Nur damit es keine Missverständnisse gibt: in den Grundbausteinen steht "Orte und Situationen, die mit Alkohol verbunden sind, sollten gemieden werden." und nicht "Orte und Situationen, in denen es auch Alkohol gibt, sollten gemieden werden." Ersteres ist logisch, zweiteres wäre fast unmöglich. Ich würde ein Kabarett in einem Park nicht zu einem Ort, der mit Alkohol verbunden ist zählen. Daher hat es mich gewundert, warum ich dort nicht hingehen sollte.
Beiträge von Dulcinella
-
-
dann muß ich das "ich vermeide alle Risiken" entschärfen. Damit meinte ich Treffen wo es nur ums Saufen geht, wie z.B. Grillfeste. Aber alle Risiken sind nicht zu vermeiden. Dann könnte man ja nicht einmal an den See schwimmen gehen, auch dort gibt es Alkohol. Und zur Anekdote: ich war zum Frühstück bei einer Dame aus der Malgruppe eingeladen. Fragt die Gastgeberin plötzlich ob jemand einen Wein will. Um 9 Uhr 30 in der Früh! Es wollte niemand. Sie hat dann um 10 Uhr noch einmal gefragt ob denn wirklich niemand einen Wein will. Die Flasche wurde nie rausgeholt, ich habe sie also nicht gesehen, aber die Frage allein war ein unvorhersehbarer kleiner Trigger. Also, man kann nicht alles vermeiden und nirgens mehr hin, nicht einmal zu einem Frühstück. Wie soll das funktionieren, ohne das Haus nicht mehr zu verlassen, was dann sehr ungesund wäre, weil wir soziale Lebenwesen sind.
-
-
-
-
Heute hat ein Freund angerufen ob ich am Abend zu einem Kabarett im Park gehen will. Sofort im Hinterkopf das alte Muster: am Abend? Da bin ich doch völlig besoffen und fahruntauglich und hocke nur mehr vorm PC oder vorm TV. Juhu, heute nicht. So viel zur alkoholisierten Einsamkeit. Wer immer fahrtauglich ist, ist gleich weniger einsam!
-
-
Alles anzeigen
auf Nachfrage hat sie immer abgewunken, der Schaden sei ja behoben.
Nachdem ich im Herbst einen Rückfall hatte, fing sie dann plötzlich an, dass doch der Schaden nich nicht reguliert sei.
Und dann wurde sie so richtig massiv, wollte das Geld
Das war im März, gemeldet hat sie sich aber bis gestern nicht.Und dann noch Erpressung mit dem Zweitschlüssel. Mir fehlen die Worte. Das ist keine Freundin! Sie klingt eher bösartig.
-
Mit sich selbst allein auszukommen,mit sich selbst allein zu sein ist anfangs für mich auch schwierig gewesen.
Die Tagesstruktur bestimme ich schon lange selbst und zwar wie sie mir gefällt. Durch meinen Hund ist das leichter. FB oder ähnliche Kanäle sind keine erfüllende Optionen. Gelöscht.
Hallo Bolle, stimmt. Ich lebe ja eigentlich schon fast immer allein. Bin es also gewöhnt, aber natürlich ist man als single eben auch meistens allein. Was ja besser ist, als in einer schlechten Beziehung. In Wahrheit macht die Sauferei einsam. Wenn man alleine trinkt will man ja eher nicht unter die Menschen. Ist ja eher peinlich mit einer Weinfahne. Ich habe schon mehrere Treffen absagen müssen da zu verkatert. Und dann beschweren weil einsam? Das Wochenende wird jedenfalls nüchtern und gesellig. Morgen Bastelrunde 1, Sonntag Bastelrunde 2.
Und ja, die social media Sucht gehört auch eingedämmt. Zumindestens hab ich diese apps nicht am Handy. Ich lese nur am PC. Ich sollte mich überall abmelden außer auf Instagram, dort sehe ich nur brauchbare Maltips, Heimerwerkertips und Bastelideen. Das ist positiv und brauchbar. facebook und X sind Zeitverschwenung. -
Jetzt fällt mir noch ein, ich hab noch 2 Süchte, die sehr eng mit den Saufen verbunden sind. Social media Sucht und Rauchen. Ich poste zwar absolut nichts auf social media, aber habe besoffen stundenland X, facebook und Instagram gescrollt. Leider mache ich das noch immer, obwohl mir seit Monaten die Hand weh tut (Maushand!) Und ich dort eigentlich sowiso nichts lese, was ich brauchen kann. Außer Bastel Ideen und Malerei Tips und Tricks. Die sind genial. Der Rest eher nur negativ, besonders X. Auweh auweh.....
-
Guten Morgen! Ein paar Antworten. Ich liebe den Garten, aber er ist eine Verantwortung, die ich ganz allein hab, was auch manchmal Angst macht. In meinem Alter denkt man schon drüber nach: wie lange schaffe ich das allein noch alles. Aber solche Gedanken kommen meistens durch den Kater, weil Alkohol verstärkt Angstzustände. In nüchternen Phasen grüble ich über sowas nicht so viel nach.
Die Damen sind nicht langweilig weil sie nur Kaffee trinken. Sie sind höchstens eher reserviert, aber das macht ja nichts. Wir sind ja zum Malen und Basteln beisammen. Ich lerne schwer neue Leute kennen, aber ich habe das Glück dass sich eine alte Schulfreundin nach Jahrzehnten plötzlich wieder für Treffen interessiert, und daraus wurde Bastelrunde Nummer 2 mit 4 Frauen, die überhaupt keinen Alkohol trinken. Da wir uns schon seit der Schule kennen wird auch über alles geredet, nicht nur small talk. Das ist super!
Trinkende Freunde habe ich sowiso eigentlich kaum mehr. Es gab da einmal eine Freizeitrunde, die war sehr feucht fröhlich. Aber die ist zu einer What´s app Gruppe degradiert. Man trifft sich nicht mehr. Ich war darüber lange sehr traurig, aber das ist dann in meinem Fall tatsächlich besser so.So, jetzt muss ich aber wirklich bald gießen, bevor die Sonne scheint. Ich glaube wenn ich hier schreibe kann ich mich immer daran erinnern dass ich nicht mehr trinke. Und nichts ist mit "Radfahren und danach einsam saufen". Das spielt es nicht mehr!!!!
-
-
Hallo Dulcinella, willkommen im Forum.
Gut, dass Du Dich für die Abstinenz entschieden hast.
Ich war auch die Heimlichtrinkerin.
Da Du ja jetzt in Rente bist hat sich ja auch Dein Tagesablauf geändert. Gibt es Dinge die Dir gut tun und womit Du Deine freie ( Sauf) -Zeit füllen kannst? Wie ist Dein soziales Umfeld?
Nach 14 Tagen sehe ich es noch gar nicht als Rückfall, sondern eher das Beenden Deiner Trinkpausen.
Ich wünsche Dir, dass Du ein paar Anregungen und Lösungsansätze findest.Hallo Tabsi. Naja, ich bin single, also da ist Einsamkeit vorprogrammiert. Diverse Bekannte aus Malgruppen und Bastelgruppen können keine innige Beziehung ersetzen. Familie lebt nicht mehr. Geschwister gibt es keine. Mein soziales Umfeld ist somit eher beschränkt und ich bin introvertiert. Mein Leben spielt sich hauptsächlich alleine ab. Zu tun hab ich in der Rente genug, nicht unbedingt erfreuliche oder gar soziale Dinge. Haushalt, Gartenarbeit, viele kleine Reparaturen. Urlaub spielts nicht mit Garten. Wer soll bitte statt mir jeden Tag um 6 Uhr früh 1 Stunde gießen bei der Hitze?.... Aber all das sind keine Gründe zu Saufen. Das ist eine Ausrede. Früher hab ich auch getrunken. Ich habe mein Hirn ein Leben lang dazu trainiert, bei jeder kleinen Überforderung zu trinken. Eine ganz blöde Sache!
-
Ich vermeide alle Risiken. Dass man nach 2 Wochen wunderbarer Abstinenz bei einer Radfahrt allerdings im Supermarkt landet und Weinflaschen kauft ist schräg. Oder auch nicht, denn ich war über den Zustand des Radwegs frustriert. Es hat eben IMMER etwas mit Frust zu tun, und sei der Frust noch so gering. In meinem Hirn sitzt ein Kleinkind das so lange schreit, bis es die "Belohnung" bekommt. Ich muß endlich strenger mit diesem Fratz werden!
-
Wie gehen andere mit Frust um, den man früher ertränkt hat? Oder Langeweile? Einsamkeit? Zu viel neue Energie und Tatenkraft, die man gelegentlich selber nicht mehr aushält? Das sind meine nüchternen Probleme. Ich habe zwar viele Hobbies, Bastelgruppe, Malgruppe, ein Ehrenamt. Aber damit kann man in der Rente auch nicht seine ganze Lebenszeit füllen. Das Leben wird sich nicht grundsätzlich ändern. Die Bewältigung dessen muss sich bei mir aber grundsätzlich ändern.
-
Super, nun bin ich hier! "Nur nicht trinken reicht nicht" stimmt genau. Ich brauch neue Strategien einerseits zur nüchternen Frustbewältigung und andererseits gegen plötzliche "solo Partylaune". Was für eine lahme Party. Mir ging es wirklich nicht gut, am nächsten Tag verkatert und dann gegen den Kater trinken. Das Problem ist dass ich all das nach 2 Wochen verdrängt habe, und genau dann lauert die spontane Rückfallgefahr.
-
Hallo Nayouk,
Arzt ja, aber, wurde nicht ernst genommen. (Trinken Sie halt weniger.) Keine Entzugserscheinungen. Aber das Hirn muss gezähmt werden. Kein Saufdruck, doch der kommt dann immer irgendwann aus heiterem Himmel. Um das zu vermeiden und Strategien dagegen zu finden möchte ich mich hier austauschen.
-
Hallo, hier meine Vorstellung: Wie der Titel schon sagt trinke ich schon seit Jahrzehnten, und es ist mir schon lange klar dass ich Alkoholikerin bin. Ich war solang ich gearbeitet habe noch funktionierend, weil ich musste. Nun bin ich in Rente und somit gab es nichts mehr, dass mich von absoluten Exzessen aufgehalten hat. Mit Exzess meine ich nicht Trinken bis zum Filmriss, sondern einfach den ganzen Tag angeheitert sein. Es reicht mir schon lange und ich will unbedingt komplett aufhören, da ich überhaupt nicht weniger trinken kann, ganz im Gegenteil es wurde ja immer mehr. Über den Sommer habe ich immer wieder aufgehört und nach ca 2 Wochen wieder angefangen. Dabei ging es mir in den abstinenten Phasen so viel besser, schon am zweiten Tag war der Kopf superklar und ich war voller Energie. Wenn ich den ganzen Tag getrunken habe war ich in einer Selbstisolation, da ich ja überhaupt nirgens hinfahren konnte, weder mit Auto noch mit Rad und nur zu Hause war. Es war super langweilig und gar nicht verständlich, warum man sich so eine Isolation selber antut. Nun ja, ich lese hier vieles mit und es heißt ja man soll sich anderen Trinkern und Feiern fern halten. Das reicht bei mir aber leider nicht. Ich trigger mich nämlich ganz alleine, da ich immer eine Solo Trinkerin war. Im Gegenteil, ich fand Trinken in Gesellschaft viel anstrengender als allein Trinken. Ich bin hier, weil ich einen Notfallkoffer für mein selbst-triggerndes Hirn finden muß. Mein letzter Rückfall war während einer Radfahrt im Grünen! Plötzlich sagte das Hirn: so jetzt reichts, ich will jetzt sofort allein den Rest des Tages "allein Party machen". Ich hoffe, dass ich durch den Austausch hier dieses schwer süchtige Hirn für immer bändigen kann. Denn ich will jetzt endlich für immer abstinent bleiben. Derzeit erst seit 3 Wochen nach einem hin und her den ganzen Sommer lang.