Beiträge von Hartmut

    Erstmal gut, dass du ausgestiegen bist.

    Auch wenn du niemanden explizit ansprichst möchte ich schon noch loswerden dass ich die letzten 5 Jahre wirklich nicht als bequem empfunden habe. Und sich zu lösen ist harte Arbeit.

    Nun habe ich deine Geschichte mal kurz überflogen.

    Ganz unbedarft bist du ja nicht und hattest jahrelang selbst Therapien. Was mir nicht ganz klar ist oder ich es überlesen habe. Bist du selbst Alkoholiker oder waren die Therapien für etwas anderes?

    Ich kenne übrigens kaum ein Alkoholiker, der Trocken geworden ist, der keine CO Anteile hat. Selbst ich wollte die Welt um mich herum retten. Bei dir gehe ich jetzt von Erfahrungen aus, die jemand, der hier das erste Mal aufschlägt, nicht hat.

    Hast du dir mal die Frage gestellt, warum du 5 Jahre lang gebraucht hattest? Ihn hattest du in Therapie kennengelernt. Hat man da nicht schon signalisiert, dass sich zwei ertrinkende nicht retten können und jeder seinen eigenen Weg gehen muss?

    Ist jetzt für mich nur mal als Information, da ich nie eine Therapie machte, 17 Jahre trocken bin. Nicht durch gefühlte harte schwere Arbeit, sondern ich musste das tun, was notwendig war.

    Du hast den Absprung geschafft und ich wünsche dir schneller zu rennen als die Co-Abhängigkeit laufen kann. Halte durch und gehe dein Weg für dich. Ich schreibe meist direkt und ohne Schnörkel und lasse bewusst Gefühle zum Partner außen vor. Sucht kennt sie auch nicht.

    Manche schaffen es sich sehr schnell und klar zu distanzieren, andere brauchen Jahre, andere Jahrzente und manche schaffen es nie auszusteigen.

    Und die bequeme Art ist, sich dahinter zu verstecken und es als Schutzschild für die eigene Untätigkeit zu nehmen. Oder? Da meine ich keinen spezifisch. Und es mag auch hart klingen, jedoch sind das meine Erfahrungen aus 17 Jahren Forentätigkeit.

    Es hilft dem CO und dem Alkoholiker nichts, sich immer wieder etwas vorzumachen.

    Übrigens ist es jedem überlassen, was er macht. Nicht dass der Verdacht aufkommt, hier wird jemand zu etwas gedrängt.

    Wer saufen will, säuft weiter und wenn ein Co sich in seiner Opferrolle wohlfühlt und damit sein eigenes Leid verlängert, ist es seins.

    Begründungen suchen ist Stillstand, für sich handeln ist Fortschritt.

    Nun kann dir keiner eine Ferndiagnose erstellen, inwieweit das Saufen deines Panters schon an Alkoholismus grenzt oder ob er schon Alkoholiker ist. Das weiß nur dein Partner. Und er weiß auch was zu tun ist, sollte es so sein, so bescheuert ist keiner.

    Ich weiß auch, dass so eine Anfrage hier im Forum meist der letzte Hoffnungsstrohhalm ist. Aber da muss wir dich enttäuschen.

    Wo Hilfe zu bekommen ist, zudem er es schon mal sich geholt hat, weiß er auch. Also hat das alles nichts mit dir zu tun. Auch dem Irrglauben eine Therapie rettet den Alkoholiker und zeitgleich die Beziehung ist nur ein Wunschdenken. Das funktioniert so nicht.

    Eine Wohlfühloase für einen Alkoholiker ist immer der Partner, wenn dieser sich mehr Gedanken um ihn, als um sich selbst macht.

    Wenn ich das alles mal kurz zusammenfasse. Du kannst nur dich retten, wie, kannst du hier bei den zig tausend ähnliche gelagerten Geschichten nachlesen.

    Mein Tipp. Lass ihn laufen, saufen und seine eigene Entscheidung für sich treffen.

    Okay...ich höre mal auf, bevor ich noch mehr Unsinn schreibe.

    Die größte Verwirrtheit zeigt das ganze Übel. Hier schreibst du nichts Verkehrtes, du hast dich ja speziell deswegen in einem CO Forum angemeldet. Hier bekomst du Unterstützung .

    Es ist jetzt wie es (meist) ist und die Realität löst nun die Hoffnung ab.

    Ich habe im Moment wenig Zeit und wenig zu hinterfragen und zu durchdenken in Sachen Nüchternheit.

    Ich hatte mein Tun nicht immer hinterfragt, durchleuchtet oder bis ins Klein-Klein durchdacht. Das macht ja kirre und öffnet weitere Fragen.

    Ich habe die Grund-Basic des Trockenwerdens befolgt und zu einem Ritual wie Zähneputzen werden lassen. Da nehme ich zwar auch schon mal eine andere Zahnpasta, aber putze trotzdem weiter.

    Sonst schleicht sich da was ein, was außerplanmäßig zum Zahnarzt führt. Und wer geht da schon gerne hin? Passe ich da auf und mache jedes Jahr ein bis zweimal eine Zahnreinigung, bin ich wieder auf den neusten Stand.

    Trockenwerden ist keine Wissenschaft, höchstens ich denke, bei mir ist alles anders. Es sind meist nur die äußerlichen Umstände anders, die ich jedoch nach den Grundbausteinen abändern kann. Ich muss es nur tun.

    Jedoch in mir bin ich allein süchtig und die Sucht läuft immer gleich ab.

    Meinst du , das ist generell so ?

    Ich kann nur von mir sprechen und jahrelange Erfahrungen aus dem Forum.

    Wenn jemand sein Suchtmittel in Gefahr sieht, zudem Felle wie der Partner am Verlieren ist, werden alle Register gezogen. Ob bewusst oder unterbewusst gesteuert, ist da mal egal. Nun ist ja so ein funktionierender CO auch eine Wohlfühlzone, die einen Alkoholiker mit nach außen schützt und immer dafür sorgt, dass genügend Alkohol im Haus ist.

    Ich habe nämlich ein bisschen das Gefühl, dass es gar nicht so sehr um mich geht, sondern um das bequeme Leben mit mir.

    Vertraue deinem Gefühl.

    Aber irgendwie fühle ich mich total herabgesetzt.

    Ich denke, das war sein Ziel. Er weiß, wenn auch unterbewusst welche CO knöpfe zu drücken sind. Er kennt dich und weiß, was er auslöst.

    Ich weiß, was ich schreibe. Manipulationen in meiner nassen Zeit war an der Tagesordnung.

    Solange ich mich zu einem Spielball machen lasse, so lange wird mit mir gespielt. Und wenn ich mich immer wieder im Kreis drehe, ändere ich die Sichtweise auf das Problem.

    Ich komme mal aus der Alkoholiker Ecke hier her.

    Hier im Forum eine zufriedene Abstinenz zu haben, ist ein Begriff für trockene Alkoholiker.

    Je mehr Worte und Umschreibungen dazu verwendet wird, zeigt meist nur, dass da etwas im Argen liegt. Eine Momentaufnahme. So eine zufriedene Abstinenz dauert für viele Jahre. Es ist nicht mit ein paar Tage, Monate abgetan.

    Darunter fallen auch Suchtdruck und Verzichtsgedanken. Wer kein Alkoholiker ist, macht sich darüber auch keine Gedanken. Warum auch? Er hat ja kein Problem damit.

    Übrigens wegen eines alkoholfreies Umfeld.

    Ich hatte es am Anfang es klipp und klar mit meiner Partnerin kommuniziert. Kein Alkohol zu Hause. Keinen gebunkert. Nicht für Gäste oder als Geschenk. Weg damit.

    Sie hatte das akzeptiert, nicht für mich, sondern, weil sie kein Problem mit Alkohol hat. Sie war froh, dass ich nicht mehr trank.

    Erst nach ca 10Jahren meines Trockenseins hat sich da und da wieder was eingeschlichen. Was jedoch sehr schnell koriigiert wird.

    Ich frage mich gerade, unabhängig davon, dass du bis ins Detail über deinen Ex ohne sein Wissen hier im ganzen www. berichtest und somit ein Wiedererkennungswert sehr groß ist, wann reflektierst du eigentlich?

    In den letzten ca 20 Tagen ca. 280 Beiträge selbst geschrieben. Und wesentlich mehr Antworten dafür bekommen.

    Ist das dein Schutzschild, um etwas nicht sehen zu wollen oder können? Übertünchst das die eigene Co-Abhängigkeit? Kannst du dich nicht dem unvermeidbaren stellen? Eine ernstgemeinte Frage.

    Ich komme ja aus der Alkoholiker Ecke und sehr viele Parallelen aus meiner nassen Zeit. Der CO hat an meiner Seite hat auch wunderbar funktioniert.

    Als Erstes finde ich es toll, davon zu berichten.

    Okay auf dem Bier ist 0,0 drauf also hat definitiv nichts.
    Schade das man gleich so runtergeputzt wird unnötigerweise

    Aber du hast dich hier angemeldet und um Hilfe gebeten. Oder sehe ich das verkehrt? Deswegen geht nicht ums herunterputzen, es geht, um Gefahren aufzuzeigen, die eine tödliche verlaufende Krankheit gestoppt halten. Sehe es als Fürsorge.

    Alkoholfreies Bier riecht nach Bier, sieht aus wie Bier und hat eben Restalkohol, was so mancher am Anfang schon das Genick gebrochen hat. Deswegen würde mich interessieren, warum du das getrunken hast? Geschmack, Gewohnheit oder sich nicht aussätzig zu fühlen? Um nach außen zu zeigen "Ich gehöre noch dazu"

    Wer wissentlich alkoholfreies Bier mit Restalkohol trinkt, befindet sich im Rückfall. Unwissentlich wäre in Zukunft darauf zu achten .

    Sicherlich lässt sich anknüpfen und auch die "Grundbausteine" habe ich gelesen...war allerdings auch nicht mein Thema in meinem post.

    Nun, das ist jedoch ein Thema hier im Forum. Schreibst zwar das nichts mehr getrunken hast, aber wie das gemacht hast eben nicht. Oder habe ich es überlesen? Nur das Glas wegstellen, die Faust in die Tasche stecken bringt ja nichts.

    Deswegen würde mich und sicherlich viele andere interessieren, wie und was du bisher umgesetzt hast.

    Mein Weg war simpel und m Nachhinein ganz einfach. Alkoholfreies Umfeld zu Hause und was machbar auch außen geschaffen.Bei Feste und Feiern wo vordergründig gesoffen wurde ferngeblieben und mir in dieser Zeit etwas anderes gesucht. Die Zeiten mit sinnvollen Tätigkeiten, damit kein Saufdruck aufkam, ersetzt.

    Du hast ja mit Sicherheit auch, ich weiß gar nicht wie ich das jetzt sagen soll, ich sag mal“ Scherben“ hinterlassen

    ja, in der nassen Zeit, aber das ist nichts für den offenen Bereich.

    Siehst du das nach 17 Jahren anders dein Verhalten?

    Unbenommen zum nassen Zustand ist das so. Jedoch kenne ich keinen, ob süchtig oder nicht süchtig, der ein Verhalten aus heutiger Sicht nicht auch anders sieht.

    Ich bereinigte nach dem Saufen einiges, was machbar war und machte einen Schlussstrich darunter. Darüber heut nachzudenken hilft mir oder anderen nicht. Aber mein Leben bestand ja nicht nur aus der Sucht. Das Leben wurde erst ab der Sucht davon bestimmt.

    Ist das wirklich so das man absichtlich manipuliert wird? Ich meine hat mein Mann das wirklich mit Vorsatz gemacht und nicht verstanden was ist mit mir tut?

    Mal vorweg. Es gibt keine Beziehung, ob gesund oder krank, die ohne Manipulation abläuft. Meistens fängt es so an" Schatz könntest du das mal für mich machen" :)

    Nun schleicht sich die Sucht bei einem Alkoholiker wie bei einem CO ein und es ist schwerlich zu sagen, was steuert die Sucht, was ist eine normale "Manipulation". Ist nur eindeutig alles was zu Saufen dient, ist Sucht gesteuert

    Ich lese auch immer wieder - Mein Mann/ Partner hat von Anfang an getrunken, aber es wurde mehr. Da liegt dann der Verdacht nahe, dass der CO schon seine CO Anteile in die Beziehung mitbrachte und damit schon anfällig für bewusste Manipulation war.

    Ich war 30 Jahre mit einem Menschen zusammen, der nun etwas ist, was ich nie gesehen habe. Das ist wie in so einem Psychothriller, wo plötzlich der Film eine Wendung nimmt.

    Es waren doch auch gute und schöne Zeiten dabei. Oder? Höchstens es wird bewusst nach irgendeine Begründung für die heutige Trennung gesucht. Damit man sein Gewissen beruhigen kann, warum die Trennung erfolgt.

    Ich würde nicht die komplette Beziehung infrage stellen, sondern mich dem heute und jetzt schauen, was ich aus meinem Leben mache. Worauf ich in Zukunft aufpassen müsste, um nicht wieder in die CO Falle zu laufen.

    Darf ich fragen, bist du Alkoholiker?

    Ja,17 Jahre trocken.

    Mein Mann tut mir nach wie vor leid, weil er glaube ich nicht auf seine Haut kann

    Kann er nicht oder kann er aus deiner Sicht nicht ?

    Der Co ansich ist ja für einen nassen Alkoholiker leicht zu manipulieren um den nötigen Freiraum für sein Saufen zu haben. Und ihr wart jahrelang zusammen und so ein Bild von ihm hat sich eingeprägt.

    Aber ich kann dich beruhigen, wenn er es nicht kann, muss er es eben lernen.

    Wichtig ist es in solchen Situationen , Emotionen von der Realität zu unterscheiden. Abschalten kannst sie zwar nicht aber je weniger du dich auf seine Zipperleins einlässt ,je einfacher wird es.

    Unterstützung findes du hier zu Genüge .

    Heute war ich beim Doc bei der Suchtberatung, ein bisschen Blabla war das aber sonst nichts.

    Was hast du denn erwartet? Dass sie dich trocken legen?

    Du warst schon in Reha und hast sicherlich ein Programm durchlaufen, was es heißt, trocken zu werden und vor allem zu bleiben. Kannst da nicht anknüpfen? Zudem habt die Elly den Link Grundbausteine zukommen lassen, hast du dich damit schon mal befasst?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Hallo Lolli,

    ich komme mal zu dir rüber, sonst verwässert es den anderen Thread.

    Hallo Hartmut,
    ich hätte mal eine Frage an dich: ich verstehe es eigentlich so, dass bei der Trennung jeder seine Verantwortung übernimmt, besonders wenn Kinder in die Trennung mit einbezogen sind und Haus und Hof, und auch noch ein Hund.
    meinst du ein Alkoholiker kann das nicht oder möchte es nicht?
    mein Mann war jetzt acht Wochen in einer Entzugsklinik und hat dort nicht getrunken sonst hätten sie ihn ja hinaus geworfen. Hat er dann schon trockenes Denken? Weil nun wird er eigentlich erst richtig blöde mir gegenüber und böse…. Eigentlich müsste er ist doch klar sehen oder genügen die acht Wochen dazu nicht?

    Diese Fragen beschäftigen mich gerade

    Nein trocken ist er noch lange nicht und Verantwortung zu übernehmen liegt nicht immer an der Sucht, das hat viel mit Charakter oder der eigenen Einstellung zu tun. Es reicht ja nicht aus, das Glas wegzustellen und 8 Wochen das Saufen wegzulassen. Das schafft auch so mancher nasser Alkoholiker in einer Trinkpause.

    Nun, da ziehe ich den Hut, hast du die richtigen Schritte für dich und deine Kinder getan und die Beziehung zumindest im Kopf schon beendet. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen und alle mögliche Rechte anwaltschaftlich einzufordern. Du hast da sehr viel Möglichkeiten von Prozesskostenhilfe und vieles mehr.

    Und mal ehrlich, wenn er jetzt schon wegen des Unterhaltes des 18-Jährigen herumzickt, darfst auch nicht auf eine vernünftige Reflexion von ihm erwarten. Auf ihn zu hören würde falsche Hoffnung erwecken und die Enttäuschung auf dem Fuß folgen lassen.

    Der Unterschied zum Unterhalt Minderjähriger ist, dass der 18-Jährige auch was zu seinem eigenen Unterhalt beitragen muss. Aber lass dich beraten und gut ist.

    Übrigens, ich schreibe nie um den heißen Brei, sondern meist sehr direkt. Erschrecke mal nicht.