Beiträge von Hartmut

    Danke für die einfühlsamen und belehrenden Worte. Ich hatte die Hoffnung auf verständnisvoll Menschen zu treffen, die mir Einblicke in die Irrungen und Wirrungen eines Quartalstrinkers geben können. Aber nach diesem Forum geht es mir eher schlechter. Vielleicht einfach bisschen weniger ich und bisschen mehr wir. Alles Gute f0r euch

    Vielleicht hast du dich auch geirrt, was das hier für ein Forum ist? Es ist kein primärer Austausch über die Irrungen und Wirrungen eines Alkoholikers und was er dir antut. Es ist ein Selbsthilfe-Forum, wo das 'Wir' nicht passt, da jeder Alkoholiker oder Co-Abhängige nur aus der Summe des Ganzen seinen eigenen Weg finden muss. Sich nur selbst helfen kann.

    Denn es haben sich gerade die verständnisvollen und erfahrenen User hier gemeldet, die genau wissen, wie oder was sich in einem Co-Abhängigen oder einem Alkoholiker abspielt.

    Es ist jedoch auch so, dass, wenn es keine Hilfe für dich ist, du entweder noch nicht so weit bist oder nur das lesen Möchtest was zu deinem Denken passt. Vielleicht lässt du es erstmal alles sacken denn dein Anspruch war ja Hilfe zu bekommen .

    Ansonsten wünsche ich dir, dass du dich wichtig nimmst und darauf achtest, was dir gut tut.

    Ja, die Erkenntnis ist wichtig und kann befreiend wirken. Außerdem sollte der Wunsch nach lebenslanger Abstinenz bestehen. Ist das bei dir auch der Fall?

    Nun sollte dein nächster Schritt der Besuch bei einem Arzt sein, der deine körperliche Entgiftung vom Alkohol überwacht. Das, was du gerade machst, nennt sich kalter Entzug und kann schwerwiegende Folgen haben. Lies dir mal den Artikel durch.

    Das Forenteam
    14. Mai 2021 um 22:29

    hallo Lightlive

    willkommen bei unser Online SHG.

    Nun schreibst du, dass du seit 4 Tagen trocken bist. Das würde voraussetzen , dass du dich als Alkoholiker siehst. Ist das der Fall?

    Siehst du dich selbst als Alkoholiker? Da lese ich erstmal nichts raus.

    Ist hier irgendjemand Quartalstrinker? Ich habe das Gefühl, dass der Unterschied zwischen Quartalstrinker und Spiegeltrinker nicht ganz klar ist.

    Wie kommst du darauf? Der Unterschied ist bekannt, aber inwieweit hilft es dir, diesen zu kennen? Kann dieses Wissen darüber dich aus deiner leidlichen Lage befreien?

    Zudem Saufen kein Verbrechen ist, und jeder, den es stört, kann seine eigenen Konsequenzen daraus ziehen. Oder macht es für dich selbst einen Unterschied, ob er sich quartalsweise oder jeden Tag besäuft?

    Ich danke dir für deine Post- Ich möchte dazu mal etwas schreiben was eventuell zur Klarheit beiträgt.

    Dieses Forum lebt von seiner - aus leidvoller Erfahrung und nicht nur angelesenem Wissen - gewachsenen klaren Kante gegenüber Alkohol. Und das ist gut so, denn die Sucht kennt nun mal nur Schwarz und Weiß, keine Zwischentöne.

    So sieht es aus:

    Die jahrelangen Erfahrungen der Langzeit-Trockenen, die die Grundbausteine mit größtmöglicher Risikominimierung ins Leben gerufen haben, und die nachgewiesene Funktionalität geben den Usern die größtmögliche Chance, hier trocken zu werden und vor allem zu bleiben. Es ist ein schnelllebiges Geschäft, und Rückfälle sind an der Tagesordnung. Nicht jeder überlebt so einen Rückfall.

    Ich sehe es auch als Teil der Mitverantwortung des Forums an, Rückfälle zu vermeiden. Aus der Sicht des Alkoholikers ist jedoch jeder für sich selbst verantwortlich.

    Es werden auch in Zukunft User hierherkommen, die ihre eigene Philosophie mitbringen und auf Meinungen mehr Wert legen als auf Fakten. Oder weil sie irgendwo anders gehört oder gelesen haben, dass es angenehmere Wege gibt.

    User, die nicht bereit sind, sich hier in einer Online-SHG für Alkoholiker als Alkoholiker zu bezeichnen, sehen wir als kritisch an. Wie sie sich anderswo bezeichnen, ist egal. Jedoch geht es erst ab dieser Erkenntnis hier eben weiter.

    Dann kommen User und suchen nach einer neuen 'Work-Life-Alkoholiker-Trocken-Werd-Balance', wenn ich es mal so nennen darf. Statt auf die Grundbausteine zu setzen, suchen sie lieber im Internet nach Podcasts und Videos im Influencer-Stil. Diese Ansätze wollen sie natürlich auch hier einbringen, weil sie überzeugt davon sind.

    Sie wollen genau das tun, was sie uns vorwerfen: etwas überstülpen. Sie können sich doch dort austauschen, wo es für sie persönlich abgestimmt wird. Wir hier legen jedenfalls das Augenmerk auf Selbsthilfe und nicht auf hypothetische Annahmen.

    Ich frage mich nur, warum das sinnvoll sein soll, wenn altbewährte Methoden die besten Erfolgsaussichten haben. Es geht ja nicht um Smalltalk, sondern ums Überleben. Und wer länger hier dabei ist, hat auch einen Weg in den Grundbausteinen für sich gefunden, auch wenn er nicht alles aus diesen umsetzen konnte.

    Es ist auch nicht so, dass wir es den Usern hier übelnehmen, wenn sie sich nicht mit uns identifizieren können. Bei weitem nicht. Wenn sie woanders zufrieden trocken werden, haben sie doch alles richtig gemacht. Und ich freue mich für jeden Einzelnen persönlich.

    Zudem kamen in den letzten 20 Jahren immer wieder Rückkehrer, die genauso willkommen geheißen werden, egal wie sie damals eingestellt waren oder gegangen sind.

    Habe Fertig :mrgreen:

    Alkoholiker ist nicht nur ein Begriff, sondern ein Zustand, in dem sich jemand befindet. Zu Beginn meines Weges war es mir wichtig, nüchtern zu bleiben und bestand darauf dass niemand in meiner Gegenwart trinkt. Wenn nicht habe ich den "nassen" Bereich verlassen.

    Das ist heute nach 17 Jahren nicht mehr so streng, aber gerade am Anfang werden die Grundlagen gelegt. Wenn ich da schon Zugeständnisse mache und inkonsequent bin, wer soll mich dann ernst nehmen mit meiner Krankheit?

    Dann hätte ich mich ja auch irgendwann nicht mehr ernst genommen.

    ch meinte eher einen grund zu saufen. stressoren wird das hier genannt glaube ich.

    Wenn sie süchtig ist, gibt es nur den Grund Sucht. Die Sucht nimmt alle Anlässe, um trinken zu müssen. Oder glaubst du wirklich, dass es dann aufhört, wenn du einen Auslöser oder Stressfaktor ausgemacht hast?

    ich hab vor mich an die suchtberatung zu wenden und dort nach einer Einschätzung zu fragen. die arbeiten mit dem thema und haben da hoffentlich einen neutraleren Blick drauf als wir alle hier.

    Nun machen wir seit 20 Jahren nichts anderes, als uns mit den Auswirkungen der Sucht auf Alkoholiker und Co-Abhängige auseinanderzusetzen. Das betrifft nicht irgendetwas Neutrales, sondern den Kern des Problems.

    Übrigens, der Außenstehende kann einschätzen, was er will – es ist immer der Betroffene, der es einschätzen muss. Macht er es nicht, kannst du alles in die Tonne hauen.

    Welchen Grund kann es geben, sich in die Sucht zu saufen? Ich wurde ja nicht von heute auf morgen süchtig, das war ein jahrelanger Prozess, zudem ich wusste, dass ich süchtig werden kann.

    Freiwillig in die Sucht bin ich jedenfalls nicht gegangen. Das Problem war, dass ich irgendwann den Unterschied zwischen Grund und Sucht nicht mehr erkennen konnte. Oder besser gesagt, es gab nur einen Grund zu trinken, und das war die Sucht.

    Deswegen ist es für mich auch egal, wie der Anfang des Trinkens war oder was dafür verantwortlich gemacht werden könnte. Ich habe den Absprung nicht geschafft, das war alles.

    Jetzt eine konkrete Frage zur Abstinenz. Wenn man sich dafür entscheidet (und ja, sie muss sich dafür entscheiden) - wie ist das beste Vorgehen?

    Schreibst du eine Abhandlung von der Sucht unter dem Deckmantel, sie verstehen zu wollen? Das ist hier nicht erwünscht. Es ist kein Abfrageforum.

    Es steht ein ganzes Archiv voll mit Threads von Alkoholikern und Co. bereit. Da kannst du alles herauslesen, was du denkst, für dich zu brauchen.

    Und mal Tacheles. Hier sind User, die sich darum bemühen, aus ihrer Sucht herauszukommen und damit zu leben. Wenn du das auch wünschst, bist du hier richtig. Wenn nicht, solltest du dir ein anderes Forum suchen, das dies anbietet.

    Vielleicht erklärst Du es mir was dieser blöde Versuch mit dem Bademantel sollte.

    Streit suchen?

    Das ist nicht wichtig, wenn du bereit wärst, dich davon zu lösen, käme diese Frage nicht. Du musst eben noch ein paar Runden drehen, bevor du deinen Tiefpunkt erreichst. Ich schließe mich auch Momo2006 an.

    Lies deinen Thread durch, da steht alles drin.

    Die Beziehung ist eine klassische ON/Off Beziehung. Immer wenn ich merke dass sie mich wieder belügt habe ich für ein paar Wochen Schluss gemacht.

    Nun, das war ja der Eingangssatz von dir und es läuft wieder alles darauf hinaus. Es hatte ja immer geklappt. Einer knickt ein.

    Das Buch ist geschrieben und mehrfach gelesen worden, und egal, ob es anders interpretiert wird, das Ende steht geschrieben. Man kann kein neues Kapitel hinzufügen, nur ein neues Buch schreiben.

    Und mal ehrlich, was ist denn an dem Bademantel so toll, dass sie ihn dringend brauchs? Das ist doch nur ein Vorwand, um Kontakt zu haben und alte Wäsche zu waschen. Oder glaubst du, dieser ominöse Bademantel hat einen anderen Grund?

    Und öffnest ihr die Tür, um nett zu sein und keine Diskussion zuzulassen? Ich denke du hast damit noch nicht abgeschlossen, sonst hättest du den Bademantel geschickt.

    Wo ich mir unsicher bin, lasse ich es weg und suche nach Alternativen.

    Selbst wenn die Gefahr gering ist, spielt der Kopf eine wichtige Rolle. Würde ich es trotz der Unsicherheit und dem Wissen, dass Alkohol enthalten ist, ausprobieren, gehe ich auf Konfrontation oder betreibe schon mal anfängliches kontrolliertes Trinken.