Pantun - Hoffentlich nicht nur ein guter Vorsatz.

  • Das mit der wenigen Lust auf Gesellschaft und soziales Umfeld zieht sich derzeit durch meinen kompletten Tagesablauf

    Guten Morgen Pantun,

    ob das die Nüchtern-Krankheit ist? :) Du, das ist bei mir genauso. Ich genieße aber meine Zeit für mich. Die wenige Zeit wo ich unterwegs bin zum Einkaufen oder Arztbesuche reichen mir. Da treffe ich immer Leute vom Dorf und halte paar Schwätzchen. Und es ist auch Risikominimierung pur.

    Trotzdem hoffe ich, dass ich irgendwann wieder mehr Lust auf Gesellschaft bekomme. Aber das hat ja Zeit und so kann der Abstand zum Alk auch noch weiter wachsen und die Abstinenz stärken.

    LG

    Bibi

    Das Leben wird dir solange denselben Test geben, bis du ihn bestanden hast.

    -Xo Filou-

  • Habe in letzter Zeit immer wieder das Verlangen nach einem Bier, so nach dem Motto eines wird schon nicht schaden. Oder auch der Gedanke, dass 3 Monate jetzt so gut wie um sind, da kann man doch mal was trinken, usw.. kennen wahrscheinlich die meisten von euch auch, fällt mir echt gerade schwer das zu ignorieren und ich fange immer wieder an denn Sinn der Abstinenz zu hinterfragen.

    Die Gedanken „Ein Bier wird schon nicht schaden“ oder „Drei Monate sind rum, da kann man doch mal“ sind nicht ungewöhnlich. Da schreit die Sucht. Das ist Suchtdynamik, keine Logik. Das Hirn sucht Schlupflöcher, weil der Alkohol fehlt. Mehr ist es nicht.

    Wichtig war bei mir, nicht verhandeln, nicht diskutieren. Einfacher Grund: Ich bin Alkoholiker. Ich kann damit nicht mehr umgehen. Da brauchte ich keine Pro‑/Kontra‑Liste. Wofür auch? Der Ausgang war mir bekannt.

    Die Erkenntnis „Ich bin Alkoholiker“ muss ich mir nicht jeden Tag neu einprügeln. Wenn ich das tue, bin ich mir selbst nicht sicher und dann kippt es irgendwann. Akzeptanz ist schwer, klar. Wer will schon freiwillig zugeben, dass er nicht mehr saufen kann? Aber ohne diese Akzeptanz wird es wackelig.

    Und mit etwas Abstand trennt sich eben auch im sozialen Umfeld die Spreu vom Weizen. Man ordnet neu, nicht aus moralischen Gründen, sondern einfach mal wegen der Stabilität.. Wenn ich ehrlich bin. In der nassen Zeit bin ich zu vielen Treffen nur gegangen, weil es da was zu saufen gab. Das fällt jetzt weg.

    Und das ist gut so.

    Bleib am Ball. Bei dieser Krankheit gibt es nur zwei Zustände: trocken oder nass. Dazwischen existiert nichts. Solange ich selbst entscheiden kann, setze ich alles daran, trocken zu bleiben. Denn als ich gesoffen habe, musste ich ewig warten, bis ich überhaupt wieder entscheiden konnte.

    Da hatte die Sucht für mich entschieden.

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Habe eine Liste angefangen wo ich pro und Kontra immer mal wieder aufschreibe auf der pro Seite steht da nicht viel und es hilft mir diese Liste immer mal wieder zu lesen.

    Auf meiner Pro-Seite steht: leben. Die Kontra-Seite ist leer.

    Da muss ich wohl durch, es sagte niemand, dass es einfach wird.

    Das dachte ich anfangs auch. Und mir schrieb dann jemand, dass sie das Nüchternsein gar nicht als schwer empfindet. Für mich war das damals noch unvollstellbar.
    Meine Leichtigkeit im Umgang mit meiner Alkoholsucht konnte ich finden, als ich akzeptiert habe, dass ich Alkoholiker geworden bin und dass ich das auch für den Rest meines Lebens bleiben werde. Und jeder Alkoholiker, der leben will, kann keinen Alkohol mehr trinken. Nie wieder. Auch nicht ‚ausnahmsweise‘ oder ‚nur ein Glas‘. Ich bilde da nicht die einzige Ausnahme auf dieser Welt. Du auch nicht. Es ist, wie es ist.

    Die Alkoholsucht zum Stillstand zu bringen, war das Schwerste, was ich jemals in meinem Leben geschafft habe. Der Kampf gegen die Sucht war das, was mir alle Kraft geraubt hat.
    Ich bin Alkoholiker. Das ist jetzt so. Und ich kann keinen Alkohol mehr trinken, wenn ich leben will. Auch das ist jetzt so. Kein Kämpfen mehr.

    Seitdem ich das verstanden habe, konnte ich mich mit meiner Sucht versöhnen. Sie ist da, aber sie ist nicht mehr mein Feind.
    Ich lebe mit meiner Sucht. Nüchtern. Und das ist einfach. Weil ich verstanden habe, dass das meine einzige Chance auf Leben ist. Es ist, wie es ist.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

    Einmal editiert, zuletzt von Stern (31. März 2026 um 09:32)

  • Rennschnecke Nein, den Anblick suche ich nicht, bei mir ist es eher so, dass ich mich bewusst Situationen ausgesetzt habe in denen andere trinken, das hat sich aber derzeit durch den sozialen Rückzug erübrigt. Der Anblick ansich triggert mich auch nicht, wenn dann der Zustand von trinkenden Personen oder Bekannten. Im Supermarkt kann ich problemlos an den speziellen Kisten und Regalen vorbei gehen ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden.

    Mein Versand hat schon begriffen, dass ich Alkoholiker bin, glaub mein Unterbewusstsein noch nicht so richtig, es ist noch keine Standart Situation ohne Alkohol zu sein, noch nicht.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Bin mir selbst glaub genug Gesellschaft derzeit, hoffe das bessert sich wieder, will kein "grantlger alter Sack" werden.

    Bin noch ein Stück älter als du. "Alter Sack" ist unter meinen Freunden durchaus mal eine augenzwinkernd gemeinte Anrede. Allerdings nie in Verbindung mit grantig/kauzig! Eher so Richtung "alter netter weiser Mann". (Sarkastisch gegen den verdrehten Zeitgeist gemeint; vor allem aber mit Betonung auf weise. Oder zumindest weiser als im Vergleich zum Zustand 25 Jahre früher.)

    Die (zunehmende) Weisheit steht doch in direktem Zusammenhang mit dem "Ich bin mir selbst genug". Das beinhaltet auch: ich kann frei entscheiden, fühle mich nicht gezwungen, "muss" nicht; habe Geduld, Gelassenheit …
    auch, mich vorerst von Risiken völlig fern zu halten, bis ich echte Stabilität gesichert fühle. Und später, mit der Zeit, mit Bedacht, die eine oder andere Aktivität wieder aufzunehmen.

  • Habe eine Phase in der ich mich, abgesehen von meiner Familie, komplett einigle und abschotte. Beschäftige mich viel mit Lesen, Zockencken, Hund und meinen Autos und kann niemanden fremden, oder auch bekannten außerhalb der Familie um mich brauchen.

    Wenn dir nichts fehlt und du dich damit wohfühlst warum nicht? Ich mache auch mein Ding und zocken tue ich auch sehr gerne. Und Saufgedanken habe ich auch ab und zu. Das Suchtgedächtnis wird bleiben. Aber es wird schwächer

    Heute trinke ich nicht

  • So, 3 Monate sind um, nichts getrunken und siehe da, es geht!

    Gestern kam mein Sohnemann aus München zu Besuch und bleibt über die Feiertage, es fühlte sich zum ersten Mal nicht komisch an, dass andere trinken und ich nicht. Haben lange am Tisch gesessen Junior der noch da wohnt meine Frau Sohnemann aus MUC und seine Freundin alle haben was getrunken, außer ich und ich habe nicht einmal wirklich darüber nachgedacht.

    War ein sehr schöner entspannter Abend, um 22 Uhr sind die anderen noch auf Tour gegangen, habe sie noch hingefahren, danach noch entspannt einen Tee getrunken Film geschaut und ins Bett. Hatte etwas Bammel vor dem Besuch, jetzt bin ich total entspannt und zufrieden, alles gut gelaufen.

    Euch schöne Feiertage.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Wurde bei Euch zu Hause getrunken oder im Restaurant? In beiden Fällen ist das Dabeisein gerade am Anfang der Abstinenz riskant, weil das Suchtgedächtnis auch mit Verspätung zuschlagen kann.

    Ganz gefährlich wird es, wenn dein Zuhause nicht 24/7 alkfrei ist. Auch Dir schöne und (alk)freie Feiertage.

  • Nach 3 Monaten und schon Besuch von trinkenden Gästen. das erscheint mir zu vorschnell und riskant zu sein.


    Bild Dir bloß nichts darauf ein, dass es gut gegangen ist.

    "Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht" (Volksmund) oder "der Alki hockt solange bei Trinkern, bis er selbst wieder säuft."

    Warum? Das ist das Wesen der Sucht. Sie hat nur eins im Sinn, uns wieder an die Flasche zu bringen.


    Ich habe so manchen Zeitgenossen getroffen, die sich genau so leichtsinnig verhielten wie Du. Sie sind alle rückfällig geworden.


    Dies als Mahnung, Dein eigenes Verhalten mal kritsich zu reflektieren und zukünftig anders zu reagieren. In Deiner Bude "muss" niemand trinken. Du als Gastgeber bestimmst, was auf den Tisch kommt. Ein gerade mal "notdürftig Angetrockneter" wie Du sollte sich von von trinkenden Zeitgenossen erst mal gründlich fern halten.


    Warum gab es überhaupt Alkohol bei Dir im Ausschank? Hast Du ihn extra für die Gäste bevorratet?

    In diesem Sinne frohe Ostern

  • So, 3 Monate sind um, nichts getrunken und siehe da, es geht!

    Siehe da, es geht. Hmmmmm.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ein Gratulieren zu 3 nüchternen Monaten bei dir wirklich das ist, was dir Hilfe sein kann, was dich ein wenig mit Stolz erfüllt oder worüber du dich freuen kannst, was dir wirklich etwas bedeuten könnte ….

    Du hast zwar jetzt schon 3 Monate keinen Alkohol getrunken, aber eben auch erst 3 Monate.
    Wenn ich bei dir lese, kommt es mir vor, als wenn du dir beweisen möchtest, dass du den Alkohol nicht brauchst….
    Es würde mich wirklich freuen, wenn mein Gefühl mich täuscht, aber im Moment spüre ich hier beim lesen wenig (bis gar nix) von einer wirklichen Entschlossenenheit, von einem echten ‚Ja zum Leben‘.

    Wenn du Alkoholiker bist, dann brauchst du den Alkohol. An diesem ‚brauchen‘ ändert auch eine Trinkpause von mehreren Monaten nix.


    Noch vor 2 Wochen hat Du das geschrieben:

    Habe in letzter Zeit immer wieder das Verlangen nach einem Bier, so nach dem Motto eines wird schon nicht schaden. Oder auch der Gedanke, dass 3 Monate jetzt so gut wie um sind, da kann man doch mal was trinken, usw.. kennen wahrscheinlich die meisten von euch auch, fällt mir echt gerade schwer das zu ignorieren und ich fange immer wieder an denn Sinn der Abstinenz zu hinterfragen.

    Und jetzt begibst du dich in eine Situation, wo auf dem Tisch mehrere Gläser Alkohol stehen.

    Hast du denn in den letzten Wochen deine ganz persönliche Antwort auf die Frage nach dem Sinn der Abstinenz ….deiner Abstinenz… gefunden?

    Ich glaube mein Risiko ist eher, dass ich mich zu sicher fühle und hin und wieder auch meine das testen und mir etwas beweisen zu müssen. Es fühlt sich an wie eine Herausforderung die es zu bestehen gilt, ein innerer Kampf. Warum ich das mache? Ich weiß es selber nicht, leider, aber ich scheine es zu brauchen. Die Frage stellt sich nicht was passiert wenn ich diesen Kampf verliere, zum Glück passieren diese Situationen nicht oft

    Eine einzige solche Situation reicht, um rückfällig werden zu können. Und ein einziger Rückfall reicht, um bis an den Rest deines Lebens weitersaufen zu müssen, alles zu verlieren und elendig zu verrecken.

    Ich finde, du gehst ziemlich viel Risiko ein.
    Deine Gedanken haben so gar nichts von dem, was ich für meinen nüchternen Weg brauche. Meine Nüchternheit ist in meinem Kopf. Nüchternbleiben geht nur ganz oder gar nicht …und beginnt im Kopf.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • es fühlte sich zum ersten Mal nicht komisch an, dass andere trinken und ich nicht. Haben lange am Tisch gesessen Junior der noch da wohnt meine Frau Sohnemann aus MUC und seine Freundin alle haben was getrunken, außer ich und ich habe nicht einmal wirklich darüber nachgedacht.

    Wäre bei mir ein No Go. Ich behalte den maximalen Abstand bei- wohl für immer. Für meine Abstinenz mache ich das. Sag mir mal bitte welchen Grund es gibt so nah am Alk zu sein? Welchen Vorteil hast du davon? Warum Machst du das? Für die anderen Gäste oder um es dir zu beweisen?

    Ich habe so manchen Zeitgenossen getroffen, die sich genau so leichtsinnig verhielten wie Du. Sie sind alle rückfällig geworden.

    Ja ich: Ich sagte noch ach das stört mich nicht, ist nicht schlimm. Macht mir nichts aus. Aber meinem Saufhirn schon. Und zack- Rückfall. Folge: Mir ging es Saudreckig.

    Heute trinke ich nicht

  • Hallo Pantun,
    Erstmal Glückwunsch zu 3 Monaten.

    Ich kann mich hier den Vorrednern nur anschließen. Gefährliche Situation! Du setzt hier deine Abstinenz leichtsinnig aufs spiel.

    außer ich und ich habe nicht einmal wirklich darüber nachgedacht.

    Nicht wirklich heißt nicht nicht.
    Alkohol auf dem Tisch macht was mit mir ich sehe ihn und rieche ihn und selbst wenn mich das in diesem Moment vielleicht nicht so sehr stört, kann das Suchtgedächtnis sich auch Tage später melden. Es könnten auch so Gedanken aufkommen wie „dass hat doch super geklappt letztes Mal, jetzt kann ich ja wieder öfter dabei sein.“

    So hat bei mir schon ein Rückfall begonnen und ich habe schneller wieder gesoffen als ich schauen konnte.

    Hatte etwas Bammel vor dem Besuch

    Warum hattest du Bammel? Wusstest du vorher schon dass getrunken wird?

    Meine Familie weiß von meiner Krankheit.

    Es gibt dort keinen Alkohol ansonsten komme ich nicht.

    Das klär ich jedes Mal vorher ab und es war bisher auch kein Problem.

    LG Bingo

  • Ich habe lange darüber nachgedacht was ich schreibe und ob ich überhaupt etwas schreiben soll.

    Ihr habt natürlich Recht, dem kann und will ich nicht widersprechen. Ich bin wahrscheinlich noch nicht so weit mein Leben komplett umzukrempeln und alles zu ändern und hinter mir zu lassen.

    Was ich bisher geschafft habe ist den Kreis der Saufkumpane zu verlassen, mir mit Sport und Entspannungsübungen vom Alkohol einen Ausgleich zu schaffen mich datüber zu freuen am nächsten Tag fit zu sein, wieder mehr Elan an den Tag zu legen und auch über das Gefühl mich einfach besser und gesünder zu fühlen.

    Was ich nicht geschafft habe ist, dass ich möchte, dass sich alle an mich anpassen, ich habe es ja selbst verbockt. Denn Sprung nur an mich und die Krankheit zu denken, mich komplett darauf zu fokussieren, schaffe ich nicht, auch wenn ich weiss, dass es der richtige Weg ist.

    Meine Familie weiß von meiner Krankheit.

    Es gibt dort keinen Alkohol ansonsten komme ich nicht.

    Das klär ich jedes Mal vorher ab und es war bisher auch kein Problem

    Das ist genau diese Situation zu der ich nicht in der Lage bin, natürlich weiss meine Familie von dem Problem und versteht es auch, ich glaube auch nicht, dass es für meine Familie ein Problem wäre keinen Alkohol zu trinken aber in meinem Hirn will das nicht ankommen.

    Es gibt keine Ausrede dafür, ich zweifle nicht an der Aussage, dass ich Alkoholiker bin aber ja, ich habe den richtigen Weg für mich noch nicht gefunden. Ich muss mir wohl doch Hilfe von einer realen SHG oder auch einem Psychotherapeuten suchen um das Problem in den Griff zu bekommen.

    Was mir wichtig ist, ist dass ich heute nichts getrunken habe und morgen nichts trinken werde.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Das ist genau diese Situation zu der ich nicht in der Lage bin, natürlich weiss meine Familie von dem Problem und versteht es auch, ich glaube auch nicht, dass es für meine Familie ein Problem wäre keinen Alkohol zu trinken aber in meinem Hirn will das nicht ankommen.

    Du bist ehrlich zu dir selbst. Daraus kann folgen, dass du dir bewusst machst, dass du ein Risiko eingehst. Du nimmst es bewusst in Kauf, auch mit seinen Konsequenzen. Die beste Risikovermeidung ist, dafür zu sorgen, dass das Risiko erst gar nicht eintreten kann. Wenn ich das nicht will oder kann, kann ich mich darauf vorbereiten, um es bestmöglich abzuwenden. Ein Risiko bleibt es trotzdem.

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          - abstinent seit 6.01.2024 -

  • Hallo Pantun,
    Ich habe gerade nochmal deinen Faden gelesen und am Anfang schreibst du:

    Habe mir oft vorgenommen das zu ändern, leider erfolglos, zum Leidwesen meiner Familie.

    Auch die Totalausfälle an den Tagen danach sind schwerverständlich für meine Familie und auch unverständlich für mich.

    Und nun waren sie bei dir zuhause und haben an deinem Tisch Alkohol getrunken?

    Hat dich niemand von den Besuchern gefragt ob das für dich okay ist, wenn sie doch von deiner Krankheit wissen?

    Oder haben sie gefragt und du hast aus Rücksichtnahme auf deren Befindlichkeiten gesagt „kein Problem ihr könnt ruhig trinken“?

    Sorry dass ich hier so bohre, aber das ist unglaublich wichtig dass du dein zuhause Alk frei hältst. Dein Haus, deine Regeln.

    Wenn ich zum Beispiel zu meiner Familie zu irgendwelchen festen fahre, kläre ich vorher ab dass in der zeit wo ich da bin nicht getrunken wird. Ich komme dann meist früher und gehe dann auch wieder früher und was die dann machen wenn ich wieder weg bin ist nicht mein Problem.

    Da sieht man dann auch sehr schön wer von der Familie nur zum saufen kommt weil die alle samt erst kommen wenn ich wieder weg bin.

    Ich glaube auch dass du dir sehr bewusst bist was du tust mit allen Risiken.
    Aber manchmal ist es auch wichtig nein zu sagen.

    Ich habe auch das Gefühl dass ich durch meine Vergangenheit dem Alkohol einen zu hohen Stellenwert gegeben habe und diesen auf Personen projiziert habe die dieses Problem nicht haben.

    Schwer zu beschreiben was ich meine.

    Es hat sich schon öfters gezeigt, dass der Alk für die Leute ohne Probleme damit, nicht mal ansatzweise so wichtig ist wie ich dachte.

    Ich hoffe du verstehst was ich meine 😅

    Nimm dich selbst wichtig es ist dein Leben und deine Gesundheit.

    In diesem Sinne wünsche ich frohe trockene Ostern 😊

    LG Bingo

  • Ich habe das Bier ja selber gekauft für die Family. Das Bier da ist hat keinen gewundert, dass ich immer noch nichts trinke hat allen sehr gefallen aber gefragt ob es mich stört hat keiner. Was mir aufgefallen ist, es hat keiner viel getrunken, zwei oder drei Bier und gut war's.

    Hatte noch ein paar Bier übrig, die habe ich gerade meinem Sohnemann ins Auto gepackt, somit bis auf meiner Frau ihren Wein, in ihrem Schlafzimmerschrank sicher verwahrt, wieder alkfrei.

    Meine Mutter hat mir gestern eine Flasche jägi mitgebracht und war dann sehr betreten, als ich ihr das ganze zum fünften Mal erklärt habe, die hat jetzt auch mein Sohnemann in München, also nicht meine Mutter sondern den jägi.

    Das mit dem hohen Stellenwert kenne ich und habe ich noch immer, da hast du schon Recht, möchte halt nicht der Spielverderber sein und denke mir dann immer das eine mal geht das schon, das dies ein gewisses Risiko birgt ist mir klar und ich treffe auch gewisse Vorkehrungen (Notfallplan ist dann was scharfes süsses oder mit dem Hund raus) und stimme mich im Vorfeld bereits auf die Situation ein, daher auch meistens der Bammel vor solchen Tagen.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

  • Ich habe das Bier ja selber gekauft für die Family. Das Bier da ist hat keinen gewundert, dass ich immer noch nichts trinke hat allen sehr gefallen aber gefragt ob es mich stört hat keiner.

    Wenn du das Bier selbst gekauft hast, hat sich für mich ja auch die Frage erübrigt, ob es dich stört. Denn dann ist das eine Einladung zum Trinken.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Notfallplan

    Der für Dich beste Notfallplan sieht wie folgt aus:

    (1) Keinen Alkohol organisieren und bevorraten.

    (2) Mal für eine längere Zeit (nicht nur Tsge oder Wochen) die direkte Konfrontation mit trinkenden Zeitgenossen konsequent meiden d.h., dem Alk, so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen.

    (3) Die Grundbausteine dieses Forums

    Apropos: Kosenamen ("Jägi")für Hochprozentiges und sonstigen Alkohol sind hochgradig suspekt. Dadurch wird das Zellgift nicht nur bagatellisiert, sondern zugleich romantisiert. Ihre Verwendung deutet auf eigene schwere Verzichtgedanken und somit auf einen in Wirklichkeit nach wie vor bestehenden Konsumwunsch hin.

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