Bergfloh - Ein grosser Schritt

  • Hallo Bergfloh, dieses Wochenende hast Du 50 Tage Alkfreiheit erreicht, darauf ksnnst Du mächtig stolz sein! Nichts ist wichtiger als das Erreichte weiter zu bewahren. Deshalb würde ich mir überlegen, evtl. wegen den Schikanen auf der Arbeit Deinen Arzt ins Vertrauen zu ziehen. Vielleicht ist eine Krankschreibung möglich um Dich da erstmal aus der Schusslinie zu holen? Oder er kann Dir donst irgendwie raten. Bei solchen Konflikten am Arbeitsplatz ist meine Erfahrung, dass das Besprechen mit dem Ehemann eher nichts bringt. Da kommt zu schnell: " da musst Du eben...Das würde ich mir niemals..." Das bestätigen mir viele Freundinnen, die zum Teil selbst in Leitungspositionen tätig sind, dass die, die am dichtesten dran sind, oft die schlechtesten Ratgeber sind. Auf jeden Fall drücke ich Dir die Daumen, dass Du an der Ecke eine Lösung finden kannst. Herzlichst Loris

  • Mein Coach warnt mich auch, dass die Schikanen zunehmen werden. Ich muss mich einmal rechtlich informieren, nicht dass eine Krankschreibung die Kündigungsfrist verlängert.

    Mein Mann steht voll hinter mir und unterstützt mich. Aber der Coach ist total unabhängig und den habe ich ebenfalls zum Glück.

    Wichtig ist für mich, zu lernen und zu verstehen. Aber manchmal gibt es Situationen wie Macho-Chefetage, da hilft alles nichts :)

    In zwei Wochen habe ich Urlaub. Kraft tanken und sich aufs Neue freuen.

    Und die Dinge beim Namen nennen und anpacken! Danke für eure Hilfe, ich kanns nur immer wieder schreiben.

  • Heute Tag 49, bald habe ich die Hälfte von hundert

    Sehe es mal so: Morgen Tag 50, das Doppelte von 25 💪🏼.
    Heute ist heute, ich wünsche Dir einen schönen Tag sowie WE und viel Vorfreude auf den Urlaub🍀

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    LG Tabsi, abstinent seit 27.04.2024

  • Oder es ist immer einfacher, etwas zu beginnen, als zu beenden. Kann man auch auf Nikotin oder Alk anwenden.

    Genau. Und du hast ein neues Leben, ohne Alk, begonnen. 8)

    Das die Kollegen dumm werden kann den Grund haben, dass sie dich beneiden. Weil sie selbst nicht den Mumm haben um etwas für sich zu ändern.

    Wo ich hingehe, dort bin ich dann.

  • Hui, da hab ich ja was verpasst! Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job!

    Seh ich das richtig, du hast schon gekündigt und sollst da noch weiterarbeiten? Wieso wirst du denn nicht freigestellt??

    Und falls nicht, dann würd ich an deiner Stelle so was von Dienst nach Vorschrift machen, und wenn dir einer dumm kommt, da bekommst du doch dann sicher Migräne von und musst erstmal ne Woche zuhause bleiben??

  • Guten Morgen, heute Tag 51 und es ist Sonntag! Wir haben das ganze Wochenende Besuch und ich habe ganz klar informiert, dass ich keinen Alkohol trinke.

    Wir haben gestern ein Touriprogramm abgehalten und waren in einem bekannten Fischrestaurant schön essen. Der Besuch trank ein Glas Weisswein dazu. Mir machte es nichts aus, mein Mann zog mit und wir blieben beim Wasser. Ich bewundere die Leute, die bei einem Glas bleiben können. Bei uns wäre es gleich eine Flasche geworden. Oder mehr. Ausser ich wäre gefahren.

    Es ist aber leider schon so, dass mein Suchthirn genau registriert. Wer wo was bestellt und trinkt. Gelüste habe ich aber null, ich habe einfach sehr schlecht geschlafen. Da tut sich halt schon was.

    Aber meine Nüchternheit hat wirklich 1. Prio und es geht mir gut. Morgen unterzeichne ich den neuen Arbeitsvertrag, eine schriftliche Zusage habe ich ja schon. Und das neue Team sehe ich nochmals kurz.

    Allen einen schönen Sonntag!

  • Es ist aber leider schon so, dass mein Suchthirn genau registriert. Wer wo was bestellt und trinkt

    Ja , dabei erwische ich mich auch des öfteren. Selbst im Supermarkt registriere ich wer was und wieviel aufs Band legt. Das Verhalten muss ich unbedingt abstellen. Weil 1. Geht's mich gar nichts an und 2. bin ich doch auch sonst kein Kontroll Freak.

    Meine Holde macht sie da manchmal lustig über mich: zum Beispiel im Kaffee: " schau mal Stevi, die Damen zählen auch wer sich was und wieviel an Torten und Sahne reinschaufeln.

  • Ich bewundere die Leute, die bei einem Glas bleiben können.

    Hallo Bergfloh.

    Ich hoffe, dass sich die „Bewunderung“ bald legt und es dir egal ist, was andere konsumieren. Ich war gestern auf einem runden Geburtstag und erst im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass ich überhaupt nicht registriert hatte, wer was getrunken hatte (wie noch am Anfang).

    Das Verhalten muss ich unbedingt abstellen.

    Insofern wird dir dieses „Muss“ im Weg stehen , Stevi. So hältst du es präsent, gibst diesem Verhalten Energie. Meiner Meinung nach legt es sich von selbst mit der Zeit, jedenfalls kann ich mich diesbezüglich an kein aktives Tun erinnern.

    Durch neue Muster und Verhaltensweisen werden neue Furchen im Alltag gelegt und die alten (der Sucht) nicht mehr benutzt, sie verblassen. Verschwinden aber tun sie nie..

    Der Besuch trank ein Glas Weisswein dazu. Mir machte es nichts aus

    So was in der Art habe ich anfangs auch oft geschrieben, aber das klingt mir zu sehr nach „rechtfertigen“. Wenn mir etwas nicht ausmacht, erwähne ich es nicht. Außerdem ist es schwierig , das so genau zu beurteilen, weil es nachwirken und sich in späteren Momenten / Situationen zeigen kann (gerade dann, wenn du nicht damit rechnest).

    LG KW

    „Ein klarer Geist ist wie ein stiller See – jeder Tropfen hinterlässt Wellen, aber die Ruhe kehrt immer zurück.“

  • Guten Morgen,

    „Mir machte es nichts aus“ ist so ein Klassiker. Egal ob am Tisch neben mir Alkohol getrunken wird oder ich mich in einer Trinkrunde wiederfinde. Für mich klingt das immer erstmal nach einer Rechtfertigung für eine Situation, in die ich mich gerade begebe.

    Die brauche ich allerdings nicht. Denn wenn etwas schiefgeht, ziehe ich die Konsequenzen und saufe wieder nicht der Nachbar, der sich die zweite Flasche Wein bestellt.

    Du bewunderst die Leute, die bei einem Glas bleiben können, und stellst sofort die Verbindung zu früher her. Bei uns wäre es eine Flasche geworden. Oder mehr. Danach schreibst du, dass dein Suchthirn ganz genau registriert, wer wo was bestellt und trinkt.

    Nö, für mich klingt das nicht nach „macht mir nichts aus“. Die alten Verknüpfungen sind komplett noch da.

    Entscheidend ist für mich, was ich daraus mache. Wenn ich anfange, mir daraus herzuleiten, welche Situationen schon wieder problemlos gehen, bin ich ziemlich schnell in einer Verhandlung mit meiner Sucht.

    Und mit meiner Sucht verhandle ich nicht. Das heißt nicht, dass du Alkohol trinken wolltest, aber er war sehr präsent in deinem Kopf. Ein Nichtsüchtiger denkt ja so etwas nicht.

    Und solche Gednaken müssen sich nicht unbedingt in genau diesem Moment bemerkbar machen. Manchmal kommen sie Wochen später um die Ecke, wenn man längst glaubt, das Thema wäre erledigt. Genau deshalb war „macht mir nichts aus“ für mich nie automatisch gleichbedeutend mit „ist ungefährlich“.

    Du bist 51 Tage trocken. Da würde ich mir nicht beweisen wollen, wie problemlos ich schon neben einem Glas Wein sitzen kann. Gerade dann nicht, wenn die Nüchternheit, wie du selbst schreibst, Priorität Nummer eins hat.

    Kein Suchtdruck ist gut. Aber kein Suchtdruck bedeutet für mich noch lange nicht automatisch: alles im grünen Bereich.

    Dir alles Gute

    Gruß Hartmut

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    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Du bist 51 Tage trocken. Da würde ich mir nicht beweisen wollen, wie problemlos ich schon neben einem Glas Wein sitzen kann. Gerade dann nicht, wenn die Nüchternheit, wie du selbst schreibst, Priorität Nummer eins hat.

    Kein Suchtdruck ist gut. Aber kein Suchtdruck bedeutet für mich noch lange nicht automatisch: alles im grünen Bereich.

    Dir alles Gute

    Du hast vollkommen recht und ich habe heute richtig miese Laune. Und ins Zumba kann ich auch nicht, Besuch will bis 15 Uhr bespasst werden. Hole das Training aber nach. Komme mir gerade trotzig wie ein Kind vor.

    Der nächste Besuch muss anders ablaufen.

    Danke für deine knallharten Analysen. Ist mir wichtig und sind für mich wertvoll

  • Ha! Als ich meinem Hausarzt schilderte, dass ich zuviel trinke, winkte er nur ab. Es interessierte ihn nicht.

    Hallo Bergfloh,

    so eine ähnliche Erfahrung habe ich mit meinem alten Hausarzt auch mal gemacht.

    Er hat mich sogar ermutigt mal ein Bier oder 2 zu trinken, wenn der Tag besonders stressig war.

    "Das macht ja jeder und entspannt Sie sicherlich besser als Medikamente..."

    VG Albert

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

  • Hallo Albert

    Ich hatte dann mit der Zeit bemerkt, dass der Arzt selber gerne etwas getrunken hat. Aufgeschwemmtes Gesicht, Äderchen, etc. Ist eine Unterstellung, habe aber den Arzt gewechselt und jetzt stimmt es für mich.

    Er hatte damals auf mein ich trinke zuviel, nicht nachgefragt, sondern echt gemeint, ach, zuviel gibt es nicht.

    Wie machst es du mit deiner Abstinenz? Arzt gewechselt?

  • Hallo Albert

    Ich hatte dann mit der Zeit bemerkt, dass der Arzt selber gerne etwas getrunken hat. Aufgeschwemmtes Gesicht, Äderchen, etc. Ist eine Unterstellung, habe aber den Arzt gewechselt und jetzt stimmt es für mich.

    Er hatte damals auf mein ich trinke zuviel, nicht nachgefragt, sondern echt gemeint, ach, zuviel gibt es nicht.

    Wie machst es du mit deiner Abstinenz? Arzt gewechselt?

    Hallo Bergfloh,

    das ist ja lustig, genau so war es bei mir auch. Ich hatte dann auch mal ne Situation, wo er sich im Alkoholkonsum etwas verletzt hat, das hat er mir erzählt. Also mein alter Arzt war vermutlich auch gut dabei.

    Ja ich hab den Arzt dann gewechselt, jetzt ist alles ok.

    Heute ist mein 2. Tag, mir gehts soweit sehr gut. Hab viel besser geschlafen. Geh jetzt mit meiner Frau einkaufen und werd was gesundes kochen, das hilft mir auch immer sehr. Besser als Bier, Pizza und McDonalds.

    VG Albert

    Alberts Trockendock – Wo die Schiffe endlich mal vom Alkohol wegkommen.

    Trocken seit 1.10.2026

  • Heute bin ich bei Tag 61 meiner Abstinenz.

    Jeden Morgen meistens erholt aufstehen, keine Watte im Kopf.

    Ich fühle mich im Moment echt und klar. Oft mit Ecken und Kanten, meistens aber eher sanft. Bin nicht der Typ, der gerne Stress macht oder streitet.

    Beim Autofahren zur Arbeit kam mir in den Sinn, dass ich mich zum ersten Mal seit langem, wieder als echt empfinde. Die mit Alkohol unterdrückten Empfindungen sind wieder da. Nicht immer angenehm, aber wenn Frust da ist, ist er da. Man kann damit umgehen, wie man will. Sport oder Mann kritisieren :mrgreen:

    Aber auch die herzliche Freude ist wieder da. Keine Watte im Hirn!

    Da bin ich einfach nur dankbar.

  • Ich fühle mich im Moment echt und klar. Oft mit Ecken und Kanten, meistens aber eher sanft. Bin nicht der Typ, der gerne Stress macht oder streitet.

    Das. raucht alles seine Zeit um sich wieder einzupendeln. Ich kenne das auch alles und es dauert ne Weile. Mir hat immer geholfen mir etwas besonders Gutes oder Schönes zu gönnen. mEist war das Zeit für mich in der Badewanne, tolle Parfums oder dosenweise veganes Eis. Auch lange Spaziergänge mit dem Hund, am liebsten sehr abseits und ohne viele Begegnungen.

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    🦋 Heute trinke ich nicht 🦋 Heute lasse ich das 1. Glas stehen 🦋 abstinent seit 16.05.2024 🦋

  • Ich schreib immer mal wieder, dass das Gute am Nicht-Trinken ist, dass man wieder etwas fühlt. Und das Schlechte am Nicht-Trinken, ist, dass man wieder etwas fühlt.

    Klingt paradox, aber ich habe etliche Gefühle betäubt, um mich nicht damit auseinander zu setzen. Nüchtern musste ich das. Andererseits, kamen bei mir diese auch erst durchs Trinken hoch oder zustande.

    Als ich nüchtern durch eine nicht ganz so einfache Zeit durchgehen musste, war ich so froh, dabei klar zu sein. Ich, ausgerechnet ich, konnte anderen eine Stütze sein. Zu Saufzeiten hätte ich nicht mal physisch immer anwesend sein können, konnte ja ab spätestens 17 Uhr sowieso nimmer fahren, aber ich war einfach Tag und Nacht zur Stelle und konnte auch besser in mich hineinhorchen.

    Was ich sagen will, Gefühle ungefiltert zuzulassen ist inzwischen total normal. Aber meine Reaktionen darauf und mein Umgang damit sind viel durchdachter und auch angemessener als damals.

    Liebe Grüße

    Freiheit begann für mich dort, wo die Ausreden endeten.

    Abstinent seit 2022

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