alledem ist es eine tödliche Krankheit!

    Mein Ex-Mann ist Alkoholiker. Auch diese Ehe lief weitgehend harmonisch ab. Zwei Alkis auf einem Haufen. Wenn zu Hause "geföhnt" wurde, ging das von meiner Seite aus los. Mein Ex schaffte es nicht, so schön unter dem Radar zu fliegen (SAUFEN) wie ich. Bsp.: Anruf von Nachbarin: "hi hi hi. Bibi Dein Mann kommt gleich nach Hause. Im Moment braucht der die ganze Straße zum Laufen und hält sich an der Straßenlaterne fest." In dem Fall war es mir nicht mal peinlich, da ihr Mann auch im ganzen Dorf für solche Auftritte bekannt war.

    Trotzdem hielt die Ehe nur 6 Jahre. Er ist ein ganz toller Handwerker. Das habe ich immer geschätzt und schätze ich auch heute noch an ihm. Er kann alles reparieren, egal was es ist. Aber sonst musste ich mich um alles alleine kümmern. Elternabende der Kinder, Kinderarzt, Bastelnachmittage usw. Auch sein Äußeres wirkte immer mehr ungepflegt. Er ließ sich gehen. Wenn ich auf ihn einredete, doch bitte mal etwas zu ändern, bekam ich zur Antwort: "Dann lass Dich doch scheiden." Oder: "Ach, willst Du Dich mal wieder scheiden lassen?" Ich setzte ihm das Messer auf die Brust. Entweder Paartherapie inkl. Suchttherapie (bei der ich dabei gewesen wäre) oder ich reiche die Scheidung ein. Darauf ließ er sich nicht ein. Brauche ich nicht usw. Ich reichte die Scheidung ein!

    Wir sind noch heute in gutem Kontakt. Er ist der Vater unserer Kinder. 2x im Jahr sehe ich ihn immer. Die Geburtstage unserer 2 Enkelkinder.

    Mein jetziger Mann ist handwerklich nicht so gut drauf. Dafür kann er göttlich Kochen. Gelernter Koch. Und samstags und sonntags Kocht er. Lecker sag ich Euch. Es duftet schon und ich bekomme Hunger.

    LG

    Bibi

    Tag 121 -heute trinke ich nichts und es geht mir guuuuut-

    mein Mann schlummert noch. Ich habe einfach meine innere gespeicherte Zeit zum wach werden. Viele Jahre immer um 4:45 Uhr für die Arbeit aus den Federn. Ich bin immer etwas früher als mein Mann aufgestanden, damit wir uns zwecks des Badezimmers nicht in die Quere kamen. Wir haben nur ein Badezimmer. Wenn er dann im Bad war, habe ich den Feinschliff in der Gästetoilette vorgenommen. Schminken, Haare und ein freundliches Gesicht vor dem Spiegel geübt.

    Jetzt lasse ich mir erst mal einen Kaffee raus und warte bis mein Männe wach ist. Dann werden wir etwas frühstücken und dann geht es wie jeden Samstag ab ins Einkaufen.

    Dann mal bis später + LG

    Bibi

    Ich auch! :)

    Ja aber echt. Viele Tiere machen es ja auch so. Funktioniert beim Menschen aus vielfältigen Gründen aber leider nicht. Man könnte versuchen sich bei -30 Grad in einer Höhle in die Winterstarre fallen zu lassen. Das würde aber sicher mit der ewigen Starre enden. :) Also lasse ich das mal schön. Ich freue mich viel zu sehr auf meinen nüchternen Frühling. Der kann nur prima werden.

    LG

    Bibi

    So liebes Forum,

    für heute verabschiede ich mich wieder, da ich durch die Dunkelheit müde werde. Ist im Herbt/Winter immer so. Zu dieser Jahreszeit dachte ich oft darüber nach, dass es schön wäre, komplett Winterschlaf zu halten.

    Bis morgen, den Anwesenden weiterhin guten Austausch und eine angenehme Nachtruhe

    Bibi

    Hartmut Ja. Alleine die Sucht zum Stillstand zu bringen ist mir ja nie gelungen. Das hielt mal paar Tage, auch mal paar Wochen und sogar mal ein ganzes Jahr. Aber ich habe mir auch nie Hilfe gesucht. Durch das lange Lesen hier im Forum, ist mir überhaupt erst klar geworden, dass ich Alkoholikerin geworden bin. Ich werde Euch weiterlesen und natürlich meinen Senf dazu geben.

    Vielen Dank das es Euch gibt

    LG Bibi

    Besuchst du eine Selbsthilfegruppe?

    Guten Morgen lieber Abstinenzler,

    nein eine zusätzliche reale SHG besuche ich nicht. Ich habe für mich Unterstützung hier im Forum gefunden. Allerdings mag die nötige Unterstützung und Hilfe für jeden anders aussehen. Wenn man das Gefühl hat mehr Unterstützung zu brauchen, dann ist eine reale SHG sicher kein Fehler. Bleib dran. Ich wünsche Dir gutes Gelingen.

    LG

    Bibi

    Tag 120 -HEUTE TRINKE ICH NICHTS!

    Guten Morgen Ihr,

    auch wenn es die sogenannte "Anfangseuphorie" sein sollte, ich bleibe wachsam und eisern. Die Verbesserungen meines Allgemeinbefindens hören nicht auf. Gestern habe ich mich mal wieder gewogen. Ich wiege mich nicht täglich. Noch mal 2 kg weg. Mein Stoffwechsel muss durch den Alk komplett lahm gelegt gewesen sein. Gut, ich ernähre mich jetzt auch viel gesünder. Jeden Tag steht Obst und Gemüse auf dem Plan. Zu meinen Saufzeiten kam da eher fettiges, ungesundes Zeug auf den Teller. Auf jeden Fall habe ich dann gestern ein neues Aufgabengebiet für mich aufgemacht. Nämlich mal meine Büroklamotten anzuprobieren, ob die überhaupt noch richtig sitzen.

    Musste vor dem Spiegel dann echt lachen. Habe mir sämtliche Oberteile immer in A-Linien-Form oder oversize gekauft. Damit mein Hofbräu-Spoiler gut kaschiert wird. Da der Stoff nun keine Rundung mehr machen muss und fließen kann, ist mir alles zu lang geworden. :) Natürlich allgemein zu weit. Ich bin nicht arg groß. Das kann ich nicht mehr anziehen. Da sehe ich aus wie in einen Sack gehüllt. Schon ein Grund zum shoppen gehen.

    LG

    Bibi

    Huhu Bibi,

    ich entscheide in solchen Situationen nach Tagesform.

    Oft wirken schöne Abende leider nach. Der Abend selbst ist völlig in Ordnung und ein paar Tage später verändert sich meine Stimmung. Mittlerweile kalkuliere ich auch das Nachziehen ( so nenne ich das für mich) mit ein.
    Oft entscheide ich mich dann gegen ein Event, weil ich lieber in meiner trockenen Mitte bleibe.

    Du hast ja noch drei Wochen Zeit.

    Liebe Grüße Rina

    Hallo Rina,

    vielen Dank für Deine Erfahrung. Ich lasse mir einfach Zeit für meine Entscheidung. Tja und über Nachwirkungen habe ich mir tatsächlich noch gar keine Gedanken gemacht. Also Dein "Nachziehen". Aber dieses könnte bei mir auch erst auftauchen, wenn ich den Kontakt unter Menschen mal wage. Ich bleibe wachsam. Meine Abstinenz ist mir hoch und heilig.

    LG + Danke

    Bibi

    Hallo Bibi,

    und jetzt auch noch Ich. Ich habe Dir ja schon geschrieben, dass ich hier einen schlichten und einfachen Weg und das dazugehörige Mindset gelernt habe und lerne um sicher abstinent zu werden und zu sein. Im Kern dieses Weges steht Risikovermeidung. Und nachdem ich diesen Weg verstanden habe, habe ich etwas getan, was ich in meinem Leben sehr selten getan habe. Ich habe ihn ohne weiteres überlegen einfach umgesetzt. Und ich fahre damit gut.

    Ich habe in der ganzen Zeit nicht an Festen und Feiern teilgenommen, auf denen Alkohol getrunken wurde. Ob wenig oder viel. Und schon gar nicht auf Feste oder Feiern, auf denen ich selbst schon Alkohol getrunken habe. Die Verknüpfung ist so eindeutig und stark, dass dies ein großes Risiko darstellt, dass ich vielleicht nicht unmittelbar vor Ort aber danach in Gefahr laufe doch zu trinken. Deshalb gehe ich dieses Risiko bis auf Weiteres nicht ein. Vielleicht nie wieder.

    Wenn ich mich Menschen aus meinem Umfeld treffe, dann ist die Vereinbarung, dass in meiner Gegenwart nicht getrunken wird und wir uns nicht an alkoholbelasteten Orten treffen. Wenn Menschen Geburtstag hatten, habe ich mich mit Ihnen beispielsweise zum Kaffee oder Essen verabredet. Natürlich ohne Alkohol. Das hört sich jetzt vielleicht beschwerlich an. War es aber überhaupt nicht. Und selbst wenn es beschwerlich gewesen wäre, hätte ich es nicht anders gemacht.

    Das verstehe ich sehr gut. Bei mir ist es ja so, dass ich nirgends mehr war. Also keine Kneipen, Feste oder in der Öffentlichkeit. Hatte meine Betankung ja nur noch zu Hause. Klar war ich noch Freunde besuchen, aber da habe ich eben gesoffen. Und das auch nur, wenn jemand anderes zum Fahren dabei war. Also jemand wo an diesem Tag eben nicht trinkt. Was heißt "jetzt auch noch ich?" Ich freue mich, wenn Du um die Ecke kommst.

    Ich werde mir das noch 3 Wochen durch den Kopf gehen lassen. Jetzt mit dem trockenen Kopf besitze ich ja auch wieder Willen. Natürlich lasse ich Euch an meiner Entscheidung teilhaben und wenn ich hingehe, erzähle ich Euch auch von meinen Erfahrungen.

    Was ich hier mal noch erwähnen möchte ist, ich lese auch bei den Co´s und den EKA´s. Der Alkohol ist ein großes Schwein. Er schadet nicht nur der Person, die sich damit vergiftet sondern dem ganzen Umfeld. Nämlich der Familie. Ich kann auch froh sein, dass mein Mann nicht schon längst die Biege gemacht hat. Harmonisch war es hier ja zum Glück meistens trotzdem, aber nicht alle Unternehmungswünsche meines Mannes konnte ich erfüllen. z. B. besoffen Radfahren.

    Allen viel Kraft

    LG

    Bibi

    Das ist mE ein solider Plan. Als guter Freund sollte er auch wissen, das du an deiner Trockenheit arbeitest und es auf deine tagesform ankommt.

    Bis dahin ist ja noch Zeit

    Hartmut Danke Euch beiden. Vor allem für den langen Text von Hartmut. Es geht nur um mich und nicht um die anderen. Ich habe noch 3 Wochen Zeit um in mich hinein zu horchen. Riskieren werde ich mit Sicherheit nichts.

    LG + vielen Dank

    Bibi