Beiträge von Hartmut

    Falls das ein Test ist.

    Ich spiele nicht mit der Sucht, deshalb mache ich auch keine Tests. Zudem schicke ich grundsätzlich niemanden von hier in eine andere Gruppe oder empfehle Suchtberatung.

    Der User, der sich hier anmeldet, hat seine ganz eigenen Gründe warum er hier ist und eben nicht gleich dort. Hätte mich damals jemand woanders hingeschickt, wäre ich sicherlich nicht begeistert gewesen.

    Alles, was ich wissen wollte, habe ich hier vor Ort gefunden.

    Trotzdem halte ich mir alle Optionen offen. Obwohl ich die letzten 18 Jahre nichts anderes als dieses Forum als meine Selbsthilfegruppe angesehen habe, schließe ich nicht aus, im Falle eines mir unbekannten Notfalls auf etwas anderes zurückzugreifen.

    Vor 18 Jahren war das Internet ein Eldorado der Online-Selbsthilfegruppen. Heute sieht man nur noch ein paar verstreute Überbleibsel. Wer gibt mir die Garantie, dass dieses Forum in 10 Jahren noch existiert? Oder werde ich hier gesperrt oder zu Hause stellt mir jemand den Strom ab?

    Am Ende des Tages bin ich immer noch für mich selbst verantwortlich.

    In einer Partnerschaft sollte eigentlich gegenseitige Unterstützung und Vertrauen im Vordergrund stehen, ohne den Drang, eine "Gegenrechnung" zu stellen. Für den anderen da zu sein, weil man es möchte und weil man sich gegenseitig schätzt und respektiert.

    Eine gewisse Balance ist zwar wichtig, dass beide Partner gleichermaßen glücklich und erfüllt sind. Aber das Gefühl, dass man ständig abrechnen muss? ich weiß nicht.:whistling:

    Als er noch Alkohol konsumierte, hatten wir derartig ungesundes Essen nicht im Hause, und ich wog 7 kg weniger.

    Hat er dich gezwungen das zu essen? Bist du esssüchtig?

    ielleicht werde ich sogar in meiner ganz besonderen, einfühlsamen Art und Weise meine Eindrücke hier zum Ausdruck bringen.

    Nun mein Fazit zu dieser Doku. Hirsrchhausen

    Ein profitables Festhalten an der Sucht, das auf die Gesundheit des Säufers pfeift, nur damit er nicht aus dem lukrativen System des "Alkohol-Konsums" herausfällt. Dass dies von trinkfreudigen Alkoholikern als heiliger Gral angesehen wird, weil Ärzte und YouTube-Trockenheitsgurus ihren Teil dazu beitragen, ist kaum überraschend.

    Und wenn er tatsächlich aussteigen will und hier möglicherweise landet, kommt er wieder auf dem harten Boden der Realität an. Dafür wird gesorgt. Sollte er jedoch aufgrund der Dokumentation im Sinne von "heilend" diskutieren wollen, ist er verkehrt und eben noch nicht so weit und kann sich weiterhin dem Saufen zuwenden.

    Ich hatte das Gefühl in einer Gruppe zu sein wohin alle durch gerichtliche Auflagen geschickt wurden, man ist da weil man muss...

    MPU-Gruppen sind keine Unbekannten.

    Auch hier tauchen immer mal wieder Leute auf, weil sie zur MPU müssen und nach außen hin zeigen wollen, dass sie aktiv etwas tun. Aber wenn jemand nur wegen einer MPU trocken wird, ist das meist nicht von langer Dauer.

    Jedoch ist die Gruppe nur so gut, wie ich sie persönlich annehme, sei es online oder real. Der Ablauf ist, wenn ich das Face-to-Face abziehe, derselbe. Es kommen immer nur neue Mitglieder dazu, und wenn alteingesessene dabei sind, dann geht es eben nicht mehr ins Detail. Nur wenn wieder jemand Neues dazukommt.

    Der Unterschied ist, dass hier fast täglich neue Alkoholiker in einer ähnlichen Situation auftauchen, während dies in der realen Gruppe nicht der Fall ist. Zumindest so wie ich es kenne.

    Bei Veranstaltungen ist generell IMMER Alkohol im Spiel .

    Nein ist es nicht. Das ist Bullshit.

    Um nicht mit Alkohol konfrontiert zu werden , dürfte ich nicht mehr mein Haus verlassen , noch nicht einmal einkaufen.

    Das ist auch nicht korrekt. Wenn ich jedoch nur darauf zugehe und mein Denken entsprechend ausrichte, dann schon.

    Das kommt für mich nicht in Frage

    Das ist deine Sache. Du kannst gerne in deinem nassen Umfeld bleiben und tun, was du möchtest. Aber erzähle hier nicht so einen Unsinn, dass es das alles nicht gibt.

    Wenn ich mich nie aus einem nassen Umfeld herausbewegt habe, sehe ich eben nichts anderes. Wenn mein Augenmerk beim Einkaufen nur auf die Flaschen gerichtet ist, dann bin ich eben noch 'pitsche patsche nass' in meinem Denken.

    Wenn der Alkohol den Kopf noch nicht verlassen hat, dann ist die ganze Welt eben noch 'nass'.

    Am Anfang dachte ich genauso, denn ich war noch nicht mit mir und meiner Sucht im Reinen. Ich kämpfte noch mit dem Verzicht und wollte alles nicht wahrhaben.

    Gebe ich nicht einen Teil meiner gefühlten Kontrolle an die äußere Welt ab, wenn ich das mache?

    Kannst Du erläutern, wie Du das genau meinst?

    Ich treffe meine Entscheidungen abhängig von den Menschen, ob ich mich oute oder nicht. Daher nehme ich das Risiko in Kauf, mich in Situationen zu befinden, die für mich gefährlich sein könnte.

    Ich oute mich schließlich nicht in einem Schachclub, wo ohnehin kein Alkohol getrunken wird.

    Die Wohnung muesste eigentlich mal ordentlich geputzt werden, aber da könnte der Gedanke aufkommen, mir eine Belohnung verdient zu habe. Wieder diese nassen Gedanken, deswegen verbringe ich im Moment viel Zeit im Bett.

    Nun musst du dir keine Sorgen machen, ich werde deine Wohnung nicht putzen. Aber du hast Belohnung angesprochen. Wie belohnst du dich denn anstatt mit Alkohol? Es ist wichtig, das Gehirn umzuprogrammieren.

    Marathon auf dem Sofa, gefolgt von einem fünfminütigen Workout mit den Chips-Tüten?:whistling: Oder du schnappst dir ein Hobby, von dem du vorher nicht mal wusstest, dass es existiert;) Hörst Musik, die du lange nicht mehr gehört hast. Es gibt so vieles, ich muss es nur tun.

    Das hat mich dazu gebracht mir einzugestehen, dass ich eine Alkoholikerin bin

    Es war ja nicht so, dass ich während meinen Trinkpausen kein Alkoholiker war. Zumindest in den letzten Jahren war ich das schon.. Ich konnte es mir einfach noch nicht eingestehen.

    Der Plan, "einfach nicht trinken" und zu denken "ab jetzt schaffe ich es, nüchtern zu bleiben", reichte schon damals nicht aus. Warum sollte es ab der Erkenntnis, Alkoholiker zu sein, ausreichen?

    Eigenschutz hat nichts mit Verzicht zu tun, es ist ein Gewinn für mich.

    Gestern war ich auf so einem Kaffeekraenzchen, manchmal wird das mit einer Runde Eierlikör abgeschlossen. Die Gastgeberin hat mir den angeboten, obwohl sie dabei war, als ich letzte Woche sagte, es ist dry January für mich. Ich habe mich darüber geaergert. Von 6 Leuten haben 3 den Eierlikoer getrunken, das war dann besser.

    Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Ein alter Spruch, der mir immer wieder in den Sinn kommt. Es ist mir unverständlich, wie du trotz mehrerer Rückfälle dich dem immer wieder aussetzt. Was machst du anders als früher?

    Und dann dieser 'Dry January' – heißt das, du kannst im Februar wieder saufen? Für mich gibt es nur eines: Tag für Tag trocken bleiben, mit dem Ziel lebenslanger Abstinenz.

    Die Alternative, alleine zu Hause zu bleiben, gefaellt mir aber nicht. Ich bin froh, dass ich jetzt z.B. auch spontan eine Einladung am gleichen Tag annehmen kann, well ich nuechtern bin.

    Das ist absoluter Nonsens.

    Natürlich, in meinen nassen Zeiten war ich nur auf nasse Veranstaltungen – schließlich musste ich ja saufen ! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es auch noch eine trockene Welt gibt. Aber, Überraschung, die gibt es tatsächlich! Man muss nur den Mut haben, es auszuprobieren und sich nicht schon im Vorfeld in Hilflosigkeit manövrieren, indem man allein zu Hause bleibt.

    Natürlich verstehe ich, dass man sich am Anfang ausgeschlossen fühlt und ständig das Gefühl hat, auf etwas verzichten zu müssen – schließlich möchte man dazugehören. Aber es lohnt sich über den Tellerrand zu schauen und die Alternativen zu entdecken, die da draußen warten.

    kAnnst du mir sagen ob und was ich falsch mache?

    Es gibt nicht richtig oder falsch, sondern lediglich Austausch, der mir nützt oder nicht. Bei meiner Ankunft suchte ich gezielt diejenigen auf, die Kritikpunkte hatten, denn etwas stimmte ja offensichtlich nicht. Vorsichtig war ich hingegen mit jenen, die nur Schulterklopfer verteilen oder mir nach dem Mund reden. Mein Rat wäre: Gehe dorthin, wo es wehtut, denn dort liegt der Weg.

    Was hast du denn zu verlieren? Du bestimmst das Tempo. Der Vorteil gegenüber ner reale Selbsthilfegruppe ist, dass das Geschriebene nicht weg ist. Kannst du dir jederzeit wieder angucken. Versprochen: Nach nem Jahr Abstinenz wird dir vieles von dem, was jetzt noch unklar ist, automatisch klarer.

    @allgemein gehalten.

    Willkommen im Alkoholiker-Forum,;) wo Austausch das A und O ist.

    Selbsthilfe? Die tragen wir nicht nach, und wenn jemand sein Tagebuch öffentlich macht, dann ist das eben Austausch. Ansonsten kann man das auch im stillen Kämmerlein machen. Erwartet bloß nicht, dass alles hier mit eurem Denken übereinstimmt.

    Hier geht es um die Sucht und nicht um Small Talk. Es ist richtig, dass es manchmal härter wird, aber das ist der Sucht geschuldet.

    Niemand wird gezwungen, sich auszutauschen. Wenn jemand keine Lust mehr hat, kann er sich an uns wenden, und wir schließen den Thread. Punkt.

    Ich verstehe, dass am Anfang alles nervt – die Emotionen Kapriolen schlagen, ist auch normal. War bei mir auch so. Jedes Wort wird dreimal umgedreht und die Welt scheint gegen einen zu sein.

    Da muss man eben durch oder sich einen Platz suchen, der den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Ob das nun böse oder gut gemeint ist, steht nicht zur Debatte.

    Die Opferrolle, die ich als nasser Alkoholiker hatte, weil ich mich in eine Selbstmitleids-Orgie gesoffen habe, habe ich vor der Tür des Forums gelassen.

    Ein Tipp zu Beginn des Austauschs, da es für einige möglicherweise neu ist: Lest den inhaltlichen Beitrag und sucht nicht verkrampft nach einem persönlichen Angriff.

    Öfter gehört, dass sich welche outen, weil sie hoffen, dass ihre Umwelt dann auf sie aufpasst. Also sich gerade outen, um Verantwortung abzugeben.

    Das kann natürlich sein, aber 'aufpassen' heißt ja nicht wirklich aufpassen. Stattdessen stellt man sich selbst unter den Scheffel als Sicherheit: Wer will denn schon wieder saufen, wenn die Öffentlichkeit es weiß?

    Wenn ich das so mache, wie du es beschreibst, tausche ich nur die Flasche gegen Menschen aus. Dann bin ich nicht mehr nur von der Sucht abhängig, sondern auch von den Aufpassern. Es steht dann eher "Kümmere dich um mich oder ich saufe wieder" im Vordergrund.

    40 Jahre und ja das kam vor

    Ein unausgesprochenes Gesetz besagt, dass man erst dann wirklich trocken ist, wenn die Anzahl der Jahre, die man gesoffen hat, von der Zeit der Trockenheit überschritten wird.:mrgreen:

    Also, wenn du 20 Jahre lang wie ein Fisch im Wasser gelebt hast, dann brauchst du auch 20 Jahre der Trockenheit, bevor du das Prädikat 'trocken' überhaupt in Erwägung ziehen kannst.

    Das war jedoch nur scherzhaft gemeint und ich wünsche dir ein zufriedenes und langes Leben, damit du es erreichst.:whistling:;)

    Warum, jetzt sind es schon 27 Tage, was nichts ist das ist mir aber schon bewusst.

    Wie viele Jahre hast du getrunken und in welchem Verhältnis stehen 27 Tage dazu? Und Hand aufs Herz: Wär's da und dort nicht verlockend, einen Schluck zu nehmen? Schleicht sich dieser Gedanke nicht in deinen Kopf?

    Wenn das nicht so ist, Gratulation. Wenn doch, dann ist es eben nur eine Zeit, der standgehalten werden kann.

    Ich möchte nicht so rüberkommen als wüsste ich es besser und finde einen besseren Weg für mich, so ist das nicht.

    Also, mal Tacheles: Es geht hier nicht darum, das du verkehrt denkst oder was du machst, das ist nicht unser Bier. Wir sind trocken, und wenn jemand in der Kneipe zufrieden trocken bleiben kann, dann ist alles in Butter.

    Mir sind Alkoholiker auf dem Weg zur Trockenheit, die ehrlich und ungeschönt ihre Gedanken hier niederschreiben lieber , anstatt sie für sich zu behalten, weil sie Angst haben, eins auf den Deckel zu bekommen.

    Es geht hier nicht um persönliche Angelegenheiten, da stecke ich nicht drin. Es geht nur um die Sucht, die keine Emotionen hat und froh ist, die Lücken zu nutzen, die der Alkoholiker bietet, um endlich wieder saufen zu können

    Nun, du kannst es schaffen, wie jeder es auch kann, aber nur für sich allein.

    Meine Familie leidet stark darunter und an Silvester musste mir mein Sohn nach einem Sturz auf die Beine helfen, da ich seit ein paar Monaten motorische Probleme habe besonders nach dem Konsum denke ich das ich Alkoholische Polyneuropathie habe.

    Dein Eingangspost: Das ist die Alternative, wenn es zum Rückfall kommt. Auch nicht gerade entspannend, oder?

    Unweigerlich bewegst du dich darauf zu, wenn du deiner Sucht eine vermeintliche Entspanntheit unterordnest.

    Das Argument des Missionierens, ohne etwas aufzuzwingen, kannst du getrost vergessen – das zieht nicht. Vorgeschobene Gründe sind schließlich die Grundausstattung jedes Alkoholikers.

    Wenn du nicht bereit bist, etwas einzufordern, ist das in Ordnung. Aber bitte, belüge dich doch nicht selbst. Täusche dich nicht mit einer falsch verstandenen Rücksichtsnahme

    Also ich hoffe wir hören uns in 10-14 Tagen wieder.

    Bin gespannt.