Beiträge von Bibitor 66

    Ich finde schon das es ein kleiner Kampf war und mit dem durchhalten, meine ich einfach das es schwierige Situationen zu meistern geben wird in denen ich einfach hoffe stark genug entgegen zu sein

    Guten Morgen Tiffy,

    herzlichen Glückwunsch zu Deinen 3 Monaten Freiheit. Das ist doch schon mal eine gute Zeitspanne ohne Alk. Ich kann Dir aus meinen Erfahrungen nur sagen, es wird von Monat zu Monat besser und leichter. Schwierig ist es allemal. Wenn man Jahrelang gesoffen hat, hat man eben ein gieriges Suchthirn. Dieses muss zum Schweigen gebracht werden. Für mich war es zu Beginn meiner Abstinenz auch anstrengend. Es war kein Kampf aber viel Sortierung.

    Für mich stand fest, ich will nicht mehr Saufen. Ich will leben! Und ich will vom Leben etwas mitbekommen. Das funktioniert nur ohne Alkohol.

    Die Zeit, der Abstand zum Alk arbeitet für uns. Genieße Deine positiven Veränderungen und glaube mir, es werden noch viele kommen. Ich bin nächste Woche 10 Monate weg vom Gift und verspüre immer noch tägliche Verbesserungen meiner Gesundheit und verdammt viel Klarheit.

    Weiterhin alles Gute.

    Bibi

    Herzlichen Glückwunsch zu 19 Jahren Forum. Das ist eine beachtliche Zeit. Dein Faden ist sehr spannend. Ich bin noch nicht ganz durch damit, aber bewundere Deine Stärke die Du an den Tag gelegt hast und legst.

    LG

    Bibi

    und der herrliche Geruch hat mich total an meine Kindheit erinnert

    Das ging mir mit vielen Gerüchen schon so. Frisch gemähter Rasen, Koch- und Essengerüche, Regen...... Mein Geruchssinn hat sich auch sehr intensiviert. Ich habe schon oft gedacht, oh was die Nachbarn da gerade kochen, riecht wie bei meiner Oma. Ich habe vermutlich überhaupt keine Gerüche mehr wahrgenommen.

    Aber die Neugier - ohne jedes cache - auf alte Gemäuer, Wüstungen, Burgen, Bunker, Bergwerke, aufgegebene Industrieanlagen - nennt sich heute "Lost Places" - hat mich schon immer ziemlich gejuckt. Dahinter stecken Geschichten und Geschichte zum dazu lernen und staunen.

    Das war auch immer meins. Wir sind schon als Kinder in Bunker geklettert und in alten Industrieanlagen auf Entdeckungen gegangen. Vor 2 Jahren wurde bei uns in der Nähe ein alter Bahntunnel (im Wald) freigelegt. Da musste ich auch gleich durchlaufen. Natürlich in Begleitung.

    Der Fluch der sozialen Medien. Auch ein Grund dass ich Facebook und Konsorten verlassen habe

    Ich war noch nie bei Facebook und Co. Ich hatte noch nie das Bedürfnis mein Leben mit der ganzen Welt zu teilen. Allerdings nutze ich Whatsapp. Da praktisch. Aber da schaue ich bei bestimmten Leuten (die ich gespeichert habe) überhaupt nicht in die Statusmeldungen, weil ich weiß da kommt immer nur was mit Alk. Erspare ich mir. Muss ich nicht gesehen haben.

    Ich bin jetzt einfach mutig :) und luge mal unter Deinem Rollo durch.

    Ich wollte Dir nur mal mitteilen, dass Du für mich auch eine ganz wichtige Person hier im Forum bist. Du hast mich von Anfang an in meinem Faden begleitet und dafür möchte ich Dir mal Danke sagen.

    Mein Umgang mit dem Forum und der Fülle an Beiträgen hier ist ganz unterschiedlich. Unterschiedlich aus dem Grund, weil ich ja nicht jeden Tag gleich drauf bin. Viele Beiträge kann und will ich auch nicht lesen, da mich diese runterziehen. Dann habe ich auch oft das Gefühl ich muss darauf jetzt etwas schreiben und lasse es dann doch. Ich denke das ist ganz normal.

    Ich weiß nicht, ob ich da irgendwann einen gleichbleibenden Rythmus für mich finde.

    Auf jeden Fall finde ich Dein Profilbild von Anfang an umwerfend und auch Deine Beiträge sind mir immer wichtig. Nicht nur bei mir.

    LG

    Bibi

    Und irgendwann resultierte daraus dann: wenn schon keine Feier, dann wenigstens Feierabend....

    Hallo liebe Rennschnecke,

    ja so sah ich das auch. Und zu den Onkels: Damals fand ich die zwei echt cool. Onkel W. war immer so ein Bud Spencer Haudrauf Typ. Zumindest mit seinen Sprüchen und Onkel F. den mochte ich wirklich gerne. Ich wusste lange Zeit nicht, wie hoch sein Alkoholkonsum wirklich war. Ich dachte er trinkt auch nur Bier/Weizenbier. Aber in Wirklichkeit hatte er abends immer noch ein Rendevou mit Chantre.

    LG

    Bibi

    9 Monate

    Hallo liebes Forum,

    manche bekommen nach so einer Zeit Nachwuchs. Ich bekomme aber so nach und nach eine Reproduktion meiner selbst.

    Meine komplette Sichtweise auf den Alkohol hat sich verändert. Alkohol gehörte so viele Jahre so selbstverständlich wie das Atmen zu meinem Leben.

    Schon als Kind/Jugendliche fühlte ich mich bei Familienfeiern an den Tischen am wohlsten, wo die meisten Flaschen und Gläser drauf standen. Denn dort herrschte die größte Stimmung. Da saß dann meistens Onkel W. und Onkel F. und kippten sich schön zu. Natürlich zum Leidwesen der restlichen Verwandschaft die nicht trank. Wenn die Onkels dann schwankten oder über ihre Füße stolperten und aus der Restrunde ein "Herrje, wie voll sind denn die schon wieder" heraus hallte, war die Örtlichkeit mit Lachen erfüllt.

    Ich hätte in meinem Leben genügend abschreckende Beispiele gehabt und habe trotzdem immer weiter gesoffen.

    Onkel W. (73) gibt es noch. Keiner aus unserer Familie hat zu ihm Kontakt. Nicht mal seine eigene Tochter. Er hat sich komplett kaputt gesoffen und wird inzwischen 2x die Woche von einem Taxidienst zur Dialyse gefahren.

    Onkel F. (wurde 63) haben wir 2024 beerdigt, nachdem er nach mehrjähriger Trockenheit seiner Spenderleber keine Beachtung mehr schenkte und die neue Leber auch kaputt soff.

    Ich möchte niemals so enden und deshalb bin ich froh hier im Forum zu sein. Ich will nie wieder in die Suchtspirale zurück. Es waren vergeudete Jahre mit dem Alkohol. Das Leben hat so viel Fülle, nur konnte ich sie nie sehen durch den vernebelten Blick.

    Sehr selten kommen noch Gedanken an Alkohol bei mir hoch. Ich erkenne oft auch keinen Auslöser für diese Gedanken, aber diese Gedanken gehen so schnell wie sie kommen. Ich denke darüber nicht weiter nach. Hätte ich weiter gesoffen, dann hätte das mit Sicherheit auch zu einem verfrühten Tod geführt. Nun beabsichtige ich aber trocken irgendwann in die Kiste zu müssen.

    Jeder einzelne Tag ohne Alkohol, führt mich zu mehr Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Es ist für mich ein neues aufregendes Leben ohne Alkohol.

    LG

    Bibi

    Heute kommt meine Tochter mit ihrem Freund zu Besuch. Da freue ich mich sehr

    Hallo Anna-Sopie,

    genieße Deine Zeit mit Deiner Tochter und ihrem Freund. Sicher habt Ihr heute eine schöne Zeit.

    Im Moment fühle ich mich doch sehr einsam

    Auch dieses Gefühl der Einsamkeit läßt nach mit der Zeit. Am Anfang fühlte ich mich auch etwas einsam. Da mir klar wurde, dass vieles eben nicht mehr geht wenn ich trocken bleiben möchte. Aber man findet mit der Zeit einfach Dinge die einem gut tun und gefallen. Das muss nicht immer eine große Menschentraube um sich rum sein.

    LG und einen gaaanz tollen Tag heute

    Bibi