Heute ist es ganz schlimm, er hat einiges an Werkzeug abtransportiert, es ist aber noch jede Menge da, morgen nachmittag muss er die Schlüssel abgeben. Auf der einen Seite ist es eine Erleichterung, auf der anderen Seite ist es ganz furchtbar. Diese Sucht ist so stark das er alles aufgibt was er hatte. Er hatte eine Frau, ein zu Hause, er hätte Perspektiven haben können. Aber er kann der Sucht nicht wieder stehen.
Ich bin unendlich traurig das es so gekommen ist und ich bin unglaublich wütend das er von Anfang an gewusst hat, was los mit ihm ist und es verheimlicht hat bis fast zum Ende.
Er hat in Kauf genommen das es mir schlecht ging, keine Unterstützung mehr in allen Dingen.
Und nachts wenn ich schlief und er wach war hat ermich gestreichelt und liebkost. Vielleicht wie eine Entschuldigung, weil ich war ja am schlafen. Manchmal habe ich es mitbekommen.
Ich bin so kaputt körperlich und seelisch, da ich weiß, es wird kein zurück geben. Er wird sich nicht ändern, es wird wahrscheinlich noch viel schlimmer und es wird wahrscheinlich auch nicht mehr lange so gut gehen, wie er im Moment denkt.
Was war er für ein toller Mann, am Anfang , im ersten Jahr, so etwas ist mir noch nie begegnet im Leben. Man könnte auch sagen, vielleicht war es seine Masche um mich in Sicherheit zu wiegen, aber wenn ich daran zurück denke, an all die Kleinigkeiten die er getan hat und auch die Dinge die er mir abgenommen hat, dann kann ich mir nicht vorstellen das es nur eine Masche war.
Ich hoffe der Herzschmerz lässt irgendwann nach.