Ich fühle mich momentan unsicher, das Ganze nur auf die rationale Willensbildung zu beschränken, nämlich nie wieder Alkohol trinken zu wollen, natürlich mit allem was dazu gehört. Die rationale Willensbildung hat mich schon mehrmals ziemlich im Stich gelassen,
Da verstehen wir uns eventuell verkehrt? Nicht mit Willen, sondern mit einem Tun.
Es war eine Umstrukturierung meines bisherigen nassen Lebens. Im ersten Jahr das Erschaffen eines alkoholfreies Umfeldes auswärts wie zu Hause. Alles meiden, was dem Saufen näher stand als dem Feiern.
Entsorgen von Saufpartner und die freien Zeiten nutzen, sich fern des Alkohols neue Freunde, neue Hobby anzueignen. Vordergründig sich schützen, was mich in Gefahr brachte. Nicht mit Willen, sondern mit Überzeugung das Richtige zu tun.
Das Aufarbeiten der psychischen Störungen löst man nicht auf. Aber das hat ja Zeit, oder?
Wenn eine Stabilität eingetreten ist, kann man sich alles widmen, was einem belastet. Aber bis dahin empfehle ich erstmal das Grundgerüst aufzubauen.
Dazu braucht es eben Geduld, der langlebige, ungeliebte Begleiter eines Suchtkranken. Zudem ich alle fern der Sucht psychische Erkrankungen isoliert ansehe. Denn sie waren ja schon vor dem Saufen da.
Dir weiterhin ein gutes Gelingen.