Ja wir müsse vorwärts schauen! In meiner Jugend wurde ich, aus heutiger Sicht, sogar im Vollrausch vergewaltigt. Ein Arbeitskollege hat mich ordentlich mit Alk abgefüllt und dann meinen Zustand ausgenützt. Damals hatte ich auch noch Vollräusche mit Filmriss, da ich noch nicht solche Mengen wie jetzt vertragen hab. In den 90ern galt Sex mit einer volltrunkenen Person noch nicht als Vergewaltigung, denn selber schuld. Heutzutage darf sich keiner mehr an einer volltrunkenen Person vergreifen. Ich seh es irgendwo in der Mitte. Wer sich so ansauft ist schon auch selber Schuld.
Beiträge von Dulcinella
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Ja ich auch, wie beschrieben meistens allein getrunken. Aber wenn mal ein Grillfest bei mir war, war ich schon am Vormittag angeheitert. Das Vorbereiten ist ja soooo stressig, das hält man nüchtern nicht aus, nicht wahr?.... Bis die Gäste da waren, war ich schon sehr angeheitert. Angeblich hat man mir nichts angemerkt, wie mein bester Freund, der mich gut kennt, gemeint hat. Trotzdem ist mir das bis heute peinlich. Betrunken zu versuchen, ja nicht zu lallen und ja nicht lauter Blödsinn zu reden ist anstrengend. Mein bester Freund hat nichts von meinem Zustand gemerkt, aber die anderen Gäste? Nicht dass diese nüchtern geblieben wären, aber bei der Begrüßung? Ich hab immer den Mund beim Begrüßungs-Bussi-Bussi fest zusammengepresst, damit hoffentlich keine Drachenfahne rauskommt. So PEINLICH! Die Fotos von diesen Festen sind fürchterlich. Mein Gesicht...man merkt es mir an. Aufgedunsen. Jetzt schau ich wieder normal aus und gefall mir im Spiegel so viel besser.
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Bei mir hat ein Glas, oder gar ein Schluck immer noch gereicht, um sofort eine Wirkung zu spüren. Kann nur ein Placebo Effekt gewesen sein. Aber dann konnte ich trotzdem nicht aufhören. Früher hab ich nach 1 Flasche Wein doppelt gesehen. Jetzt konnte ich 3 Flaschen trinken, ohne doppelt zu sehen. Ich wurde höchstens irgendwann sehr tollpatschig und Geschirr ist mir aus den Händen gefallen.
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Ja, nur von den Nebenwirkungen wie Sodbrennen darf ich meine Abstinenz nicht abhängig machen, aber sie sind ein guter reminder, was ich nicht will und nicht mehr ertrage. Und ein klarer Aufschrei des Körpers. Das Erschreckendste ist die langsam aber sicher steigernde Toleranz und die Unmöglichkeit, nach dem ersten Glas aufzuhören. Wie sollte das denn weitergehen? Irgenwann dann 4 Flaschen Wein am Tag, damit endlich die erwünschte Wirkung eintritt? Und kein Leben mehr, außer am Weinflascherl hängen? Das geht gar nicht. Es gibt keinen anderen Weg als den Totalstop für immer. Mir wurden auch Magensäurehemmer verschrieben, die ich aber nie probiert habe, und eine Liste was ich alles nicht essen darf. Natürlich meine Lieblingsspeisen, wie scharf mit Chili und Tomaten, Zitronen usw. Das ist es aber nicht. Ich kann jetzt Chilis essen so viele ich will, scharf, alles. Es war nur der Alkohol, der das Sodbrennen ausgelöst hat.
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Bezüglich Aktivitäten und neue Leute kennenlernen: Ich hab einen screenshot gefunden, den ich März gemacht hatte. Nämlich dass ab April jede Woche nordic walken mit den Naturfreunden in meiner Gegend stattfindet. Das hatte ich fix vor. Aber ich war immer zu besoffen dafür... Ab September mach ich da fix mit.
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Naja, ich war auch schon mal nüchtern als Autofahrerin bei einem Grillfest voller Besoffener und habe durchgehalten. So wirklich lustig ist das aber nicht, wenn man nicht selber im Öl ist. Sie reden irgendwann nur mehr Blödsinn. Und leider glaube ich, dass so eine Feier im nüchternen Hirn Nachwirkungen hat. Das Suchthirn überlegt sich im Hintergrund schon, wie es mich bald dazu überreden kann dass "die anderen ja auch alle trinken, also trink!" Es ist besser, sich von Besäufnissen fern zu halten. Mich hat noch nie wer gefragt, warum ich nichts trinke. Die sind nur mit ihrem eigenen Konsum beschäftigt und schauen nicht, was andere zu sich nehmen. Wahrscheinlich auch froh, dass mehr für sie überbleibt wenn jemand nichts trinkt.
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Ja stimmt. Wären da nicht das Sodbrennen, die Schweißausbrüche, die Kater, hangxiety, die sich steigernde Toleranz, das aufgedunsene Gesicht, die Fettleber, der Hirnschwund, die Fahruntauglichkeit usw... Aber das sind eben die Nebenwirkungen und ohne lebt es sich wesentlich besser. Das mit dem Staubsaugervertreter ist witzig
Den lass ich erst gar nicht bei der Tür rein. Bei mir war noch nie ein Staubsaugervertreter, aber eine extrem penetrante Tiefkühlfutter Firma, die mich mit cold calls gestalkt hat. Nein Danke. Genauso wie ich bei unbekannten Nummern nicht mehr abhebe, werd ich auch nicht mehr abheben wenn das Suchthirn es wagt anzurufen! -
Guten Morgen. Ich schreib mal wieder. Nach einem geselligen Wochenende war ich nun ein paar Tage allein, aber nicht einsam. Es gab immer etwas zu tun. Ich bin so froh dass ich kein Sodbrennen mehr habe! Wenn ich dran denke, dass ich täglich 2 Flaschen Wein getrunken habe wundert mich nicht, dass mein Magen das nicht ausgehalten hat. Mein Lieblingsgetränk ist jetzt Hibiskus Eistee. Ich habe keinen Saufdruck, und falls der sich melden sollte, dann hier meine Diagnose mit Rezept: Ich vertrage keinen Wein mehr. ICH BEKOMME DAVON SODBRENNEN. Verstanden, Suchthirn? Merk dir das jetzt endlich ein für alle mal. Gegen Sodbrennen hilft nur Abstinenz.
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Noch was fällt mir ein, was für mich am Bittersten ist. Ich darf heuer auch nicht mit dem ebike in die Gegend mit den Weinreben fahren, die im Herst soooo schön ist. Dieser Ort hat bei mir schon einmal einen Rückfall ausgelöst. Ach die schönen Reben und Trauben. DURST!!! Es sind dort am Radweg natürlich einige Winzer, die den heurigen Most und Wein anbieten. Eines muß man den Winzern lassen: Die können Marketing. Sie haben es geschafft, sich und ihr Produkt zum idyllischen Ausflugsziel für die ganze Familie zu machen. Ich muß heuer leider fern bleiben und radle statt dessen lieber durch öde Felder. Aus Selbstschutz. update: LEIDER? das klingt so wehmütig. Also leider nur wegen der schönen Landschaft, nicht wegen dem Wein. Ich will heuer überhaupt keine Weinreben sehen. Es gibt andere Ausflugsziele. Kein Grund zur Traurigkeit!
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Ok, ich hab allerdings den Wein zu Hause aus normalen Wassergläsern getrunken, die sind nicht so empfindlich. Weingläser hab ich schon zu viele zerbrochen. Also bei Veranstaltungen, wo mir jemand ein Glas in die Hand gedrückt hat, war ich glaub ich noch nie, jedenfalls die letzten 2 Jahrzehnten nicht. Aber natürlich bei Vernissagen, wo es gratis Wein gibt. Solche werde ich natürlich eine ganze Weile nicht besuchen. Und nichts dergleichen, wo es nur ums Trinken geht (Weinherbst, Mostfest, Winzertage am See...usw)
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Was mir jetzt auch klar ist: Einsamkeit ist nur eine Ausrede. Ich hab auch getrunken, als ich nicht single war. Wo ist der Unterschied? Es ist die Sucht, die mir sagt "Als single bist du doch so arm und einsam, also trink!" Das stimmt ja alles gar nicht. Ich bin nicht arm und einsam, nur single. Andere singles saufen auch nicht.
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Bin schon zurück mit wunderbarem Brot für meine Brötchen. Versuche mit alkoholfreiem Bier, Wein und Sekt hab ich schon hinter mir. Der "Wein" taugt nichts, schmeckt wie Traubensaft. Bier und Sekt schmecken zu echt und lösen bei mir einen Placeboeffekt aus. Das endet immer mit einem Rückfall. Also Finger weg!
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Guten morgen. Ich merke, diese Gruppe hilft mir schon, meine Trigger ernster zu nehmen. Ich bekomme heute Besuch (Malen und Basteln bei mir) und geplant war, dass ich heute zur Tankstelle radle, um frisches Brot für die Gäste zu kaufen. Weil es in diesem Land ja sonst am Sonntag nirgends frisches Brot gibt. An einem Sonntag zur Tankstelle ist aber nun wirklich nichts, was ich überhaupt noch machen will, da schlechte Erinnerungen an Wein-Einkäufe dort und besoffene, vergeudete Sonntage und verkaterte Montage. Also gut, googeln ob es wirklich stimmt, dass alle Bäckereien zu haben. Und zu meinem Erstaunen festgestellt, nein es stimmt nicht. Einige Bäckereien haben in diesem Land am Sonntag offen. Das wusste ich gar nicht. Hatte mich nie so dafür interessiert. Somit fahr ich heute zu einer schönen Bäckerei, wo es eine große Auswahl gibt statt zur Tankstelle, wo es wahrscheinlich nur Semmeln gibt. Es gibt nie wieder einen Grund für mich, am Sonntag zur Tankstelle zu radeln!
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So viel besser, als zu Hause Einsamkeit zu verspüren, die dich offenbar am ehesten zur Flasche greifen ließ.
Danke! Genau so ist es. Allein sein macht nichts besser. Wenn man verheiratet ist, kann man ja ein Jahr lang nur zu Hause bleiben, man hat ja Gesellschaft. Aber als single? Das geht gar nicht. Ich befürchte da wird man recht bald schrullig.