Beiträge von Bibitor 66

    .. ich fühle mich oft so unkonzentriert.... auch esse ich ziemlich viel gerade und bin manchmal so müde

    Guten Morgen Tiffy ich grüße Dich,

    genauso ging es mir zu meinem Start auch. Ich dachte schon ich hätte mir mein Gehirn kaputt gesoffen. Ich war auch extrem unkonzentriert, verwirrt und auch ständig müde. Das dauerte bei mir ca. 6 Wochen. Nach 6 Wochen merkte ich, wie ich täglich konzentrierter und klarer wurde. Da musst Du mit Dir etwas Geduld haben. Das Gehirn braucht eine Weile bis es sich vom Alkohol erholt.

    Wegen der Müdigkeit. Ich habe zu Beginn die meiste Zeit auf dem Sofa verbracht und habe mir Ruhe gegönnt.

    Es wird besser werden.

    LG

    Bibi

    Hallo Wilma,

    zu Beginn meiner Abstinenz habe ich mir auch alles mögliche an Süßkram reingestopft. Es hat jetzt zum Glück nachgelassen. Nur noch 1 Schokoriegel oder ein Süßes Teilchen vom Bäcker am Abend. Ich habe aber trotz Süßem Zeug 12 kg abgenommen. Also in etwas über 8 Monaten. Als ich noch gesoffen habe, habe ich sehr selten süße Sachen gegessen. Alkohol hat halt auch Unmengen Kalorien. In meinem Fall war es Bier.

    Kurzum, gönn Dir was. Alles ist besser als Alkohol.

    LG

    Bibi

    Ist das Sucht oder vielleicht doch eher Problemtrinken? Wenn es Sucht ist, warum kann ich dann immer wieder für mehrere Monate, manchmal sogar Jahre aufhören? Ohne nennenswerte wirklich Probleme.

    Guten Morgen Lullaby,

    ich konnte auch immer problemlos für einzelne Tage, oder mal Monate aufhören. Aber ich habe trotzdem immer wieder zur Flasche gegriffen. Und wenn die erste Flasche Bier drin war, passte noch jede Menge mehr rein. Kontrollverlust. Für mich ein eindeutiges Zeichen das Trinken eben nicht im Griff zu haben. Außerdem waren die ständigen Kater unerträglich.

    So viel wie Du habe ich gar nicht in mich reingeschüttet. Eine Flasche Wodka ist schon eine Hausnummer. Ich bin auch noch nie auf der Arbeit irgend jemand an die Gurgel gehüpft. Deshalb frage ich mich, warum Du zweifelst. Für mich ist es egal warum ich gesoffen habe. Ich habe gesoffen und das reicht mir. Ich will es nicht mehr!

    Was hattest du für Entzugserscheinungen?

    Hallo summsumm,

    dieses Familientreffen solltest Du dieses Jahr einfach ausfallen lassen. Du stehst noch ganz am Anfang. Diese Familienfeier kann bei Dir bösen Suchtdruck auslösen. Möchtest Du das? Wenn Du dem Druck nicht standhältst bist Du schneller wieder am Saufen als Dir lieb ist.

    Ich hätte mir solch eine Feier nicht zugemutet. Ich bin jetzt etwas über 8 Monate nüchtern und nähere mich immer noch nicht Feierlichkeiten wo Alkohol fließt. Bitte lies Dir noch mal die Grundbausteine gründlich durch.

    LG

    Bibi

    Allen, die akut kämpfen, wünsche ich viel Kraft.

    Guten Morgen Advocatus,

    Deine Wünsche sind nett gemeint, aber "akut kämpfen" wäre ein riesiger Fehler. Einen Kampf gegen Alkohol kann man nicht gewinnen. Es darf kein Kampf werden, sondern Akzeptanz der Erkrankung und neue Wege im Leben gehen. Abstand zum Alkohol!!!

    Sobald man es akzeptieren kann krank zu sein, muss man schauen gesund zu werden. Das sollte kein Kampf, kein Verzicht, sondern Freude auf ein neues "gesünderes" und "zufriedeneres" Leben sein.

    LG

    Bibi

    8 Monate / oder 244 Tage / oder 5.856 Stunden........... Ich bin so froh NICHT mehr SAUFEN zu MÜSSEN!

    Liebes Forum,

    verrückt. Schon 8 Monate nüchtern und zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass die Uhr nüchtern schneller läuft. Ich vermute das es daran liegt, dass meine Tage nun sinnvoll ausgefüllt sind und das meine versoffene Zeit sich einfach zog wie Kaugummi. Da passierte ja nicht viel.

    Weitere Erkenntnisse die ich erlangte:

    ABSTINENZ IST DER SCHLÜSSEL FÜR:

    Mentale Klarheit:

    Durch den klaren Blick auf die Welt und mein Leben, kommen natürlich verdrängte Gefühle hoch. Alle Gefühle wurden durch Alkohol unterdrückt, verfälscht oder durch den Rausch unbearbeitet vergessen. Aber ich weiß, dass Vergangenheit nicht änderbar ist. Durch den Rausch habe ich viele Dinge in meinem Kopf viel zu viel durchgekaut, habe mich runterziehen lassen von meinen eigenen nassen Gedanken; ohne eine Lösung zu finden. Aber der Schlüssel beschert mir auch..........

    Emotionale Stabilität:

    Deshalb wird nun im Kopf Wichtiges und Unwichtiges, Dinge die mich nicht weiterbringen, sortiert und aussortiert. Es werden Prioritäten gesetzt. An ERSTER STELLE steht GROSS meine ABSTINENZ!!! Denn ohne sie, funktioniert alles andere auch nicht. Durch die emotionale Stabilität habe ich mehr..........

    Selbstbewusstsein:

    Ich stehe wieder komplett zu mir und nicht neben mir. Ich vertrete meine Ansichten ohne klein beizugeben, nur um Ruhe zu haben. Ich unterhalte mich angeregt mit Nachbarn, denen ich sonst immer aus dem Weg ging. Ich wollte ja nicht das jemand etwas riecht, sieht oder überhaupt bemerkt das ich existiere. Aber ich existiere wieder. Und das mit viel mehr..........

    Leistungsfähigkeit:

    Nichts wird mehr ewig vor mir hergeschoben. Auch Aufgaben auf die ich keine Lust habe, werden erledigt. Inzwischen nehme ich mir genau diese zuerst ins Visier. Ob das mein tägliches Trainingsprogramm oder die Hausarbeit ist. Erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Nämlich Dinge die mir Freude bereiten. Dazu gehört auch Schoki, Lesen, Spazieren, Telefonieren........ usw.

    Ich dachte jahrzehntelang Alkohol hilft wenn die Welt zu viel wird. Zu groß war meine Sucht/Verlangen nach dem Weichspüler/Weichzeichner, dem Pflaster für die Seele. Aber nichts, rein gar nichts hatte sich mit oder durch Alkohol verbessert.

    Mit Euch und durch Euch liebe Forenteilnehmer (vor allem die alten Hasen) habe ich mich befreit. Ich danke allen die mich auf meinem Weg begleiten. Dieser große Erfahrungsschatz hier im Forum ist meine Rettung!

    Ich bin hier und bleibe.

    LG

    Bibi

    Erste Seite, zweiter Beitrag. Da hab ich es doch geschrieben, dass ich Alkoholiker bin.

    Ja und nun, Angler? Was ist seit dem Beitrag geschehen? So wie ich Dich lese, siehst Du Dich nun nicht mehr als Alkoholiker?! Die Krankheit ist aber chronisch und kann nur durch kompletten Alkoholverzicht gestoppt werden. Ein bisschen Alki gibt es nicht.

    Wo stehst Du gerade?

    LG

    Bibi

    Also verbrachten wir den Nachmittag im Tierpark und danach spielten wir noch ein paar Brettspiele und aßen zusammen Abendessen. Das war eine kluge Entscheidung. Die Sonne und das Eis im Tierpark waren herrlich und Mini-Toffi konnte sich auf dem Spielplatz richtig austoben. Abends schauten wir noch einen Film und kuschelten.

    Das klingt doch nach einem tollen Tag für Toffifee und Mini-Toffi. Schön das Ihr Euren Tag gestern so genießen konntet.

    Hallo KleineWolke,

    die Grundbausteine, Notfallkoffer und die HALT-Regel wurden Dir schon geschickt. Hast Du da schon reingeschaut? Wenn Du Suchtdruck hast, trinke viel Wasser und lenke Dich ab. Hast Du heute schon richtig gegessen? Ein leerer Magen hat bei mir auch für Suchtdruck gesorgt. Sobald ich was gegessen hatte, war es besser oder der Druck war ganz weg.

    LG

    Bibi

    Danke für diese bildliche Darstellung, das hat mich zum Lachen gebracht, auch wenns eigentlich traurig ist!
    Dieser Stimme eins draufhauen, ja, das gefällt mir.

    Hallo Aurora,

    ich bekam zu meinem Start hier im Forum, auch diese bildliche Darstellung als Beitrag von Alex_aufdemweg . Ich musste auch erst mal lachen, da es so witzig klingt. Aber mir hat es tatsächlich bei meinen Anfängen geholfen. Ich habe mein Suchthirn auch mit Schimpfworten und der bildlichen Vorstellung es niederzuknüppeln ruhig bekommen. Mein Suchthirn hat einfach nichts zu melden. Es hat die Fr..... zu halten. Sonst gibt´s eine drauf.

    LG

    Bibi