Beiträge von Alberts Trockendock

    Ha! Als ich meinem Hausarzt schilderte, dass ich zuviel trinke, winkte er nur ab. Es interessierte ihn nicht.

    Hallo Bergfloh,

    so eine ähnliche Erfahrung habe ich mit meinem alten Hausarzt auch mal gemacht.

    Er hat mich sogar ermutigt mal ein Bier oder 2 zu trinken, wenn der Tag besonders stressig war.

    "Das macht ja jeder und entspannt Sie sicherlich besser als Medikamente..."

    VG Albert

    Ich hab früher oft diesen Fehler gemacht. Hab das Bier erstmal nicht weggeschüttet für den Fall, dass ich es nicht schaffe und es dann doppelt kaufen muss... Ziemlich doof, wenn man so drüber nachdenkt... aber da hab ich vermutlich schon am 1. Tag gewusst, dass ich es nicht durchhalte und mein Hirn hat sofort angefangen nach guten Gründen bzw. Ausreden zu suchen, damit ich wieder trinken darf bzw. ja muss ...

    Ja gerne, ich hab in der Vergangenheit schon sehr viele kalte Entzüge gemacht. Ich weiss, das war nicht sehr schlau, aber ich wusste es damals leider nicht besser.

    In meinem Fall lief das immer "relativ easy" ab ohne erwähnenswerte Komplikationen. Vielleicht liegt es daran, dass ich kein extrem schwerer Trinker bin. Momentan hat sich mein Konsum so auf 4 Bier am Tag eingependelt. Immer noch falsch ja, aber es sind keine 2 Flaschen Wodka am Tag.

    Aus diesem Grund verzichten wir in meinem Fall auf Medikamente und ich soll jeden zweiten Tag kurz reinschauen und Meldung machen. Glücklicherweise wohne ich direkt neben der Praxis.

    Wenn ich in Versuchung komme, soll ich mich sofort melden.

    Die nächsten Tage werde ich viel Zeit mit meiner Frau verbringen, mich ablenken: lesen, spazieren, im Forum lesen usw.

    Hallo Barthell,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Das ist eine sehr gute Frage, die ich mir selbst auch schon mehrfach gestellt habe. Ich habe in meinem Leben bestimmt schon über 50x versucht mit dem Alkohol aufzuhören. Am Anfang hab ich gedacht, dass kontrolliertes Trinken mit "Trinkregeln" nach dem Motto "erst nach 18.00 Uhr, nur 3 Bier usw." helfen würden. Hat es aber nicht, ganz im Gegenteil. Der Boomerang kam mit doppelter Geschwindigkeit zurück und ich trank noch mehr. Also ich weiss, dass es nur geht mit "ganz oder garnicht", etwas Trinken bringt nix. Ich muss komplett davon weg und mich gleichzeitig gesund ernähren. Ich hab das früher auch schon Monate durchgehalten, mir ging es super, also wirklich gut. Dann kam wieder ein blöder Rückschlag im Leben und ich hab eine "Ausrede" gehabt, wieder zu trinken. Mein Hirn hat immer nach diesen Ausreden gesucht.... und dann leider auch immer gefunden.

    Also was will ich diesmal ändern. Gute Frage. Zum ersten Mal hab ich mir Hilfe gesucht, indem ich mich hier im Forum angemeldet habe. Das war schon eine kleine Hürde für mich. Vielleicht kann mir das Forum helfen, dass ich mehr motiviert bin, wenn ich die Geschichten und Lösungswege von anderen Personen mir ansehe, mit anderen Betroffenen mich austausche usw. Auf jeden Fall hab ichs immer alleine versucht, das hat nie geklappt. Aber ich bin fest entschlossen, es diesmal zu schaffen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schlimmes passiert, da bin ich mir zu 100% sicher.

    VG Albert

    Hallo in die Runde,

    ich bin männlich, Mitte 40, und habe mich hier angemeldet, weil ich einen Schlussstrich ziehen muss. Alkohol begleitet mein Leben schon seit meinem 18. Lebensjahr. Früher war ich immer der Letzte auf der Party, konnte nie aufhören und habe Vollgas bis zum Exzess gegeben. Gott sei Dank ist nie etwas ganz Schlimmes passiert, aber es stand mehr als einmal kurz bevor.

    Richtig gefährlich wurde es vor einigen Jahren, als ich bemerkte, dass ich mit Alkohol Sorgen aus dem Berufsleben scheinbar wegtrinken kann. Es gab Phasen mit mehr und mit weniger Konsum, aber an schlimmen Wochenenden waren es 12 bis 15 Bier täglich, unter der Woche oft 3 bis 4 Bier am Tag – manchmal auch mehr und gelegentlich mit Schnaps ergänzt.

    Gestern gab es wieder so einen Tiefpunkt: Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs, ich habe wieder viel zu viel getrunken (8 Bier in 6h) und es war mir im Nachhinein extrem peinlich. Ich hasse den Alkohol und ich hasse mich selbst, wenn ich trinke. Dieses Zeug diktiert mein komplettes Leben, und damit muss jetzt Schluss sein. Ich mache das für mich, aber natürlich auch für meine Ehefrau, der ich das nicht mehr zumuten will.

    Aufgrund von weiteren chronischen Erkrankungen sowie Depressionen kommt ein stationärer Klinikaufenthalt für mich aktuell nicht infrage. Ich versuche den Weg von zu Hause aus zu gehen und habe heute meinen Tag 1.

    Ich habe schon etliche Versuche hinter mir, aufzuhören. Diesmal will ich es endgültig durchziehen. Ich hoffe, hier im Forum Gleichgesinnte zu finden, mir wertvolle Tipps für den Alltag ohne Alkohol zu holen und vielleicht irgendwann auch anderen mit meinen Erfahrungen helfen zu können.

    Ich freue mich auf den Austausch mit euch.

    Viele Grüße, Albert