Hallo in die Runde,
ich bin männlich, Mitte 40, und habe mich hier angemeldet, weil ich einen Schlussstrich ziehen muss. Alkohol begleitet mein Leben schon seit meinem 18. Lebensjahr. Früher war ich immer der Letzte auf der Party, konnte nie aufhören und habe Vollgas bis zum Exzess gegeben. Gott sei Dank ist nie etwas ganz Schlimmes passiert, aber es stand mehr als einmal kurz bevor.
Richtig gefährlich wurde es vor einigen Jahren, als ich bemerkte, dass ich mit Alkohol Sorgen aus dem Berufsleben scheinbar wegtrinken kann. Es gab Phasen mit mehr und mit weniger Konsum, aber an schlimmen Wochenenden waren es 12 bis 15 Bier täglich, unter der Woche oft 3 bis 4 Bier am Tag – manchmal auch mehr und gelegentlich mit Schnaps ergänzt.
Gestern gab es wieder so einen Tiefpunkt: Wir waren mit dem Fahrrad unterwegs, ich habe wieder viel zu viel getrunken (8 Bier in 6h) und es war mir im Nachhinein extrem peinlich. Ich hasse den Alkohol und ich hasse mich selbst, wenn ich trinke. Dieses Zeug diktiert mein komplettes Leben, und damit muss jetzt Schluss sein. Ich mache das für mich, aber natürlich auch für meine Ehefrau, der ich das nicht mehr zumuten will.
Aufgrund von weiteren chronischen Erkrankungen sowie Depressionen kommt ein stationärer Klinikaufenthalt für mich aktuell nicht infrage. Ich versuche den Weg von zu Hause aus zu gehen und habe heute meinen Tag 1.
Ich habe schon etliche Versuche hinter mir, aufzuhören. Diesmal will ich es endgültig durchziehen. Ich hoffe, hier im Forum Gleichgesinnte zu finden, mir wertvolle Tipps für den Alltag ohne Alkohol zu holen und vielleicht irgendwann auch anderen mit meinen Erfahrungen helfen zu können.
Ich freue mich auf den Austausch mit euch.
Viele Grüße, Albert