Beiträge von Steevie

    Ich habe mich gefragt, warum ich keinen richtigen Druck habe zum Trinken.

    Ich glaube, Dadurch dass ich sehe wie mein Partner fast jeden Tag beinander ist.
    Ich habe es direkt vor Augen, warum ich nicht mehr trinken will. Und das sehr oft.

    Vor ein paar Wochen war es noch ziemlich verankert mitzutrinken. Mittlerweile wenn ich über den Geschmack , den Rausch und die Stunden danach nachdenke, schreckt mich das so ab und ich habe garkeine Lust darauf!

    Ich bin froh, dass ich keinen Suchtdruck verspüre!

    Aber ich bin unglücklich, dass ich mich nicht von dem Thema abgrenzen kann und ich nicht meinen Frieden damit habe!

    Kein Verlangen nach Alkohol!
    Die Aussage ich sollte mal was trinken, damit ich entspannter zwischendurch bin, habe ich kommentarlos ignoriert.

    Aber die Trinkerei von ihm macht mir wirklich zu schaffen…
    Die letzten Tage hat mich das sehr beschäftigt.
    Mit dem Hausbau-Thema kommen wir zwar grad wieder mehr voran, aber mir kommt es vor, als ob er mehr Pausen macht/seinen Pegel erst erreichen muss, als was wir schaffen.
    Zudem immer mal Wutausbrüche. Klar bin ich nicht fehlerfrei und man kann sich über mich wirklich manchmal aufregen! Aber In der Form aufjeden Fall nicht gerechtfertigt!

    Ich spreche es dann an, dass es zu heftig ist und er vielleicht nicht merkt, wie das wirkt und dass das verletzt.
    Er entschuldigt sich teilweise, und findet aber trotzdem, dass er richtig reagiert hat . Es wirkt so, als ob er seine Aussage und vorallem wie er es sagt, ganz anders wahrnimmt.

    Dazu kommt , dass er immer mal Dinge vergisst, die er vor ein paar Tagen gesagt hat, oder Dinge die ich oder andere gesagt/besprochen haben.
    Er behauptet dann einfach, dass er/andere das nie gesagt hätten.

    Er sagt zwar, dass wenn es etwas ruhiger geworden ist, er das Trinken echt einschränken will, mittlerweile Zweifel ich aber sehr daran.

    Für seine Leiden hat er immer andere Erklärungen, nur der Alkohol kommt im nicht in den Sinn…!X(
    Da fällt es mir auch echt schwer dem Aufmerksamkeit zu schenken,…Ich kann kein Mitleid mehr haben, weil ich würde eh nur sagen können, dass es am Alkohol liegt..
    Wenn jemand mit Absicht seinen Schädel hundertmal gegen eine Wand schlägt und danach jammert, dass es weh tut,
    könnte ich auch kein Mitleid damit haben.

    Fazit : das Zusammenleben ist zurzeit echt anstrengend.
    Ich mache mir keine Hoffnung mehr, dass er irgendwann es schafft , ich frage mich zurzeit, ob ich mir auf ewig so ein Zusammenleben vorstellen kann.

    Leider weiß ich, dass ich eine sehr hohe Schmerztoleranz habe und es sehr lange aushalten kann, bis es nicht mehr geht.
    Und es ist ja eben nur der Alkohol, der die Probleme macht.
    Und natürlich liest es sich alles so, als ob er ein ganz schlechter Mensch wäre, ist er aber nicht! Sonst hätte ich ihn mir ja nicht ausgesucht.
    Es gibt einfach zuviele Gründe, die für die Beziehung sprechen.


    Ich drehe mich schonwieder im Kreis…


    Hallo Leute!
    Zitate über Zitate:

    Es liest sich noch immer so, als würdest du denken, du müsstest dich dafür entschuldigen, dass du dir kein Gift mehr rein ziehst. Denn das ist es.

    Ja das stimmt!
    Daher dass ich und mein Partner ja irgendwie zusammen in die Alkoholsucht geraten sind, habe ich mich lange schuldig gefühlt , warum ich nicht den Anfang mache und meine Trinkerei stoppe…,
    Jetzt , wo ich sie stoppe, fühle ich mich schuldig, dass ich ihn im Stich lasse.
    (Aber durch das Forum habe ich schon kapiert, dass es nicht in meiner Verantwortung liegt!)


    Das ist bei dir wie in Wellen. Immer mal begreifst du, dass du mit deinem nassen Freund nicht reden kannst, dann tust du es doch

    Das mit den Wellen ist ein guter Vergleich! Genauso fühlt es sich an.

    Du steckst da echt fest. Einerseits bewundere ich, dass du trotzdem noch abstinent bist, aber andererseits denke ich ‚wie lange geht das gut?‘.

    Ich bin einerseits stolz auf mich, dass ich es tatsächlich schaffe unter diesen Bedingungen !
    Aber andererseits frage ich mich auch, was ich hier eigentlich mache und ob es nicht wirklich nur eine Frage der Zeit ist.

    Mach Deine Abstinenz und Deine Gesundheit zur Prio Nr. 1 im Leben und ordne ihr alles andere als minder bedeutsam unter, dann wird es spürbar leichter.

    Und genau das ist so verdammt schwierig für mich!
    Wie kann ich meinen Partner, den ich trotz des ganzen Alkoholthemas , so sehr liebe , dem allen unterordnen?!

    Ich verstehe , dass es für viele/die meisten nicht nachzuvollziehen ist, warum ich nicht aus der Situation rausgehe!
    Es ist eigentlich wie eine Sucht zu IHM ,
    es fühlt sich sehr ähnlich der Sucht zum Alkohol für mich an.

    Was mir noch nicht klar ist: Was ist an den Feiertagen anders, dass Du sie fürchtest? Trinkt er da mangels Arbeit noch mehr oder gibt es Besuche bei/von Säufern?

    Da geht es eher nicht um andere, Besuch bekommen wir sowieso nicht und
    er trinkt zu Anlässen sogar weniger!
    Nein, mir macht es Sorgen, weil ich zum Ende vom Jahr immer ‚Gas gegeben‘ habe.
    In den letzten Jahre, in denen ich mit absoluter Trockenheit immer gescheitert bin bzw. dachte ich muss nicht trocken sein um ‚geheilt‘ zu sein , wurde ich zum Ende vom Jahr , zu den Feiertagen immer nachlässig.
    Ich war es von den Jahren davor immer gewohnt mindestens leicht angedüdelt durch diese Zeit zugehen.
    Beim Schreiben fällt mir auf, dass ich eigentlich gar nicht mehr zu den Feiertagen getrunken habe, als unter dem Jahr…Es war nur eine schöne Möglichkeit ganz ungezwungen und offiziell zu saufen…weil es ja ganz ‚normal‘ ist im Advent die ganzen saisonalen alkoholischen Spezialgetränke zutrinken. Hallo Saufhirn…!

    Ich weiß durchaus, wie verlockend es sein kann, einem nassen Umfeld doch noch etwas Positives abgewinnen zu wollen. Nur verschwindet das Risiko dadurch nicht. Man kann sich damit arrangieren und die Risiken in Kauf nehmen. Aber man sollte sich dann auch nichts vormachen, was man da eigentlich riskiert.

    Es ist nicht nur verlockend, …wenn man fast 15 Jahre mit einem Menschen zusammen ist , lebt und sich gegenseitig liebt und sogut wie alles über einander weiß, dann ist es unmöglich, dem nichts Positives abzugewinnen.

    Aber ja, ich habe mir vorgemacht, dass ich einfach nichts mehr trinke und gut ist!
    Mir wird immer mehr bewusst, dass ich damit meine Gesundheit riskiere!

    Hi Tabsi !
    Stimmt! Totaler Widerspruch! Wie konnte mir das nicht auffallen?!
    Dass ich das echt gedacht habe, macht mich sauer auf mich selbst , schockiert mich, und lässt mich nachdenken!
    Habe ich es gedacht, weil ich meinen Partner zufriedenstellen will, oder will ich unbewusst mir eine Option mit Alkohol offen lassen??


    Nein! Ich will nichtmehr zurück! Ich kann nicht schonwieder leichtsinnig werden! Denken einbisschen geht schon, irgendwann… Blabla…Nein!

    Und wie ich das Risiko minimieren kann?
    naja… mein Partner weiß aufjeden Fall Bescheid…er wird nicht mit mir rechnen wenn es ums ‚Anstoßen ‚ etc. geht.
    Aber ich weiß nicht, was ich tun kann. Den Fokus aus Essen legen? An Silvester vorzeitig schlafen? (FeiernmitKracher usw. will mein Freund nun eh nichtmehr)
    Hat alles nichtwirklich Hand und Fuß.:-|

    In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich schon gerne mit meinem Freund über meine Abstinenzentscheidung mehr reden möchte…
    Es ist echt schade, dass ich das nicht kann! Auch letztens eben blockt er immer sehr ab, wenn ich von mir spreche.
    Er möchte es einfach nicht hören…

    Gerade habe ich nochmal in den grundbausteinen gelesen. Und Ja!..Ein Umfeld dass die Abstinenzentscheidung respektiert ist echt wichtig! Ich hätte sehr gerne ein Umfeld, dass mich unterstützt! Leider bei mir nicht möglich.
    Deshalb: Vielen Dank für dieses Forum
    hier kann ich wenigstens meine Gedanken teilen und bekomme mit euren Rückmeldungen Unterstützung! Danke!

    Bericht über die letzten Tage:


    Ich und mein Freund sind kurz bei einer Bekannten gewesen(wir sehen sie nicht oft)..die hat meinem Freund eine Flasche Alkohol in die Hand gedrückt, und gesagt sie trinkt seit mehreren Monaten nicht mehr. Ich war sehr überrascht, weil auch wenn wir sie nicht so gut kennen, klar war, dass sie auch öfter trinkt.

    Auf jeden Fall, hat die Bekannte sehr energisch(fast schon aggressiv) erklärt, dass man ja auch ohne Alkohol feiern kann, dass es schlimm ist wie normal saufen in der Gesellschaft ist usw. …(da stimme ich noch zu),
    Die Person trinkt aber alkoholfreies Bier, weil es ja eigentlich nur um den Geschmack ginge…:?(finde ich überhaupt nicht, und jemand der sich ‚entscheiden muss‘ keinen Alkohol trinken zu können, hat bestimmt nicht aus „Geschmack „ getrunken!
    Es wirkt auf mich sehr wie Verzicht!

    Dadurch kam im Nachhinein das Thema natürlich auch bei mir und meinem Partner auf den Tisch…
    er wollte wieder wissen, ob ich keinen Glühwein an weihnachten trinke/nicht zu Silvester mit einem Sekt anstoße…, er würde ja auch aufpassen, dass ich nur ganz wenig trinke!
    Ich erklärte ihm, auch wenn es nun schon öfter war , warum ich nicht mehr trinken kann, und ich es auch nicht will, dass es für mich kein Verzicht ist ! Das Gespräch ging dann noch ein bisschen hin und her…

    Und dann , habe ich was ausgesprochen , worüber ich mich jetzt noch ärger!!!

    Ich sagte, dass es sich ja in einem Jahr vielleicht ändert, und ich dann vielleicht wieder was trinken könnte, aber es jetzt alles noch zu frisch und nah ist.
    Und leider habe ich es nicht nur als Verzögerung gesagt, sondern hatte den Gedanken wirklich !

    Kurz danach wurde es mir bewusst was ich da gerade wirklich gedacht und gesagt habe…
    Das ist nicht gut! Das ist garnicht gut!!

    Ich war dann irgendwie erleichtert , dass mein Freund darauf (und das ganz ernst gemeint) gesagt hat, dass er mich nicht zum Alkohol überreden will, überhaupt nicht; aber dass er es immer noch begreifen muss dass es jetzt so ist, dass ich keinen Alkohol mehr trinke.

    Puhh!
    Ist das der ‚Drahtseilakt‘ der hier immer angesprochen wird!?

    Ich darf echt nicht vergessen, dass mich niemand zwingt zu trinken, dass nur ich diejenige bin, die die Flasche/Glas zum Mund führt!
    Ich fürchte mich ehrlich gesagt etwas (oder sehr?) vor den Feiertagen.

    Vielen Dank euch für all die vielen umfangreichen Antworten !

    Das Thema ist mir schon wichtig, weil ich einfach eine sehr große Leidenschaft zu gutem Essen habe!

    Ich werde jetzt nicht auf alles einzelne eingehen, ..
    Aber ich nehme für mich mit, dass es besser ist darauf zu verzichten, bevor ich abwäge ob es was mit mir machen wird oder nicht. (Byebye Tiramisu ;()

    Ich habe Essen eigentlich nie mit Alkohol verbunden! Das waren für mich immer komplett getrennte Dinge, zum Essen habe ich auch nie Alkohol getrunken(okay…der „verdauungsschnaps“ danach war doch (selten) dabei)

    Aber nun fällt mir erst auf, wo überall Alkohol verarbeitet wird.(und das mit den Bananen habe ich auch gelesen-worüber ich mir aber wahrscheinlich am wenigsten Gedanken machen muss ^^)

    Und ich habe wirklich im Falschen Thema die Frage gestellt!
    Sorry dafür!

    Frage: wie steht es um Alkohol in Essen, Medikamenten…etc…

    ich bin nun über 3 Monate abstinent. Ich habe am Anfang als ich erkältet war, darauf geachtet keine Medikamente zu nehmen in denen Alkohol war, auch Gesichtswasser mit Alkohol habe ich gemieden!
    Meine Mundspülung ist alkoholfrei, auch Pralinen mit Alkohol esse ich nicht.

    Aber, wie ist es, z.B. im Restaurant…:
    Bratensoße , Weinsauerkraut, Königsberger Klopse…
    Bei vielen Gerichten ist Alkohol enthalten, auch habe ich gelesen, dass in vielen Fertigkuchen zum kaufen Alkohol verarbeitet ist!

    Wie geht ihr damit um?
    Fragt ihr im Restaurant bei jedem Gericht nach?
    Wäre es gleich ein Rückfall, wenn ich bewusst oder unbewusst Alkohol in geringen Mengen durch Lebensmittel oder Medikamente zu mir genommen habe?


    (Eventuell ist die Frage im falschen Thread! Bitte wenn nötig verschieben!)

    Hallo zusammen!

    (Habe einen Entwurf wohl nicht abgeschickt…)

    Hartmut , alles noch in trockenen Tüchern! :thumbup:
    Und du hast es gut zusammen gefasst.

    Und selbst wenn er nur um des lieben Friedens willen aufhören würde, wäre das keine besonders stabile Grundlage. Auf Dauer muss er es für sich selbst wollen.

    Alles andere lässt sich nicht wegdiskutieren. Wenn er aufhören will, kann er Hilfe annehmen. Wenn nicht, werden Mutter, Partnerin und die halbe Nachbarschaft daran nichts ändern.

    Egal, das läuft zwischen den beiden, da würde ich mich aus Selbstschutz nicht einmischen, Steevie, zumal es nichts bringt. Ihr seid beide nicht als seine Betreuer bestellt!


    Das ist auch das, was in der letzten Zeit für mich wichtig war zu begreifen.
    Ich habe länger für meine Abstinentsentscheidung gebraucht und Ich kämpfe nun auch schon länger mit dieser Co-Situation.
    Und ja, ich müsste es als selbst Betroffene Alkoholikerin besser wissen, das man niemanden umpolen kann. Und dennoch war es lange immer so präsent .
    Jetzt, mit meiner immer längeren und stetigen Abstinenz, schaffe ich es aber immer mehr Abstand zu dem co-Verhalten zu gewinnen.
    Mittlerweile , wenn doch solche Gedanken/Gefühle auftauchen, merke ich gleich, dass es mir auch nicht gut tut!
    Ich kann mich um mich selbst kümmern und die Verantwortung für mich übernehmen, aber ich kann nicht mehr
    ‚hoffnungslos hoffen‘ . Ich will auch nicht, dass er nur , wie Hartmut geschrieben hat, des lieben Frieden Willens aufhört. Das kann ich mir vorstellen und das wird eh nicht gut gehen!
    Ich weiß, dass nur mein Partner für sich selbst verantwortlich ist, ich kann ihn nicht zum Umdenken bewegen, das muss von ihm selbst kommen!
    Ich denke mir nur, wenn/falls es soweit kommt, bin ich für ihn da und unterstütze ihn, wenn er es möchte.

    Mein Partner war ja, wie schon geschrieben, am Anfang wo ich dauerhaft trocken werden wollte, nicht begeistert davon!
    Da immer mal wieder es doch nebenbei zum Thema wird,weiß ich aber dass er es nun annimmt und nicht versucht mich vom Gegenteil überzeugen!
    Das mit der Fahne oder mal ein ‚Aufstoßen‘ in meine Richtung, stört mich schon etwas. Aber auch das weiß mein Partner und er vermeidet es und entschuldigt sich auch dafür.
    Allgemein spreche ich auch öfter aus, was ich will oder eben nicht will.

    ..soviel dazu…

    alles in allem geht es mir gut!
    Ich bin zwar zurzeit etwas müde und faul, d.h. nicht mehr soviel Training und habe mehr Heißhunger auf Snacks, Schoki und so…^^
    aber das ist okay! Wahrscheinlich ein kleiner Herbst-Blues!

    Hi Leonore,

    Ja das mit dem verdrängen kenne ich auch, bzw. Denke ich, dass ich die schlechten Tage trotzdem in Kauf nehme, weil es ja auch so schön und harmonisch sein kann!(…)
    Aber das ist eben das gefährliche…

    Du schreibst, Dir ist bewusst geworden , warum du schwer ‚Nein‘ Sagen kannst. Ich denke , es ist schonmal gut zu wissen. Dann kann man selbst damit besser umgehen und kann eine Lösung finden.
    Bei mir sehe ich auf jeden Fall emotionale Abhängigkeit als sehr großen Faktor. Deshalb muss ich mehr Selbstliebe und Wertschätzung mir selbst gegenüber lernen.
    Es wird sich dann zeigen, ob mich nur die Abhängigkeit in der Beziehung hält oder ob es eine echte emotionale Bindung noch gibt.

    Ich schreibe dir aber selbst als Alkoholikerin und da spielen sich noch viele andere Dinge ab . Ich weiß natürlich auch nicht, ob sich meine mit deiner Situation so abgleicht, dass es nützlich ist
    Aber du kannst ja mal in meinem Faden nachlesen.
    Ich habe dort schon viele nützliche Hinweise von Usern erhalten!

    Aber vorallem geht es darum, bei dir selbst zu bleiben und wie Sternie schreibt: nicht selbst daran kaputt gehen!

    Lustig dass du das schreibst Alex_aufdemweg !
    Die geschriebenen Worte gingen auch bei mir so in den Kopf, dass ich heute davon auch etwas sagen konnte!
    Eigentlich war es so, wir waren unterwegs und auf dem Rückweg sollte ich kurz an der Tanke ein Bier für ihn holen… habe mich aber gleich an Aurora s Worte erinnert:

    ur Coabhängigkeit kann auch gehören, dass der Stoff besorgt wird.

    Ich sagte ich unterstütze das nicht!
    Dann gab es natürlich erstmal laute Beschwerden … Verteidigung von ihm und unpassende Vergleiche…
    (Ich glaube nicht das ich übertreibe, wenn ich ihm kein Alkohol besorge!!)

    Naja, auf jeden Fall bin ich ruhig geblieben und habe von mir gesprochen. Es hört sich alles nicht so spektakulär an aber für mich ist es zurzeit immer ein Schritt vorwärts, wenn ich ihm sage, wie ich mich mit der ganzen Situation fühle!

    Ich habe noch kein Weihnachten Alkoholfrei verbracht die letzten …Jahre , und da denke ich ehrlich gesagt auch eben jetzt schon darüber nach.

    Für mich waren die Feiertage immer ein Grund überhaupt/mehr/offiziell zu trinken!
    Aber es gab eben auch Tage, die keine Bedeutung hatten, null Komma null Bedeutung!!! Und an denen hab ich sogar mehr getrunken …

    Heute weiß ich, es ist die Sucht! Den Satz werde ich mir deshalb zu Herzen nehmen:

    Die Aufgabe bleibt dieselbe wie an jedem Montag, Mittwoch oder Sonntag. Das erste Glas stehen lassen.


    Letztes Jahr war es nämlich so, dass ich nach „kontrollierten“ Trinkpausen gedacht habe, :“Es sind ja Feiertage…da ist es schon okay, ich höre danach ja wieder auf…“
    Danach habe ich Monate gebraucht um ansatzweise in die Richtung einer angehenden Abstinenz zu kommen. :(

    Letzte Woche habe ich erkannt, dass ich noch nicht so weit bin! Ich kann einfach nicht loslassen!
    Und weil mich das ständige Nachdenken über:“kann ich bleiben wenn er weitertrinkt,…muss ich mich trennen um abstinent zu bleiben etc.etc.“ ziemlich auslaugt und mir es schlechter damit geht, als trocken zu bleiben, werde ich das erstmal ruhen lassen.
    Ich brauche wohl etwas länger Zeit , um mich und meine wahren Gefühle wieder zu finden. Auch selbstbestimmter zu werden ist gerade sehr wichtig für mich und unterstützt mich nur dabei meinen Weg zu finden.
    Ich habe mir nun ein kleines Auto gekauft!
    Ich will jetzt endlich selbst Auto fahren! Das gehört für mich auch dazu mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.
    Es ist echt erschreckend, wie sehr ich mich selbst klein gemacht habe über die saufenden Jahre hinweg!
    AlsKind und Teenager war ich eigentlich immer sehr mutig und neugierig… das habe ich so gut wie ganz verloren gehabt. Aber je länger kein Alkohol meinen Geist vernebelt, desto mehr bekomme ich wieder von diesem Gefühl .

    Ich merke auf jeden Fall, dass es ein sehr komplexer Prozess ist!
    Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel (innerlich wie äußerlich) verändert, wenn man keinen Alkohol trinkt!
    Und der Frage was mir wichtig ist und wie ich mein Leben gestalten und leben möchte , komme ich nun erst immer näher.

    .

    Ich habe keinen Brief meinem Freund gegeben.
    Aber ich habe einen formuliert und aufgeschrieben. Allein das tut schonmal gut. Und nachdem ich ihn mir durchgelesen habe, empfinde ich viele Dinge garnicht so, wie ich es aufgeschrieben habe.
    Deshalb ist es doch besser die Idee mit dem Brief sein zu lassen!
    Auch wie Absti schreibt, er könne es dicht lesen und dann erst recht in den falschen Hals kriegen …
    Ich will mich nicht vor einem Gespräch drücken, aber provozieren will ich (zurzeit) auch keins. Wenn es darauf ankommt werde ich hoffentlich ehrlich sein können.
    Weil da hat Seeblick auch vollkommen recht!
    Ich nehme nur an, wie er reagieren könnte…

                                                                                                                      

    Kannst du eigentlich nicht mal mit den Eltern reden und sie darauf hinweisen daß ihr Sohn ein massives Alkoholproblem hat oder besser das

    Ich habe es mehrmals schon der Mutter gesagt, ist aber auch schon wieder länger her…Ich denke sie tut das aus eigenem Co-Ding…
    Aber ich muss es ihr nochmal sagen und erklären, dass sie es nur schlimmer macht! Welche Mutter unterstützt ihren Sohn Alkohol zu beschaffen…??!
    Das macht mich hin und wieder echt sauer auf sie!

    Hallo Leonore

    Ich empfinde viel nach, was du schreibst .
    Die Sorgen gleichzeitig Wut und Hilflosigkeit.
    Dadurch dass du dich damit auseinandersetzt, zumindest ist es bei mir so, lerne ich immer mehr mich selbst wahrzunehmen und Grenzen herauszufinden.
    Hier ist auf jeden Fall der richtige und ein ganz toller Ort zum austauschen von Erlebnissen und Erfahrungen!

    Ich fühle mich schlecht, wenn ich hier so von ihm schreibe, doch ich ich kann einfach nicht mehr alleine mit diesem Druck klar kommen.

    Ich habe auch am Anfang ein schlechtes Gewissen gehabt, weil ich hier schreibe und das auch über meinen Partner.
    Manchmal fühle ich mich auch noch schlecht deswegen.
    Aber ich weiß dass ich das nicht muss. Und du auch nicht!
    Wenn es dir gut tut dich hier auszutauschen, dann ist es richtig und wichtig!

    Liebe Grüße! Steevie

    Hallo zusammen!
    ich habe mir selbst nochmal meinen Faden durchgelesen, und es erschrickt mich sehr , wie abhängig ich mich wirklich verhalte. (Und das ganz ohne Alkohol)


    Kurswechsel du triffst es gut. Ich habe mich darin eingerichtet und bin/fühle mich in der Situation gefangen

    Allerdings kann ich mir auch vorstellen, wie sehr du dich in dieser Situation einerseits gefangen fühlst, andererseits aber auch darin eingerichtet hast.

    Und auch Morgaine , danke für den Anstoß und dein persönliches Beispiel. Ich habe bis jetzt nur ab und zu bei den Co‘s gelesen. Aber ich denke es wäre gut auch da mehr zu erfahren.

    Ich glaube, die Dynamik der Co-Abhängigkeit ist nicht zu unterschätzen und beim Lesen Deiner Beiträge bekomme auch ich den Eindruck, dass Du sehr bei Deinem Partner bist und kaum bei Dir.

    Hi R/no !
    Ich lebe gefährlich, da hast du recht!
    Es ist nur mein Freund der Bier trinkt und seine Mutter ihm die besorgt(wahrscheinlich co-abhängig ihrerseits!?) Die Mutter trinkt kaum Alkohol, der Vater garnicht…
    Aber das reicht schon, dass mein Partner in der Woche ca. 3 Kästen trinkt!!
    Aber ich weiß , was du meinst: der Alkohol ist da und es gibt viel zu viele Gelegenheiten ‚schwach‘ zu werden und keiner ist in meiner Nähe der Rücksicht nimmt!
    Und das stimmt natürlich alles! (Bitte korrigier mich, falls ich’s anders verstanden hab)

    Ihr wohnt quasi in einem Haushalt so wie ich das lese und drei von vier Personen trinken gerne Alkohol/Bier. Wie stellst du dir das vor so glücklich trocken zu leben, vom trocken bleiben will ich gar nicht reden.

    du lebst gefährlich. Ich hab mich daran erinnert wie du geschrieben hast das seine Mutter immer die ganzen Bierkästen rannschaft.



    Hallo Rennschnecke
    Das sind viele Fragen, die wichtig sind .
    Wenn ich sie gedanklich beantworte, werde ich auch traurig!
    Ich denke das sagt schon viel aus…

    Es klingt für mich, als hättest Du Sorge, ihn durch eine konsequente Sicherung Deiner Abstinenz zu verlieren.

    Aber verlierst Du ihn nicht sowieso schleichend - an seine eigene Sucht? Und welchen Preis zahlst Du dafür? Was alles würdest Du in Kauf nehmen, um ihn nicht zu verlieren?

    Und was genau - außer dem, was Dir vertraut ist und was Dir deshalb Sicherheit zu geben scheint - würdest Du denn an Lebensqualität verlieren, wenn er sich wirklich trennt?

    Es ist Zeit , dass ich mich damit auseinandersetze!
    Weil genau diese offenen Fragen und Sorgen, habe ich bei meinen letztem Rückfall verdrängen wollen! Auch danach habe ich es immer vor mir hergeschoben.

    Danke, danke für eure Verdeutlichungen und dass ihr mich auf alles aufmerksam macht!
    Und bitte wie Morgaine lieber nachfragen.
    Ich weiß, dass das alles etwas kompliziert und verwirrend von mir geschrieben ist. Sorry dafür.


    Ich habe mir gedacht, dass ich meinem Freund erstmal einen Brief schreibe, um ihm meine Gedanken mitzuteilen. Weil ich nie den passenden Moment für so eine Art Gespräch finde, und er ja meistens auch nicht nüchtern ist, und ich dann schwer sagen kann,was ich wollte, bzw. zu Wort komme.

    Eigentlich sind es zwei Fragen, die beantwortet werden müssen:
    Willst du bei ihm bleiben, wenn er weiter trinken möchte?
    Will er bei dir bleiben, wenn auf Alkohol in deiner Gegenwart verzichten müsste?

    Danke Nayouk24 !
    Das sind wirklich die zwei Sachen die in meinem Kopf rumschwirren, aber du hast es in Worte gefasst!!!
    Ja, das muss und wird geklärt werden.
    Ich muss mir darüber Gedanken machen!

    nimmst du scheinbar mehr Rücksicht, als auf deine eigenen Bedürfnisse

    Das trifft es sehr genau.
    Ich bemühe mich schon sehr, dass es ihm gut geht und er zufrieden ist! Auf mich achte ich dann meistens erst danach (Beispiel: früher Trinken zur Streitvermeidung)
    Das wird mir selbst auch immer mehr klar , ich versuche mittlerweile viel mehr auf meine Bedürfnisse zu achten , aber die Umsetzung fällt mir immer noch schwer . Es sind sehr kleine Schritte.

    Er, er, er - aber was ist mit Dir

    Mir war garnicht bewusst, dass das so auffällig ist und so extrem ist.

    Danke fürs Aufmerksam machen!!!

    Hallo Bolle
    Wir haben einpaar mal darüber gesprochen, davon habe ich auch geschrieben, dass es immer nicht so erfolgreich war! Und er begreift es auch sehr zäh…

    Es ist schon ein paar Wochen her, seitdem wir darüber gesprochen haben. Seitdem rede ich mit ihm nicht mehr darüber, obwohl ich es gerne gemacht hätte, und wenn ich ihm nur von meinen 100 Tagen erzählt hätte..
    Aber ich tue es nicht, weil ich feige bin und denke, dass er es nur abtut und eventuell auch noch darauf mit mir anstoßen will (…ach keine Ahnung…)

    Aber ich möchte unbedingt nochmal es ansprechen und ihn auch fragen, ob er es wirklich verstanden hat dass ich nie mehr trinke und dass es für mich nicht einfach ist , gerade unter den Umständen , dass Alkohol im Haus ist!

    Nur so erfahre ich ja auch, ob es ihm egal ist. (Ergo , ob der Zug schon abgefahren ist)
    Oder ist es dann seine Sucht, die ihn gleichgültig werden lässt?
    Spielt das dann überhaupt eine Rolle?

    Wenn ich meinem Partner sage oder es tue, dass ich räumlichen Abstand brauche , wegen meiner Abstinenz, dann würde er die Beziehung beenden.
    Also nicht wegen der Abstinenz sondern weil es eine Grundeinstellung von ihm ist.

    Er würde ja garnicht verstehen , warum ich (für eine zeit) gehen würde…
    Er würde nur sehen, dass ich weg will/die Beziehung/dasLeben mit ihm nicht mehr will etc.
    - was ja nicht stimmt und ich ihn auch nicht verlieren möchte!

    Ist das irgendwie nachvollziehbar?


    Der Kontakt zu meinen Eltern ist schon Jahre nicht mehr richtig vorhanden,
    Aber ich versuche gerade wieder Kontakt aufzunehmen und aufzubauen! Das ist mir auch erst Nüchtern möglich, und der Wunsch ist auch erst in den letzten Wochen gekommen.
    Freunde oder sonstige Bekannte habe ich nicht.