Beiträge von Hartmut

    Hallo Dietrich

    danke für deine Vorstellung .

    Die Geschichten ähneln sich oft, aber bevor wir fortfahren, hier einige Voraussetzungen für das Forum . Hier tauschen sich ausschließlich bekennende Alkoholiker aus, die das Ziel einer lebenslangen Abstinenz verfolgen.

    Wie sieht es da bei dir aus? Siehst du dich denn als Alkoholiker und ist es auch dein Wunsch? Oder habe ich es irgendwo überlesen?

    Außerdem, wenn du dich als Alkoholiker siehst, ist das, was du gerade machst, nicht so prall. Es handelt sich um einen kalten Entzug, und der gehört in die Hände der Ärzte. Das plötzliche Absetzen von Alkohol kann zu schweren Entzugserscheinungen führen, die im schlimmsten Fall tödlich enden können.

    Wie ich oben gelesen habe, haben meine Moderatorenkollegen dies bereits geschrieben.

    Unabhängig von deiner gesamten Familiensituation, die sicherlich ein riesiges Problem darstellt, können wir dir hierbei leider nicht helfen. Aber wenn sich nichts ändert, was macht dich dann so sicher, nicht rückfällig zu werden? Frühere Versuche waren ja auch nicht erfolgreich?

    Zum folgenden.

    Mag sein, dass ich mit manchem nicht so grosse Mühe habe wie andere Süchtige (z.B. macht es mir normal nichts aus, wenn in Filmen Alkohol getrunken wird oder wenn sonst jemand etwas Alkoholisches trinkt, das ich noch nie mochte)- aber ICH nehme meine Sucht trotzdem sehr ernst. ICH weiss, dass ich vier Jahre lang versucht habe, keinen Alkohol mehr zu trinken und immer wieder doch wieder mit trinken

    Wenn du immer wieder mit dem Trinken begonnen hast, wie kannst du dann sicher sein dass es dir nichts ausmacht, wenn um dich herum getrunken wird? Nun siehst du es, riechst du es, und all das trägt dein Suchthirn und Unterbewusstsein mit nach Hause.

    Im folgenden Text erwähnst du, dass du Schwierigkeiten hast.

    ICH weiss, dass ich manchmal grosse Mühe habe, wenn andere Alkohol trinken, v.a. wenn es etwas ist, was ich auch mochte- und das hätte ich nicht, wenn ich nicht süchtig wäre.

    Es ist ein Widerspruch für mich.

    Ich muss mir nur echt überlegen, was ich mache, wenn das mit dem weinfreien Zuhause gar nicht akzeptiert wird. Dann muss ich eine andere Strategie finden, mich innerlich weit davon zu entfernen.

    Innerlich entfernen? Wie soll das klappen? Solange du deine Trockenheit unter den Scheffel deiner Familie stellst, sehe ich wenig Chancen. Sei es dir wert , etwas für dich einzufordern.

    Es gibt auch viele Foren, die positiver unterstützen

    Wir sind kein Unterstützungsforum, sondern ein Selbsthilfeforum. Vielleicht liegt da der Unterschied. Du bist alleinig für dich selbst verantwortlich. Hier wird auch keiner trocken gestreichelt oder an die Hand genommen, damit er trocken bleibt. Da es sich um ein gemischtes Forum handelt, in dem auch CO-Abhängige immer wieder versuchen, eventuell zu helfen, schauen wir genauer hin.

    Und ich habe auch bei vergangenen Versuchen dort geschrieben- bis ich eben nicht mehr schrieb und lieber wieder trank.

    Lieber wieder trinken, weil dir etwas nicht passt, war das immer dein Weg?

    Ich weiß jetzt nicht, was diese Rechtsschreiberei hier nun soll. Du schreibst im Austausch fortführend

    Die einzigen, die mir ständig mit der Drohung von Rückfällen Angst machen, sind doch die Leute hier im Forum.

    Wäre es unmöglich?

    Ich bin schon seit Jahren trocken und frage mich aufgrund meiner Erfahrungen, ob es möglich wäre. Wo liegt nun das Problem?

    Vielleicht solltest du dich bemühen, Posts nicht als Angriff auf dich zu sehen, sondern dich dem Inhaltlichen zu widmen, was sie eigentlich aussagen. Deshalb bist du doch hier, um Hilfe zu bekommen, oder nicht?

    Es gibt kein Richtig oder Falsch, in der Sucht gibt es nur nass oder trocken.

    Und zur Klarstellung dieses Forums: Es ist nicht als "Käseglocke" für psychisch kranke Menschen gedacht, auch wenn es damit einhergeht. Vielmehr ist es wie im echten Leben, wo die unterschiedlichsten Menschen zusammenkommen und der Fokus auf der Sucht liegt.

    Jeder in seiner Art. Da kann es auch schon mal etwas direkter werden.

    ch erschrak darüber, konnte den Gedanken aber nicht mit den Mitteln der Logik und dem vor allem hier erworbenen Wissen über Sucht "abwimmeln". Hier mochte ich davon nicht erzählen, weil es mir peinlich war und ich mir Eure Reaktionen lebhaft vorstellen konnt

    Unabhängig davon, dass es "normale" Suchgedanken sind, die einem überfallen, weiß ich nicht, ob ich 80 werden kann, deswegen mache ich es mir heute schön. ;) Chronische Krankheit bedeutet, dass immer etwas in einem ist, das wieder ausbrechen kann.

    Welche Antwort oder Reaktion würdest du mir geben, wenn ich so etwas geschrieben hätte?

    Es gibt sicherlich viele Spekulationen darüber, warum ich so denken könnte. Diese reichen von noch nicht angeschlossen, nicht akzeptiert bis hin zu "nassem Denken". Das Schlimmste wäre es jedoch, es mit sich selbst auszumachen.

    Du hast es in der ambulanten Therapie erzählt, also gehandelt und das ist es, was "Trocken" ausmacht. Sich nicht vor den "nassen Gedanken" verstecken oder leiten lassen.

    Bei Menschen, die ich nicht gut genug kenne um ihnen zu sagen, dass ich Alloholikerin bin (z.B. Arbeitsumfeld), behaupte ich, dass ich keinen Alkohol mehr vertrage (vom kleinsten Schluck heftige Kopfschmerzen- niemand will einen ja quälen…). G

    Warum rechtfertigst du dich mit einem vorgeschobenen Vorwand? Lügen haben kurze Beine. ;) Ein einfaches "Nein" reicht da aus. Zudem spielt es keine Rolle, wem du es sagst, es könnte ja auch im eigenen Umfeld weitergetragen werden.

    Es ist besser es für sich zu akzeptieren, dass das eigene Leben davon abhängt, als den Erwartungen anderer gerecht zu werden. Offen damit umzugehen ist zwar nicht immer angenehm, aber es ist notwendig, um sich selbst zu schützen. Inwieweit du das machst, liegt an dir.

    Überall, wo du mitgetrunken hast und jetzt nicht mehr dabei bist, fällt es ohnehin auf.

    Zur Erklärung: ich wurde gestern für den geschützten Bereich abgelehnt. Mit der Begründung, dass ich mich nicht genug mit dem Thema Alkohol befassen würde und dies aber notwendig sei, damit ich nüchtern bleiben könne.

    Jetzt verstehe ich, was du mit den Erwartungen meintest. Du hättest es ja gleich schreiben können. Wenn jemand im öffentlichen Bereich etwas schreibt, wird es auf die Sucht bezogen.

    Wenn die notwendigen Voraussetzungen für den geschützten Bereich nicht erfüllt werden, ist der Zugang vorerst nicht möglich. Zu den vielen Anforderungen gehört auch ein vierwöchiger, regelmäßiger und sichtbarer Austausch, der hier im Forum bei dir nicht stattgefunden hat. Es gab eben mehrere Tage dazwischen , an denen nichts zu lesen war.

    . Der geschützte Bereich ist sehr sensibel, und wir achten darauf besonders. Das aus guten Gründen.

    Aber vielmehr macht es mich nachdenklich, wenn du eine gefühlte Ablehnung sofort mit einem eventuellen Rückfall in Verbindung bringst. Das zu viel Beschäftigen mit der Sucht dich gefährdet . Oder das Erwähnen von Rückfall du als Drohung aufnimmst.

    Als ich drei Monate nüchtern war, war das keine ausreichende Zeit, um beurteilen zu können, was für mich gut oder schlecht ist. Und mal deutlich . Es ist uns gleichgültig, ob du wieder säufst oder nicht, denn du bist nur für dich da.

    Tausche dich aus, wie du möchtest, aber wir passen uns nicht an den User an.

    Das verstehe ich nicht ganz. Ich kann doch nicht 24/7 nur an die Nüchternheit denken. Ich habe auch noch andere Sachen im Leben.

    Es ist einfach so, dass du suchtkrank bist und es in dein Leben einbauen musst. Wenn ich mir ein Bein gebrochen habe, muss ich vorsichtig sein. Wenn ich eine Allergie habe, handle ich entsprechend, und ich denke nicht den ganzen Tag darüber nach. Sucht is zwar komplexer aber es ist machbar.

    Die einzigen, die mir ständig mit der Drohung von Rückfällen Angst machen, sind doch die Leute hier im Forum

    Wenn du das so liest, hast du das Forum nicht verstanden. "Menschen, wie du sie nennst, nehmen sich Zeit, um wertvolle Tipps zu geben und Stolpersteine aufzuzeigen, weil du am Anfang stehst.

    Und wie kommst du darauf, dass ich mich schon mitten in einem Rückfall befinde?

    Das habe ich nicht geschrieben. Bitte lies es dir noch einmal durch. "Dass es möglich ist, bedeutet nicht, dass du dich darin befindest."

    Ich kann die Erwartungen hier nicht erfüllen. Das macht mir Angst.

    Welche Erwartungen? Wir haben keine Erwartungen. Du hast dich hier angemeldet, um Hilfe zu bekommen. Was du daraus machst, liegt bei dir.

    Natürlich habe ich alle 3 Fälle abgeblockt und gut gemeistert

    Hast du das? Ich sehe eher, dass du dich in einem nassen Umfeld herumtreibst und, wenn du anonym bleiben möchtest, dir immer wieder Bier angeboten wird. Zudem sagst du ja, dass du heute keinen trinken willst

    Übrigens, wenn es deine Saufkumpans waren, dann macht es keinen Sinn, sie davon zu überzeugen, dass du Alkoholiker bist. Das motiviert sie eher dazu, dich anders zu sehen und werden versuchen, dich wieder ins Boot zu holen.

    Du warst nicht zu schwach; es war vielmehr so, dass zu Beginn die Unsicherheit darüber, was beim Outing passieren würde, überwog.

    Es ist ein altes Spiel. Was denken die Menschen über mich? Kann das sein?

    Paar Worte zu meinen Weg

    Ich bin alkoholabhängig, und es spielt keine Rolle, wie ich aufgewachsen bin, was andere denken oder wie sie mich sehen, wenn ich ihren Erwartungen nicht gerecht werde.

    Wenn ich Zweifel hatte, holte ich die Grundbausteine heraus, las sie durch und handelte danach. Wenn ich nicht mehr wusste, wie ich es schaffen sollte, dann lag es nicht an meiner Sucht, sondern an meiner Einstellung zur Sucht.

    Wenn Nüchternheit deine oberste Priorität ist und du dir der Tatsache bewusst bist, dass jeder Rückfall tödlich sein könnte, dann gibt es zumindest einen Grund zur Freude: und zwar das Wissen, dass du die Mittel hast, um nicht in diese Falle zu geraten und dich auch in schwierigen emotionalen Situationen maximal schützen kannst.

    Also, wo denkst du, machst du alles falsch?

    Ein Tag hat 24 Stunden, und diese Zeit kann ich nutzen, um nüchtern zu bleiben, bis der nächste Tag anbricht. Es ist natürlich möglich, dass du dich bereits gedanklich mit einem Rückfall auseinandersetzt und dich mitten darin befindest. Dann wird es schwierig.

    ich habe das Gefühl, dass sich in den Medien immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt wird,

    Nun, das mag sein, aber hat ein noch trinkender Alkoholiker diese Sendungen während seiner aktiven Trinkphase gesehen, oder hat er erst nachdem er trocken wurde gezielt danach gesucht oder es ihm aufgefallen? Nass , hatte ich ja aus damaliger Sicht kein Problem und alles im Griff.

    Ich selbst habe mich erst in der Trockenphase dafür interessiert. Anfangs mehr aus dem Gedanken heraus, 'die Welt retten zu wollen', oder um es überspitzt auszudrücken. "Ich trinke nicht mehr, warum sollte ich es anderen gönnen"

    Heute schüttle ich lieber hier im Forum da und da den Kopf.:whistling::mrgreen:

    Ui, habe ich da einen wunden Punkt getroffen, dass du meine Schlussfolgerung, sagen wir mal, etwas "angespannt" kommentierst? An diese Möglichkeit das ich es aus Sorge geschrieben habe oder es eben auch ersichtlich ist das du kein Stück weitergekommen bist?

    Ich wüsste nicht, dass irgendwo geschrieben stünde, dass man sich mit für einen selbst wichtigen Dingen nur befassen darf, wenn sie nicht ermüdend sind.

    Du kannst dich so lange im Kreis drehen, wie du möchtest. Wie jeder Alkoholiker das Recht hat zu trinken und Partner mit in den Abgrund zu ziehen. Wenn der Partner es zulässt.

    Wir sind ein Forum, das sich über ein suchtmittelfreies Leben austauscht. Daher passen Statistiken, die ein normales Trinkverhalten darstellen, nicht zu uns. Spätestens mit der Anmeldung eines Alkoholikers endet hier der normale Alkoholkonsum.

    Wir diskutieren auch nicht über das Trinkverhalten von CO-Abhängigen; es geht dabei nur um die eigene Person. Was du für dich selbst tun kannst, ist der Grund deiner Anmeldung hier. Oder sollte es zumindest sein.

    Ist das nasses Denken?

    Nun, wenn ich die Möglichkeit offenlassen würde, bei einem Schicksalsschlag wieder zu saufen, wäre das nasse Denken, aber wie ich dich verstehe, schließt du ja diese Hintertür.

    Mit den Jahren entwickelte sich bei mir aus dem Zwiegespräch mit der Sucht ein Verständnis, das kein Zwiegespräch mehr benötigt. Und ich denke, das ist auch das, was Trockensein ausmacht: keine Diskussionen, keine Kompromisse.

    Es führt doch alles zu nichts.

    Wenn ich all diese hypothetischen Annahmen und aufgestellten Thesen im Thread lese, die sich auf Alkoholiker oder deinen Partner beziehen, dann bringt dieses aus dem Kontext gerissenes Zitat alles für mich auf den Punkt.

    Ist es nicht ermüdend, Gründe zu suchen, die eine Heirat rechtfertigen? Und endet dann diese Suche nach der Hochzeit? Oder habe ich da was überlesen und es geht es nicht mehr um Heiraten?

    Genau das. der emotionale Ausnahmezustand. Wenns mir den Boden unter den Füßen wegzieht, ist die Gefahr zumindest da, das ich auf (frühere) bewährte Bewältigungsstrategien zurückgreife.

    Nur wenn ich es von vornherein einplane, kann ich darauf zurückgreifen. Schließe ich es aus, dass nur das kranke Suchthirn es mir als Lösung anbietet, gehe ich anders damit um.

    Ich habe von Anfang an alle möglichen Hintertüren geschlossen und bin in den letzten 17 Jahren auch nicht von Schicksalsschlägen verschont geblieben.

    Das ist jedoch Sarina Thread, und für alles Weitere komme ich dann zu dir.

    Guten Morgen Euch allen,

    wollte mal über die Paarberatung vom Dienstag berichten.

    Die Beraterin sagte, da er schon eine Verlängerung (ambulante Beratung)beantragt hat, sollte ich dies erstmal abwarten und leider ein Rückfall bei diesem Prozess dazu gehört.

    Die Aussage, dass ein Rückfall Teil des Prozesses ist, ist Unfug, weil sie dem noch unentschlossenen oder nur scheinbar bereitwilligen Alkoholiker eine Rechtfertigung liefert, wieder zu saufen.

    Nach dem Motto: Ein paar Tage Pause und dann wieder 'Hoch die Tassen', weil es ja dazu gehört.;) Solche Aussagen halte ich für bedenklich, weil ein unkontrollierter Alkoholismus tödlich enden kann. Zudem ist eine Therapie auch keine Garantie dafür, dass alles wieder gut wird.


    Das finde ich schwierig. Schicksalsschläge können einen doch aus der bahn werfen.

    Natürlich ist es nicht einfach, einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und man befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Aber was hat das mit einem Alkoholiker und dem erneuten Beginn des Saufens zu tun?

    Ich weiß als Alkoholiker, dass es nicht bei einem einmaligen Vorfall bleibt und ich selbst zu einem Schicksalsschlag werden kann.

    Ist da nicht eher die Frage "Können sie aus der Bahn werfen oder sollen sie aus der Bahn werfen" um als Anlass zu nehmen wieder zu saufen?

    Aber ich schweife ab.

    Eine Beziehung mit einem trockenen Alkoholiker ist auch immer ein Risiko. Wenn man bereits während der nassen Zeit zusammen war, hängen die negativen Erfahrungen wie ein Damoklesschwert über einem. Die Angst wird nicht verschwinden; die Kontrolle wird als CO bestehen bleiben.

    Mein Partner hat von Anfang an gemeint, ich solle mich mit Alkoholismus auseinandersetzen und muss wissen/ entscheiden, ob ich das "kann" ... also ob ich mit einem alkoholabhängigen Partner zusammen sein kann. Sozusagen damit ich weiß, worauf ich mich einlasse. Diese Formulierung hat er oft im Laufe der Beziehung wiederholt.

    Unabhängig davon, was er damit bezwecken wollte, hast du für dich die Antwort gefunden, sonst wärst du nicht hier. Du kannst es nicht, und genau da ist anzusetzen. Für dich und deine Zukunft.

    Es ist auch mühsam, wenn andere, ob trockene oder nasse Alkoholiker, da eine Einschätzung abgeben, das hält dich doch nur in einer Hoffnungs-Blase fest, die eh am Ende platzt.

    Dass die Blase platzt, liegt entweder an dir oder an ihm, weil einfach irgendwann die Luft raus ist. Dass es nicht besser wird, hat dir doch die Vergangenheit gezeigt.

    Was sollte sich also ändern? Dass er das Saufen aufgibt und dann ist alles in Ordnung? Frage dich doch mal, was du für dich tun kannst.