Guten Morgen Euch allen,
wollte mal über die Paarberatung vom Dienstag berichten.
Die Beraterin sagte, da er schon eine Verlängerung (ambulante Beratung)beantragt hat, sollte ich dies erstmal abwarten und leider ein Rückfall bei diesem Prozess dazu gehört.
Die Aussage, dass ein Rückfall Teil des Prozesses ist, ist Unfug, weil sie dem noch unentschlossenen oder nur scheinbar bereitwilligen Alkoholiker eine Rechtfertigung liefert, wieder zu saufen.
Nach dem Motto: Ein paar Tage Pause und dann wieder 'Hoch die Tassen', weil es ja dazu gehört.
Solche Aussagen halte ich für bedenklich, weil ein unkontrollierter Alkoholismus tödlich enden kann. Zudem ist eine Therapie auch keine Garantie dafür, dass alles wieder gut wird.
Das finde ich schwierig. Schicksalsschläge können einen doch aus der bahn werfen.
Natürlich ist es nicht einfach, einen Schicksalsschlag zu verarbeiten, und man befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Aber was hat das mit einem Alkoholiker und dem erneuten Beginn des Saufens zu tun?
Ich weiß als Alkoholiker, dass es nicht bei einem einmaligen Vorfall bleibt und ich selbst zu einem Schicksalsschlag werden kann.
Ist da nicht eher die Frage "Können sie aus der Bahn werfen oder sollen sie aus der Bahn werfen" um als Anlass zu nehmen wieder zu saufen?
Aber ich schweife ab.
Eine Beziehung mit einem trockenen Alkoholiker ist auch immer ein Risiko. Wenn man bereits während der nassen Zeit zusammen war, hängen die negativen Erfahrungen wie ein Damoklesschwert über einem. Die Angst wird nicht verschwinden; die Kontrolle wird als CO bestehen bleiben.