Habe die letzten Tage immer noch Albträume gehabt von Alkohol zu trinken. Ich spüre die Flüssigkeit deutlich in meinem Mund, habe schon ein schlechtes Gewissen dabei, spucke es aus und weiß dass es ein Rückfall war!
Wenn ich aufwache, bin ich mir im ersten Moment garnicht sicher, ob es ein Traum war oder nicht…! Schrecklich !
Es sind jetzt 31 Tage nüchtern! Ich glaube so lange war ich das noch NIE durchgehend , seitdem ich 15Jahre(?) alt war…
Saufdruck habe ich nicht wirklich. In Situationen, wo ich ablehnen musste , habe ich mich bis jetzt noch nicht befunden..
Ich lese zurzeit viel im Forum hier…dabei lese ich Beiträge, bei denen manche nach 8 Monaten, manche nach 2 Jahren und manche sogar nach 5 Jahren Abstinenz wieder rückfällig geworden sind
. Es ist bewundernswert dass sie es trotzdem nochmal geschafft haben trocken zu werden…
Aber es macht mir irgendwie echt Angst, dass es einfach so wieder passieren kann!
Ich selbst habe ja schon öfter gedacht, nach Trinkpausen , jetzt kann ich wieder mal was trinken…Das kann ich kontrollieren…ich brauch ja nicht mehr täglich Alkohol, andere trinken ja auch einmal die Woche am Wochenende usw…
Ja..und das hat mich 2-3Jahre rumeieren lassen… Und jedes Mal war es so verdammt schwer wieder davon „loszukommen“(richtig trocken wurde ich ja nicht) , aber die ersten Tage/1-2 Wochen war es immer so verdammt schwer!
Ich glaube, wenn ich rückfällig werden würde, würde ich das ohne ärztliche Hilfe nicht nochmal schaffen.
Ich habe die letzten Tage auch immer wieder so ängstliche Gedanken, was wenn ich doch einen Schluck trinke und das alles wieder zur normalen Gewohnheit wird?!
Das ist eigentlich völlig absurd!! (Aber wahrscheinlich einfach sehr präsent durch die Albträume und weil 1 Monat einfach noch zu kurz ist…)
Gerade dieses Mal nehme ich meine Alkoholsucht wirklich ernst! Ich will nicht nur eine Trinkpause machen! Ich mache mir auch nicht mehr vor, ich könne irgendwann wieder!
Auch durch das Forum verstehe ich erst, dass es eine Krankheit ist, die nur durch Abstinenz eingedämmt werden kann.
Ich verstehe auch, dass jeder Alkoholiker andere Schmerz-Grenzen zum Weitertrinken hat und andere Motivationen zum Trocken bleiben hat.
(In Bezug auf meinen Partner , verstehe ich, dass auch wenn wir beide Alkoholiker sind , er weitertrinkt, obwohl ich eben aufgehört habe. Meine Erwartungen senke ich mittlerweile, wenn es um seinen Konsum geht.
Und weil die Liebe einfach zu stark ist, habe ich für mich entschieden, die Beziehung nicht zu beenden aufgrund des Alkohols.)
Soweit, Sogut…