Naira - ich stelle mich vor

  • Guten Morgen Naira.

    Ich gebe bei einer Reservierung direkt an, dass z. B. die Minibar leer sein soll.

    Früher habe ich die immer ausgeräumt und erst mal mit meinen Bierdosen gefüllte. Morgens dann wieder umgeräumt.

    Gut, dass Dein Partner dabei ist. So alleine mit der Weinflasche... Klingt einfach gefährlich.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Huhu Neira,

    ich hab auch schon mal in einem Hotel, bei dem ich wusste, dass zur Begrüßung Sekt auf den Tisch ins Zimmer gestellt wird, eine email hingeschrieben, dass sie für mich keinen Alkohol hinstellen sollen und wenn sie mir unbedingt einen Gefallen tun wollen sie mir mit einer Tafel Schokolade ne Freude machen :mrgreen:

    Hat sogar geklappt :saint:

  • Wäre ich alleine hätte ich sie gerade zurück gebracht und den Aperitif abgelehnt. Aber so hatte mein Partner mehr. Bzw. was er mit dem Wein macht ist mir eigentlich egal. Solange er ihn nicht vor meinen Augen trinkt. Bei allem anderen stört es mich nicht mehr. Wein traue ich mir so in der Zweisamkeit noch nicht zu. In grossen Gruppen, wo fast niemand was trinkt, geht es eher.

    Aber ich merke schon einen grossen Unterschied zwischen früheren Versuchen und dem jetzigen Aufhören. Diesmal ist es mir ernst. Und da genügt einfach nichts mehr trinken wirklich nicht. Es ist viel mehr Arbeit als ich dachte. Vor allem der Umgang mit den Gefühlen, das beachten der eigenen Bedürfnisse, lernen nein zu sagen und Grenzen zu ziehen… ist nicht ohne. Ich bin dankbar das jetzt noch lernen zu dürfen. Es hilft mir auch in anderen Bereichen hoffentlich.

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Niebuhr)

  • Aber ich merke schon einen grossen Unterschied zwischen früheren Versuchen und dem jetzigen Aufhören.

    Alleine schon deine Wortwahl macht ja den großen Unterschied: Früher waren es Versuche. Jetzt ist es Aufhören.👍

    Nur den Alkohol weglassen, reicht nicht. Das hast du super erkannt.
    Was machst du denn jetzt schon anders als bei deinen Versuchen? Ich meine, hat sich in deinem Alltag was verändert?

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Guten Morgen Neira,

    einen Gedanken möchte ich Dir noch hier lassen: Ich habe am Anfang meines abstinenten Weges auch schon mal einen angebotenen Schnaps auf den Tisch stellen lassen und dachte mir "kann ja jemand anderes nehmen".

    Das mache ich heute ganz bewusst nicht mehr, weil ich stattdessen lieber ganz überzeugt diesen bescheuerten Schnaps ablehnen möchte.

    Es wird dann irgendwie zur Normalität, zu sagen "Nein danke, ich trinke keinen Alkohol". Irgendwie macht das innerlich etwas (positives) mit mir. Es stärkt mein Selbstbewusstsein, weil es doch MIR nicht unangenehm sein muss, diese blöde "Gastfreundlichkeit" nicht anzunehmen. Sollen die halt den Schnaps wieder mitnehmen, wenn ich nicht vorher gefragt wurde, ob ich überhaupt einen will.

    Man kommt als trockener Alkoholiker ja so manchmal im Leben in die Situation, Alkohol abzulehnen. Je öfter ich das gemacht habe, umso selbstverständlicher ist das dann in Fleisch und Blut übergegangen.

    Ich glaub, Du weißt was ich meine.

    Als ich damit angefangen hatte, hat ein Bekannter mal zu mir am Tisch gesagt "Lass den doch nächstes Mal abstellen, dann trink ich den".

    Meine Antwort: "Wenn Du einen zweiten willst, dann bestell Dir halt einen. Ich nehme keinen Alkohol an, der für mich gedacht war". Fertig.

    Nur mal so als Gedanke.... Was Du dann letzendlich machst, ist Deine Sache. Ich kann nur halt aus Erfahrung sagen, dass ich lieber selbstbewusst ablehne.

    Einen schönen Sonntag für Dich :)

    LG Cadda

  • Als ich damit angefangen hatte, hat ein Bekannter mal zu mir am Tisch gesagt "Lass den doch nächstes Mal abstellen, dann trink ich den".

    Meine Antwort: "Wenn Du einen zweiten willst, dann bestell Dir halt einen. Ich nehme keinen Alkohol an, der für mich gedacht war". Fertig.

    Ich habe das an meinem ersten Geburtstag, ohne Alk, erlebt. Meine Mutter hatte mich zum Griechen eingeladen.

    Sie sagte ich solle den Uzo annehmen und stehen lassen. Sie würde ihn trinken.

    Als die Frage dann von der Bedienung kam, habe ich "ja" gesagt.

    Das hat sich extrem falsch angefühlt und mich noch den halben Abend runtergezogen. Ich habe meiner Mutter (und hauptsächlich mir selbst) an dem Abend noch gesagt, dass ich das nie wieder so machen werden. "Ja" zu sagen geht für mich gar nicht.

    Sie hat es nicht verstanden. Aber darauf kam es ja auch nicht an.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Was machst du denn jetzt schon anders als bei deinen Versuchen? Ich meine, hat sich in deinem Alltag was verändert?

    Meine Antwort hat es gestern irgendwie nicht genommen. Ich würde ehrlich gesagt lieber zum Alltag dann irgendwann im geschützten Bereich schreiben. Das ist mir sonst zu heikel…

    Und Cadda, ich verstehe dich schon. Aber mein Mann trinkt diesen Urlaub fast nichts. Deswegen fand ich, dass er diesen ruhig trinken „darf“. Wäre es nicht um ihn gegangen sondern nur um, hätte ich abgelehnt. Aber stimmt schon, je öfter ich diesen Satz sagen werde desto eher macht es nicht vielleicht irgendwann auch stolz. Momentan schäme ich mich zu fest… ich werde es mir merken, danke für den Hinweis!

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Niebuhr)

  • Hallo Naira,

    Es ist viel mehr Arbeit als ich dachte. Vor allem der Umgang mit den Gefühlen, das beachten der eigenen Bedürfnisse, lernen nein zu sagen und Grenzen zu ziehen… ist nicht ohne. Ich bin dankbar das jetzt noch lernen zu dürfen. Es hilft mir auch in anderen Bereichen hoffentlich.

    So ist es bei mir. Seit ich „aktiv trocken“ bin (um mal Trocken“arbeit“ anders zu nennen), habe ich mich als Person sehr weiterentwickelt. Nicht im Sinne von „perfektionieren“ oder so, sondern hin zu mir. Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz - mich wirklich kennenlernen, nicht weggucken oder abspalten, sondern annehmen, wer und was ich alles bin. Und das hat automatisch eine Wirkung auch nach außen.
    Auch ich bin dankbar, und spüre diese Dankbarkeit ganz oft ganz intensiv.

    Aber stimmt schon, je öfter ich diesen Satz sagen werde desto eher macht es nicht vielleicht irgendwann auch stolz. Momentan schäme ich mich zu fest…

    Es verändert sich auf jeden Fall. Ich habe auch in der ersten Zeit meiner Trockenheit noch weiterhin in dieser unfassbarer Scham gelebt und dem Bestreben, bloß nicht als Alkoholikerin erkannt zu werden… Aber genau, wie es auch Cadda geschrieben hat, es übt sich ein, und es beeinflusst sich dann auch gegenseitig. Je mehr ich mich bewusst für klare Kante nach außen entscheide, umso mehr fühlt es sich innerlich gut an, und umso leichter wird es, und irgendwann war es für mich selbstverständlich und erfordert jetzt überhaupt keine Überwindung mehr. Das braucht etwas Zeit, ich glaube, die kann man nicht abkürzen, nur sich drauf einlassen und Vertrauen haben.


    Viele Grüße

    Thalia

  • Aber stimmt schon, je öfter ich diesen Satz sagen werde desto eher macht es nicht vielleicht irgendwann auch stolz. Momentan schäme ich mich zu fest

    Es übt einfach ja erstmal nur das selbstverständliche Ablehnen.

    Niemand erwartet, dass Du sagst „Nein danke, ich möchte nicht, weil ich trockene Alkoholikerin bin“.

    Aber Du wirst sehen, in den meisten Fällen kommt keine Rückfrage, wenn Du (ohne rumzudrucksen) klar und deutlich ganz unaufgeregt sagst: „Nein danke, für mich nicht!“

    Manchmal erweitere ich das noch (wenn in einem anderen Kontext die Gefahr bestehen könnte, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt erneut gefragt werde und sag’s halt: „Nein danke, ich trinke keinen Alkohol!“.

    Das ist inzwischen so selbstverständlich geworden, ein Automatismus quasi :)

  • ja, das hat sich bei mir auch verändert. am anfang war es eher so: nein, danke, gerade nicht. vielleicht später.

    nach einiger zeit: für mich nicht.

    heute: nein, danke. ich trinke keinen alkohol (mehr).

    das ist dann auch immer wie ein mantra, oder eine positive bestärkung.

    und: in 99% der fälle kommt keine nachfrage oder blöde bemerkung.

    in der apotheke habe ich letztens aber deutlicher werden müssen: ich hätte gerne die tropfen ohne alkohol.

    apothekerin: ach was, da ist so wenig drin, das könnten sogar kinder nehmen.

    ich: für einen alkoholiker reicht das schon.

    apothekerin: entschuldigung. selbstverständlich.

    war auch ok für mich.

    Abstinent seit dem 22.9.2023

  • Das hat sich extrem falsch angefühlt und mich noch den halben Abend runtergezogen. Ich habe meiner Mutter (und hauptsächlich mir selbst) an dem Abend noch gesagt, dass ich das nie wieder so machen werden. "Ja" zu sagen geht für mich gar nicht.

    Er wurde nur in die Mitte des Tisches gestellt. Ich musste weder ja noch nein sagen. Ich weiss noch nicht, wie ich das künftig lösen werde. Ob ich ihn meinem Partner gebe oder nicht. Wenn ich ablehne, wird er sich keinen zweiten bestellen, weil dieser ja dann kostet...

    Ich habe auch in der ersten Zeit meiner Trockenheit noch weiterhin in dieser unfassbarer Scham gelebt und dem Bestreben, bloß nicht als Alkoholikerin erkannt zu werden… Aber genau, wie es auch Cadda geschrieben hat, es übt sich ein, und es beeinflusst sich dann auch gegenseitig. Je mehr ich mich bewusst für klare Kante nach außen entscheide, umso mehr fühlt es sich innerlich gut an, und umso leichter wird es, und irgendwann war es für mich selbstverständlich

    Ich hoffe auch sehr, daß diese Scham irgendwann kleiner wird. Das fühlt sich momentan nicht gut an. Und auch irgendwie falsch. Warum muss ich mich dafür schämen, keinen Alkohol (mehr) zu trinken? Die Scham besteht ja nur darin, dass ich es nicht im Griff hatte und reingerutscht bin, obwohl ich es wirklich besser hätte wissen müssen...

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Niebuhr)

  • Wenn ich ablehne, wird er sich keinen zweiten bestellen, weil dieser ja dann kostet...

    Ja und? Ist doch super! ;)

    Hätte mein letzter Partner auch nicht getan, weil es ihm nicht wichtig gewesen wäre.

    Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich ihm diesen „Gefallen“ tun sollte.

    Mein Ablehnen hat in dem Fall übrigens nicht mal was damit zu tun, dass ich etwas dagegen hätte, dass er in meiner Anwesenheit diesen Schnaps trinkt.

    Es ging mir um den oben beschriebenen „Übungszweck“, also die Situation dafür zu nutzen, ganz selbstverständlich ablehnen zu können.

    Warum muss ich mich dafür schämen, keinen Alkohol (mehr) zu trinken? Die Scham besteht ja nur darin, dass ich es nicht im Griff hatte und reingerutscht bin, obwohl ich es wirklich besser hätte wissen müssen...

    So ist es mit der Sucht. Dass man reinrutscht, obwohl man es hätte wissen müssen.

    Ist ja bei Rauchern nicht anders. Die schämen sich merkwürdigerweise nicht zu sagen „Nein danke. Ich rauche nicht mehr, weil ich die Sucht stoppen möchte“.

    Verrückt irgendwie.

  • Ja und? Ist doch super! ;)

    Ich weiss nicht. Er muss ja eh schon viel Rücksicht nehmen. Es gibt einige Regeln, die ich für meinen Schutz aufgestellt habe- also schon einige Einschränkungen. Und was er trinkt, ist letztlich doch seine Entscheidung. Aber du machst mich nachdenklich. Es fällt mir ohnehin schwer, Rücksicht von anderen einzufordern. Ich bin lieber für andere da und stelle meine Bedürfnisse hinter die der anderen...

    Ist ja bei Rauchern nicht anders. Die schämen sich merkwürdigerweise nicht zu sagen „Nein danke. Ich rauche nicht mehr, weil ich die Sucht stoppen möchte“.

    Ja, darüber denke ich auch oft nach. Es gibt ja auch einige neuere Abstinenzlerinnen, die sich genau darüber aufregen. Dass man quasi zum Alkoholiker wird, wenn man aufhört (weil man vorher vielleicht noch glaubt, man sei keiner)- aber Raucher, die aufhören zu rauchen, sind dann Nichtraucher. Am Anfang hat mich das auch sehr gestört (wie man hier auch lesen konnte). Mittlerweile denke ich aber, dass man damit versucht, die Sucht schönzureden. Es ist ja in beiden Fällen eine Sucht und damit eine Krankheit. Und man hört ja nicht auf, weil man gerade Lust auf einen gesünderen Lebensstil hat. Sondern weil man von der Sucht loskommen will.

    Mir gefällt das Wort Alkoholiker immer noch nicht. Vielleicht kommt das noch. Aber ganz sicher ist mir klar inzwischen, dass es eine Sucht ist. Und dass das erste Glas einen wieder in die Sucht treibt.

    "Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden." (Niebuhr)

  • Ich weiss nicht. Er muss ja eh schon viel Rücksicht nehmen. Es gibt einige Regeln, die ich für meinen Schutz aufgestellt habe- also schon einige Einschränkungen. Und was er trinkt, ist letztlich doch seine Entscheidung. Aber du machst mich nachdenklich. Es fällt mir ohnehin schwer, Rücksicht von anderen einzufordern. Ich bin lieber für andere da und stelle meine Bedürfnisse hinter die der anderen...

    Ich verstehe schon, was Du meinst, Neira.
    Ich verbiete auch niemandem, in meiner Gegenwart zu trinken. Es gibt hier Einige im Forum, die das für sich einfordern. Das ist dann auch in Ordnung! Ich mache das nicht. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.
    Wichtig ist halt nur, das für SICH zu entscheiden, nicht für sein Gegenüber.

    Mir gefällt das Wort Alkoholiker immer noch nicht. Vielleicht kommt das noch.

    Dir muss das Wort ja auch nicht gefallen.

    Aber ganz sicher ist mir klar inzwischen, dass es eine Sucht ist. Und dass das erste Glas einen wieder in die Sucht treibt.

    … und darauf kommt es an, die Erkenntnis ist wichtig.

    LG Cadda

  • Hallo Naira,

    das Wort "Alkoholiker" ist eben sehr aussagekräftig. Nicht-Trinker (in Anlehnung an Nicht-Raucher) kann verharmlosend sein. Nicht-Trinker sind vielleicht nicht abhängig, können eine Schnapsparline essen, Alkohol im Haus haben, müssen anders auf sich achten.

    Beim Wort Alkoholiker gibt es keine Zweifel und keine Interpretationen. Weder beim Arzt, noch im Nahen Umfeld. Es beinhaltet die Sucht, die Krankheit, die Abhängigkeit. Das kann man auch als Vorteil sehen. Kein Alkohol - keine Diskussion.

    Viele Grüße
    Seeblick

  • Mir gefällt das Wort Alkoholiker immer noch nicht. Vielleicht kommt das noch.

    Ich verwende diesen Begriff für mich gegenüber Dritten auch nicht. ich bin mehr als 9 1/2Jahren unfallfrei dabei.


    Der Vorteil der langen Abstinenz besteht darin, dass mir Begriffe, die sich bei vielen von unserem Fach eingebürgert haben, schlichtweg wurscht geworden sind. Ich weiß, was mit ihnen gemeint ist, sehe jedoch überhaupt keine Notwendigkeit, sie für mich zu gebrauchen. Das kann jeder so handhaben wie er möchte. Entscheident ist wie immer das Ergebnis und das ist nunmal die Abstinenz, die für mich eine Wohltat, ja eine Gnade darstellt.


    Damit ich das ja nicht vergesse und mein Suchtgedächtnis mich womöglich auf dumme Ideen bringt, bin ich hier.

  • Alkoholiker ist nicht nur ein Begriff, sondern ein Zustand, in dem sich jemand befindet. Zu Beginn meines Weges war es mir wichtig, nüchtern zu bleiben und bestand darauf dass niemand in meiner Gegenwart trinkt. Wenn nicht habe ich den "nassen" Bereich verlassen.

    Das ist heute nach 17 Jahren nicht mehr so streng, aber gerade am Anfang werden die Grundlagen gelegt. Wenn ich da schon Zugeständnisse mache und inkonsequent bin, wer soll mich dann ernst nehmen mit meiner Krankheit?

    Dann hätte ich mich ja auch irgendwann nicht mehr ernst genommen.

    Gruß Hartmut

    ------------------

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe!

    Trocken seit 2007

  • Hallo Naira,

    ich mag das Wort Alkoholiker auch nicht. Ändert ja aber nix an der Tatsache, dass ich Alkoholiker bin und auch nicht an der Tatsache, dass ich immer Alkoholiker bleiben werde.

    Beim Arzt kann ich das schon aussprechen. Woanders will ich das gar nicht. Und das ist nicht nur, weil ich da auch noch immer diese Scham in mir habe, sondern auch, weil ich das nicht will. Es geht niemanden etwas an, was ich für Krankheiten habe.

    Einzig zu mir selbst muss ich uneingeschränkt dazu stehen, dass ich Alkoholiker bin. Und das tue ich. Weil es es überlebenswichtig für mich ist.

    Viele Grüße

    Stern

    ⭐️

    Wenn du heute aufgibst, wirst du nie wissen, ob du es morgen geschafft hättest.

  • Moin

    Also, der Einzige, der meinen Alkoholismus ernst nehmen muss, bin ich. Rücksicht nehmen muss ich auf mich, nicht mein Umfeld.

    Ich muss tun, nicht mein Umfeld.

    LG PB mal so ganz provokant

    Es nützt nichts Jemandem eine Brücke zu bauen, der gar nicht auf die andere Seite will.

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