Beiträge von Hartmut

    ich hab da mal eine Frage, meinEx ist Alkoholiker....in seiner schlimmen Zeit bis April 2024 hat er 2 Flaschen Wodka am Tag getrunken. Aufgrund seines MPU Nachweises war er ein Jahr lang abstinend. Er hat jetzt seinen Führerschein wieder. Von meinem Sohn weiß ich als er zusammen mit ihm im Schwimmbad war, das er sich ein Weizen bestellt hat.....wie schätzt du das ein? Als kleinen Ausrutscher?.....Er ist momentan mit seiner Umschulung sehr im Stress, auch wird er jetzt schon nach 7 Monaten Beziehung zu seiner Neuen ziehen und seine eigene Wohnung aufgeben.

    Ferndiagnosen sind zwar nicht ideal, aber wenn das stimmt, hat er wegen der notwendigen MPU aufgehört und nicht, weil er erkannt hat, dass er Alkoholiker ist. Bremse reingezogen, mit geballter Faust den Tag nüchtern geblieben, und dann kommen die Suchtgedanken wieder hoch: "Siehst du, du bist kein Alkoholiker." Also wieder hoch die Tassen.

    Dass er eine neue Partnerin hat, ist auch nicht ungewöhnlich. Vielleicht hat er jemanden gesucht, der sein Trinkverhalten akzeptiert, vor allem, wenn er weiterhin davon überzeugt ist, kein Alkoholiker zu sein.

    Hallo Domino,

    Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet. Die Bewerbung für den geschützten Bereich erfordert andere Voraussetzungen, die noch nicht erfüllt sind.

    Du kannst jedoch in diesem Bereich überall schreiben, aber bitte in den ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich der neuen Teilnehmer. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Ich möchte nie mehr umkeheren und dahin gehen,

    wo ich mein Leben fast zerstört habe.

    Das war die erste Frage, und ich kann das auch nachvollziehen.

    Wir haben hier immer wieder Anmeldungen von Menschen, die abstinent leben oder wieder abstinent werden wollen, aber keine Alkoholiker sind. Das hast du noch nicht beantwortet.

    Jetzt kann ich was damit anfangen :)

    Leider bekomme ich aber auch schnell Angst was meinen Körper betrifft, weil ich mein leben vorher eigentlich gar nicht mehr nüchtern kannte.

    Nüchtern betrachtet nimmt man den Körper auch besser wahr und säuft sich nicht jedes Zipperlein weg.

    Um dich freizuschalten und an die richtige Stelle des Austausches zu verschieben, klicke unten auf den Link und bitte kurz um Freischaltung. Der nächstmögliche Moderator wird das dann übernehmen.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Willkommen zurück.

    Ich habe deine Beiträge von 2023 mit dem neuen Beitrag zusammengefügt.

    Ich weiß nicht, was dir Ferndiagnosen bringen sollen – das gehört in medizinische Hände. Aber bevor hier überhaupt ein Austausch stattfindet, gibt es ein paar Regeln zu beachten. Das ist erstmal der Vorstellungsbereich, in dem wir wissen wollen, mit wem wir es zu tun haben.

    Also, gehen wir mal strukturiert vor.;) Denn hier tauschen sich nur bekennende Alkoholiker mit dem Wunsch nach lebenslanger Abstinenz aus.

    Wie sieht es denn bei dir aus?

    Bist du Alkoholiker, siehst du dich selbst so, und ist der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz vorhanden?

    Sevius Domino, willkommen bei uns!

    Darf ich mich Eurer Gruppe anschließen??

    Nun ja, jeder der trockener oder trocken werdender Alkoholiker ist und eine lebenslange Abstinenz anstrebt, ist hier willkommen.

    Deshalb mal gleich mit der Tür ins Haus, bevor es weitergeht:

    Bist du oder siehst du dich als Alkoholiker, und ist der Wusnch einer lebenslange Abstinenz vorhanden?

    Ich kann meine Gefühle schlecht in Worte umsetzen.

    Suchtdruck habe ich schon lange nicht mehr. Bin jeden Tag dankbar, nicht trinken zu müssen.

    Das ist schön, seit zwei Jahren wieder trocken zu sein. Danke für die Nachricht.

    Das reine Lesen im geschützten Bereich ist aus Gründen der Anonymität nicht gewünscht. Dafür genügt das Lesen im offenen Bereich, der sehr umfangreich ist.

    Falls du es nicht so ausdrücken kannst, gibt es vielleicht eine andere reale Anlaufstelle? Eine reale SHG-Gruppe? Schließlich sind Digitalität und Internet nicht für jeden passend.

    , ist der finanzielle Aspekt der Abstinenz für mich tatsächlich schon eine große Hilfe beim Trockenbleiben!

    Und wenn du einen Gutschein bekommst, ein Jahr lang zu saufen, was das Zeug hält?;)

    Ich verstehe, was du meinst, aber ich habe es einfach reduziert, dass ich nicht mehr saufen kann – nicht im Sinne von runterschlucken, sondern dass ich nicht mehr damit umgehen kann. Es waren nur Nuancen auf meinem Weg, aber das macht es dann irgendwie einfacher.

    Und reduziert alle Hintertüren, wo sich die Sucht wieder einschleichen kann, und ich brauche keine Durchhalteparolen.

    Es geht nicht mehr, Fertig.

    Ohne Alkohol zu leben und sich trotzdem nicht frei zu fühlen, ist keine Ausnahme. Die Euphorie, die manche mit Abstinenz verbinden, ist oft nur das stille Bewusstsein: Ich muss nicht mehr trinken. Doch wer jahrelang von der Sucht geprägt war, weiß, dass dieser Verzicht keine Befreiung ist, sondern ein ständiger innerer Kampf mit dem Suchtgedächtnis.

    Das Suchtgedächtnis bleibt wachsam. Es flüstert, es schmeichelt, es bietet sich wieder als Lösung an ganz leise, ganz beiläufig. Es erinnert an die Zeit, in der Alkohol alles war: Allzweckwaffe, Trostspender, Fluchtpunkt. Er war immer präsent. Er bestimmte den Rhythmus des Tages, formte Reaktionen auf Gefühle, war Antwort auf Stress, Freude, Trauer, Einsamkeit.

    Nun ist er weg. Doch das Leben bleibt gleich.. Ohne den gewohnten Filter wird alles spürbarer – und das muss eben erst neu erlebt werden .

    Ich plane keinen rückfall ein, und ich finde es langsam echt anstrengend, das mir das hier immerwieder vorgehalten wird.

    Wie du es siehst oder fühlst, ist zunächst zweitrangig. Es geht um eine Sucht, die tödlich endet, wenn sie nicht gestoppt wird – sie kennt keine Gefühle.

    Wenn mir etwas mehrmals vorgehalten wird, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Deshalb sind wir alle hier im Austausch.

    Unser Weg hier ist es, zu vermitteln, wie man Risiken vermeidet und Stabilität erreicht, anstatt Strategien für ein nasses Umfeld zu entwickeln. Wir empfehlen, wie bereits erwähnt, im ersten Jahr ein alkoholfreies Umfeld zu schaffen, sowohl zu Hause als auch außerhalb.

    Es ist ratsam, Feste, Feiern und Veranstaltungen mit hohem Alkoholkonsum zu meiden, sich von trinkfreudigen Freunden zu distanzieren und die Zeit sinnvoll zu nutzen.

    Was ich bei dir sehe, sind bewusste Auseinandersetzungen mit Alkohol, Besuche von alkohlastigen Treffen/ Geburtstag und der Glaube, immer wieder standhalten zu können.

    Natürlich kannst du aufschreiben, was dich beschäftigt, aber entscheidend ist, was du daraus machst. Es geht hier nicht um uns, sondern um dich. Aber e Etwas nur gedanklich umzusetzen, reicht nicht aus.

    Gerne hätte ich auch Sachen erzählt, die mich triggern, wo ich aber stark war, weil ich da stolz drauf bin.

    Sucht hat nichts mit Stärke zu tun, denn das würde einen Kampf bedeuten. Sucht heißt vielmehr zu erkennen, dass ich es selbst nie vollständig unter Kontrolle habe.

    Wenn es tatsächlich um Stärke oder Widerstand ginge, wäre doch niemand zum Alkoholiker geworden, oder?

    Gestern Abend hab ich bei Spotify das Buch von Alen Carr- endlich frei vom Alkohol (oder so ähnlich)zum Anhören gefunden.

    Das Buch hat mich beinahe das Leben gekostet. Ich dachte, ich könnte mich dem Alkohol einfach stellen, ohne mich wirklich zu bewegen. Als würde das bloße Konfrontieren reichen und dann weitergesoffen, was das Zeug hält.

    Bei dir klingt es, als wäre der nächste Rückfall schon eingeplant – nicht als Ende, sondern als Teil des Weges. Vielleicht sogar als Chance, wieder aufzustehen, statt endgültig zu fallen. Ganz ehrlich, die Ernsthaftigkeit von Alkoholismus scheinst du nicht ganz erfasst zu haben. Als Junkie müsste dir das doch eigentlich klar sein.

    Und dann ist da noch die andere Seite: Bei jedem Buch hängt ein Geschäftsmodell dran. Polemik verkauft sich eben gut. Es geht nicht nur um Hilfe oder Wahrheit es steckt auch einfach der Wunsch dahinter, mit Schmerz Geld zu verdienen.

    Noch was, am Montag sind wir zu nem Geburtstag eingeladen. Alle trinken dort. Geburtstagskind selber alki ohne Einsicht.

    Was mich interessiert, ist, was du hier bei uns möchtest, wenn du ohnehin alles ignorierst, was dir an Erfahrungen mit auf den Weg gegeben wird? Wir sind hier kein fröhlicher Plauderverein, wo man sich trifft und wild Theorien in den Raum wirft.

    Oder suchst du den schnellsten Weg in den Rückfall? Da bist du hier verkehrt

    Hier mal die Grundbausteine.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Stromer

    Schön, dass er noch da ist.:) Wenn sich jemand eine längere Zeit nicht meldet, wirkt das oft wie ein Rückfall – und nicht wie eine Leistung wie die Meldung „900 Tage trocken“. 900 Tage – das sind umgerechnet 2,465 Jahre sind dein Erfolg.

    Glückwunsch dazu.

    Den Satz verstehe ich nicht richtig, also wie der gemeint ist. Vielleicht kannst du das weiter ausführen.

    Immer wenn du in Situationen kommst, in denen Alkohol angeboten wird – ob beim Essen in der Gaststätte, auf Feiern, Veranstaltungen, bei Freunden, Geburtstagen oder sogar beim Arzt – spürst du einen inneren Druck, erklären zu müssen, warum du nichts trinkst.

    Sei es Alkohol im Essen oder bei medizinischen Eingriffen wie einer Narkose , ständig fühlst du dich gezwungen, dich zu rechtfertigen.

    Dabei wäre die einfache Antwort: „Ich bin trockener Alkoholiker.“

    Diese Aussage ist Erklärung genug. Sie verdient Respekt ganz ohne Nachfragen oder Diskussionen.

    Ich glaube aber jetzt nicht daran, dass man mich als Alkoholiker entlarven möchte. Eher an ein zufälliges Erkennen. Ich habe einfach Angst im RL auf jemanden zu treffen, der so viel über mich weiß. Aber vom Kopf her weiß ich auch, dass die Wahrscheinlichkeit eher gering ist. Eine Selbsthilfegruppe im RL ist eigentlich auch absolut utopisch gedacht, weil ich da erst rechts nichts erzählen würde und fremde Menschen eher meide.

    Wenn Trockenheit Zufriedenheit bringt, ist alles wunderbar. Aber wenn die Angst, als Alkoholiker enttarnt zu werden, größer ist, hat das wenig mit Zufriedenheit zu tun.

    Ich bin jetzt seit 18 Jahren trocken, nicht um anzugeben, wie großartig das ist – oder auch nicht. Dennoch werden immer noch meine "nassen Geschichten" erzählt – peinliche Situationen, auffällige Momente. Das Komische daran: Nur aus der nassen Zeit erinnert sich jeder an die Details.

    Das Spannende ist: Niemand hat mir je einen Vorwurf gemacht, dass ich nichts mehr trinke. Und das zeigt mir, dass es so, wie ich lebe, in Ordnung ist. Wenn man mit sich selbst im Reinen ist, fühlt sich Trockenheit nicht wie ein Verzicht an.

    Aber wenn ich mich hinter meinem Alkoholismus verstecke, führt das irgendwann zu Problemen.

    Heute ist nach 17 Tagen Abstinenz der Bierdurst Recht stark

    Mit der Faust in der Tasche nüchtern zu bleiben, hat noch nie funktioniert – jedenfalls klingt dein Weg für mich so. Versuchst du, allein durch Nachdenken trocken zu werden?

    Zumindest ignorierst einen alkoholfreien Haushalt, schaust fröhlich zu, wenn andere trinken, und suchst Gründe für den Saufdruck in deinem Umfeld. Wenn mir Nüchternheit so wichtig ist, sorge ich zunächst dafür, mich selbst zu schützen: alkoholfreie Wohnung, alkoholfreies Umfeld, offener Umgang – niemand muss in meiner Nähe trinken.

    Wenn dein Partner sein Bier trinken möchte, kann er das woanders tun, oder er hat selbst ein Problem.

    Was bedeutet eigetlich ein Rückfall für dich, denn es scheint ja so zu sein, dass dein Umfeld wichtiger ist als deine Nüchternheit. Bist du es dir nicht wert? Es gibt doch einen Grund, warum du aufgehört hast zu trinken, oder?