kati50 - Trennung von meinem alkoholkranken Partner

  • Natürlich ist auch Schmerz dabei, aber das Leid so weiterzuleben wie bisher , wäre noch größer geworden. Ich schicke Dir mal nen Drücker🫂

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Danke echt lieb. Er war meine große Liebe und ich wahrscheinlich auch seine. Aber nicht mit Alkohol, damit ist er ein anderer Mensch, damit komme ich nicht zurecht. Ich glaube auch ihm geht es mittlerweile sehr schlecht, die Anzeichen dafür sind überdeutlich. Gelbe Haut, die juckende und kratzt, Selbstgespräche in einer Tour, Tag und Nacht, er vergisst sehr viel, Nasenbluten, beim Husten kommt öfter ein Blutklumpen, 4-5 Stunden schlafen am Tag.

    Und er sieht es nicht. Warum erwacht er nicht und sucht sich Hilfe

  • Ich bin seit 1,5 Jahren mit ihm zusammen. Es war am Anfang eine wunderschöne Zeit. Bis ich das erste Mal gemerkt habe, er versucht einen Streit zu provozieren.

    Er war meine große Liebe und ich wahrscheinlich auch seine. Aber nicht mit Alkohol, damit ist er ein anderer Mensch, damit komme ich nicht zurecht.

    Ich glaube auch ihm geht es mittlerweile sehr schlecht, die Anzeichen dafür sind überdeutlich. Gelbe Haut, die juckende und kratzt, Selbstgespräche in einer Tour, Tag und Nacht, er vergisst sehr viel, Nasenbluten, beim Husten kommt öfter ein Blutklumpen, 4-5 Stunden schlafen am Tag.

    Ich bin an diesen Sätzen hängen geblieben und möchte das gern mit dir teilen … natürlich sagt Zeit nichts aus über die Tiefe einer Liebe … aber es fällt mir schwer nachzuvollziehen, wie jemand in so kurzer Zeit vom Traummann zum körperlich gezeichneten Alkohol-Kranken geworden sein soll …


    Verklärst Du da nicht vielleicht was?

    Warum ist es mir wichtig, Dich das zu fragen? Weil ich glaube, dass Du es Dir unnötig schwer machst, wenn Du in der jetzigen Situation „er war meine große Liebe“ manifestierst …


    Wer weiß, was noch kommt … vielleicht eine viel größere Liebe … hoffentlich aber eine, die glücklich beginnt und sich ebenso entwickelt.


    Bleib bei deiner Wut und auf jeden Fall bei deinem Entschluss, dass es so nicht weitergeht.

  • Er war meine große Liebe und ich wahrscheinlich auch seine. Aber nicht mit Alkohol, damit ist er ein anderer Mensch, damit komme ich nicht zurecht.

    Deine Worte lauten „war“ das ist ein gutes Zeichen, du bist folglich drüber hinweg.

    Ich glaube auch ihm geht es mittlerweile sehr schlecht, die Anzeichen dafür sind überdeutlich. Gelbe Haut, die juckende und kratzt, Selbstgespräche in einer Tour, Tag und Nacht, er vergisst sehr viel, Nasenbluten, beim Husten kommt öfter ein Blutklumpen, 4-5 Stunden schlafen am Tag.

    Das kenne ich von meiner Frau auch, gelbe Haut wie bei den Simpsons, der ganze Körper mit Flechte überzogen welche blutet und offensichtlich juckt wie verrückt. Schlafen am Tag scheine normal zu sein, die Notärzte erzählen mir das jedesmal aufs neue, ohne das ich danach frage. Aber ok, sie meinen es ja gut und wollen mich aufklären oder Fürsorge aktivieren, oder eine Mischung aus beiden…..

    Und er sieht es nicht. Warum erwacht er nicht und sucht sich Hilfe

    Das geht irgendwann nicht mehr und das solltest du akzeptieren, kämpfe dagegen nicht an, das zermürbt dich nur. Ich habe auch lange gehofft und geredet und geschimpft, aber irgendwann macht es Klick und du bist nur noch Beobachter.

    Aber die Tage bei dir sind doch gezählt, der 30.06 ist in 4 Tagen, rein theoretisch sollten bei euch schon Umzugkartons rumstehen.

  • Hallo Ihr Lieben, habe anstrengende Tage hinter mir und vielleicht noch vor mir. Er hat mich immer wieder angeschrieben, das ich sein Leben kaputt gemacht habe und meins gleich mit. Das er zu einer Kollegin zieht die auch frisch getrennt ist. Das ich es nicht wert bin. Das war für mich eine totale Achterbahnfahrt der Gefühle, zum Glüc ist meine Tochter da, sie kuschelt dann sofort mit mir. Ich rufe mir dann immer die letzten Monate in Erinnerung und es geht wieder. Ja, es war eine sehr große Liebe. Wir waren uns einig, haben uns gegenseitig unterstützt, er war an meiner Seite und hat mir geholfen. Er war liebevoll und aufmerksam. Er hat zugehört und wir haben viel geredet, gemeinsam. Die letzte Zeit hat eigentlich nur noch er geredet, ich habe zugehört, aber ich konnte nichts fertig erzählen. Er hat sich total verändert. Es ist alles anders, auch sein Aussehen hat sich verändert.

    Gepackt ist hier leider nichts, aber wir haben es ihm oft genug gesagt, das er am 30.6. ausziehen muss. Wenn er doch schon einen Unterschlupf gefunden hat, warum sitzt er dann in meiner Wohnung wie in Stein gemeißelt. Ich bin auch gespannt wie er alles abtransportiert, Führerschein ist ja auch weg. Das Auto hat seit einem halben Jahr keinen TÜV mehr.

    Er hat auch schon gesagt: das ist ein Notfall und da darf man 3 Monate bleiben. Ich habe ihm mitgeteilt das es bei ihm keinen Notfall gibt. Am Mittwoch werden die Schlösser getauscht, dann kommt er nicht mehr rein.

    Ach, es ist so anstrengend für die Seele, weil man natürlich auch die schönen Seiten vor Augen hat.

    Letztes Jahr dachte ich noch, ich wäre angekommen in meinem Leben. Jetzt starte ich wieder neu durch.

    Ich habe mir heute eine Couch ausgesucht, die in meiner Wohnung ist seine.

    Ich werde mir heute noch die Haare neu machen, er soll ruhig sehen was er verloren hat.

  • Hallo alle zusammen, er war gestern auf Party, nachdem er uns eine Stunde mit überlauter Musik direkt an unserer Verbindungstür genervt hat. Dementsprechend kam er Nachts nach Hause, eigentlich wollte er heute früh schon mal ein paar Sachen packen, wenn es noch kühl ist, hatte er gestern Mittag gesagt. Nun hat er aber geschlafen und hat 11 Uhr das Haus verlassen. Wir haben heute früh schon mal den Werkstattschuppen von seinen Dingen bereinigt, unsere Sachen reingestellt und die Tür mit einem Schloss gesichert. Wir haben ihm nochmals einen Brief geschrieben und hingelegt das er bis zum 30.6. die Wohnung beräumen muss und das dann Schlüssel Übergabe ist. Und er ab diesem Zeitpunkt keine Berechtigung mehr hat das Grundstück und das Haus mit sämtlichen Nebenräumen zu betreten, für Dinge die er nicht schafft abzuholen gibt es einen letzten Termin am 12.7.26. Alles was sich dann noch hier befindet geht in unseren Besitz über und wird verkauft um ein Teil der entstandenen Kosten von 2100 Euro zu decken.

    Da er aber keine Anstalten macht irgendwas zu packen, wird es wahrscheinlich auf eine Eskalation am Mittwoch hinauslaufen.

    Ich habe gestern mal Fotos verglichen vom an Anfang der Beziehung zu den letzten Wochen, es ist wie zwei verschiedene Menschen. Und es sind auch 2 verschiedene Menschen.

  • Heute ist es ganz schlimm, er hat einiges an Werkzeug abtransportiert, es ist aber noch jede Menge da, morgen nachmittag muss er die Schlüssel abgeben. Auf der einen Seite ist es eine Erleichterung, auf der anderen Seite ist es ganz furchtbar. Diese Sucht ist so stark das er alles aufgibt was er hatte. Er hatte eine Frau, ein zu Hause, er hätte Perspektiven haben können. Aber er kann der Sucht nicht wieder stehen.

    Ich bin unendlich traurig das es so gekommen ist und ich bin unglaublich wütend das er von Anfang an gewusst hat, was los mit ihm ist und es verheimlicht hat bis fast zum Ende.

    Er hat in Kauf genommen das es mir schlecht ging, keine Unterstützung mehr in allen Dingen.

    Und nachts wenn ich schlief und er wach war hat ermich gestreichelt und liebkost. Vielleicht wie eine Entschuldigung, weil ich war ja am schlafen. Manchmal habe ich es mitbekommen.

    Ich bin so kaputt körperlich und seelisch, da ich weiß, es wird kein zurück geben. Er wird sich nicht ändern, es wird wahrscheinlich noch viel schlimmer und es wird wahrscheinlich auch nicht mehr lange so gut gehen, wie er im Moment denkt.

    Was war er für ein toller Mann, am Anfang , im ersten Jahr, so etwas ist mir noch nie begegnet im Leben. Man könnte auch sagen, vielleicht war es seine Masche um mich in Sicherheit zu wiegen, aber wenn ich daran zurück denke, an all die Kleinigkeiten die er getan hat und auch die Dinge die er mir abgenommen hat, dann kann ich mir nicht vorstellen das es nur eine Masche war.

    Ich hoffe der Herzschmerz lässt irgendwann nach.

  • Hallo kati,

    Ich hoffe der Herzschmerz lässt irgendwann nach.

    Ja, das wird er. Wenn XY ( ich nenn ihn mal so) erstmal ausgezogen ist und Ruhe einkehrt, wenn du ihn nicht mehr dauernd vor der Nase hast, dann wird es auch besser mit dem Herzschmerz.

    Es ist nicht leicht, den Traum von einem schönen, gemeinsamen Leben aufzugeben. Zumal XY anfänglich so perfekt erschien. Aber Sucht zerstört eben alles rundum, wenn sie nicht gestoppt wird. Auch Träume.

    Liebe Grüße Aurora

    Glücklichsein ist eine Entscheidung

  • Oh je du scheinst ja echt schlimm zu leiden. Jetzt lass ihn erstmal sein Zeug abholen und dann kommt Ruhe rein, auch in dein Gefühls-Chaos. Ich bin mir sicher es wird mit der Zeit und etwas Abstand besser, dann werden auch die „rationalen Gedanken“ zurück kommen, wegen derer du dich von ihm getrennt hast.
    Natürlich gibt er alles auf was er hätte hätte Fahradkette haben können, Frau, Wohnung Perspektive. Er leidet aktuell an einer Drogensucht, nach dem Kick ist vor dem Kick. Da interessiert es nicht wie schön du die Blümchen aufs Regal gestellt hast oder lecker Essen gekocht hast.
    Vermutlich hast du die richtig üblen Begleit,- und Ausfallerscheinungen der Sucht zB. Kontrollverlust der Schließmuskel nicht miterlebt, das würde dich anders denken lassen. Seih froh und vor allem stolz auf dich, du hast rechtzeitig die Kurve gekriegt. Viele einschließlich mich beneiden dich heimlich, sei dir dessen bewusst 😎.

    Du hast dir gerade ein Haus gekauft mit deinem Bruder, da benötigst du Ruhe, Stabilität und Planungssicherheit, ein aktiver Alkoholiker ist da „diplomatisch ausgedrückt“ nicht so die Idealbesetzung.

  • Ich danke euch für euren Zuspruch, ich kann auch nicht zurück. Die letzte Zeit war einfach zu schlimm. Doch ich habe auch schon nachts Bettwäsche gewechselt usw. , da waren wir schon auf dem schlechtesten Weg. Ich weiß das ich vielleicht damit noch sein Leben retten kann, wenn er jetzt geht und ich kann es auch nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr für all das.

  • Letztes Jahr dachte ich noch, ich wäre angekommen in meinem Leben. Jetzt starte ich wieder neu durch

    Hier bin ich mal kurz gestolpert. Warum brauchst du ihn um in deinem Leben anzukommen? Was genau startet neu?
    Der Glaubenssatz ‚Ich lebe nur mit einer Beziehung richtig‘ macht vieles schlimmer.
    Bei sich selber ankommen, heißt bei sich selber ankommen- nicht bei irgendeinem Kerl. Für den Heilungsprozess und für alles was jetzt noch an Ärger mit ihm kommt ist essenziell bei DIR zu bleiben.
    Eine neue Frisur? Cool wenn du dich dann schön findest, aber bitte nicht damit ‚er sieht was er verloren hat‘.

    Es ist wichtig was DU nicht verlieren willst! Die Achtung vor dir selbst, Deine Freiheit, ein Leben mit Deiner Tochter ohne Terror. Feier das gerne wie einen Neuanfang, aber nicht mit ihm als imaginären Zuschauer.

    Soll er ‚die Kollegin‘ nerven- Du führst ab morgen dein eigenes Leben. Freu dich drauf!

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