Ja, Deine Worte sind nicht in Watte gepackt und verblümt, bin anfangs auch erst mal etwas erschrocken
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Aber es hilft ungemein eine ehrliche und erfahrene Meinung ohne beschönigen zu erhalten, mach weiter so ![]()
Ja, Deine Worte sind nicht in Watte gepackt und verblümt, bin anfangs auch erst mal etwas erschrocken
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Aber es hilft ungemein eine ehrliche und erfahrene Meinung ohne beschönigen zu erhalten, mach weiter so ![]()
Das für immer ist meinem Empfinden nach ungewohnt, zumal mein Lebensmotto schon zu früheren Zeiten "nichts ist für die Ewigkeit" war und auch immer noch ist. Aufgrund diesem Motto muss ich wohl oder übel den Entschluss immer wieder neu fassen, was aber auch den Vorteil hat, dass man nie vergisst was war und warum man diese Entscheidung täglich neu trifft.
Gut, dass Du das hier alles so ehrlich aufschreibst, Pantun, das ist auch für andere lehrreich, vor allem aber für Deine Abstinenzsicherung wichtig .
Danke, dafür ist es auch gedacht und um mich auch daran zu erinnern wie alles anfing.
Zudem möchte ich mal ein Dankeschön an alle die sich an meinem Faden und auch im Forum allgemein beteiligen aussprechen, vieles davon hat mich zum Nachdenken bewegt und auch hilfreiche Tipps waren dabei, ihr seid eine große Hilfe in vielen Situationen, danke.
Herzlichen Glückwunsch ![]()
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Ich habe das Bier ja selber gekauft für die Family. Das Bier da ist hat keinen gewundert, dass ich immer noch nichts trinke hat allen sehr gefallen aber gefragt ob es mich stört hat keiner. Was mir aufgefallen ist, es hat keiner viel getrunken, zwei oder drei Bier und gut war's.
Hatte noch ein paar Bier übrig, die habe ich gerade meinem Sohnemann ins Auto gepackt, somit bis auf meiner Frau ihren Wein, in ihrem Schlafzimmerschrank sicher verwahrt, wieder alkfrei.
Meine Mutter hat mir gestern eine Flasche jägi mitgebracht und war dann sehr betreten, als ich ihr das ganze zum fünften Mal erklärt habe, die hat jetzt auch mein Sohnemann in München, also nicht meine Mutter sondern den jägi.
Das mit dem hohen Stellenwert kenne ich und habe ich noch immer, da hast du schon Recht, möchte halt nicht der Spielverderber sein und denke mir dann immer das eine mal geht das schon, das dies ein gewisses Risiko birgt ist mir klar und ich treffe auch gewisse Vorkehrungen (Notfallplan ist dann was scharfes süsses oder mit dem Hund raus) und stimme mich im Vorfeld bereits auf die Situation ein, daher auch meistens der Bammel vor solchen Tagen.
Ich habe lange darüber nachgedacht was ich schreibe und ob ich überhaupt etwas schreiben soll.
Ihr habt natürlich Recht, dem kann und will ich nicht widersprechen. Ich bin wahrscheinlich noch nicht so weit mein Leben komplett umzukrempeln und alles zu ändern und hinter mir zu lassen.
Was ich bisher geschafft habe ist den Kreis der Saufkumpane zu verlassen, mir mit Sport und Entspannungsübungen vom Alkohol einen Ausgleich zu schaffen mich datüber zu freuen am nächsten Tag fit zu sein, wieder mehr Elan an den Tag zu legen und auch über das Gefühl mich einfach besser und gesünder zu fühlen.
Was ich nicht geschafft habe ist, dass ich möchte, dass sich alle an mich anpassen, ich habe es ja selbst verbockt. Denn Sprung nur an mich und die Krankheit zu denken, mich komplett darauf zu fokussieren, schaffe ich nicht, auch wenn ich weiss, dass es der richtige Weg ist.
Meine Familie weiß von meiner Krankheit.
Es gibt dort keinen Alkohol ansonsten komme ich nicht.
Das klär ich jedes Mal vorher ab und es war bisher auch kein Problem
Das ist genau diese Situation zu der ich nicht in der Lage bin, natürlich weiss meine Familie von dem Problem und versteht es auch, ich glaube auch nicht, dass es für meine Familie ein Problem wäre keinen Alkohol zu trinken aber in meinem Hirn will das nicht ankommen.
Es gibt keine Ausrede dafür, ich zweifle nicht an der Aussage, dass ich Alkoholiker bin aber ja, ich habe den richtigen Weg für mich noch nicht gefunden. Ich muss mir wohl doch Hilfe von einer realen SHG oder auch einem Psychotherapeuten suchen um das Problem in den Griff zu bekommen.
Was mir wichtig ist, ist dass ich heute nichts getrunken habe und morgen nichts trinken werde.
So, 3 Monate sind um, nichts getrunken und siehe da, es geht!
Gestern kam mein Sohnemann aus München zu Besuch und bleibt über die Feiertage, es fühlte sich zum ersten Mal nicht komisch an, dass andere trinken und ich nicht. Haben lange am Tisch gesessen Junior der noch da wohnt meine Frau Sohnemann aus MUC und seine Freundin alle haben was getrunken, außer ich und ich habe nicht einmal wirklich darüber nachgedacht.
War ein sehr schöner entspannter Abend, um 22 Uhr sind die anderen noch auf Tour gegangen, habe sie noch hingefahren, danach noch entspannt einen Tee getrunken Film geschaut und ins Bett. Hatte etwas Bammel vor dem Besuch, jetzt bin ich total entspannt und zufrieden, alles gut gelaufen.
Euch schöne Feiertage.
Rennschnecke Nein, den Anblick suche ich nicht, bei mir ist es eher so, dass ich mich bewusst Situationen ausgesetzt habe in denen andere trinken, das hat sich aber derzeit durch den sozialen Rückzug erübrigt. Der Anblick ansich triggert mich auch nicht, wenn dann der Zustand von trinkenden Personen oder Bekannten. Im Supermarkt kann ich problemlos an den speziellen Kisten und Regalen vorbei gehen ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.
Mein Versand hat schon begriffen, dass ich Alkoholiker bin, glaub mein Unterbewusstsein noch nicht so richtig, es ist noch keine Standart Situation ohne Alkohol zu sein, noch nicht.
ich bin noch da 😉 ich lese viel in der Gruppe mit, habe aber derzeit wenig Lust zu schreiben.
Was mich derzeit umtreibt und beschäftigt:
Das mit der wenigen Lust auf Gesellschaft und soziales Umfeld zieht sich derzeit durch meinen kompletten Tagesablauf. Habe eine Phase in der ich mich, abgesehen von meiner Familie, komplett einigle und abschotte. Beschäftige mich viel mit Lesen, Zockencken, Hund und meinen Autos und kann niemanden fremden, oder auch bekannten außerhalb der Familie um mich brauchen. Es gibt glaub keinen wirklichen Grund dafür, zumindest finde ich keinen, ich brauche das im Moment einfach nicht. Bin mir selbst glaub genug Gesellschaft derzeit, hoffe das bessert sich wieder, will kein "grantlger alter Sack" werden.
Habe in letzter Zeit immer wieder das Verlangen nach einem Bier, so nach dem Motto eines wird schon nicht schaden. Oder auch der Gedanke, dass 3 Monate jetzt so gut wie um sind, da kann man doch mal was trinken, usw.. kennen wahrscheinlich die meisten von euch auch, fällt mir echt gerade schwer das zu ignorieren und ich fange immer wieder an denn Sinn der Abstinenz zu hinterfragen. Habe eine Liste angefangen wo ich pro und Kontra immer mal wieder aufschreibe auf der pro Seite steht da nicht viel und es hilft mir diese Liste immer mal wieder zu lesen. Auch die köperlichen Veränderungen sind sehr positiv, 8 Kilo abgenommen, habe fast wieder einen athletischen Body, Ausdauer viel besser, das Schlafen normalisiert sich auch zusehends, meine Laune ist ausgeglichener als vor ein paar Wochen, somit eigentlich alles gut und nur Vorteile, trotzdem nagt der Teufel derzeit immens an mir. Es sind keine Triggersituationen, die Gedanken kommen oft einfach so aus dem Nichts, beim Lesen, Schrauben, auf der Areit oder sogar auf der Toilette letztens. Auch träume ich vermehrt von Partys und Bier.
Da muss ich wohl durch, es sagte niemand, dass es einfach wird.
Hey Absti. Vorbereitung hat mir bisher geholfen, mental und auch Dinge dabei zu haben die im Notfall helfen, bei mir ist das zum Beispiel ein scharfes Bonbon, was Süsses (hab ich immer am Mann) oder auch einfach auf die Brust klopfen, soll bei Stress und Unruhe helfen, bei mir funktioniert es, nicht immer aber oft.
Gut reagiert mit rausgehen aus der Situation. Training um den Druck rauszulassen und sich abreagieren ist auch einer meiner besten Helfer. ![]()
Hat dich diese ominöse Willenskraft nicht auch süchtig werden lassen? Nur mal so zum Nachdenken.
Hm, schwer zu sagen, ich glaube nicht, dass ich mit Absicht und Willen zum Trinker wurde, aber ein gewisser Erfolgsdruck war da am Anfang schon mit dabei. Wer verträgt mehr? Wer bleibt länger? Also einen gewissen falschen "Ehrgeiz" gab es da schon.
Bei mir ist es so, dass ich die einfacheren Probleme schon immer mit der direkten Konfrontation gelöst habe, wurden die Probleme größer und konnten nicht auf die schnelle gelöst werden hat die Sucht übernommen, Alkohol und zum Teil auch andere Mittelchen, Gott sei dank die anderen Mittelchen nur ganz selten. Den Ehrgeiz hatte ich schon als Kind, grösser weiter besser schneller, damals war es noch Sport und auch Leistung in der Schule, hier habe ich das erste mal bemerkt das ich Grenzen habe
und dann kam die Aufnahme in die Welt der Erwachsenen, unter anderem Arbeit, Alkohol, Stress, da waren die Grenzen dann oft schnell erreicht, wo das hingeführt hat sehe ich ja. Ich hatte im Erwachsenenalter wohl keine Ideen für Ausgleich, daher habe ich den einfachsten Weg gewählt, kurzzeitige Entspannung mit Hilfsmitteln, Betonung liegt auf kurzzeitig. Natürlich gibt es auch noch viel andere Gründe für das Trinken, aber einer davon war sicherlich die Entspannung und Vergessen. So gesehen kann man schon sagen, dass mich meine "ominöse" Willenskraft (einfach weiter zu machen, entspannen geht auch mit Hilfsmitteln) zum Teil an diesen Punkt gebracht hat. Da hast Du schon recht. Bin aber auch der Meinung, dass ein gewisser Teil an Willenskraft notwendig ist um aus diesem Kreislauf auch wieder auszubrechen.
Mache es dir doch einfacher. Warum alles schwerer machen?
Wenn es nur so einfach wäre
Es fühlt sich an wie eine weitere Sucht, ist es wahrscheinlich auch oder eine Zwangsstörung. Ich versuche ja schon Entspannungsübungen und auch Herausforderungen im Sport aber es kommt immer wieder der, sagen wir mal, Zwang an dem ich die Konfrontation mit dem eigentlichen Gegner suche nur um mir zu beweisen, dass ich das locker ertrage und wegstecke. Am nächsten Tag und auch unmittelbar danach fühle ich mich meistens richtig gut.
Wenn ich das Geschriebene so lese sollte ich wohl doch mal einen Verhaltenstherapeuten aufsuchen.
Rauchen, ja das leidige Thema. Ich dachte mir versuchst es mit der E-Zigarette, viele die ich kenne haben damit endgültig das Rauchen aufgehört, ich nicht.. Ich nuckel jetzt schon seit Jahren an der E-Zigarette und komm jetzt davon nicht mehr los, trotz Senkung des Nikotins (teilweise schon auf 0,0) usw, ist eben eine schlechte Angewohnheit, noch. Da ich aber erst seit etwas mehr als zwei Monaten nix mehr trinke ist das Thema derzeit nicht ganz so groß in meiner ToDoListe, eines nach dem anderen, aber auch das werde ich in Angriff nehmen.
Drücke Dir die Daumen ![]()
Hallo zusammen, habe gerade den Beitrag über Risiko gelesen und mir so meine Gedanken dazu gemacht. Ich wollte nicht direkt in den Faden schreiben, da Hartmut etwas anderes meinte, als bei mir zutrifft, daher schreibe ich es hier.
Ich hin noch nicht lange dabei, bissel mehr als 2 Monate. Risiko ist für mich momentan noch fast alles und, gefühlt, auch nicht. Mir kommt es fast zu einfach vor wenn ich Alkohol vor und neben mir habe. Natürlich triggert es mich aber mit etwas Willenskraft und innerem "Stop, das braucht ich nicht!!!!" Geht das meistens schnell vorbei. Meine kleinen Hilfen (süsskram, scharfes, etc.) sind auch immer am Start.
Ich glaube mein Risiko ist eher, dass ich mich zu sicher fühle und hin und wieder auch meine das testen und mir etwas beweisen zu müssen. Es fühlt sich an wie eine Herausforderung die es zu bestehen gilt, ein innerer Kampf. Warum ich das mache? Ich weiß es selber nicht, leider, aber ich scheine es zu brauchen. Die Frage stellt sich nicht was passiert wenn ich diesen Kampf verliere, zum Glück passieren diese Situationen nicht oft
Ich habe es diesmal (noch nie zuvor probiert) aber tatsächlich als eine Art akute Lösung für mich entdeckt. In Situationen, in denen ich gerade Suchtdruck habe, schenke ich mir statt einem Glas Sekt ein Glas alkoholfreien Sekt ein und habe das Gefühl auch dadurch beruhigt sich mein Nervensystem, vllt durch den Placebo Effekt, eben weil es so schmeckt und dasselbe Ritual bedient.
So hatte ich mehrfach wochenlang aufgehört aber eben nicht ganz, es kam immer wieder der Punkt wo ich auf alkoholisch umgestiegen bin, da ich an meinem Verhalten ja nichts geändert habe. Das mit dem Placeboeffekt ist sehr trügerisch, da es eigentlich keiner ist, sondern Du nur in alten Gewohnheiten weiter machst ohne etwas zu ändern oder auffallen zu wollen. Ich trinke hin und wieder auch mal ein alkoholfreies Bier weil es mir einfach schmeckt aber nur sehr selten und nicht um alte Gewohnheiten zu ersetzen.
und alles andere, das man so in seinem Notkoffer hat, mich einfach nicht herunterfahren lässt.
Den Notfallkoffer zu füllen dauert seine Zeit, ich habe auch noch nicht das perfekte Setting für mich gefunden, gibt ein paar Dinge die mir helfen und sehr viele,die für mich selbst, ohne Wirkung sind. Bei unmittelbarem Verlangen nehme ich meistens etwas süsses oder scharfes oder eben auch mal ne Flasche Mineralwasser mit viel Kohlensäure die ich sehr schnell trinke. Runterfahren ist am Anfang so eine Sache, geht bei mir auch nicht so richtig, meistens Lese ich dann oder höre laute Musik über Kopfhörer, gehe spazieren oder trainieren, einfach irgendwie beschäftigen mit etwas das Spaß macht.
Findet ihr es also eher gefährlich/schlecht, an den „Trinkgewohnheiten“ festzuhalten, wenn man sie mit alkoholisch-konditionierten Getränken ohne Alkohol ersetzt, wenn das hilft abstinent zu bleiben?
Du schreibst das schon richtig "Trinkgewohnheiten" es ist eine antrainierte Verhaltensweise, wenn Du diese nicht änderst ändert sich auch sonst nichts...
Schön länger nichts mehr geschrieben, mal ein kurzer Bericht was sich so getan hat.
Habe mich jetzt einigermaßen daran gewöhnt nein zu sagen, nein zu Alkohol und auch nein zu anderen Dingen die mir davor einfach egal waren oder ich einfach gemacht habe damit ich meine Ruhe habe.
Ich spiele wieder am PC nur viel weniger als vorher, bin viel draußen und seit Sonntag darf mein Hobby wieder auf die Straße, neue Hobbys hab ich noch nicht wirklich gefunden, war mal im Fitnesscenter hab dann aber nach ein paar Tagen festgestellt daheim für mich alleine ist es mir lieber und bin ja auch nicht ganz schlecht ausgestattet, da bleibe ich doch lieber bei den alten Gewohnheiten.
Familientechnisch sind die Grenzen jetzt klar abgesteckt und ich habe, wenn ich ihn brauche, meinen Ruheraum.
An den Wochenenden bin ich meistens daheim oder mache mal einen Tagesausflug ohne den gewohnten Abschluss in irgen einer Kneipe. Familientreffen waren zwischenzeitlich auch zwei, die Leute waren über mein nein zum Alkohol verwundert, haben aber sehr positiv reagiert, wusste nicht, dass soviele von der Familie wussten, dass ich ein Problem mit Alkohol habe.
Alles in allem bin ich zufrieden, hin und wieder triggert es mich mal, hauptsächlich wenn ich gestresst bin oder wütend aber meistens Krieg ich das schnell in den Griff (Immer noch Gummibärchen und scharfe Bonbons)
lass Dich nicht unterkriegen, aufstehen, Und weiter geht's, das schaffst Du!
Das mit dem Nichteilnehmen ist glaube ich einer der Gründe, in den letzten Jahren war ich meistens Arbeiten und wenn nicht, stand entweder meine Autoimmunerkrankung im Weg, oder ich war besoffen oder verkatert wegen einer Party oder auch nur weil ich mal wieder Wochenende hatte, da verpasst man schon einiges, leider. Aber chronische Erkrankungen führen zu komischen Handlungen und sind wir mal ehrlich Alkohol ist nicht nur ein schlechter Freund für die Psyche sondern eben auch ein nicht zu empfehlendes aber äusserst wirksames Schmerzmittel, so war es bei mir oft zwei oder auch drei Fliegen mit einer Klappe schlagen, Schmerzen weg und Unzufriedenheit auch gleich für ein paar Stunden weg, dazu noch Partystimmung bis eine gewisse Menge überschritten war. Den nächsten Tag muss ich nicht erwähnen, das kennen wohl alle.
Das Vertrauen und die Bindung ist bei meiner Familie sehr angeschlagen gegenüber mir, ich habe meinen Konsum ja nie versteckt und musste deswegen nicht lügen und Ausreden erfinden, das tat ich eher bei der Arbeit wenn das Wochenende zu steng war, aber die dadurch resultierende Gleichgültigkeit und Ignoranz hat vieles kaputt gemacht. Ganz davon abgesehen was ich für ein Mensch werde wenn ich besoffen bin.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es sehr egoistisch von mir ist jetzt eine schöne heile Welt und große Unterstützung zu erwarten, es braucht wohl viel Zeit um eine gewisse Normalität und Vertrautheit wieder entstehen zu lassen.
Das mit der eigenen Wohnung läuft noch ist aber nicht einfach in der nähe meines Arbeitgebers etwas zu finden, somit habe ich wohl noch etwas Zeit zu Hause
Am Freitag war ich mit meiner Frau auf einem Theaterdinner, die Karten hatten wir vor längerer Zeit geschenkt bekommen, wir haben uns gut unterhalten aber eben wie langjährige Freunde. Problematisch empfand ich es erstaunlicherweise gar nicht, dass Viele um mich herum Alkohol getrunken haben, auch meine Frau hat etwas getrunken sie hat aber erst mal ein Spezi getrunken und mich dann gefragt ob es mir was ausmachen würde wenn sie etwas trinkt, tat es nicht und ich war zufrieden heimfahren zu können.
Ich war und bin mir dem Risiko bewusst, welches ich mit dem Abend eingegangen bin, jedoch ist mir meine Frau wohl doch noch wichtiger als ich im letzten Post geglaubt habe und im Nachhinein bin ich auch froh und ein bisschen beruhigt, dass ich es gemacht habe und alles so gut gelaufen ist.
Es war ein unterhaltsamer, nüchterner und sehr schöner Abend. Auch dieses Wochenende wird, trotz des Risikos, trocken bleiben und ich bin wieder etwas klarer und wer weiss, vielleicht auch wieder etwas glücklicher, gute Nacht.
Wie geht es mir? Beschissen ist glaub ich geprahlt.. meine Ehe ist wohl etwas sehr brüchig geworden. Das Problem ist aber eher nicht meine Frau sondern wohl ich selbst. Habe seit ich nüchtern, fit und klar bin viel nachgedacht über mein Leben den Alkohol und das warum und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich all die Jahre wohl nicht glücklich war und nun habe ich keine Lust nach allem, inklusive Sex zu betteln, während ich gesoffen habe war mir das wohl egal. Zeitweise kam mir sogar der Gedanke wieder zu saufen, das würde alles wohl einfacher machen und wieder in gewohntes Fahrwasser bringen aber das ist nicht die Lösung, auch wenn der Druck derzeit echt hoch ist. Bin selbst überrascht das ich immer noch trocken bin und bisher keinen Rückfall hatte. Dafür rauche ich wieder, zwar nicht viel aber ich rauche wieder... ![]()
Meine Frau war wohl nicht böse das der Alkohol meistens wichtiger war als sie und zudem meinte sie, dass sie schon seit Jahren überlegt zu gehen.
Nein ich gebe nicht meiner Frau die Schuld an allem, das habe ich mir schon alles selber eingebrockt.
Bin derzeit am Wohnung suchen, zumindest mal auf Zeit, mein Hobby, den Nasenbären, kann ich dann wohl auch verkaufen, Brauch ja ne Einrichtung. Zumindest ist das der Stand der letzten Tage. Da kommt dann auch das große Problem für mich, das allein sein, war ich zwar so meist auch aber eben nicht wirklich alleine, so war immer jemand da mit dem ich akute Probleme besprechen konnte, das fällt vorraussichtlich weg. Aber wie heißt es so schön, wo eine Türe zu geht, geht auch wieder ein Fenster auf. Vielleicht renkt es sich ja doch noch ein, man soll nicht gleich alle Hoffnung fahren lassen hat meine Oma immer gesagt.
Derzeit also psychisch im Akutzustand, aber mit genügend Ablenkungen wie Sport, raus an die frische Luft und viel trinken / essen geht das schon irgendwie. Ja schlafen ist derzeit auch so ein Thema, ich hab mir jetzt erst mal freiverkäufliche Schlaftabletten geholt, die helfen zumindest beim Einschlafen, Melatonin bringt derzeit gar nix mehr.
Das wichtigste ist, ich bin immer noch trocken und werde auch dieses Wochenende überstehen. Tat gut sich das von der Seele zu schreiben. Gute Nacht, sofern ich denn mal einschlafe. ![]()
Gut erkannt. Heute gehts dir bestimmt besser oder??
Ja, kann mich heute nicht beschweren, bin gut ausgeschlafen um halb sechs aufgestanden und bisehr alles gut.
Meine Stieftochter und Frau haben gewettet das ich es eh nicht schaffe. Das hat mich aber verletzt.
Das ist echt bitter ![]()
Warum interresiert euch das nicht? Ihr liebt euch doch? Wir sind 8 Jahre zusammen, ich frage meine Frau wie war es bei der Pediküre und sie fragt mich wie war es in der Sauna?
Das mit der Liebe ist so eine Sache, sind seit über 30 Jahren zusammen, durch die Sauferei ging da schon einiges kaputt, ich würde sagen ich liebe sie schon noch, habe aber des öfteren so das Gefühl, dass es bei ihr wohl etwas dauert bis sie wieder an mich glaubt. Natürlich fragt man sich aufgrund Smalltalk wie war das und das aber die wichtigen Dinge wie Gefühle und Befinden intressieren nur noch wenig bis gar nicht...
Heute habe ich wieder den jeeper, ich war bei der Arbeit schon sehr gestresst, trotz Homeoffice, und nicht belastbar, es gibt keinen Grund dafür, die Arbeit war wie immer und es gab keinerlei Trigger, zumindest hab ich keinen bemerkt. Seit dem Mittag bin ich total unruhig und überdreht, renne ständig zum Kühlschrank mach ihn auf und tatenloserweise wieder zu, Knubbel die ganze Zeit an meinen Fingern, kann mich auf nichts wirklich konzentrieren, bin reizbar und unausgeglichen, Sport hat heute auch nichts gebracht. Wobei der Saufdruck gar nicht übermäßig da ist, es ist nur hin und wieder so ein Gedanke das ein Fläschchen Bier oder auch zwei in der Situation vorher immer geholfen hat, der Gedanke kommt nicht ständig nur hin und wieder. Was komisch ist, dass ich ja die letzten Jahre immer nur Wochenende getrunken habe und nicht wie früher aus dem Stress heraus täglich.wrnn ich jetzt was getrunken hätte wäre das ein rückfall um Jahre gewesen, schon komisch das Suchthirn, vergisst nix.
Habe den Notfallkoffer heute mehrfach genutzt, Sport, Lesen, ruhig Atmen, viel Wasser, gute Musik, aber so richtig geerdet hat nichts.
Denke, dass diese Unzufriedenheit heute selbst der Trigger war, das wird wohl noch öfters vorkommen.
Nun ja jetzt liege im Bett und habe Melatonin genommen um schneller einzuschlafen, morgen ist ein neuer Tag.