Beiträge von Hartmut

    Hallo Borussia,

    was macht die Basic? Der Eigenschutz? Alkoholfreies Umfeld? Schutz nach außen?

    Pragmatismus stand bei mir an erster Stelle, bevor ich tief in mir etwas suchte, was eventuell schuld gewesen sein könnte, um mein Saufen zu rechtfertigen.

    So ein zeitnaher Rückfall fängt auch vorher im Kopf an und wenn ich weiß, dass ich Alkoholiker bin, kann doch nur noch der einzige Grund für das Saufen das eigene Wollen sein. Oder warst du dir da noch nicht sicher?

    Musst ja auch irgend wie paar Flaschen besorgt haben, also eine Zeit zwischen "Soll ich oder soll ich nicht " saufen. Wo kamen die her?

    Es mag für den einen oder anderen auch sehr wichtig sein, sein Leben aufzuarbeiten. Es belastet jeden anders. Jedoch hat auch alles seine Zeit. Für mich war das nur zweitrangig. Erkennen wann das Suchthirn anschlägt und sich schützen war mein Weg.

    Gerade in der Phase der Unstabilität hätte ich es mir nicht zu getraut. Sich selbst vor sich selbst schützen ist erstmal das wichtigste.

    Nun habe ich auch eine andere Einstellung was Jahrzehnte Aufarbeitung bedeutet. Ich war lange genug "Opfer" . Gefangen im Saufen .Vor 15 Jahren als ich trocken werden konnte , ab da wurde ich wieder Herr meiner Selbst.

    Auch sind die über diesen "Deal" informiert. Hier wird einfach gesagt das er einfach nicht mehr Alkohol trinken soll.

    vergiss das. Alles was mit dem Absetzen mit dem Alkohol zu tun hat, muss in ärztliche Hände. Bespreche es mit dem Arzt oder Krankenhaus was du da tun kannst. Also Marion, du weißt was zu tun ist. Ich bitte es auch nicht mehr zu diskutieren. Rufe den Notdienst, einen Arzt oder Krankenhaus an.

    Ich bitte auch die User keine weiteren Ferndiagnosen zu erstellen. Es ist unverantwortlich, da keiner von uns nur im Ansatz weiß, was mit dem Mann los ist.

    Das Problem ist, dass er keine Hilfe möchte. Ich weiß nicht warum, er meint das alleine schaffen zu können.

    Nein , es geht hier erstmal um dich. Du hast doch geschrieben das du auch Alkoholiker bist. Also du solltest erstmal einen Arzt aufsuchen bevor du aufhörst

    Hallo Marion

    willkommen hier im Alkoholiker und CO Forum. Hier ist der Vorstellungsbereich und dient auch nur nur zur Vorstellung. Das hast du auch ausführlich getan

    Damit wollen wir erkennen welches Problem vorliegt um dann für den weiteren Austausch freizuschalten.

    Nun schriebst du, du bist bist selbst Alkoholiker und gleichzeitig als CO ( er ist Alkoholiker) Kommt mir vor als wenn sich zwei Ertrinkende sich retten wollen.

    Wir haben hier auch für den weiteren Austausch Regularien. Der Alkoholiker soll über wacht entgiftet sein und eine lebenslange Abstinenz anstreben .

    Wie sieht es bei dir da aus. Einfach aufhören zu Saufen ohne ärztliche Hilfe ist ja nicht so pralle.

    Ich weiß jetzt den Namen des Teilnehmers gar nicht mehr, aber dem wurde vor ein paar die Tür vor der Nase zugeschlagen, was er dann noch mit einem traurigen Smiley quittieren konnte, ansonsten konnte er sich wohl nicht mehr äußern.

    es ist ok wenn du dir Gedanken machst.

    Wir handeln immer aus unseren jahrelangen Erfahrungen heraus. Es wird auch keinem die Tür zugeschlagen, immer nur ein zeitweises Abschließen. Was der User auch per PN mitgeteilt bekommt . Jeder kann sich wieder melden, wenn er bereit ist sich ernsthaft auszutauschen.

    Sollten wir da im Vorstellungsbereich nicht vielleicht etwas toleranter sein?

    Nein.

    Wenn Toleranz, nur da, wo auch erkennbar ist, das aus Absichtserklärungen eventuell Handlungen folgen werden. Nun wollen wir hier auch nicht jedem davon überzeugen oder etwas überstülpen. Wir wollen hier keine Stammtischgespräche oder uns mit betrunkenen User unterhalten. Wenn ich mich hier besoffen anmelde, ist es nichts anderes als das üblichen Wehklagen, was jedem nassen Alkoholiker bekannt ist.

    Hätten wir das nicht vielleicht vermeiden können, sogar sollen?

    Wer ist wir? Wo fängt das Verständnis an und wo hört das Leid was von dem CO oder Alkoholiker verursacht wird auf? Es dreht sich ja nicht nur um den CO oder den Alkoholiker. Es sind unmittelbar andere Menschen davon betroffen. Kinder, Familie und viele mehr.

    Ich hatte jegliches Verständnis für mein Vorgehen in der Abhängigkeit dazu benutzt, um weiter zu saufen. Solange ich Schulterklopfer gesucht hatte, musste ich ja nichts verändern. Und Schulterklopfer bekam ich auch nur in den Kreisen die nicht bereit waren das Ausmaß zu erkennen.

    Kurze Verständnisfrage: Ändert die Bewerbung für den geschlossenen Bereich etwas an den Möglichkeiten hier im offenen Bereich zu partizipieren

    Nein, ändert es nicht.

    Du bist dann für alle Bereich gleichzeitig freigeschaltet. Der alte Thread bleibt auch im offenen Bereich erhalten und wird nicht verschoben. Im geschützten Bereich ist es jedoch auch erforderlich, einen neuen Thread zu eröffnen und aktiv sich zu beteiligen.

    Wir schauen auch immer wieder nach einer gewissen Zeit nach und wenn da nichts mehr kommt, wird dann der geschützte Bereich für den User auch wieder deaktiviert. Es geht um die größtmögliche Sicherheit um die Anonymität zu erhalten

    Hallo zusammen,

    ich habe keine Therapie gemacht und bin mit mehr oder weniger pragmatischen Änderungen trocken geworden. Da gehörte keine Aufarbeitung der Suchtgeschichte dazu. Natürlich hatte ich in der Anfangszeit darauf geachtet, wo meine Schwerpunkte waren, an denen ich gesoffen hatte, um nicht wieder saufen zu müssen.

    Ich selbst kann mir auch nicht vorstellen meine Suchtgeschichte aufzuarbeiten, da es ja ein jahrelanger Prozess bis zur Sucht, ein jahrelanger Prozess in der Sucht und mittlerweile ein jahrelanger Prozess aus der Sucht war/ist.

    Wo fange ich an, wo höre ich auf und vor allem verschwimmen in den Jahren so manche Geschehnisse. Es wird heute so manches anders widergespiegelt, wie es wirklich war. Für mich wäre es irgendwie einen Grund zu finden, warum ich gesoffen hätte. Eine nachträgliche Entschuldigung für mich, um mich mit dem Endresultat Alkoholiker abfinden zu können.

    Wie habt ihr es erlebt und hat es wirklich geholfen

    Sollte man sich nicht auch mit Vergangenheit beschäftigen, um nicht irgendwann wieder an einem persönlichen Tiefpunkt anzukommen.

    Ich weiß doch was zu meinem Tiefpunkt geführt hat, warum nochmal rückwirkend damit beschäftigen? Mag für den einen oder anderen wichtig sein. Für mich irrelevant.