Erstmal gut, dass du ausgestiegen bist.
Auch wenn du niemanden explizit ansprichst möchte ich schon noch loswerden dass ich die letzten 5 Jahre wirklich nicht als bequem empfunden habe. Und sich zu lösen ist harte Arbeit.
Nun habe ich deine Geschichte mal kurz überflogen.
Ganz unbedarft bist du ja nicht und hattest jahrelang selbst Therapien. Was mir nicht ganz klar ist oder ich es überlesen habe. Bist du selbst Alkoholiker oder waren die Therapien für etwas anderes?
Ich kenne übrigens kaum ein Alkoholiker, der Trocken geworden ist, der keine CO Anteile hat. Selbst ich wollte die Welt um mich herum retten. Bei dir gehe ich jetzt von Erfahrungen aus, die jemand, der hier das erste Mal aufschlägt, nicht hat.
Hast du dir mal die Frage gestellt, warum du 5 Jahre lang gebraucht hattest? Ihn hattest du in Therapie kennengelernt. Hat man da nicht schon signalisiert, dass sich zwei ertrinkende nicht retten können und jeder seinen eigenen Weg gehen muss?
Ist jetzt für mich nur mal als Information, da ich nie eine Therapie machte, 17 Jahre trocken bin. Nicht durch gefühlte harte schwere Arbeit, sondern ich musste das tun, was notwendig war.
Du hast den Absprung geschafft und ich wünsche dir schneller zu rennen als die Co-Abhängigkeit laufen kann. Halte durch und gehe dein Weg für dich. Ich schreibe meist direkt und ohne Schnörkel und lasse bewusst Gefühle zum Partner außen vor. Sucht kennt sie auch nicht.