Hallo Albert ich bin jetzt seit 11 Wochen trocken und bin immer noch gereizt, müde und schlapp 😕
Alberts Trockendock - Vorstellung / Tag 1
-
-
Hallo zusammen,
ich hab heute mein 1-monatiges Trockensein.
Mir gehts soweit ganz gut: ich schlafe deutlich besser und kann besser denken.
Leider bin ich immernoch sehr gereizt und rege mich über jede Kleinigkeit masslos auf.
Ich muss zugeben, dass ich schon manchmal an "Aufhören" dachte, mir ein Bier aufmache und alle Sorgen vergesse. Aber ich habs nicht getan, hab mich schnell abgelenkt und weitergemacht. Leider wird man an jeder Ecke zum Trinken "verführt", aber das ist halt so.
Ich hoffe nun sehr, dass in den nächsten Monaten ein paar zusätzliche positive Veränderungen kommen.
Geduld war leider noch nie meine Stärke.
VG und schönen Sonntag Euch,
Albert
-
Würde es dir nichts bringen, hier öfter zu schreiben?
-
Ich schreib halt immer, wenn es mir danach ist, mal sehen.
VG
-
Hallo Albert,
Leider wird man an jeder Ecke zum Trinken "verführt", aber das ist halt so.
Bei mir ist das nicht so. Klar, ich bin schon länger trocken, da ändert sich auch innerlich was, aber eventuell bin ich auch an anderen Ecken unterwegs.
Kannst du deine „Ecken“ vielleicht mal überprüfen?
Hast du in deinem jetzt alkoholfreien Alltag sonst noch was verändert, außer nicht mehr zu trinken?
Viele Grüße
Thalia
-
Kannst du deine „Ecken“ vielleicht mal überprüfen?
Hast du in deinem jetzt alkoholfreien Alltag sonst noch was verändert, außer nicht mehr zu trinken?
Mit "Ecken" meinte ich das normale Leben, dem alle von uns jeden Tag ausgesetzt sind.
Egal wo du hinschaust, du kommst heutzutage einfach nicht mehr an Alkohol vorbei: Schon morgens auf dem Weg zur Arbeit springen dir die bunten Plakate an der Haltestelle ins Auge, und beim Scrollen durch Instagram lacht dir direkt der nächste Influencer mit einem Drink in der Hand entgegen. Gehst du nur kurz in den Supermarkt, wirst du am Eingang von riesigen Bier-Aufstellern begrüßt und an der Kasse stehen die kleinen Schnapsfläschchen quasi direkt auf dem Kassenband. Willst du entspannt dein Lieblingsteam im TV anfeuern oder ein Festival besuchen, prangen die Logos bekannter Biermarken überall auf den Trikots, den Banden und den Bühnen. Selbst beim gemütlichen Ausgehen sitzt du unter gebrandeten Sonnenschirmen, trinkst aus bedruckten Gläsern und stellst dein Getränk auf Bierdeckeln mit Markenwerbung ab. Und sogar beim Abschalten am Abend läuft die Maschinerie weiter – ob als Werbespot im Kino, als Werbung vor deinem Livestream oder ganz subtil, weil der Hauptdarsteller in deiner Lieblingsserie dauernd zum Glas greift.
Geändert hab ich ein paar Dinge: alte Hobbies wie Lesen reaktiviert, bewege mich mehr und versuche mich so gut wie möglich zu ernähren.
VG Albert
-
Hallo nochmal Albert,
Du schreibst ja „du“, ich gehe davon aus, dass du das so als „jeder“ meinst.Mir fällt das alles, was du beschrieben hast, nur noch sehr selten auf tatsächlich.
Aber in der ersten Zeit ist das bestimmt noch anders, das glaube ich dir.
Du hast ja aber auch von „verführen“ geschrieben, also spürst du da auch noch eine positive Verbindung. Dazu kann ich dir aus meiner Erfahrung sagen, dass sich das ändert. Ändern kann. Nach längerer trockener Zeit.
Um die anzusammeln (die längere trockene Zeit) kann ich nur empfehlen, deinen Alltag entlang der Grundbausteine zu gestalten. Und zum Beispiel da, wo es geht, aktiv den visuellen „Triggern“ aus dem Weg zu gehen. Anderen Supermarkt, anderen Arbeitsweg, nicht unterm Biermarkensonnenschirm sitzen, nicht auf Festivals gehen, Lieblingsserie wechseln, bei Werbung ausschalten oder weggucken, mir fällt da sehr viel ein.Ich schreib halt immer, wenn es mir danach ist, mal sehen.
Auf jeden Fall hab ichs immer alleine versucht, das hat nie geklappt.
Jetzt bist du ja nicht alleine, du bist hier im Forum. Mach was draus und nutze es für dich.
Viele Grüße
Thalia
-
Unserer Selbsthilfegruppe beitreten!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!