Beiträge von F_Trauer

    Ich habe noch zwei Fragen an die Runde.

    Erstens, wo hört Craving auf und wo fangen die Entzugserscheinungen an? Gibt es da eine definierte Abgrenzung oder geht das fließend ineinander über?

    Zweitens, ist es als nasser Alkoholiker/in möglich, trotz der Sucht ein glückliches und erfülltes Leben zu führen? Ich meine kein oberflächliches Vergnügen, sondern ein wirklich zufriedenes Leben.

    Hallo F_Trauer,

    herzlich willkommen in unserer Selbsthilfegruppe.

    Jetzt bist du schon mitten im Austausch, obwohl du hier noch im Vorstellungsbereich bist, der nicht zum Austausch vorgesehen ist
    Möchtest du dich denn hier weiter austauschen ?
    Dann würden wir dir einen Link geben, wo du noch kurz einen Satz dazuschreiben kannst, und würden dich dann freischalten.

    lg Morgenrot

    Wie komme ich denn vom Vorstellungsgespräch zum eigentlichen Forum mit offenem Austausch?

    In Punkto Verliebtheit hat es mich wirklich voll erwischt. Das erste Mal seit 2012, dass ich so intensiv empfinde, obwohl ich auch andere Beziehungen dazwischen hatte. Deine Antwort ist sehr straight, Danke dafür, Du bist ein Augenöffner.

    Du schreibst von der Beweislage.

    Ich persönlich bin der Meinung, um zu merken, dass ich abhängig bin, muss ich erst mal aufhören wollen. Und dann eventuell merken, dass nicht aufhören kann, weil ich es brauche.
    So lange ich trinken will, gibt es überhaupt keine Möglichkeit, mir Abhängigkeit zu beweisen.

    Stimmt auffällig was Du sagst. Wenn sie wirklich noch nie versucht hat aufzuhören, könnte es trotz des Wahnsinnskonsums sein, dass sie sich selbst einfach nicht als süchtig wahrnimmt. Danke für diesen Gedankenimpuls!:thumbup:

    Dezember 25, sagst Du? Also höchstens zwei Monate?

    Wer weiss schon, ob sie Dich überhaupt so weit in ihr Leben lassen will, dass sie die Sauferei mit Dir besprechen möchte.
    Vielleicht hat sie Dich einfach nicht dazu ausersehen, sie vom Alkohol wegzubringen.

    Das wäre meine Sicht als ehemaliger Trinker.

    Den Gedanken hatte ich auch schon. Ich sehe mich auch nicht in der Rolle des Retters, denn das wäre sinnlos. Ich möchte es einfach nur alles verstehen. Es tut einfach nur so verdammt weh.

    Die Antwort liegt hier für mich auf der Hand: Weil wir es selber nicht so sehen oder wahrhaben wollen. Denn dann hätten wir ja ein Problem, oder? Dann müssten wir uns mit diesem Problem beschäftigen. Das ist unangenehm und auch mühsam.

    Klingt irgendwie logisch. Aber wie kann man selber es nicht so sehen wenn doch die Beweislage erdrückend ist?

    Ich habe noch eine Frage. Kann es sein, dass sie selbst sich nicht für eine Alkoholikerin hält, obwohl sie jeden Abend trinkt und das bereits mit Kontollverlust? Obwohl sie ihren Alltag so organisiert, dass sie abends in Ruhe trinken kann? Obwohl ihr selbst auffallen müsste, wie viele Flaschen Wein sie kauft?

    Dass sie es mir und ihrem Umfeld gegenüber nicht zugibt, ist schon klar. Ich meine wirklich nur das Eingeständnis sich selbst gegenüber. Ist sowas möglich?

    Konkrete Frage: Warum wird das Alkoholproblem bei Alkoholikern immer bestritten, obwohl es offensichtlich und beweisbar ist? Klar, die Schamgefühle verstehe ich ja. Ich habe ihr aber deutlich gesagt und versprochen, dass ich ihre Suchterkrankung absolut vertraulich behandeln werde und Dritten gegenüber absolute Diskretion wahren werde, auch auf eventuelle Nachfragen. Warum trotzdem dieses Leugnen? Ich habe auch schon Dinge im Leben gemacht, für die ich mich geschämt habe, aber wenn ich mit der Wahrheit konfrontiert wurde, habe ich nichts geleugnet. Ich möchte einfach die Hartnäckigkeit verstehen, mit der das Alkoholproblem geleugnet wird.

    Hallo zusammen. Zunächst möchte ich sagen, dass es sich bei mir wahrscheinlich um einen minderschweren Fall handelt. Dennoch bin ich auf der Suche nach Antworten auf Fragen, die mir das Internet nur unzureichend beantwortet hat. Zur Situation: Im Dezember 2025 bin ich mit einer Frau zusammen gekommen, die leider ein Alkoholproblem hat. Der Anfang war wunderschön, alles hat gepasst, Mindset, Naturverbundenheit, usw..., kurz gesagt meine Traumfrau. Da ich vor etlichen Jahren schon mal eine kurze Beziehung zu einer Alkoholikerin hatte und die Verhaltensmuster somit kannte, fielen mir die Signale recht früh auf, schon nach einer Woche. Bei abendlichen Telefonaten war ihre Stimme anders und ich habe es auf ihre Verliebtheit geschoben, obwohl mir mein Bauchgefühl bereits etwas anderes sagte. Bei einem späteren Telefonat nach 23 Uhr lallte sie bereits und ich habe es auf Ihre Mögliche Müdigkeit geschoben - wieder entgegen meines Bauchgefühls. Von da an habe ich auf weitere Hinweise geachtet, die sich leider bestätigt haben. Sie hatte tagsüber nie eine Fahne und ich habe sie auch nie trinken sehen. Vor zwei Wochen telefonieren wir Sonntag Abend kurz um ca 21 Uhr und verabredeten uns für 12 Uhr am nächsten Tag. Am nächsten Tag schrieb sie mir um 12:45 per WhatsApp, dass sie gerade wach geworden sei und fragte, was ich vorhabe. Sie hat den Inhalt unseres Telefonates vom Vortag nicht nur vergessen, sondern überhaupt keine Erinnerung mehr daran - kompletter Filmriss. Ich war schockiert. Ich wusste zwar dass sie trinkt, aber nicht das Ausmaß.

    Ich habe versucht, eine emotionale Mauer um mich herum aufzubauen und nur die schönen Momente mit ihr zu teilen und ihren Konsum, den sie vor mir verbirgt, auszublenden. Aber das habe ich nicht hinbekommen. Es hat mich so fertig gemacht, dass ich die letzten Nächte nur 2 bins 4 Stunden geschlafen habe, was mir allmählich an die Substanz ging. Bin hin und her gelaufen wie ein Tiger im Käfig, habe geweint, gebetet, und mir sämtliche Youtube Videos über Alkohol, Co Abhängigkeit usw... reingezogen, obwohl ich das meiste schon kannte. Habe sie nun vor 3 Tagen in einem langen Brief mit ihrem Alkoholismus konfrontiert. Sie reagierte wie erwartet mit "Ich doch nicht" und Empörung und wir haben nun keinen Kontakt mehr. Dazu hätte ich ein paar Fragen, die ich gerne im Forum stellen würde.

    Vielen Dank schon mal im Voraus!