Beiträge von Hartmut

    Nicht vergessen, das ist der Thread von. Kater Stanislaus

    Wenn ich mich nur auf Hörensagen verlassen und alles glauben würde, was andere angeblich erlebt haben könnten, ohne es selbst erlebt zu haben, dann landet das bei mir in der Schublade "Schall und Rauch". Leere Worthülsen eben, solange es nicht meine eigenen Erfahrungen sind, die ich gemacht habe.

    Und wenn ich lese, welche Rechtfertigungsarien da teilweise angestimmt werden, welche Begründungen noch dazu gesucht oder gedichtet werden, erinnert mich das stark an altbekanntes "Stammtischgeschwätz"-

    Ganz am Anfang wollte mir ein Zahnarzt mal einen Zahn ziehen. Dreimal musste er nachspritzen, weil ich durch das jahrelange Saufen völlig unempfindlich gegenüber Schmerzen geworden war. Verschweigen hilft auch, über Schmerzgrenzen nachzudenken und darüber, was einem selbst wirklich wichtig ist.

    Die Art wie man miteinander kommuniziert ist etwas anderes. Etwas mehr Empathie schadet manchmal nicht.

    Wäre ich nicht empathisch, hätte ich gar nicht geantwortet. Und wäre ich nicht empathisch, würde ich mich nicht seit 18 Jahren intensiv mit den Sorgen und Empfindlichkeiten von Alkoholikern hier auseinandersetzen.


    Fragt doch mal den Alkoholiker, der verzweifelt in der Ecke sitzt, in seinen vollgekotzten, verpissten und verschissenen Kleidern, der um sein Leben kämpft, ob ihm blumige Empathie geholfen hat, mit dem Saufen aufzuhören. Denn so endet es eben.

    Einfach mal darüber nachdenken.

    Das ist mir einfach zu ernst, und wie immer werde ich nicht nach dem Mund reden, sondern in der Sprache der Sucht bleiben. Jegliche weitere Diskussion dieser Art des Austauschs lenkt nur davon ab, das Problem anzugehen, trocken zu werden.

    Daher ist es sinnvoll, sich genau darauf zu konzentrieren.

    Danke für dein Verständnis.

    Nein, dafür gibt es kein Verständnis. Es geht um eine tödlich verlaufende Krankheit.

    Ich mag mich nicht auf eine detaillierte Auseinandersetzung mit dir einlassen.

    Es ist keine Auseinandersetzung, es ist ein Erfahrungsaustausch Aber das ist dein Recht, du musst es nicht tun.

    Meine Verantwortung hier liegt jedoch auch darin, Nachahmer, die nur mitlesen, darauf aufmerksam zu machen, dass solche Wege, wie du sie gehst, gefährlich sind und sie sich möglicherweise irgendwann zu Tode saufen.

    Wir sind hier eine Sucht-SHG und betreiben keine soziale Plattform.

    Also, tausche dich aus, wie du möchtest, aber die Regeln hier bestimmt das Team.

    Was genau hat das mit der Moderatorenseite zu tun? Ich bin nicht hier, um gute Laune zu verbreiten, wenn ich sehe, wie manche User sich in gefährliche Situationen bringen. Ich bin seit 18 Jahren trocken und habe in dieser Zeit tausende Beiträge gelesen.

    Die Erfahrungen, die ich selbst und hier gesammelt habe, spiegeln sich in meinem Post an dich wider.

    Demotivierend ist ein Rückfall –Motivation entsteht, wenn klar wird, dass riskantes Verhalten genau zu den unerwünschten Konsequenzen führen kann. Aber das funktioniert nur, wenn ich bereit bin, Hilfe anzunehmen.

    Ich muss es lediglich richtig einordnen.

    aber du entscheidest, ob du in den "Nun erst recht"- oder "Lass mich darüber nachdenken"-Modus schaltest.

    Mich wundert es nicht, dass es unter "Nun erst recht" eingeordnet wird . Das ist auch nicht unüblich, man nennt das eben "nasses Verhalten".

    Ich wünsche dir mal etwas mehr Weitsicht für dein Tun.

    Was mir dieser Austausch zeigt: verheimlichen, beschönigen, austricksen, etwas weglassen, sich hinter der Krankheit verstecken, unauffällig bleiben und vieles mehr. Geduckt durchs Leben gehen. Ja, ich weiß, es gibt sicherlich irgendwelche Gründe, warum man so oder der Einzelne so handeln müsste, und die übliche Rechtfertigungen dazu .

    Es ist nicht meins und wird es auch nie sein. Wie das vergleichbar ist und wie es mich an die "nasse Zeit" erinnert, lässt sich nicht leugnen. Anstatt klar zu sagen, was Sache ist, und die Verantwortung zu übernehmen, wird so lange "herumgedoktert" (der musste sein:whistling:), bis ein Gerüst aufgebaut ist, das irgendwann zusammenbricht.

    Kann man machen.

    Es ist ein Fehler, alkoholfreies Bier oder alkoholfreien Sekt zu trinken, wird hier immer geschrieben, aber ich tue das. Dies mit dem Gedanken, ich will mir doch nicht alles versagen., es schmeckt mir doch. Jetzt, wo ich es schreibe, werde ich es sein lassen, das wird mir beim Schreiben klar.

    Das widerspricht unserer Philosophie der Abstinenz. Es ist und bleibt ein Sprungbrett in die aktive Sucht. Du bist nicht „trocken“, wenn du dir vormachst, das sei harmlos und unterliegst einer Selbsttäuschung. Was du machst, ist deine Sache. Aber hier ist das nicht erwünscht.

    Jetzt, wo ich es schreibe, werde ich es sein lassen, das wird mir beim Schreiben klar.

    Okay, sei so gut und sei ehrlich zu dir und zu uns, denn alles andere wäre eben nicht so toll.

    Und beim nächsten Zitat fängt dein Selbstbetrug an.

    Ich trinke nicht, trocken bin ich aber auch nicht. Alles besser, als nass zu sein

    Widersprüchlicher geht es nicht. Oder ? Weder trocken noch nass – was denn jetzt?

    Nun ist es so, dass ich diese Städtereise aus privaten Gründen unbedingt machen muss und möchte. Das Treffen mit den Leuten da ist ein echter Seelentröster für mich.

    Nachdem ich mir die Hotel-Situation ausgemalt habe, verliert die 'Challenge' inzwischen an Härte. Ich habe mir meine Strategien zurechtgelegt

    Ich fasse es mal für mich zusammen.

    Alkohol war in der nassen Zeit auch dein Seelentröster. Oder nicht? Und die cleveren Strategien in den Trinkpausen sind ebenfalls gescheitert. Sonst wärst du nicht hier

    Alkohol zu Hause zu dulden und zu behaupten, er würde nicht triggern, ist nichts als Selbstbetrug. Die Sucht kennt Schwachstellen besser, als der Alkoholiker selbst glaubt, und hebelt jede Kontrolle aus, bevor der Betroffene überhaupt merkt, was passiert.

    Ein Glas wegzustellen reicht nicht , nur nicht trinken reicht auch nicht. Der Kopf, dem man am Anfang des Weges vertraut , ist schließlich noch voll auf Saufen programmiert. Die Illusion, man hätte alles im Griff, ist nicht nur brandgefährlich, sondern auch naiv.

    Trocken zu werden ist auch kein Knopfdruck im Hirn, sondern auch mal ein unbequemer Prozess, der mehr verlangt als bloßen Verzicht. Es braucht Verhaltensänderung, Schutzmechanismen und ein Umfeld, das sich kompromisslos am abstinenten Leben orientiert , nicht an den alten, "nassen Mustern".

    Und wenn ich das nun mit meinen Erfahrungen abgleiche, dann sage ich schon mal Prost , das Trockenwerden hast du schon verloren, bevor du überhaupt angefangen hast. Zumindest meine Prognose.

    Es ist nicht immer schön, was ich schreibe, aber du entscheidest, ob du in den "Nun erst recht"- oder "Lass mich darüber nachdenken"-Modus schaltest.

    kennst das schon?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Habe mich mal heute überwunden bei der Suchtberatung anzurufen, leider ist die gute Dame erst wieder ab 16.09.

    Nun kommt es eben auch darauf an, was du dort erfahren möchtest. Wenn du Fragen hast, raus damit – hier ist auch ein größeres Schwarmwissen vorhanden.

    Der "wahre" Tiefpunkt lag nicht in dem, was ich anderen im Suff angetan habe sondern in dem, was die Sucht aus mir gemacht hat. Und daraus die bittere, unumstößliche Erkenntnis: Ich bin Alkoholiker.


    Wenn ich mir sogenannte Drehtürpatienten anschaue , Säufer , die alles verloren haben und trotzdem wieder zur Flasche greifen, dann wird klar. Der äußere Absturz ist nur ein Teil des Bildes. Ohne eine ehrliche, innere Kapitulation bleibt alles nur Fassade.

    Wie du deinen Weg gehst, ist deine Sache, aber hier ein paar Erfahrungen dazu:

    Du bist frisch nüchtern, fühlst dich stark, euphorisch, unbesiegbar. Die Euphorie ersetzt zunächst das Belohnungsgefühl, das früher durch Alkohol kam. Du denkst: „Ich hab’s im Griff, mir passiert nichts.“ Du gehst Risiken ein, glaubst, du bist durch, aber genau da beginnt die Selbsttäuschung.

    Wenn die Euphorie nachlässt, erinnert sich dein Suchthirn an das altbekannte Belohnungssystem: „Alkohol bringt ja auch schnell Dopamin, das die gleiche Ausschüttung wie bei der Euphorie bewirkt.“;)

    Und genau da wird es gefährlich. Du sitzt eine Handbreit vorm Glas, und die alten Muster drängen sich wieder auf.

    Alles Gute weiterhin!

    Eingangspost.

    Es gab zwar auch Abstinenz aber das längste waren um den Dreh mehrmals 4 Monate....heute liege ich wie schon öfters in den Seilen, bin zu nichts fähig Nahrungsaufnahme klappt nicht und habe das Gefühl zu sterben...tja gabs in 45 Jahren mehrfach immer gerne wenn ich so 3 Tage durchsaufe, und wie jedesmal wars das letzte Mal "Nie wieder

    Heutiger Beitrag.

    Ein Servus aus Wien,...bald bin ich im 3ten Monat oder 4ten ❓

    Aber du weißt ja, wie es geht. ;) Dann mach mal schön weiter. Hab selten so ein "nasses Gerede" gelesen, höchstens von jemandem, der noch säuft.

    Sollte es passen, ist alles gut, aber nach deiner Historie glaube ich, dass da einiges nicht ganz klar ist.

    Ich wünsche dir einfach etwas mehr Weitsicht für dein Tun.

    Zum Arzt nochmal, ich finde es gefährlich wenn man nicht richtig ernst genommen wird.

    Für mich war es zunächst einfach wichtig, mich selbst ernst zu nehmen. Und wenn ich dabei ins Straucheln geraten wäre, hätte ich mich fragen müssen: War ich überhaupt schon so weit?

    Und ja, "Frischlinge", wie du sie nennst, haben am Anfang oft die Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht so schlimm ist. Aber ob "Frischling" oder mit mittlerweile 18 Jahren Trockenheit, – die Armlänge zum Glas hat sich nie verändert. Sie bleibt bei allen gleich.

    Vorweg, der Vergleich zwischen Rauchen und Saufen das war mit Bullshit gemeint.

    du bist jemand der seine Meinung sagt

    Ich teile hier meine Erfahrungen und zwinge niemandem meine Meinung auf. Wenn sich dadurch jemand angegriffen fühlt, ist das sein Problem. Es geht schließlich nicht um Kritik, sondern darum, Erfahrungen auszutauschen.

    Rauchen und Alkoholismus sind beides Süchte – aber das war es auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Rauchen zerstört langsam, und Nikotin macht abhängig, keine Frage. Doch der Entzug ist nicht lebensgefährlich. Du kannst aufhören, durchhalten, und dein Körper schafft es, sich zu erholen.

    Alkoholismus ist eine ganz andere Liga. Da geht es nicht nur um Gewohnheit, da geht e s um Kontrollverlust, körperlichen Verfall, psychische Abgründe. Der Entzug kann dich umbringen. Du brauchst normlaerwesie medizinische Hilfe, Therapie, oft jahrelange Begleitung. Und das alles, während dein Umfeld zerbricht, dein Job wackelt, deine Beziehungen kaputtgehen.

    Passiert beim Rauchen nicht, deswegen vergleiche ich auch nicht.

    Und beim Alkohol ist der Preis für Selbstbetrug höher. Deswegen, wer wirklich trocken bleiben will, muss seine Prioritäten klären. Wenn alles andere wichtiger wird – Job, Familie, Stolz, Bequemlichkeit – dann sitzt man nicht nur eine Armlänge, sondern eine Handbreit vom nächsten Glas entfernt.

    Und ich habe nicht aufgehört zu rauchen, weil andere es eklig fanden, oder mit dem Saufen aufgehört, weil es nur eine Laune war. Nein, es war eine Notwendigkeit, weil ich süchtig war und es immer bleiben werde.

    Also, nichts für ungut. Eine feine, kleine, pointierte Gegendarstellung.;)

    Vielleicht ist es auch so wie mit dem Rauchen , wenn man mal aufgehört hat findet man es , wenn andere rauchen total störend . Vielleicht geht es dir auch so mit deinem Mann wenn du ihn betrunken siehst !

    Darf ich ehrlich sein? Bullshit.;)

    Wunschträume und Hoffnungen haben noch nie eine Sucht gestoppt . Wer saufen will, der säuft – notfalls heimlich oder anderswo, egal wie oft er etwas anderes behauptet. Und wer zusätzlich süchtig ist, wird erst dann etwas ändern, wenn er bereit ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.


    Wenn ich meine Trockenheit nicht zur absoluten Priorität mache , wenn mir plötzlich alles andere wichtiger erscheint, wenn ich bewusst Risiken eingehe, mir selbst und anderen etwas vormache und so tue, als würde mich das alles nicht berühren, dann bin ich nicht nur eine Armlänge, sondern nur noch eine Handbreit vom nächsten Glas entfernt.

    Dir weiterhin alles Gute!

    Willkommen bei uns.

    Das es ein kalter Entzug das ist mir bewusst ,habe so entschieden weil ich nicht täglich sondern alle 3 Tage ca getrunken habe und manchmal auch 4-5 tage ohne Alkohol war.

    Egal, wie du das für dich geregelt hast: Selbstdiagnosen und eigene Einschätzungen haben mehr Alkoholiker ins Grab gebracht als der Weg zu einem Arzt, der den Entzug professionell begleitet. Ich kenne niemanden, der bei einem kalten Entzug plötzlich einen Krampfanfall hatte und noch die Möglichkeit gehabt hätte, einen Arzt zu rufen.

    Deinen offenen Umgang damit, als Alkoholiker sich zu erkennen zu geben, finde ich klasse.

    Weil es schmeckt

    Und das soll ein Grund sein, mich in Gefahr zu bringen, um vielleicht Saufdruck zu bekommen? Ich bin alkoholkrank und nicht auf einer Experimentier-Tour bei meinem Weg zur Trockenheit.

    Was hat das mit dem Menschen zu tun, der etwas anbietet, und was hat das Drumherum damit zu tun, wenn es in mir etwas auslösen kann? Das kommt bei mir in die Schublade "nasses Denken".

    Mir hat es aber auch ohne G geschmeckt, es ist kein trigger für mich, nur ein bisschen Lebensqualität beim Abendessen.

    Heute kein Trigger aber was ist morgen? Wer weiß das schon.

    Ich verstecke mich nicht hinter der Aussage "Es triggert mich nicht", nur um mir selbst etwas zu beweisen. Trigger sind flexibel. Sie kommen bei dem einen wie ein "Hammerschlag" bei dem anderen schleichend .

    Es ist ja deine Sache, aber Lebensqualität als Schutzschild zu nutzen, mit der Sucht zu spielen und die Grenzen auszutesten, um eventuell dann wieder saufen zu müssen, ich weiß nicht.;)

    Keine Kompromisse, kein Spielraum das ist einer der sichersten Wege. Andere Wege führen mich zu oft direkt in die Rückfallstatistik.

    Bevor sich jemand angegriffen, kritisiert oder sonst wie betroffen fühlt , entspannt Euch . Das hier ist meine persönliche Erfahrung. Kein Angriff, keine Provokation. Und deshalb braucht es auch keine Rechtfertigung.

    Nun frage ich mich oft, warum ich etwas konsumieren sollte, das normalerweise Alkohol enthält, aber nun ohne angeboten wird? Dabei spielt es keine Rolle, worum es sich handelt. Warum versucht der eine oder andere trockene Alkoholiker, sich da heranzutasten? Da speilt es keine Rolle ob es um Getränke, Speisen oder Düfte geht.

    Wenn ich etwas in Verbindung setze kommt es für mich nicht infrage . Als ich zu Beginn meines Weges Bitter Lemon trank, löste es sofort Alarm in meinem Kopf aus. Synapsen und Neurotransmitter schienen eine Symbiose einzugehen, tanzten wild und freuten sich auf Wodka. Der Lemmon Geschmack allein genügte, um alte "nasse" Muster zu wecken. Sogar Bierwurst habe ich anfangs gemieden, obwohl dort kein Bier enthalten ist.

    Ist es wirklich notwendig, solche Dinge auszuprobieren? Keine Ahnung. Aber für mich ist es absolut entscheidend, nicht rückfällig zu werden. Mein Suchtzentrum ist schlau und kennt alle Tricks. Zuerst der vermeintliche Verzicht, harmlos und kontrolliert und dann, ganz unbemerkt, der Rückfall. Ein bekanntes Muster.

    Für mich gilt eine klare Regel: Alles, was nach Alkohol schmeckt, riecht oder aussieht – weg damit. Ich lebe trocken, und das ist kein Spiel.

    Ich möchte einfach mal allen Danke sagen. Spenden sind natürlich freiwillig, niemand muss, nur wer mag und kann.

    Aber in Kombination mit dem offenen Austausch hier, der genauso wichtig für den Erhalt unserer Gruppe ist, entsteht etwas wirklich Starkes. All das zeigt, wie wertvoll unsere gemeinsame Arbeit über all die Jahre geworden ist. Es ist nicht immer möglich, es jedem recht zu machen, und das ist auch in Ordnung.

    Denn gerade die Vielfalt an Erfahrungen und Meinungen unterstreicht, wie bedeutend unser Online-SHG ist und welchen Stellenwert es für viele von uns hat.

    Wir als Team bleiben euch treu und werden euch weiterhin in gewohnter Weise unterstützen.

    Ich Zähl dann die ganzen positiven Eigenschaften des nüchtern Seins auf , aber es ist anstrengend . Ich bin einfach nicht mehr stolz auf mich

    Bei mir gehen die Alarmglocken an, wenn die Euphorie verschwindet und zur Normalität wird, denn dann entsteht eine Leere. Und genau da kann es auch kritisch werden .

    Denn wenn der Alkohol keine Lösung mehr sein kann, aber die Probleme bleiben, rückt der Rückfall näher. Trocken zu sein ist für mich keine Leistung, kein Grund für Stolz oder Dank. Es ist eine Notwendigkeit. Eine Entscheidung, die ich treffen musste, um überhaupt weiterzumachen. Das war /ist auch keine Heldengeschichte, das ist meine Realität.

    Um mit dieser Normalität klarzukommen, brauchte ich etwas Neues für meinen Weg, etwas, das nicht betäubt, sondern Stabilität bringt. Ich musste aktiv werden, mein Verhalten analysieren, Muster durchbrechen und Neues aufbauen.