Bei einer Veranstaltung kam ich zufällig mit einer netten Frau ins Gespräch. Irgendwann erzählte sie mir ihre Geschichte. Es war der Hammer, ich dachte sie erzählt mir meine Geschichte. Bei jedem Satz ging es um Situationen, die sie erlebt hat mit Ihrem alkoholabhängigen Ex- Mann. Sein Verhalten ihr gegenüber - 1 zu 1 wie bei mir. Die Schlafstörungen, Eßstörungen, Konzentrationspeobleme- die ständige Angst, auch Existenzangst. Ihre gesamte Geschichte wie die letzten 35 Jahre an seiner Seite hörte sich an wie meine Geschichte. Sie hat es geschafft, ist ausgezogen und seither lebt sie wieder. Ich war schockiert so viel über mein Verhalten zu erfahren, das ihres war.Immer mehr sich aufhalsen, immer mehr Aufgaben übernehmen, zu meinen ohne dieses ganze Tun bricht alles zusammen, sich benachteiligen, unterwerfen, die eigenen Wünsche zu vernachlässigen.Dieses Gespräch hat mir einiges klargemacht. Wie geht es nun weiter mit dieser Erkenntnis. Ich muss wieder lernen mich und meine Wünsche, meine Gesundheit, Hobbies in Vordergrund zu stellen. Das ist nicht einfach hat man zig Jahre funktioniert. Üben "nein" zu sagen, jeden Tag ein bisschen mehr sich wieder gegen die alten Verhaltensmuster stellen. Sich der Problematik stellen und so Schritt für Schritt wieder (auf)leben.