Beiträge von Pantun

    Mittwochsgedanken oder wie geht es weiter. Daheim ist derzeit immer noch alles sehr unterkühlt aber was solls, ich denke zwar viel darüber nach aber wenn das der Preis ist den ich zahle, dann ist das eben so. Glaube das Hauptproblem ist, dass meine Frau bisher ziemlich tun und lassen konnte was sie wollte, jetzt nehme ich wieder mehr am gemeinsamen Leben teil und stelle auch mal die ein oder andere Forderung außer ob genug Bier im Haus ist. Sie hat bisher frei entschieden wie alles zu laufen hat und wenn ich mich dann mal aufgeregt habe war das im Suff, da konnte sie das ignorieren, so nach dem Motto morgen interessiert ihn das eh nimmer. Wenn ich nüchtern war habe ich mich eher zurück gezogen und bin meist früh ins Bett oder vor den PC um nicht diskutieren zu müssen, war mehr oder weniger desinteressiert an allem, die ganzen Diskussionen leid, reicht was auf Arbeit los ist.

    Wir reden schon miteinander, jedoch ist es alles sehr oberflächlich, sie interessiert sich im Moment nicht dafür wie es mir geht und was ich mache, ich wiederum reagiere genau gleich und ignoriere auch ihren Tagesablauf, daran sollte ich wohl dringend arbeiten, Gleiches mit Gleichem war nie eine gute Idee. Habe manchmal so den Eindruck ihr wäre es lieber es wäre alles beim alten geblieben, auch wenn es dann richtig streit und Chaos gab, dafür hatte sie ansonsten ihre Ruhe, sie sagt es zwar nicht aber macht doch hin und wieder Bemerkungen wie: "Das hat Dich doch früher auch nicht interessiert, woher der plötzliche Sinneswandel?" , "Seit wann machst Du Dir Gedanken über die Zukunft?" usw...

    Darüber, dass ich nicht mehr Saufe verliert sie in letzter Zeit selten ein Wort und wenn dann eher Richtung, dass es eh nicht so bleiben wird und ich doch gar kein so starker Trinker sei/war. Will ja nicht dafür gelobt werden, aber das eine oder andere positive Wort , wie zu anfangs, wäre auch für mich eine Stütze. Mal sehen wie das Ganze weiter geht.

    Zum Thema Saufen, ja der Druck ist in machen Situationen da (Zu Hause oder stressige Tage bei der Arbeit und danach zu Hause) aber lässt sich mit Sport, Gassigehen oder auch Süssigkeiten und Literweise Wasser/Saft/Tee trinken "noch" ganz gut im Griff halten, kostet aber doch Willenskraft. So gesehen holt mich die Realität ein... aber steht ja überall so, dass es irgendwann wieder normal wird. Das Aufschreiben tat auf alle Fälle gut.

    Bin schon vor 4 Jahren auf Dampfen umgestiegen, habe auch erst mal mit 20 MG angefangen und dann runter gemischt aber Nikotin ganz weglassen mache ich nicht, weiss auch nicht warum, hab mich bei 3 MG eingependelt. Auf alle fälle langsam runter dosieren, hab jede Woche 1-2 MG weniger genommen. Geht aber auch mit 0 MG Nikotin bei mir, habe ich schon probiert aber der Zugzwang bleibt ;) Vielleicht beschäftige ich mich damit wenn ich das Trockenbleiben im Griff habe.

    So es ist Montag, Wochenende gut überstanden und auch ein Monat trocken.

    Das Klima daheim ist immer noch angespannt aber man geht geregelt und anständig miteinander um, seit ich ich nichts mehr trinke denke ich anders über meine Beziehung, ich hinterfrage die Beziehung mehr als sonst. Die ständige Zurechtweisung, Regeln aufstellen an die sie sich selbst nicht halten muss, Nähe nur dann wenn sie es zulässt, Nettigkeiten nur wenn es ihr gerade in den Sinn kommt, außer sie will irgendwas von mir außer der Reihe. Ist mir vorher gar nicht so aufgefallen, liegt wahrscheinlich daran, dass ich unter der Woche sehr viel mit Arbeit und der Pendelei (oft über 12 Stunden weg) beschäftigt bin und am Wochenende mich einfach betäubt habe. Scheint als müsste ich mich da auch neu orientieren.

    Ansonsten geht es mir gut, freue mich über den ersten Monat und will auf alle Fälle dranbleiben.

    Kurz und knapp, ich war beim Nachbarn hab mit ihm einen Kaffee geschlürft und ein großes Glas Orangensaft mit Sprudel getrunken, bin um kurz nach 18 Uhr rüber hab gratuliert und bin dann wieder gegangen. Um kurz vor halb acht war ich daheim bevor die anderen gäste eingetroffen sind. War komisch so früh zu gehen aber die Unterhaltung mit ihm tat trotzdem gut.

    Das nächste Wochenende steht bevor, da die Woche ja bereits ziemlich durchwachsen war steht nun die nächste Entscheidung an. Mein Nachbar, gleichzeitig auch langjähriger Freund, hat heute Geburtstag und möchte, dass ich vorbei komme, ich habe erst mal abgelehnt und ihm auch grob erklärt wieso. Was mich dann total überrascht hat war, dass er anfing mit er findet es super, dass ich das so durchziehe und ich soll doch trotzdem kommen er würde auch Rücksicht nehmen und eben auch ein Wasser trinken. Gegen später kommt dann noch sein Bruder und ein paar andere vorbei, da möchte er dann schon was trinken. Ich solle doch zumindest kurz vorbei kommen zum Gratulieren solange noch keine anderen Gäste da sind. Der Alkohol würde auch im Keller stehen und er lässt ihn da auch bis ich wieder gehe. Ich bin mir noch nicht wirklich schlüssig ob ich das Angebot ernst nehmen kann, freuen würde mich das ja schon.

    Ansonsten hoffe ich auf ein weiteres trockenes Wochenende und weniger Stress als die letzten paar Tage, arbeite kräftig an mir selbst derzeit, treibe viel Sport gehe oft raus und habe mir ein das ein oder andere Supplement geholt um die Nerven zu beruhigen. Ashwaghanda, Baldrian, usw.. Ob es hilft? Weiss ich nicht, bilde es mir aber ein ;) Nehme die aber jetzt auch erst seit 3 Tagen, für das Schlafen ist es auf alle Fälle gut. Supplemente nutze ich über den Sport ja sowieso das ein oder andere, z.B. Zink, Magnesium, Kreatin, und Multivitamin Tabs, dachte mir dann kann man auch mal sowas probieren.

    Was sich auch bestätigt hat, ich habe trotz des hohen Süssigkeitenkonsum am Anfang drei Kilo abgenommen, somit alles bestens was den Körper betrifft. Die Psyche übt noch, das wird wohl noch etwas an Zeit in Anspruch nehmen. Die innere Unruhe ist immer noch da, mehr oder weniger unverändert aber finde langsam aber sicher immer mehr Dinge die mir gefallen und auf die ich mich konzentrieren kann, ich lese auch sehr viel in den letzten Tagen und stürze mich unter Woche in die Arbeit, mein Kollege ist ganz verwirrt über meinen neuen Antrieb...:D Beim Wasserverbrauch bin ich jetzt auf Leitungswasser umgestiegen, der Schwabe schlägt durch, ist einfach billiger und bei ca 3 - 6 Liter je nach Tag macht das schon was aus, dazu noch Kaffee Tee und Saft, das pendelt sich hoffentlich auch wieder auf normalwerte ein. Due Süssigkleiten lassen auf alle Fälle nach, davon brauch ich nimmer viele nur hin und wieder mal wenn es mal wieder ganz arg ist.

    Hab mich auch schon mal nach beim örtlichen Schützenverein nach Bogenschiessen erkundigt, das könnte mir gefallen, gut für Koordination und Konzentration und beruhigt glaub auch.

    So das war es erst mal. wir lesen uns

    Bin die Tage mit einem trockenen Alkoholiker ins Gespräch gekommen, er meinte es gibt in meiner nähe nicht viele SHG und erzählte von *edit*, davon hab ich noch nie was gehört klingt aber ziemlich esoterisch. Zudem hat er mir *edit* Anonymous empfohlen kennt das jemand? Sollte die Frage so nicht erlaubt sein einfach löschen. :thumbup:

    Hab lange überlegt ob ich das überhaupt schreiben soll. Irgendwie ist der Wurm drin die letzten Tage. Ich scheine mich immer mehr über Kleinigkeiten aufzuregen, bzw. hab meine Reaktionen nicht mehr ganz so im Griff. Meine Frau sollte gestern etwas erledigen, dass sehr wichtig war, eine andere Person und ich haben es ihr mehrfach erklärt wie es funktioniert, sie hat mich sogar kurz vorher nochmals angerufen und ich habe es ihr nochmals erklärt. Sie hat dann trotz mehrfachem Hinweis ihre eigene Entscheidung getroffen (gefiel ihr besser), welche jetzt erst mal rückgängig gemacht werden muss, sollte das nicht gehen geht einiges an Geld den Bach runter, aber dies nur zum Verständnis was gestern passiert ist. Tut ja nichts zur Sache was genau passiert ist. (und nein mir geht es auch nicht um das Geld)

    Ich bin gestern Abend von der Arbeit nach Hause gekommen und sie hat mir erzählt, dass sie genau " diesen einen Fehler" gemacht hat, daraufhin bin ich voll ausgetickt (nicht körperlich) und hab regelrecht rum geschrien, ich hatte mich null unter Kontrolle, dieses mal ist sie in einen anderen Raum und aus der Situation raus gegangen. Ich saß dann am Esszimmertisch und hab versucht mich zu beruhigen und meine Gedanken zu sortieren, hierbei kam immer wieder der Gedanke an "meinen alten Freund" und eine richtige Zigarette (Ich Dampfe nur noch) zur Beruhigung durch. Habe dann angefangen meine E-Zigarette neu zu wickeln und in etwa 1,5 Liter Mineralwasser in mich reingeschüttet, was auch geholfen hat, hat aber ziemlich lange gedauert bis der Gedanke und die Aggression wirklich weg war. Ich kenne mich so nicht, ich war (außer wenn ich besoffen war) immer relativ ruhig und, wie oben schon geschrieben, eher stoisch veranlagt, klar bin ich auch mal lauter geworden oder habe mal meine Meinung vertreten aber immer so, dass es im normalen Rahmen geblieben ist. Ich glaube ich werde irgendwie "dünnhäutig" in letzter Zeit. Das allerschlimmste daran ist, wenn ich daran denke habe ich immer noch so eine gefühlte Grundaggression in mir, ist gefühlt wie wenn jetzt alles hochkocht und eine Kleinigkeit reicht, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

    Glaub erst mal nicht, dass sich das mit einem einfachen Entschuldigung und mit einem Blumenstrauß aus der Welt schaffen lässt.:(

    Hast Du Deinen Notfallkoffer gepackt? Viel Wasser trinken hilft auch.

    Das mit dem Trinken nutzte ich schon regelmäßig wenn ich was merke und funktioniert auch. Notfallkoffer ist noch im Versuchsstadium, manche Dinge funktionieren ganz gut für mich andere gar nicht, meist hilft es mir irgendwas an einem unserer Autos zu basten oder eben auch mal nur alleine sein und genüßlich an meiner E-Zigarette ziehen, Spazierengehen, Wandern oder auch eine gute Kraftsporteinheit. Was mir noch fehlt ist dieses ich brauche jetzt sofort etwas das hilft, waren ja bisher Gummibärchen, viel Trinken das hat gestern einfach gar nicht funktioniert.

    Wenn ich mal laut werde oder unfair argumentiere, dann kann das schlicht ein Charakterzug sein, Stress, Überforderung oder einfach ein schlechter Tag. Ich suche deshalb nicht überall sofort die Verbindung zum Alkohol. Nicht alles ist Sucht, und nicht alles ist „Trockenrausch“.

    Auf den Trockenrausch wollte ich auch gar nicht raus, ich wusste nur nicht wie ich das sonst beschreiben soll. Mein Charakter ist nüchtern eigentlich eher stoisch, heißt ich reagiere lieber gar nicht, als das ich übertrieben und unüberlegt reagiere. Natürlich rege ich mich auch auf aber wenn es um Dinge geht die man nicht ändern kann bleibe ich normalerweise ruhig, gebe vllt. noch einen kurzen Kommentar ab aber dann war es das auch. Daher habe ich mich ja so gewundert. Wenn ich mal rummosere dann meistens im Auto über andere Fahrer oder wenn ich alleine bin und mich über andere aufrege, sprich ich führe ganz gerne mal Selbstgespräche oder schrei mich auch selbst mal an. ;)

    Gestern Abend ging es mir echt beschissen, ich hatte irgendwie das Gefühl, dass etwas fehlt, eine tierische innere Unruhe. Wie oben schon geschrieben, das Wochenende gab keinen Anlass dafür, somit hat mich wohl doch die Sucht eingeholt. Ich wanderte immer wieder zum Kühlschrank, habe mir was zu Essen oder Trinken raus geholt, jedoch war nichts davon befriedigend. Meine Laune stürzte merklich ab, was dann zu einer Streitigkeit mit meiner Frau geführt hat, bei der ich ziemlich ungerecht und gemein wurde. Mein Denken fühlte sich wie in Watte gepackt, fast wie wenn ich betrunken gewesen wäre und ich habe auch stellenweise reagiert wie wenn ich besoffen bin, geredet ohne Nachdenken, schnell laut geworden, nicht ausreden lassen usw. Wenn denn Carving so aussieht, brauche ich das nicht wirklich öfters. Ich kann das Gefühl immer noch nicht so richtig einordnen, es war wie ein nüchterner Kontrollverlust.

    Bin dann erst mal aus der Situation raus, habe mich abgelenkt und wieder beruhigt, danach erst mal entschuldigt und versucht wieder gut Wetter zu machen, was auch geklappt hat.

    Dann heute Nacht kaum geschlafen, denke dafür war das Nachdenken was passiert ist verantwortlich, bin echt immer noch etwas verwirrt deswegen....

    So Wochenende trocken hinter mir, mit Sohnemann ein gebrauchtes Auto gekauft, sein erstes eigenes und somit hat sich meine Wochenendplanung etwas verändert, zwar auch Auto aber nicht wie geplant. :)

    Was kann ich zu dem Wochenende sonst noch so sagen? Ging mir soweit gut, mit meinen Eltern hab ich geredet am Freitag, war ganz gut und meine Mutter hat nach dem Gespräch erst mal meinen Vater als Alkoholiker bezeichnet :/

    Meine Gefühlswelt scheint etwas durcheinander zu sein aber im positiven Sinn. Ich reagiere wieder mehr auf andere Menschen, empfinde so langsam wieder Empathie, zwar bisher nur leicht aber es scheint zurück zu kehren. Mein Lieblingsspruch bis vor kurzem war noch: "Ich hasse Menschen". Auch bei Filmen oder guter Musik nehmen die Gefühle wieder zu, bin nicht mehr ganz so abgestumpft wie vorher. Geht wieder los mit Gänsehaut bei guter Mucke und manchmal feuchten Augen oder auch lautes Lachen bei Filmen.

    Das Denken, dass ich etwas verpasse lässt auch langsam nach. Außer gestern Abend mal kurz, meine Frau war gestern ohne mich unterwegs da sie mit ihren Mädels unterwegs war, das war die einzige Situation dieses Wochenende wo ich auch raus und saufen wollte, war mal kurzzeitig echt heftig, habe echt alles in Frage gestellt. Normal bin ich an dem Abenden auch in die Kneipe und hab mich mit Kumpels abgeschossen, oder auch einen oder zwei trashige Horrorfilme mit 8- 12 Bierchen daheim geguggt. Wie auch immer, hab es geschafft und dafür 4 Liter Wasser Tee und Limo getrunken. Ach ja Gummibärchen natürlich auch dabei ;)

    Magen- Darmprobleme hab ich in letzter Zeit vermehrt, aber das wird wohl eher der Umstellung beim Trinken und Essen sein.

    So das war's erst mal, schönen Sonntag euch.

    Soapstar da hast du Recht, habe es ja auch erst gelesen als ich bereits ohne Alkohol war, fand es trotzdem ganz gut. Habe auch damals sein endlich Nichtraucher gelesen, das hatte absolut null Wirkung auf mich.

    Er beschreibt die Dinge eben sehr direkt so wie sie sind und hat wirklich gute Ansätze fürs weiter machen, klar wird es einen Schwerstabhängigen nicht von jetzt auf nachher von der sucht befreien aber es regt zum Nachdenken an und führt einem einfach nochmal die ganze Sinnlosigkeit in komprimierter Form vor Augen.

    Definitiv sind reale Gespräche in der SHG, mit Therapeuten und ein Forum in dem man Antworten bekommt und Diskussionen führen kann die bessere Wahl, kein Thema.

    Gruß

    So, Woche eigentlich schon wieder rum. Diese Woche hatte ich seit Dienstag gar nicht mehr soviel Zeit zum Nachdenken, war viel los auf der Arbeit so wie auch Privat. So eine Woche hätte ich wohl vorher als Saufgrund genommen um mich am Wochenende wegzubügeln und danach am Montag die neue Woche total unerholt zu starten um mich dann zu wundern wo das Wochenende hin ist. Irgendwie war jede Woche ein Saufgrund für mich, war es viel Arbeit und Stress dann erst recht..

    Was hab ich dieses Wochenende geplant? Dinge die ich früher gern gemacht habe, heute Mittag steht erst mal Kaffee mit der Familie an, muss ja auch mal mein näheres Umfeld auf aktuellen Stand bringen, mein Paps hat mich gestern angerufen, dass ich mal wieder auf ein Bier vorbei kommen soll :)

    Samstag stehen einige Sachen an den Autos von mir und meiner Frau an die ich die letzten Monate immer vor mir hergeschoben habe, da freu ich mich ehrlich schon drauf endlich mal wieder was sinnvolles machen, dass zum einen Geld spart und zum anderen wirklich Spass macht. Ganz besonders freu ich mich auf den 01.03.2026, da wird der Nasenbär (SLK) wieder aktiv, den werde ich dieses Jahr wohl ausgiebiger bewegen als das letzte, da Stand zu oft der Kater und der Restalk im weg.

    Sonntag geht es entweder auf die schwäbische Alb oder Richtung Allgäu um die Natur zu genießen, so ganz ist das noch nicht raus.

    Ansonsten bin ich guter Dinge wie es bisher läuft, muss nur aufpassen, dass ich nicht übermütig werde, sind ja derzeit über all die Fasnetspartys und Umzüge im Gange, da wird der Alkohol in Strömen fließen, bin zwar auch Mitglied in so einem Verein, habe aber dieses Jahr die Aktivitäten komplett abgesagt.

    Ich weiß nicht ob ich das hier schreiben darf, aber ich habe mal das Antialkbuch von Allen Carr gelesen, den Ansatz darin fand ich ganz gut auch die Denkweise die dahinter steckt, sich bewusst zu machen was Alkohol eigentlich ist und was er einem denn wirklich bringt, ich fand das Buch angenehm zu lesen und es hat mir ein Stück weit weitergeholfen.

    Auf das auch dieses Wochenende trocken bleibt :)

    Möchte nicht den Geburtstag jemand anderen nutzen für mein Outing.

    Kann ich gut verstehen, dann hast Du immer noch die Möglichkeit zu sagen Du trinkst nicht weil Du einfach derzeit nichts trinkst. Wie Rene72 schon gesagt hat, in der jetzigen Zeit braucht man keinen Grund mehr um nicht zu Trinken, sag einfach Du hast Dir im neuen Jahr vorgenommen nichts zu trinken, Dry January z.B.

    Man muss nicht jede Entscheidung ausführlich begründen ;)

    So erster Arbeitstag diese Woche durch, Wochenende trocken überstanden. Dieses Wochenende war anstrengender als die letzten beiden, wusste wirklich nicht so richtig wohin mit mir selbst.

    Suchtdruck war okay, immer mal wieder aber nicht unkontrollierbar.

    Habe viel darüber nachgedacht warum alles so ist wie es ist und kam zu dem Schluss, dass ich wohl immer versucht habe meinen Stress, meine innere Unruhe und meine allgemeine Unzufriedenheit mit Alkohol zu ertränken. Da meine Vorgeschichte auch von einigen Schicksalsschlägen und bestehenden Autoimmunerkrankungen geprägt ist, ist wahrscheinlich auch nicht ganz unerheblich. Zudem hatte ich vor 20 und vor 8 Jahren Probleme mit Depressionen und PTBS, kommt wohl alles zusammen, wobei ich die letzte depressive Phase eher auf den Alkohol schiebe. Hab auch in der stationären Behandlung keinen Hehl daraus gemacht, aber die Psychologin hat das nicht wirklich interessiert, sie war mehr darauf fixiert mein Familienleben, meine Einschränkungen durch die Immunerkrankungen und meine negativen Erfahrungen im restlichen Leben auseinander zu nehmen. Ergebnis war ich bekam Tabletten, welche ich nach ca 14 Monaten in Absprache mit meinem Hausarzt abgesetzt habe da ich mich zu sehr in Watte gepackt fühlte und die Blutwerte schlecht waren, Alkohol war während der Zeit natürlich auch ein ständiger Begleiter aber auch hier wurde ich nur darauf hingewiesen nicht täglich zu trinken und wenn dann nicht zuviel zu trinken. Die Frage was zuviel ist wurde nicht beantwortet, Blutwerte waren nach sechs Monaten ohne Tabletten wieder einigermaßen im Rahmen und es wurde von beiden Seiten nie mehr darüber gesprochen. Ich war wohl auch nicht bereit mir damals den Alkoholmissbrauch einzugestehen und habe ihn so gut es ging verharmlost und versteckt, bzw. Mein damaliges Trinkverhalten als normal betrachtet, da es ja meist nicht bis zum absoluten Kontrollverlust ging.

    Hab mir mal als zukünftige Beschäftigung Wandern ausgesucht, schon viele kürzere Routen (3-8 Stunden) ausgesucht in der näheren Umgebung und auch schon größere Touren angeschaut. Wandern hat für mich den Vorteil, dass ich das auch alleine, bzw mit meinem Hund machen kann und somit nicht auf mein nahes Umfeld angewiesen bin. Suche mir derzeit auch ein gutes Fitnesscenter in der Umgebung. Werde mir wahrscheinlich einen wellpass, wellhub oder etwas in der Art zu legen, dann kann ich auch mal das Fitnesscenter wechseln oder was anderes ausprobieren.

    Dax wars erst mal wieder von mir.

    Ein Alkoholiker trinkt ja auch um seine Probleme zu verdrängen. Wenn er jetzt aufhört zu Trinken funktioniert natürlich auch der Verdrängungseffekt nicht mehr und er muss sich dem Problem stellen und hier fällt dann die Entscheidung ob man damit leben kann oder nicht. Wäre so meine Erklärung für eine Trennung nach der Therapie.

    Solange er noch nicht trocken ist und nicht in der Therapie war, würde ich es aber auch erst mal als Drohung , bzw. verdrehte Vorstellung sehen.

    Das Wochenende ist noch nicht ganz vorbei, trotzdem mal.ein Abriss was mich beschäftigt.

    Weiss nicht ob das der Entzug ist. Ich bin übel gelaunt und schlafe sehr schlecht, ich wache mehrfach auf und schlafe seit zwei Tagen unter sechs Stunden. Das Gedankenkarussell dreht sich extrem (komischerweise nicht um Alkohol) im Moment und ich habe tagsüber ständig leichte Kopfschmerzen, fühle mich nicht wohl und Magenprobleme, fühlt sich wie Stress an.

    Suchte die Unterstützung von meiner Frau, die blieb jedoch lieber strickend oder malend am Tisch sitzen, nun ja mit Empathie hatte sie es nie so ist eher pragmatisch veranlagt. Habe ich schon öfters bemerkt wenn ich Mal wirklich krank war, jedoch ist sie ansonsten eine Frau mit der man Pferde stehlen kann.

    Nach einem Gespräch mit ihr meinte sie ich soll mir etwas suchen, dass mich ablenkt, hat sie ja nicht unrecht. Ich habe ich mich dann in meinen TV - Gaming- Raum verzogen und habe das erste Mal wieder WoW gespielt und siehe da der Durst schlug vehement zu, ich habe in 3 Stunden eine Kanne Tee und 2 Flaschen Wasser getrunken, war Dauergast auf der Toilette ^^

    Es fiel mir mehr oder weniger schwer keinen Alkohol zu trinken, der Gedanke und ein komisches Gefühl kam immer wieder mal, ein zuckerfreies Bonbon oder ein großer Schluck Wasser haben ihn dann meist besänftigt.

    Was mich auch noch beschäftigt ist die Planung der ja nun freien Zeit am Wochenende, was mache ich morgens ohne den Kater? Was mache ich abends ohne mein bisheriges Hobby? Hab mich jetzt erst mal für Lesen, Kochen, Training und Gassigehen entschieden, schaue auch Serien und Filme an die ich vorher mit Alkohol angesehen habe, ist schon komisch bei manchen Sachen weiss ich, das ich sie sicher schon gesehen habe, kann mich aber nicht daran erinnern oder nur bruchstückhaft.

    Ist noch nicht die abschließende Planung, muss mehr sinnvollere Sachen integrieren, aber erst mal reicht mir das.

    Das Wochenende startet, habe erst mal sämtliche Kontakt und Gruppen in WA und co ausgeblendet zum Teil auch gelöscht.

    Heute Mittag habe ich den Rest Bier (immerhin noch 12 Flaschen) der noch da war meinem Nachbarn geschenkt, im Moment sitze ich ziemlich planlos da. Habe mir jetzt einen Film ausgesucht den werde ich heute Abend mit meiner Frau schauen und ne Tüte Gummibärchen daneben legen.

    ... und ich bin zum Teetrinker mutiert, eigentlich mag ich ja Tee nicht sonderlich aber es gibt dann doch den ein oder anderen guten / leckeren, was soll ich sagen, neuer Geschmack den man nicht so oft hat funktioniert ganz gut, gibt es jetzt erst mal nur bei Verlangen, damit ich noch was anderes als zuckerfreie Bonbons und Süsses habe.

    Im Keller steht noch Schnaps, das triggert mich aber komischerweise gar nicht, hab ich irgendwie nie gerne getrunken, meistens erst nach dem 8. Bier oder so um mich komplett abzudichten, werde ihn aber trotzdem die nächsten Tage an die Verwandschaft / Bekanntschaft / Nachbarschaft abgeben, bin zu sehr Schwabe ist mir zu schade zum Ausschütten.

    Meine Frau ist begeistert von mir bisher, jedoch sieht sie nicht ganz ein warum sie nichts trinken soll wenn ich in der Nähe bin und hat erst mal ihren Wein versteckt, damit ich ihn nicht verschenke. Sie sieht mich nicht als Alkoholiker, sondern nur als den der wenn er mal anfängt nicht mehr aufhören kann und sich sinnlos betrinkt. Haben lange darüber gesprochen, habe ihr auch erklärt, das mir das Nichtstrinken einigermaßen einfach fällt, bis auf manche Situationen und ich mich selbst als Alkoholiker sehe, da ich es nicht kontrollieren kann. Sie wird nichts trinken wenn ich mir ihr Filme schaue oder Ausgehe, jedoch wird sie weiter auf Veranstaltungen usw. gehen, wo sie dann eben auch ihr Viertelchen schlozt, klang für mich jetzt erst mal ganz ok, mal sehen wie sich das auswirkt.

    Ich für mich habe jetzt erst mal sämtliche Aktivitäten die in Kneipen Restaurants usw stattfinden komplett abgelehnt oder auch im nach hinein abgesagt. ZumTeil hat der Freundeskreis von mir und meiner Frau etwas verschnupft reagiert aber auch das wird sich legen sobald ich mich soweit eingependelt habe und den Leuten irgendwann erzähle warum, wiso und weshalb..

    Und nun auf in ein weiteres trockenes Wochenende, euch ein schönes und erholsames Wochenende :)

    Bis dann mal.

    Pantun

    Bist du dir sicher, dass du Alkoholiker bist

    Ja, bin ich, da gibt es für mich keinen Zweifel.

    Ich hab derzeit noch Probleme mich damit abzufinden, dass es so ist, es wirklich zu akzeptieren. Andererseits merke ich ja schon einige positive Auswirkungen, ich schlafe besser, ich bin aufgeräumter innerlich, fokussierter und doch überkommt mich immer wieder eine leise Wehmut und ich hinterfrage die Entscheidung immer wieder, so gesehen kämpfe ich wohl zur Zeit mit meinem Suchthirn.

    Ich musste trinken, bis die Lichter aus waren, ob ich wollte oder nicht. Und am nächsten Tag war das Geheule wieder groß und die Psyche komplett am Boden

    Auch das kenne ich, "wehe wenn er losgelassen" haben Saufkumpane immer gesagt. Anfangs, als ich noch jünger war, war ich dummer Junge sogar stolz drauf irgendwann war es dann ein Selbstläufer den ich nicht mehr kontrollieren kann.