Prima, ich spreche aus Erfahrung, das Klavier spielen ein sehr schönes Hobby ist. Spiele schon viele Jahre und es macht viel Freude. Und damit kann ich auch gut abschalten von schlechten Gedanken und Sorgen, weil man sich komplett auf das Spielen konzentriert. Wünsche Dir weiterhin alles Gute ![]()
Beiträge von Fra80
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Herzlichen Glückwunsch, sei stolz auf Dich

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Erstmal vielen lieben Dank an alle für Eure Nachrichten ❤️ Heute früh war ich einkaufen, eigentlich eine Belastungsprobe für mich, weil ich da auch Gelegenheit hab, um Alkohol zu kaufen, aber das habe ich nicht. Bin sehr stolz auf mich und möchte meine Abstinenz nicht kaputt machen. Ich weiß auch, dass es andere Tage geben kann, an denen ich mehr gegen das Verlangen ankämpfen muss, aber mit jedem alkoholfreien Tag wächst das positive Gefühl und ich fühle mich zurzeit richtig gut und dieses gute starke stolze Abstinenzgefühl wünsche ich Euch auch allen von ❤️
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Eine andere Frage an dieser Stelle: Habe vor ein paar Wochen nach Literatur zum Thema Alkoholismus und Abstinenz recherchiert. Gibt es von Eurer Seite Empfehlungen?
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Hi auch von mir!
Geh da nicht hin. Ist deinem Mann bewusst, wie ernst es dir ist?
Ich glaube, er versteht es nicht. Er freut sich, dass ich abstinent bin, aber sieht nicht oder versteht nicht, dass ich jetzt an Selbstfürsorge denke und dass ich Ruhe und vor allem Abstand von Feiern mit Alkohol brauche.
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Danke für Eure Worte. Ich finde auch, dass es mein gutes Recht ist, Nein zu sagen, wenn ich was nicht möchte. Irgendwie fühlt sich das eigentlich an den Wochenenden immer so an, dass meine Zeit von anderen eigeteilt wird. Ich fange einfach heute damit an: Schluss mit Einkaufen und Erledigungen, ich arbeite Freitags bis Mittags und danach hab ich Freizeit verdient und da möchte ich Dinge tun, die mir Freude bereiten: Klavier spielen, mit den Hunden spazieren gehen, auf dem Ergometer trainieren, abends gut essen, früh schlafen gehen und vorher noch etwas lesen. Das ist doch nicht zuviel verlangt ...
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Also jetzt muss ich mal berichten zum kommenden Wochenende: Das läuft eigentlich immer gleich ab, ich bin ab Freitagmittag schon eingespannt, muss den Einkauf für meinen Mann und mich erledigen und dann auch noch für unsere Nachbarn, die können selbst nicht fahren. Samstags wartet der Hausputz auf mich und durch diese ganzen To Dos fühle ich mich mega unter Druck gesetzt, aber immerhin hab ich dadurch keinen Trigger zum Trinken, da fühl ich mich echt stabil. Wochenende sollte doch nicht vollgepackt sein mit Arbeit etc. sondern etwas erholsames sein... Aber jetzt kommt das, was mich gestern Abend richtig aufgeregt hat: Es findet bei uns an diesem Samstag ein kleines Dorffest statt und da wird natürlich reichlich Bier etc. getrunken. Ich möchte da nicht hingehen. Nun sagt mein Mann gestern: "Du kannst Dich doch jetzt nicht verkriechen, komm doch mit". Habe ihm gesagt, dass ich zurzeit Orte, an denen getrunken wird, meiden möchte, aber er versteht das irgendwie nicht...
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Hallo Fra80, herzlich willkommen hier im Forum. Schön, das Du uns gefunden hast.
Du hast offensichtlich gerade noch mal so die Kurve bekommen. Denn mit Deinem damaligen Konsum wäre es ja nicht so geblieben. Es wäre immer schlimmer geworden. Ich habe es wie eine Schlinge um den Hals empfunden, die sich ganz langsam, über einen sehr langen Zeitraum, vollkommen unbemerkt immer weiter zusammen zieht bis ich nicht mehr konnte.
Es ist nun sehr wichtig für Dich, das Du dich auf ein abstinentes Leben vorbereitest und Dein ganzes Leben darauf einstellst. Dafür wirst Du Hilfe benötigen, deshalb bist Du hier, die findest Du hier.
Ich habe in der letzten Zeit gelernt, was Alkohol eigentlich ist: eine legale harte Droge die sehr stark abhängig macht, die viele Menschen tötet und die nur erlaubt ist, weil sich die gesamte Menschheit nur zu gerne seit Jahrtausenden damit betäubt.
Alkohol macht peinlich. Alkohol ist ein Zellgift das Zellen abtötet, auch Gehirnzellen. Alkohol macht doof. Alkohol verteilt sich durch das Blut im ganzen Körper und richtet dort in jeder Ecke Schäden an.
Es gibt keinen Grund Alkohol zu trinken. Nicht einen.
Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch und alles Gute.
Vielen Danke für die Worte


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👍 Die Grundbausteine sind das wichtigste Fundament für eine zufriedene und funktionierende Abstinenz. Kann Dir nur aus eigener Erfahrung empfehlen, Dich intensiv mit ihnen auseinander zu setzen.
Lieben Dank, das werde ich auch nochmal verinnerlichen

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Gelesen hab ich es Grundbausteine für ein nüchternes Leben, danke für die Info. Stand nur auf der Leitung

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und die Grundbausteine?
Der Begriff sagt mir nicht bzw. ist mir vorher noch nicht so begegnet. Was genau bedeutet das? Das Zerstören von Lebensbereichen kenne ich, ich hab mich oft sehr falsch verhalten, das hat mein Umfeld nicht gut ausgehalten und das ist mit einer der Gründe, warum ich auch abstinent bleiben will. Jedes Mal dieser Filmriss, das hat mich fertig gemacht.
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Erkennst Du Deine Suchtstimme bereits? Oder bist Du noch in der Ursachenforschung?

Was übrigens nicht heißt, dass bestimmte Dinge nicht durchaus die Sucht beflügeln. Sagt Dir die HALT-Regel etwas?
Eigentlich bin ich noch in der Ursachenforschung. Ich merke zu bestimmten Zeiten schon, dass ich ein Verlangen habe, insbesondere, wenn es private Konflikte oder Stresssituationen gibt. Dann sage ich zu mir selbst, ich hab das nicht nötig zu trinken und das löst auch den Konflikt nicht. Bisher funktioniert das gut für mich
Die HALT-Regel kenne ich (Hungry, Angry, Lonely, Tired). Ich merke durch die Abstinenz, dass ich meine Gefühle besser zuordnen kann. Die Vorteile der Abstinenz überwiegen für mich sehr, so dass mir das schon sehr viel Sicherheit gibt. Ich schreibe die Vorteile die ich bemerke, auch auf und lese sie immer in Situationen, wo sich die Suchtstimme meldet. -
Bin hier noch nicht lang dabei im Forum, aber hab schon die letzten Tage hier viel von Euch allen gelesen und in vielen Dingen habe ich mich auch selbst wiedererkannt. Bin seit 21.1.26 trocken und ich finde auch wichtig, dass man darüber schreiben kann, wie gut es einem ohne Alkohol geht, das ist zumindest aktuell bei mir der Fall. Ich fühl mich fit, konzentrierter und vor allem habe ich morgens keinen Filmriss mehr. Dieses positive Gefühl hilft mir, abstinent zu bleiben. Und jeden Abend vor dem Schlafen trage ich in einem kleinen Notizbuch ein, dass ich weiterhin abstinent geblieben bin und dass ich darauf stolz bin. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich mich vor mir selbst schämen und mich dafür selbst hassen, wenn ich wieder etwas trinke. Das ist auch ein Faktor, der mir hilft, abstinent zu bleiben. Und was auch Moderatoren hier betonen und das finde ich auch wehr wichtig: Bitte keinen kalten Entzug im Alleingang machen. Ich musste mich auch überwinden, das Thema Alkoholsucht mit meiner Hausärztin zu besprechen. Aber es hat sich gelohnt. Danach kam eine Woche später eine Entgiftung von 7 Tagen. Ich muss dazu sagen, ich brauchte zwar keine medikamentöse Unterstützung, aber man darf das nicht unterschätzen. Ich hab mich einfach sicherer gefühlt in der Klinik, weil ich es nicht einschätzen konnte, ob ich körperlich auf den Alkoholverzicht reagiere.
LG und einen schönen Tag für alle,
Fra80
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Herzlich Willkommen!!
Vielen Dank!
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Vielen Dank für die Infos, die finde ich sehr hilfreich 🙏
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Ich seh mich auf jeden Fall als Alkoholiker, da ich in den letzten Jahren immer mehr die Kontrolle über den Konsum verloren habe (Freizeit / Wochenende). Zudem habe ich gemerkt, dass mich das gestresst hatte, wenn nichts zu trinken im Haus war.
VG
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Hallo,
ich bin neu hier. Seit 2021 bis 21.1.26 habe ich in regelmäßigen Abständen nach Feierabend und an den Wochenenden Alkohol komsumiert und habe mich dann für eine qualifizierte Entzugsbehandlung entschieden. Die habe ich am 22.1.26 angetreten. Ich hatte keine Entzugssymptome und keine medikamentöse Entgiftung und konnte bereits am 28.1.26 wieder nach Hause, es gab seitens der Ärzte keine Rückhaltegründe. Ich will abstinent bleiben und fühle mich auch sehr gut ohne Alkohol. Meine Hausärztin unterstützt mich, das hat sie auch im Hinblick auf die Entzugsbehandlung getan. Ich hatte monatelang mit mir gekämpft, das Thema bei ihr anzusprechen (aus Scham), aber ich hab mich dann überwunden und danach hab ich mich wirklich besser gefühlt, als ich es offen bei ihr ausgesprochen habe, dass ich ein Problem mit dem Konsum von Alkohol habe. Da ich beruflich eingespannt bin, war ich auf der Suche nach einer Online-Selbsthilfegruppe und bin auf dieses Forum gestoßen. Meine Erwartung ist, dass ich hier einen guten Austausch habe und Unterstützung finde. Freizeit und Wochenenden sind für mich immer noch eine Herausforderung. Ich hab dann nicht den "klassischen Trinkdruck", aber es fühlt sich an wie der Mechanismus, den ich früher hatte, als ich konsumiert habe. Da ging es immer um Zeit füllen und auch private Probleme haben mich belastet und ich musste trinken, um nicht nachzudenken. Das möchte ich nicht mehr und mir würde es helfen, wenn ich hier teilnehmen darf.
Viele Grüße,
Fra80