Beiträge von Hartmut

    könntest du die Stellen wo ich über die Arbeit schreibe löschen

    Mein Post in dem ich R/No dazu zitiert habe kann komplett gelöscht werde

    Also Leute, ich fange jetzt nicht an, irgendwelche Texte rauszusuchen, um sie zu bearbeiten. Das ist eigentlich auch nicht vorgesehen.

    Bei dir im R/no Es ist ja nicht das erste Mal, und es wurde immer wieder etwas bearbeitet, mal der Name geändert – darauf solltest du einfach achten.

    Wenn, dann schickt mir bitte die Passage, also eine Kopie dessen, was editiert werden soll, per PN. Ob das heute noch passiert, weiß ich selbst nicht, schließlich habe auch ich Freizeit.

    @all

    Ich wollte nur daran erinnern. Ihr seid hier im offenen Bereich. Je mehr Details ihr über eure Familie oder eure Aktivitäten austauscht, desto höher ist der Wiedererkennungswert.

    Und das kann von allen gelesen werden, die einen Internetanschluss haben. Das ist reine Information , damit ihr euch bewusst macht, dass Offenheit hier auch Öffentlichkeit bedeutet.;)

    Dann hole ich meine Liste mit den positiven Dingen hervor und die mit den Gründen, weshalb ich nicht mehr trinken will.

    Und was machst du, wenn die positiven Gründe nicht mehr vorhanden sind?

    Ich habe wegen meiner Sucht, meiner Abhängigkeit, aufgehört, weil sie mich auf Dauer umgebracht hätte , nicht wegen etwas Negativem oder Positivem im Leben. Die Sucht hat mir immer wieder eingeredet, warum ich in bestimmten Situationen saufen sollte, und mir dabei eine ihre eigene Welt vorgespielt.

    Aber seit ich trocken bin, brauche ich keine extra Motivation mehr, um es zu bleiben. Ich musste nur akzeptieren, dass es Nebenwirkungen gibt, die wie bei einer anderen chronischen Krankheit ein Leben lang bleiben.

    Da gilt es gegenzusteuern und zu unterscheiden, ob die Sucht aus mir spricht oder ob es wirklich von mir kommt. Je mehr ich mich gedanklich von Saufdanken entferne, desto mehr verliert die Sucht ihre Macht.

    Hallo ukart,

    Ich hatte keine körperlichen Entzugssymptome bis auf eine kleine innere Unruhe am 2. u. 3. Tag.

    Innere Unruhen sind körperliche Entzugssymptome.

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Gestern im Restaurant: Einer der besoffen aussah, ich immer wieder hingeglotzt. Platz mit meiner Frau getauscht. Dann sehe ich bei einem anderen ein riesiges Bier auf dem Tisch, immer wieder hingeglotzt.Schnauze voll, aufgegessen und abgehauen. Dann einkaufen, überall Alk, hingeguckt und weggeguckt. Das nervt.

    Natürlich nervt das, aber mal ehrlich: Was hast du denn erwartet, wenn du dort hingehst?

    Für dich ist das immer noch ein nasses Umfeld. Erst nervt es, dann kommt der Gedanke ans Saufen. Das ist der alte Ablauf. Genau deshalb wäre es wichtig, sich Zeit zu lassen. Am Anfang, bis du stabil bist, bedeutet das natürlich auch mal Verzicht.

    Wenn dir jetzt in den Sinn kommt, dass du dich „nicht einsperren kannst“ und Alkohol ja ohnehin überall ist, dann ist das dein nasses Gedächtnis, dein Suchthirn, das da mit dir spricht nicht eine klare Entscheidung.

    Und eigentlich zeigt es nur eines. Du hast dir bisher keine echten Alternativen aufgebaut.

    Danke für deine Belehrungen und Tipps.

    Einem Menschen, der sich bereits vom Alkohol verabschiedet hat zu sagen, dass man es so eh nicht schafft, ist nicht grade förderlich und führt bei einigen wohl direkt zum Rückfall

    Dann hast du ja einen Grund gefunden, weiter zu saufen. Nicht wahr?;)

    Ich saufe nicht mehr und will dabei bleiben, deshalb dachte ich, ich kann mich hier austauschen

    Doch , du trinkst noch. Es ist alles geschrieben, ich schließe mal den Thread und melde dich einfach wieder, wenn du soweit entgiftet bist und einen ehrlichen Austausch suchst. Kannst jeden Moderator oder jemand im Team dann anschreiben.

    ch weiß was für mich funktioniert,

    Du kannst dir weiter etwas vormachen, aber ich bezweifle stark, dass du wirklich weißt, wie es funktioniert. Sonst wärst du längst trocken. Sonst würdest du den klassischen Weg gehen oder hättest nach deinem ersten Therapieversuch nicht wieder angefangen zu trinken. Dieses Forum ist nicht dafür gedacht, sich mit noch saufenden Usern auszutauschen.

    Hier werden nur diejenigen unterstützt, die ernsthaft etwas tun wollen. Mein Vorschlag: Komm einfach wieder, wenn du soweit bist. Lese dich einfach bis dahin hier ein

    Willkommen bei uns.

    Ich bin kein Freund davon, um den heißen Brei zu reden, deshalb hier ganz offen meine Erfahrung dazu.

    Ich habe jetzt schon angefangen aufzuhören und war auch schon beim Arzt. Momentan reduziere ich den Konsum seit einer Woche und bin bei 2 Bier am Tag.

    Wenn ich aufhören will, dann saufe ich mich nicht „herunter“. Das ist reiner Selbstbetrug. Sucht bedeutet Kontrollverlust, und die holt mich immer wieder ein. Also entweder ganz oder gar nicht dieses Überwachen und Herumprobieren bringt nichts.

    Genauso unsinnig ist das Schönreden von „kein harter Alkohol“. Die Sucht unterscheidet nicht. Es gibt nur Alkohol. Mischung und Menge spielen keine Rolle. Ob zehn Bier am Tag oder eine Flasche Wodka am Ende ist es derselbe Alkoholgehalt.

    Entweder ich steige aus dem Kreis aus, oder ich drehe weiter mit. Dazwischen gibt es nichts.


    Da ich so kurzfristig aber keinen Platz auf einer Entgiftungsstation bekomme, habe ich mich für die ambulante Variante entschieden. Ich will vor allem mein Fundament für die Entwöhnung nicht verlieren. Wenn ich meinen Job verliere, bin ich eher Rückfall gefährdet.

    Das wirkt auf mich wie „auf Zeit spielen“ noch nicht wirklich wollen, nur mal drüber reden, aber auch weitläufig ins Auge fassen. Rückfällig kannst du übrigens gar nicht werden, da du ja noch nicht aufgehört hast.

    Und den Job verliert am Ende jeder Alkoholiker irgendwann, das ist nur eine Frage der Zeit.

    Ich geh nicht davon aus dann wieder zu trinken.

    Also noch eine Option auflassen , weiter zu saufen, oder wie soll ich das verstehen? Liest sich noch ein wenig schwammig..

    Nimm es nicht als Angriff. Dein Kopf liefert dir gerade nur die Gedanken, die die Sucht dir einflüstert. Das fühlt sich an wie eine „eigene Entscheidung“, ist aber in Wahrheit der klassische Mechanismus: Schlupflöcher offenlassen, Hintertürchen suchen, Dinge nicht klar aussprechen , damit das Saufen theoretisch weiter möglich bleibt.;) So funktioniert die Krankheit.

    Wenn du wirklich „klar Schiff“ machen willst, bedeutet das, unter Aufsicht zu entgiften, nicht weiter zu saufen und dir muss absolut klar sein, dass du auf lebenslange Abstinenz setzt.

    Hier bekommst du Unterstützung, nett und freundlich, manchmal auch mit klaren Worten, aber die ersten Schritte der Entgiftung musst du selbst gehen.

    Das mit dem Konzert triggert mich allerdings sehr, weil ich da wirklich super gerne hingehen möchte.

    Dass ich durch die Abstinenz das verliere, was ich eigentlich so sehr mag: Fußball und Musik.


    Eine Frage: Ist dein Leben nach einem Jahr vorbei?

    Ich habe mich zuerst auf heute konzentriert, dann auf morgen und Schritt für Schritt weiter. Der Rest hat sich gefügt. Trocken zu werden hieß für mich, langfristig zu denken , nicht alles auf einmal, sondern Tag für Tag.

    Da verändert sich eine Menge , sogar Dinge, die mir am Anfang völlig unmöglich erschienen. Meine Musik ist immer noch da, Fußball auch. Nur eben nicht mehr als „Ich muss“, sondern als „Ich kann“. Das Ganze angepasst an meine Sucht und nicht dagegen..

    Gehst du mit Grippe, Infekt oder gebrochenem Knochen ins Stadion oder auf ein Konzert? Oder wartest du da nicht auch, bis du wieder fit bist?

    Wichtig ist nicht nur, Risiken zu meiden , auch wenn das im ersten Jahr absolut sinnvoll ist und genauso weitergeführt werden sollte. Genauso wichtig ist, diese leer gewordenen Zeiten mit etwas Neuem zu füllen. Etwas, das den Verzicht abfedert. ;)

    Am Anfang kann das zäh sein, ja. Aber mit der Zeit wird es leichter.

    Das erste Jahr dient nicht nur dazu, sich zu stabilisieren. Es ist auch dafür da, ein alkoholfreies Leben aufzubauen. Neue Gewohnheiten, neue Abläufe, neue Routinen. Wenn diese stehen, wird vieles von allein ruhiger.

    Was immer hilft, ist sich hier auszutauschen . Ungeschönt, ehrlich, ohne Vorhang. Besonders wichtig ist es, sich zu melden, bevor man wieder säuft, denn das ist ja im Kopf dann schon verankert.

    Risikominimierung zieht sich wie ein roter Faden durch die Grundbausteine.

    Ich kann nicht jedes Risiko minimieren. Die Dinge, die ich auf dem Schirm habe, bekomme ich in den Griff – aber das, was überraschend auf mich zukommt, eben nicht. Solange ich wachsam bleibe, den nötigen Respekt behalte und mit der Zeit stabiler werde, verwandelt sich die innere Angst Stück für Stück in Stabilität und Sicherheit. Dann ist das Wichtigste getan.

    Ob ich rückfällig werde oder nicht, ist nicht mein tägliches Brot. Es reicht völlig zu wissen, dass ich es theoretisch könnte und genau deshalb wachsam bleibe.

    Das ist ein Prozess, der viele Monate gedauert hat

    Und er hört nie auf:whistling:

    Hallo Boss,

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und an die richtige Stelle verschoben.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Vielleicht sollte man mal festhalten. Co‑Abhängige und Alkoholiker haben unterschiedliche Blickwinkel. Alles über einen Kamm zu scheren bringt nichts.

    Trockenwerden heißt Veränderung und zwar radikal. Es bedeutet, mit Suchtdruck leben zu lernen. Wer am Anfang jedoch nur auf Konfrontation setzt, jede Flasche ins Visier nimmt und ständig kontrolliert, wer trinkt und wer nicht, der baut sich selbst eine Sackgasse. Das wird schnell zäh, das weiß ich aus Erfahrung. Durch mein Trockenwerden habe ich mir mein Leben zurückgeholt, und dieses Leben musste neu besetzt werden.

    Wer vorher rund um die Uhr getrunken hat, erlebt plötzlich einen riesigen freien Raum. Und wenn der nicht besetzt wird, meldet sich das Suchthirn und bietet das Saufen als Lückenfüller an, weil es genau das antrainiert hat.

    Und ja, auch mit dem Partner verändert sich etwas. Gespräche auf Augenhöhe, nichts wird mehr weggesoffen, nichts bleibt im Dunkeln. Das ist Realität. Aber, nicht jede Beziehung hält das aus. Vor allem dann nicht, wenn man sich jahrelang arrangiert hat und plötzlich Klarheit statt Nebel herrscht.

    Zusätzlich möchte ich ein Tagebuch führen und meine Gedanken niederschreiben.

    Alles zu seiner Zeit – hier ist ja erstmal der Vorstellungsbereich und die Voraussetzungen für den Austausch hast du.

    Außer, das hast du richtig erkannt.

    Mir ist klar, dass ihr das eigentlich erst ab Tag 7 macht

    Wir gehen hier verantwortungsvoll mit dem Thema um. Ein kalter Entzug wird nicht geduldet. Da gibt es auch nichts schönzureden. Es geht nicht darum, „irgendwann mal“ zum Arzt zu gehen. Entzugserscheinungen warten ja nicht, sie schlagen unvermittelt zu und dann ist es eben zu spät.

    Die Freischaltung gibt es erst nach den sieben Tagen. Wenn die rum sind, kannst du dich hier kurz melden und sie beantragen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/


    Bis dahin lese dich mal ein

    EllaDrei ,

    Wichtig ist nur eins, dass du etwas findest, das dir hilft, aus der Nummer rauszukommen. Wenn dir ein bestimmter Satz oder eine bestimmte Sichtweise hilft, dann hat sie so lange Bestand, bis du sie für dich eben neu deutest. ;)

    Das hat nichts mit „jemandem etwas überstülpen“ zu tun. Jeder hier ist nur für sich selbst verantwortlich. Wer sich etwas überstülpen lassen möchte, gut, das ist aber dann dessen Baustelle.

    Und ehrlich. Bei normalen Trennungen läuft oft ein ähnliches Prinzip ab, ganz ohne Co-Abhängigkeit. Da werden Gründe gesucht, ausgeschmückt, dramatisiert, nur damit niemand als „der Schuldige“ dasteht. Nach einer passenden Rechtfertigung gesucht.

    Aber eigentlich ist das erstmal Nebensache. Wenn es überhaupt so weit kommt, dass man sich trennt, dann liegen die Gründe schon längst im Inneren. Die muss ich nicht benennen, die waren vorher schon da. Aber ich ticke da auch etwas anders. :saint:

    Sucht entschuldigt gar nichts“

    Mal meine Erfahrungen dazu

    Die Auswirkungen einer Sucht sind nicht kontrollierbar. Und genau deshalb kommt es zu unschönen Aussagen, Verhalten und Entscheidungen, bei denen ich mich später frage, ob ich das wirklich war. Und ja, das tut anderen weh.

    Sucht entschuldigt nicht das Leid, das ich verursacht habe. Weder das, was ich mir selbst angetan habe, noch das, was ich anderen angetan habe. Sucht erklärt nur mein unkontrolliertes Verhalten, aber sie rechtfertigt es nicht.

    Und das betrifft nicht nur Alkoholiker. Co-Abhängige hängen genauso mit drin, auch wenn viele das ungern hören. Sie fügen sich selbst genauso Leid zu, weil sie nicht ins Handeln kommen, nicht aus ihren Mustern raus, nicht aus der Dauerschleife. Wenn dieses Verhalten aus der Sucht heraus entsteht, dann ist auch ihr Handeln erklärbar, aber trotzdem nicht entschuldigt.

    Es gibt auch ein Leben außerhalb der Sucht. Und wenn jemand schon vor dem Alkohol charakterlich ein Arsch war, dann verstärkt die Sucht genau diese Seiten nur noch weiter. Aber sie erschafft sie nicht.

    Die Eigenschaften, die vorher da waren, verschwinden nach der Sucht nicht einfach automatisch. Manche bleiben, manche verändern sich, manche fallen einem erst später richtig auf. Sucht überdeckt vieles, aber sie ist kein Reset Knopf für den Charakter.

    Mal aus meiner schlichten Sichtweise.:saint:

    Hallo Boss,

    Willkommen bei uns.

    Hast du dich schon ein wenig eingelesen? Du hast vieles angesprochen, was für unseren weiteren Austausch wichtig ist.

    Die erste klare Erkenntnis, dass Alkohol ein Problem geworden ist. Der Gedanke an Abstinenz. Der Versuch, über den Arzt Hilfe zu bekommen – und dann leider die Erfahrung gemacht , dass es nicht ernst genommen wird. Schließlich der "kalte Entzug". Ja, viele Ärzte sind bei Suchtfragen nicht wirklich drin..


    Jetzt hast du seit fünf Tagen nichts getrunken. Das ist gut aber auch ein kritischer Punkt. Eine körperliche Entgiftung kann bis zu 14 Tagen dauern, und nicht immer verläuft sie linear. Auch wenn du aktuell keine Entzugserscheinungen spürst. Es wäre klug, nochmal einen Arzt zu fragen, der sich mit Sucht auskennt. Einfach um sicherzugehen, dass nichts nachkommt.

    Das Wort "Alkoholiker" hast du bisher vermieden. Hier ist es üblich, sich dazu zu bekennen. Abstinenz ist gut, aber wie lange willst du das machen? Ist eine lebenslange Abstinenz dein Plan?

    Wenn jemand Hilfe braucht in welcher Form auch immer dann bin ich der letzte der sie verweigert.

    Wie sieht denn diese „Hilfe“ konkret aus? Du empfiehlst jemandem etwas, das du selbst nie erlebt hast und hoffst, dass er es trotzdem umsetzt? Woher kennst du den Alkoholiker, der sich hier anmeldet? Welche Eigenschaften oder Qualifikationen hast du, um überhaupt helfen zu können? Am Ende geht’s doch nur darum, Erfahrungen weiterzugeben, die jemand selbst gemacht hat oder etwa nicht?

    Oder habe ich das falsch verstanden? Vielleicht auch falsch ausgedrückt?

    Hilfe bei der Sucht ist Selbsthilfe. Wer das nicht versteht, hat seine eigene Sucht nicht verstanden.

    Höchstens hat der Alkoholiker nicht aus eigenem Antrieb aufgehört, sondern wegen anderer und das hält selten. Denn wer trocken bleiben will, muss es selbst wollen. Nicht für andere, nicht aus Pflicht, sondern aus seiner eigener Notwendigkeit heraus.

    Mein Weg ist nicht der das ich trocken bleiben will, egal zu welchem Preis, wer das so machen will soll es tun er wird schon sehen wo das hinführt.

    Nun ja, der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz ist im Forum üblich, das wäre also ein Widerspruch. Lieber wieder saufen, nur weil die angebotene Hilfe nicht passt? Oder war das einfach missverständlich formuliert?


    @all. Grundsätzlich werden hier keine Gruppen gegeneinander ausgespielt. Das war auch nicht das Ziel von R/no Zumindest habe ich das so für mich herausgelesen.

    Ich kann mir auch mal ehrlich anschauen, welche Ansprüche ich eigentlich an mich selbst stelle. Denn jede dieser Gruppen funktioniert auf freiwilliger Basis. Jede will dem Alkoholiker unterstützen –nicht bekehren. Egal ob christlich, nicht-christlich oder sonst wie verankert. Es geht nicht um Glaubensfragen, sondern um die "Erstunterstützung"

    Die Gruppen können ja dann irgendwann gewechselt werden, aber dazu muss erst mal mein Grundgerüst stehen.


    Worum geht’s im Kern? Es geht darum, die Sucht zu stoppen. Jeden Tag sterben Menschen an Alkohol – nicht weil keine Hilfe da war, sondern weil sie nicht angenommen wurde. Die Frage ist nicht, ob die Hilfe meinem Geschmack entspricht. Die Frage ist, bin ich bereit, sie zu nutzen, bevor es zu spät ist? Oder soll später auf meinem Grabstein stehen: „Hilfe war da, aber ich war zu wählerisch“?:whistling:

    Ich wäre damit nicht lange klar gekommen

    Es kommt darauf an, wie tief mein Tiefpunkt ist, wie wichtig mir meine Nüchternheit ist, wie sehr ich noch in der Sucht hänge und ob ich bereit bin, alles zuzulassen, was nötig ist, um trocken zu werden. Die Motivation sollt doch sein . Ich schließe nichts aus. Gar nichts. Ich will nicht mehr saufen, kann nicht mehr saufen, und es ist mir egal, wie, wer oder was Hauptsache, ich bleibe trocken. Oder?


    Viele kommen mit den 12 Schritten nicht klar. Hier kommen manche nicht mal mit den Grundbausteinen klar sind aber trotzdem da. Denn es geht nicht allein ums Programm. Es geht ums Trockenwerden vor allem bleiben.


    Wenn ich hier manchmal lese, wie schlimm der Austausch angeblich ist , weil der Ton nicht passt, weil es zu direkt ist, weil jemand ein Zipperlein hat und sich empört fühlt,, dann erkenne ich schnell, welche Motivation dahintersteckt.

    Da geht’s nicht ums nüchtern bleiben, sondern ums Palavern über Sucht. Motto: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“

    Spannend ist auch, wie schnell manche ihre eigene Peinlichkeit, Aggressivität und Wortwahl aus der nassen Zeit vergessen haben und sich jetzt in Glanz und Gloria präsentieren, explizit auf Etikette achten, als wäre Stil wichtiger als Substanz.

    Meine Priorität war klar, trocken werden und bleiben. Mit allem, was notwendig ist.

    Alkohol hat für mich den Stellenwert. Es gibt ihn, er bringt mich um, aber er läuft mir nicht hinterher.

    Hallo Abstinenzler, du könntest ja zum neuen Einstand deinen Namen ändern ich finde Abstinenzler klingt nicht überzeugend.

    Das machen wir nur in Ausnahmefällen und es ist eigentlich nicht vorgesehen. Deshalb bitte keine Tipps oder Ratschläge zu administrativen oder moderativen Themen geben das fällt in unseren Bereich.

    Auch sonst halte ich nichts davon, anderen vorzuschlagen , wie sie nüchtern werden oder bleiben sollen. Ein Verweis auf die Grundbausteine reicht, da kann jeder von seiner Selbsthilfe Gebrauch machen . Der Austausch eigener Erfahrungen hat Vorrang.

    Alles andere ist Co-Denken und Helferwillen "man" möchte unterstützen, hat aber keine Ahnung, weil "man" es selbst nicht erlebt hat.

    Und bitte erspart euch Diskussionen darüber in diesem Thread, macht das im eigenen. Danke.