Beiträge von Toffifee

    Guten Morgen!

    Gestern lief anfangs recht gut, dann kam wieder eine unerwartete Änderung: Mini-Toffi klagte über Bauchschmerzen und musste aus der Schule abgeholt werden.

    Also ab, zum Kinderarzt und wir sind heute zu Hause, da wir ja schon Montag abbrechen mussten. Ich kann mit solchen Angelegenheiten momentan nur schlecht umgehen. Ich war hin- und hergerissen, ob ich Mini-Toffi glaube oder mal wieder einen Bären aufgebunden bekomme. (Mini-Toffi hat mich in der letzten Zeit immer mal angeflunkert) Zu Hause ist ja immer alles wieder gut. Aber ich mache den heutigen Tag so langweilig wie nur möglich und schaue, wie es am Wochenende läuft.

    Um etwas Positives zu sehen: Ich bin nüchtern und ich möchte gar nicht daran denken, wie ich mich fühlen würde, wenn Alkohol im Spiel wäre. Wenn es mir jetzt schon so schwer fällt, Entscheidungen zu treffen, wäre das mit Alkohol noch schwerer.

    Jetzt mache ich erstmal Frühstück und schaue, wie der restliche Tag läuft.

    Habt einen guten Tag!

    Toffifee 🌞

    Guten Morgen!

    Ich schrieb 2 Tage nicht, aber es geht mir gut. Ich war von den Tagen nur so erschöpft, dass ich mit Mini-Toffi eingeschlafen war.

    Die Tage waren anstrengend, aber unspektakulär. Ich hatte es wieder nicht geschafft, Inseln für mich einzubauen. Aber ich hatte ja entschieden, dass das an 1-2 Tagen ok ist. Heute und morgen habe ich Homeoffice, da kann ich Zeit für mich einplanen, da ja die Wegzeit wegfällt. Heute abend darf Mini-Toffi etwas länger auf bleiben, die ISS ist am Nachthimmel zu sehen und wir wollen unser Glück versuchen.

    Habt einen guten Tag!

    Toffifee 🌞

    Ich kannte den einmaligen Konsum als "Ausrutscher", die zwar ernst zu nehmen seien, aber "nicht so schlimm", wenn man nicht weitermacht. Nach 10 Jahren Abstinenz ab 2013 kamen gelegentliche "Ausrutscher", die sich häuften, war ja aber "nicht so schlimm" (heute weiß ich, dass das meine Suchtstimme war) und die Abstände wurden immer kleiner bis ich dann wieder dort war, wo ich 2013 aufgehört hatte.

    Mein Fazit: Ein einmaliger Konsum, egal, wie man ihn nennt, ist Konsum und bricht die Abstinenz ab. Klar, man fängt nicht wieder ganz von vorne an, aber die Hemmschwelle sinkt (das gilt zumindest für mich) und es ist erschreckend, wie schnell man wieder im alten Muster ist.

    Ich denke, die "nette" Umschreibung gibt es, um die Angst vor einem Rückfall und den dadurch entstehenden Druck zu reduzieren. Angst ist ohnehin ein schlechter Begleiter.

    Guten Abend,

    der heutige Tag hat mich angestrengt.

    Der Morgen lief wie üblich und im Büro ging es auch richtig gut voran. Dann rief die Schule an, Mini-Toffi ist gestürzt und klagt über Übelkeit. Also Abbruch und Kind abholen. Zu Hause war Mini-Toffi zwar nicht so aufgeweckt wie sonst, hatte aber ordentlich Appetit und fühlte sich schnell besser.

    Ich nicht.

    Die spontane Änderung meines Tagesablaufs hat mich aus dem Konzept gebracht und ich fühlte mich wie im falschen Film und wusste nicht so recht, was ich mit mir anfangen soll. Ich hätte gerne noch ein wenig gearbeitet, aber wenn Mini-Toffi zu Hause ist, wird das nichts. So viel wieder zum Thema Frendbestimmung.

    Aber ich wusste, ich muss achtsam sein. Wenn ich nichts mit mir anzufangen weiß, kommen gerne mal Suchtgedanken. Also habe ich ein wenig ausgemistet. Damit hatte ich ja schon mal angefangen aber auch wieder aufgehört. Und ich erledigte ein paar der tausend kleinen Handgriffe, die nicht auffallen, aber sich im Hinterkopf ansammeln und drücken. Zwischendurch kam dann auch ein Gedanke, aber ein leiser. Den konnte ich (in Gedanken) niederbrüllen und ich schrieb es ins Tagebuch, das half.

    Ab 17:00 Uhr konnten wir dann wieder unseren üblichen Ablauf aufnehmen (Mini-Toffi geht es bestens) und schon war ich wieder ruhiger.

    Es ist erstaunlich, wie mich so eine doch recht kleine Änderung so beschäftigt. Aber ich kann ja nicht jeden Tag einen Plan B parat haben. Ich wünsche mir, dass ich mit der Zeit mit solchen Tagen besser umgehen kann. Jetzt beruhigt es mich erstmal, dass alles wieder läuft wie gewohnt und dass damit auch die Ruhe wiederkam.

    Habt eine gute Nacht,

    Toffifee 🌞

    Liebe Anna-Sophie,

    Ich lese bei Dir schon ein Weilchen mit und manche Aussagen lassen bei mir eine Glocke klingeln (hier geht es aber auch um meine Erfahrung):

    Jetzt sind die Kinder groß er macht keine Montage mehr und ich gehe auch seit Jahren wieder Arbeiten ist es immer noch so das ich mich um alles kümmer.

    Er möchte seine Power Frau zurück.

    Ich war in einer ähnlichen Situation und habe gemerkt, dass man zu erwarten schien, dass ich, wenn ich trocken bin wieder 32 Dinge gleichzeitig erledige und neben dem Vollzeitjob den kompletten Haushalt nebst Finanzen, Papierkram und Kindererziehung wuppe. Für mich kam ich zu dem Schluss:

    1. Meine Gedanken, was andere von mir erwarten stimmen nicht immer mit der Realität überein.
    2. Mich um alles zu kümmern bzw. mich für alles verantwortlich zu fühlen, hat mich dort hin gebracht, wo ich nie wieder hin wollte, nämlich in einen Burbout nebst sattem Rückfall.

      Mir ist klar geworden, dass ich nicht wieder die "alte" Toffifee werden kann und mittlerweile auch nicht mehr will, denn es allen recht machen zu wollen, um Anerkennung zu bekommen hat mich fertig gemacht und ich habe mich dadurch selbst degradiert. Eine Powerfrau bin ich trotzdem noch, weil ich eine Menge wuppe, aber meine Teflonschicht ist eben ab und ich muss schauen, dass ich mich auch um mich kümmere, das kann nämlich nur ich. (Heute habe ich das Glück, 1 - 3 Menschen um mich zu haben, die mich immer mal daran erinnern).

      Liebe Grüße,

      Toffifee 🌻

    Liebe Thalia,

    Wie fremdbestimmt ich dadurch war.

    Dein Beitrag hallte heute noch eine ganze Weile bei mir nach. Ich sehe da doch ein paar Parallelen. Ich verdränge gerne, wie oft ich eher reagieren muss, statt auch mal zu agieren, denn sonst werde ich frustriert, weil ich dann nur das grünere Gras der anderen sehe, statt auch daran zu denken, dass es Menschen gibt, die mich um mein Leben beneiden. Da war die Flasche Sekt auch etwas, das ich nur für mich hatte (mein Kind hat mich nie trinken sehen).

    Ich hatte damals wirklich immer eine kleine Flasche Sprudelwasser dabei.

    Den Tipp habe ich hier schon öfter gelesen, aber nie daran gedacht, eine einzupacken. Morgen kaufe ich mir einen Colli Blubberwasser (bin eigentlich eher Teetrinker, da muss man nicht so schwer nach Hause schleppen) und bestücke mal Auto und Rucksack. Danke für den Tipp!

    Liebe Grüße,

    Toffifee 🌻

    Guten Abend!

    Heute war ein sehr schöner Tag!

    Der Vormittag lief recht entspannt und harmonisch. Zum Mittag habe ich seit langem mal wieder Bratklopse gemacht und es war so lecker! (Ich mache die nicht so oft, weil dann immer eine Woche lang meine Wohnung danach riecht und mir ständig der Zahn tropft.) Dann fuhren wir zu meinem Bruder und ich habe den Rest des Autos geputzt, nett geschwatzt und trotz des grauen Wetters draußen gesessen. Zu Hause dann fix Abendessen, Schnittchen schmieren und in die Wanne. Da habe ich mir heute auch mal Zeit gelassen und das war schön!

    Ich hoffe dennoch, dass die Sonne sich bald wieder blicken lässt, so langsam schlägt das Bäh-Wetter wieder auf mein Gemüt.

    Heute geht es früh ins Bett, morgen wird ein langer Tag.

    Habt eine angenehme Nacht!

    Toffifee 🌞

    Guten Morgen!

    Gestern war ein recht guter Tag.

    Vormittag habe ich mit Mini-Toffi das Chaos der Woche beseitigt und wir waren einkaufen. Das ist mit Mini-Toffi zwar anstrengend, aber alleine einkaufen vermeide ich, wo ich kann. Nach dem Mittag haben wir einen Film geschaut und dann versucht, für die Schule zu üben. Letzteres ging mächtig schief und wir brachen ab. Ich hatte gemerkt, dass meine Zündschnur ziemlich kurz war und da hat das keinen Sinn. Also haben wir das Auto geschnappt und sind in die Waschbox. Mini-Toffi hat den rumliegenden Kleinkram eingesammelt und teilweise gesaugt und hatte Spaß, ich habe die Wischerblätter gewechselt. Dann habe ich die Karre wenigstens abgekärchert und Mini-Toffi fand es Klasse, drin zu bleiben. Nun ist unser alter Freund wieder einigermaßen vorzeigbar. Das nervte mich schon eine ganze Weile.

    Auf dem Heimweg meldete sich allerdings die Sucht. Ich bekam so ein Gefühl, mich belohnen zu müssen. Der Gedanke war auch nicht nur so ein Aufblitzen, wie ich manchmal habe, das sich wegwischen lässt, er hielt sich länger. Zu Hause angekommen musste ich etwas tun, das mich ablenkt. Also putze ich noch ein bisschen. Das machte mich zufrieden und dann fiel mir ein, dass ich beim Einkaufen eine Süßigkeit geholt hatte, die ich sehr mag und da war sie: Meine Belohnung. Ich war überrascht, dass ich die Schoki gar nicht auf dem Schirm hatte, als der Wunsch nach Belohnung kam. Abrr dann saß ich glücklich (weil ich den Suchtgedanken überwunden hatte) und zufrieden (weil die Schoki so lecker ist) da und konnte den Tag als positiv abhaken.

    Habt einen angenehmen Tag!

    Toffifee 🌞

    Hallo!

    Wie lange möchtest du denn den Gegner noch aufsuchen und das ertragen und wegstecken? Ich gehe gar nicht erst hin und habe meine Ruhe. Kein Gegner, kein Kampf mehr


    Ich habe sehr (zu) lange denselben (für mich) Fehler gemacht:

    Ich war der Meinung, ich muss stark genug sein, meinen Dämon unter Kontrolle zu bekommen. Dass das gar nicht geht, habe ich mittlerweile begriffen. Eine Aussage eines Freundes hilft mir (nicht nur in Bezug auf die Sucht, sondern auch im Alltag):

    Wenn Dir eine Situation nicht gefällt, ändere sie. Wenn das nicht geht, hast Du noch 2 Möglichkeiten: Deine Einstellung dazu ändern oder die Situation verlassen.

    Im Bezug auf Alkohol heißt das: Ändern, also kontrollieren geht nicht. Also entweder Einstellung ändern, also weitertrinken oder verlassen und trocken werden. (Ich stelle mir dann manchmal vor, wie ich der Sucht den Rücken zudrehe und sie blöde guckt)

    Liebe Grüße, Toffifee

    Guten Morgen!

    Heute wieder früh, gestern wurde es spät.

    Gestern verlief recht angenehm. Die Arbeit ging wieder leichter von der Hand, auch wenn ich nicht das geschafft habe, was ich wollte. Aber ich bin ja noch dabei, meine neuen Grenzen zu finden und mir ist bewusst, dass ich nicht mehr so leistungsfähig bin, wie früher. Das zu verstehen und anzunehmen hat lange gedauert. Mittlerweile schaffe ich es, mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen, sondern mit der Vergangenheits-Toffifee und da ist eine Menge passiert. Durch die Abstinenz ist da ja weitere Energie frei geworden, aber die will ich gar nicht komplett in die Arbeit stecken. Ich habe ja auch noch ein anderes Leben.

    Nach der Schule haben Mini-Toffi und ich noch Freunde besucht (alkoholfreien Haushalt), die Kinder haben sich im Garten ausgetobt und ich hatte einen schönen Schwatz. Das tat sehr gut und war ein gelungener Wochenabschluss. Abends gab es noch lecker Abendessen und dann ab, ins Bett.

    Meine Esserei hat sich auch verbessert. In der aktiven Sucht habe ich im Grunde nicht wirklich gegessen, ich habe nur das Hungergefühl beseitigt. Heute sitze ich mit Mini-Toffi am Tisch und versuche, bewusst jeden Bissen zu schmecken. Ich muss nur aufpassen, wenn der Tag anstrengend war und ich zu Hause noch etwas erledigen muss, falle ich schnell wieder in das alte Muster. Auch wenn Mini-Toffi bei Papa ist, vergesse ich schnell wieder, richtig zu essen.

    Vergangene Woche habe ich festgestellt, dass ich auch wieder mehr Aufmerksamkeit auf mich richten muss. An ein paar Tagen war das wieder hinten runter gefallen. Ich habe aber entschieden, dass das an 1-2 Tagen ok ist, aber mehr nicht, denn sonst läuft es wieder in die falsche Richtung. Immerhin habe ich es geschafft, Tagebuch zu schreiben und hier morgens und abends rein zu schauen.

    Für heute habe ich nicht wirklich geplant. Ich muss auf alle Fälle noch einen wichtigen Brief schreiben und dann wollen wir das Auto endlich mal wieder auf Vordermann bringen. Die Waschanlage lasse ich aber aus, es soll regnen. Ich werde beim Frühstück mit Mini-Toffi mal schauen, worauf Lust da ist, damit wir aus der Bude kommen. Ich wünsche mir, dass ich heute schöne Momente sammeln kann. Ach ja, da war gestern einer: Ich habe die ersten Veilchen gesehen! 😊

    Ich wünsche Euch einen angenehmen Tag!

    Toffifee 🌞

    Liebe Wilma,

    Das liest sich toll und ich freue mich für Dich, dass Deine "langweiligen" Tage für Dich so angenehm sind.

    Das Thema Isolation beschäftigt mich momentan auch. Ich versuche, Kontakte wieder zu aktivieren bzw. beleben. Die sind durch den Alltag selten, aber meines Erachtens geben sie Kraft und Schwung, durch die zwangsläufigen Phasen, in denen man alleine ist, gut durch zu kommen.

    Liebe Grüße,

    Toffifee

    Guten Abend!

    Heute gibt es nichts aufregendes zu berichten, der Tag war bemerkenswert unspektakulär. Auch mal schön.

    Arbeit lief lala, aber lief. Dann noch mit Mini-Toffi einen Weg erledigen, Hfg, Abendessen, morgen vorbereiten. Eins nach dem anderen ohne Aufregung.

    Angenehm festzuhalten bleibt ein guter Rat vom Mieterbund, wie ich mich verhalten soll und ein Telefonat mit dem Leiter meiner alten realen SHG. Er ist noch dort und nächste Woche ich auch. Ich hatte das ja schon mal vor, aber fand immer Ausreden. Dieses Mal nicht.

    So, kurz und knapp, ich will noch einen Film schauen.

    Habt eine gute Nacht!

    Toffifee 🌞

    Was ist denn in diesem Zusammenhang leichtsinnig ? Wie meinst du das?

    Liebe Thlia,

    Danke für Deine Nachricht.

    Leichtsinnig bedeutet hier, dass ,wie ich meine, mein Suchthirn mich denken lässt, ich bin jetzt ein Weilchen nüchtern und wieder dort, wo ich in meiner 10-jährigen Abstinenz war - ein Selbstläufer der Nüchternheit. Dann dauert es nicht lange, bis erste Gedanken kommen, dass ich doch dann mal einen Piccolo trinken könnte. Ein anderes Risiko wäre, dass die Idee aufkommen könnte, dieses angenehme Gefühl mit Alkohol konservieren zu wollen.

    Hier traue ich mir noch nicht ganz und muss zusehen, dass der Verstand das Ruder in der Hand behält und ich mir klar mache, dass das in die Hose geht.

    Hab einen schönen Abend!

    Toffifee 🌻

    Guten Abend,

    Heute noch ein wenig früher, ich bin total platt und will zeitig ins Bett.

    Der Tag lief nicht ganz wie geplant. Eine Besprechung heute machte mir zu schaffen. Sie war in Präsenz und es ist für mich sehr anstrengend, längere Zeit still zu sitzen. Als sie vorbei war, hatte ich Mühe, mich wieder zu motivieren, an meinem Krempel zu arbeiten, ich war erschöpft.

    Am Nachmittag gab es auch eine kleine Planänderung, aber das war nicht schlimm. Hfg mit Mini-Toffi waren irre anstrengend, aber ich war stolz auf uns beide, dass wir nicht das Handtuch geschmissen haben.

    Den ganzen Tag begleitete mich ein flaues Gefühl der Unsicherheit oder Sorge, Ärger mit der Vermietung zu bekommen, wenn ich falsch reagiere. Die richtige Reaktion braucht Zeit (Beratung beim Mieterbund) und die Vermietung macht Druck. Das kann ich gerade überhaupt nicht brauchen, aber ändern lässt sich das auf die Schnelle nicht.

    Jetzt muss ich mich an die HALT-Regel halten, Abendessen ist durch (war lecker) und ich bin müde...Aber richtig. Also heute früh ins Bett, damit ich morgen wieder fit bin.

    Habt eine gute Nacht!

    Toffifee 🌞

    Guten Abend!

    Ich bin knülle, also heute kürzer, ich will schlafen. Aber es ist eine positive Erschöpfung, nicht die, die ich noch vor ein paar Wochen hatte.

    Die Arbeit lief heute trotz ein paar Umsicherheiten gut und ich war erfrischend produktiv (ist ne Weile her). Zwischendurch versuchte ich, beim Mieterbund einen Termin zu bekommen, wird aber erst im Mai. Mal sehen, wie ich die Vermietung so lange hinhalten kann.

    Als ich zu Hause war, habe ich noch fix einen anderen Papierkram erledigt und dann kam auch schon Mini-Toffi nach Hause. Dienstags ist bei uns Hausaufgabenpause, aber es war auch schon spät (habe heute ein paar Überstunden gemacht), also Essen, Schnittchen für morgen machen, Klamotten rauslegen und Feierabend.

    Ich erwischte mich heute 2-3 mal, wie ich einfach so vor mich hin lächelte, dieses Lächeln, das ohne Grund von innen kommt, einfach, weil man sich gerade gut fühlt. Das war schön, das will ich öfter!

    Ich weiß, dass auch wieder Tage kommen werden, die anders aussehen, aber ich freue mich, dass ich die letzten Tage abends zufrieden ins Bett ging. Aber gerade jetzt heißt es aufmerksam bleiben, denn genau in solchen Momenten bin ich in den letzten Monaten leichtsinnig geworden und habe getrunken.

    Habt eine gute Nacht!

    Toffifee 🌞

    Ja, es lohnt sich, aber Kämpfen muss ich heute nicht mehr. Ich habe vor dem Alkohol kapituliert, denn jeden Kampf gegen ihn, würde ich verlieren.

    Liebe Tabsi,

    Danke für den Eintrag.

    Ich habe zu dem Gedanken, nicht mehr zu kämpfen ein zweigeteiltes Gefühl.

    Gegen den Alkohol bin ich machtlos, das ist klar und daran ist auch nicht mehr zu rütteln. Für mich heißt "nicht mehr kämpfen" allerdings Kapitulation und mein Gegner kann mit mir machen, was er will. Das hieße für mich, ich ließe mich von der Sucht einholen und trinke mich im Verstand oder gar Leben.

    Sprich: Ich kämpfe nicht gegen die Sucht, aber für ein freies, selbstbestimmtes Leben und da gehört zumindest für mich hier und da Aufwand dazu wie Verhalten ändern (siehe der Kraftakt, aus eingefahrenen Rinnen raus zu kommen und neue zu machen). Was ich nicht mehr mache, ist verhandeln oder versuchen, die Sucht unter Kontrolle zu bekommen, das ging oft genug schief.

    Vielleicht ändert sich meine Sichtweise, wenn die neuen Rinnen eingefahren sind. So lange bin ich ja noch nicht weg von dem Mist.

    Liebe Grüße,

    Toffifee

    Guten Abend!

    Heute war anstrengend, aber ich schlug mich richtig gut. Das ist für mich wieder eine Bestätigung, dass ich eine sehr gute Entscheidung getroffen habe, nüchtern zu bleiben.

    In der Arbeit war ich mega angespannt. Ich hatte mein Tagebuch mit (habe Einzelzelle) und schrieb ein paar Zeilen, wenn Panik aufkam. Das half. Gleich als erstes kam eine Info, die mich sehr nervös machte, aber ich konnte erstmal nichts machen und musste warten, bis weitere Infos kommen. Am Ende war es dann halb so wild (das Schlimmste ist immer das Kopfkino). Zwischendurch kam völlig überraschend noch eine böse Nachricht von der Vermietung (Mahnung), ich konnte zumindest erstmal telefonisch klären, was die überhaupt von mir wollen (große Verwaltumg mit schlechtem Ruf, rückwirkende Anerkennung meiner Teilzustimmung zur Mieterhöhung, obwohl Schreiben mit Verzicht kam). Ich bin der Meinung, sie liegen falsch, versuchen es aber einfach mal. Also morgen beim Mieterbund einen Termin machen. Hat mich auch aufgeregt, wieder eine neue Baustelle. Dann nach der Arbeit fix Mini-Toffi abholen und zum Training. Die Zeit nutzte ich, um gaaanz entspannt und in Ruhe einkaufen zu gehen (bietet sich an) und dann noch ein paar Seiten zu lesen. Wieder zu hause Hausaufgaben. Das klappte nach ein paar Startschwierigkeiten recht gut. Jetzt ist der morgige Tag vorbereitet und ich sitze positiv knülle und gemütlich mit meinen Katzen auf dem Sofa. Reicht auch für heute.

    Positiv: trotz Anspannung kein Suchtdruck, ganz kurz wollte zum Feierabend ein Gedanke hochkommen, dem habe ich sofort das Wort abgeschnitten und mich auf die noch anstehende Aufgaben konzentriert und es war Ruhe. Das hätte vor 1 Monat anders ausgesehen, aber ich werde trotzdem aufmerksam bleiben.

    Heute aber gehe ich nüchtern und zufrieden mit mir ins Bett.

    Ich wünsche Euch eine angenehme Nacht!

    Toffifee 🌞