Beiträge von Aurora

    Liebe Ela,

    Zitat

    ich denke, ich bin noch nicht soweit das ich einen endgültigen Schlußstrich ziehen kann


    Das ist eine Entscheidung, und ich finde es ist ok, wenn du es so für dich jetzt gerade siehst.

    Du hast inzwischen sicher genug auch schon hier gelesen und erfahren, dass du weißt, worauf du für dich achten solltest. Denn du bist wichtig!

    Ich finde es gut, dass du dir ein Gespräch bei der Suchtberatung geben lassen möchtest. Auch dort sollte es um dich gehen, nicht um ihn! Er ist untergebracht und wird das bekommen dort, was er braucht. Was er daraus macht, ist sein's. Und genau so kannst du es ja jetzt auch machen. Ja, es kann dir gut helfen, deine Gedanken zu ordnen und Klarheit zu bekommen.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, im geschlossenen Bereich gibt es Fotos, du kannst chatten, PNs schreiben. Die meisten schreiben dort auch mit ihrem realen Namen. Es kann ja nicht das gesamte www willkürlich da mitlesen, deshalb geht alles auch detailierter und genauer zu schreiben. Ich habe dort auch neue Freunde gefunden, mich auch schon mit einigen getroffen. Und mein Mann ist ja auch einer von hier :wink: .

    Liebe Speranza, ja, die Enkelgeschichten sind schon schön :wink: . Nur manchmal bin ich unglaublich traurig, hätte der kleine Junge gelebt, wäre er jetzt schon gut 10 Monate alt... :cry: .
    Danke für die Glückwünsche zum Job!

    Liebe topas, auch dir danke für die Job-Glückwünsche! Und danke für diese Info mit dem Psychiater, dass es dir ähnlich ging. Ich hab schon an mir gezweifelt, gebe ich zu. Aber - ich bin auch da auf einem guten Weg, habe einen neuen Termin woanders und schaun wir mal...

    Aurora

    Hallo s.E.,

    ja, so bin ich mir auch vorgekommen damals. Morgens schwor er, keinen Tropfen anzurühren, abends war er betrunken bis oben hin... oh ja, da habe ich mich schon betrogen gefühlt, verkohlt, missachtet.

    Und es haben sich so im Laufe der Jahre massenhaft Aggressionen in mir aufgestaut. Ich habe ihn angeschrien, gebrüllt, geboxt, geheult... Der innere Druck war immens. Nur, war er betrunken, kam das alles eh nicht bei ihm an. War er nüchtern, habe ich versucht zu reden. Ihn zu erreichen. Das geht auch nur, wenn der Abhängige nüchtern ist, zu reden. Aber ob das Erfolg hat, steht auf einem anderen Blatt...

    Ich finde es schade, dass du da so fest steckst in dieser Situation. Sie zu analysieren wird dich nicht weiter bringen. Weiter bringen wird dich nur das, was du für dich an Schritten machst. Denn bewegen kannst nur du dich, sie kannst du nicht bewegen, wenn sie es nicht will.

    Ein Schritt wäre doch vielleicht, wenn du dich räumlich von ihr entfernst, wenn sie getrunken hat. Das ist doch erstmal schon eine Grenze, die du setzt. Also einfach woanders hingehen, was unternehmen, wenn es möglich ist. Was Schönes machen, was dich ablenkt. Freunde anrufen oder so. Eben irgendwas, was dir gut tut. Still schweigend neben ihr zu verharren wenn sie betrunken ist, bringt dich keinen Schritt voran...

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Ela,

    ja, es sind diese Gedanken an ihm noch da. Vielleicht kannst du sie abschalten, indem du, wenn sie wieder kommen, dich einfach anderen Dingen zuwendest. Dingen, die dir Spaß machen und dich ablenken. Das wäre eine Idee.

    Warum solltest du ihm nicht sagen, dass du es gut findest, dass er nun eine Therapie macht... Aber damit bekundest du auch Interesse an ihm. Und lässt ein loses Band da immernoch zwischen euch sein.

    Überlege dir gut, ob du das noch möchtest oder nicht. Möchtest du diese Verbindung aufrecht erhalten? Oder möchtest du einen Schlussstrich ziehen und dich neuen Dingen zuwenden? Also das sind zumindest meine Gedanken dabei.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Hallo Nys,

    ich finde es normal, auch mal einen Durchhänger zu haben. Mich mies zu fühlen, kraftlos oder müde oder so. Und diese Gefühle auch zuzulassen!

    Denn das unterscheidet mich von früher. Da habe ich solche Gefühle versucht zu unterdrücken. Ich habe mich nicht ernst damit genommen. Ich habe immer versucht, gut drauf zu sein und zu funktionieren. Nur nicht schlapp machen, denn wer sollte sonst die ganze Chose am Laufen halten...

    Ich habe auch an mir festgestellt, dass es Zeiten gibt, in denen ich wieder näher an meinem alten Verhalten bin. Durch diese Schicksalsschläge bei mir letztes Jahr zum Beispiel. Da bin ich sehr empfindsam geworden und sehr angreifbar wieder. Für alte Muster. Aber es ist ja nun so, dass ich das bemerke und kenne. Ich weiß, worauf ich achten sollte bei mir. Und es gelingt mir dann, gegen zu steuern. Wenn solch altes Muster wieder auftaucht.

    Das ist eben doch der Lohn des Weges, den ich gegangen bin. So einfach zurück fallen in alte Muster und Gewohnheiten geht garnicht. Da fühle ich mich nämlich ganz schnell ziemlich unwohl. Und weil ich mein Unwohlsein ernst nehme...

    Nee, immer gut drauf sein, wer kann das schon. Und warum auch? Wem nutzt das was? Dem Umfeld... Aber das Umfeld ist nicht so wichtig wie du!

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig dein Anliegen beantworten.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, ein Rentnerhandy ist nicht schlecht. Ich selbst hab auch noch so'n altertümliches, mit dem man "nur" telefonieren kann. Das reicht mir ja auch völlig... Mein Vater aber vor allem möchte natürlich auch teilhaben an den tollen neuen Technik. Das ist ja auch spannend, geb ich ja zu. Aber mein Neffe muss dann immer kommen und ihm Handy oder Fernsehgerät wieder korrekt einzustellen :lol: . Und das Navy, mein Vater stellt es sich ein, wenn die Stimme dann sagt, er solle so und so fahren, stellt er das Ding aus und meint, er kennt sich da viel besser aus. :lol: . Na, lassen wir den "Alten" ihre Schrullen, solange sie keinen damit gefährden...

    Enkel sind schon was Tolles! Da kannst du die Welt noch mal mit ganz anderen Augen sehen und neue Logiken kennen lernen. Ich freu mich, dass du da zu deiner Kleinen solch guten Draht hast, das ist so wertvoll. Ich liebe es, mit meiner Enkelin zusammen zu sein. Es ist einfach herzerfrischend.

    Ansonsten bin ich sehr schlapp, noch immer. Aber ich spüre, es geht wieder weiter!

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, deine Kleine ist ja eine :lol: ! Ja, die Kinder werden heute mit dieser Technik groß und können ganz anders damit umgehen. Ich komme ja wenigstens halbwegs damit klar, aber wenn ich so an meine Eltern denke... Die haben es ganz schön schwer, diese Technik zu verstehen und anzuwenden.

    Liebe topas, danke für den Glückwunsch! Und die Gute-Besserungs-Wünsche. Ich danke dir sehr für deinen Tipp mit der Erinnerungskiste. Sowas in der Art hat Schwiegersohn auch gemacht. Die Erbse durfte sich auch Klackerschuhe aussuchen, z.B. Mit denen klackert sie immer durch die Wohnung, wenn sie Bianka ist, Bianka ist eine Fantasiefigur von ihr.

    Ich habe mir auch einige Erinnerungsstücke aufgehoben, Sachen, die einfach "Tochter" waren, also ihr Stil sich zu kleiden. Dinge, in denen ich sie oft gesehen habe. Das kommt in eine schöne Kiste und auch dort kann Erbschen dann spätrer noch schauen. Wir haben ihr Brautkleid aufgehoben und ihr Kleid, was sie am Standesamt anhatte. Und so einige Dinge eben.

    Am Sonntag habe ich oft geweint, es war dann erst so Art Erlösung von Gefühlen in mir. Und meine Nase läuft nun auch gut ab. Spülungen, liebe topas, mach ich nicht, aber ich weiß, dass es gut sein kann. Ich inhaliere und muss jeden Tag zum Arzt, der da bestrahlt und absaugt. Es wird langsam. Puh... Also, liebe Renate, danke für das Angebot, den armen HNO-Arzt zu hauen :lol: , das ist nicht mehr nötig.

    Und seit heute nachmittag weiß ich, dass ich diesen Job bekomme :D !

    Aurora

    Hallo aionic,

    ich werde aus dir nicht wirklich schlau...

    Du schreibst sehr detailiert Dinge über deinen Partner, deine Familie. Das finde ich nicht gut, denn hier ist das www und jeder kann es lesen. Es soll ja hier im Forum auch darum gehen, dass du erkennen lernen kannst, welchen Weg es für dich geben kann, dich von einem Abhängigen zu lösen. Wenn der Abhängige dein Leben so beeinflusst, dass du selbst krank davon wirst, unglücklich.

    Ich lese dich so, dass du einerseits ganz genau weißt, was du machst. Andererseits erscheinst du hilflos. Und ich frage mich, was können denn die Teilnehmer hier im Forum für dich tun? Also ich meine, kann es hier eine für dich sinnvolle Auseinandersetzung mit der Thematik "Coabhängigkeit" geben? Möchtest du dich da weiter entwickeln?

    Ich sehe dich so, dass da sehr viele verschiedene Dinge sind, in deiner Beziehung generell zu deinen Mitmenschen. Und damit sehe ich mich überfordert. Hier im Forum geht es um Austausch, um Weiterentwicklung, um Erkenntnisse, um Hilfe zur Selbsthilfe. Thematik eben: Coabhängigkeit. Und du kannst hier Anregungen erhalten, deine Schritte für dich zu machen. Indem du dir das, was dir geschrieben wird, überlegst und überdenkst. Und dann anwenden lernst. Hier ist nicht die Stelle, sich dauernd nur auszulassen und über den Partner schlecht zu reden. Du kannst hier schon deine Ängste und Sorgen und Nöte erzählen, aber es muss ja auch Bewegung da sein, erkennbar sein, dass da was passiert bei dir. Und das erkenne ich nicht.

    Es gibt in deinem Umfeld sicherlich viele Stellen, die dir besser weiter helfen können als das Forum, wobei ich ja nur für mich sprechen kann. Wie es den anderen hier geht, weiß ich nicht. Außer von Topas weiß ich das, ihr geht es anscheinend ähnlich wie mir.

    Grüße von
    Aurora

    Hallo Ela,

    ich finde, du bist da auf einem guten Weg für dich!

    Du hast erstmal den Kontakt eingestellt, kannst nun sehen, wie du für dich weiter machst. Denn das ist wichtig. Es soll dir doch gut gehen, das ist dein gutes Recht. Klar denkst du immer wieder an ihn und wie es ihm gehen könnte. Das sind Gedanken, die wirst du erstmal nicht gleich abstellen können.

    Aber er ist erwachsen und muss seinen eigenen Weg machen. Wie der aussieht, weiß nur er selbst. Und in der Zeit kannst du wieder zu dir selbst finden und deinem Leben neuen Schwung geben.

    Ob er nun eine Entgiftung und Therapie macht, ist nicht ganz klar. Wenn er es macht und ihr anschließend wieder zueinander findet, kannst du sehen, ob und was das für dich wird. Aber soweit ist es noch längst nicht!

    Jetzt ist jetzt und jetzt geht es um dich und dein Wohlbefinden.

    Liebe Grüße
    Aurora

    Liebe Miriel,

    oh ja, ich kenn sowas zuuuu gut :? . Das ist irgend so ein diffuses Pflichtgefühl, das ich dann auch habe. Das heißt - früher war es viel schlimmer, jetzt bekomme ich das immer besser in den Griff. Weil ich mir einfach sagen kann, es geht um mich und meine Gesundheit. Und da nehme ich Rücksicht drauf. Und wenn es bei anderen wäre, würde ich es auch verstehen, wenn sie sich krank melden. Und die Arbeit wird auch ohne mich gemacht werden können.

    Ich darf schwach und krank sein und mich pflegen.

    Es fällt mir, wie gesagt, immer leichter, so zu denken. Je mehr mein Selbstvertrauen steigt und stieg, desto einfach fiel mir das. Ich finde es gut, dass du dein schlechtes Gewissen besiegt hast und dir diese Auszeit nimmst. Auf deinen Körper hörst. Du tust dir jedenfalls einen großen Gefallen damit!

    Liebe Grüße und gute Besserung
    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, meine Höhle :? , da hat der HNO-Arzt mich ganz schön gepiesackt heute :( . War sehr unangenehm! Ich hoffe, es wird jetzt mal besser.

    Liebe Nici, danke! Ich habe schon oft gehört, dass meine Beiträge bei Menschen hier was bewirkt haben. Das macht mich froh, wenn meine Erfahrungen, die ich auch oft sehr schmerzlich machen musste, anderen weiterhelfen konnten und können. Ich freu mich übrigens auch, dich getroffen zu haben!

    Wochenende! Und morgen kommt das Erbschen und sucht uns heim, bis Sonntag. :D . Vorher räume ich aber noch mit Schwiegersohn die Schränke auf, die Sachen meiner verstorbenen Tochter sollen nun endlich aussortiert werden. Das ist ganz viel Loslassen. :( . Aber es ist notwendig, loslassen ist auch notwendig, um weiter leben zu können. Um das, was unvermeitlich ist, anzunehmen. Um das Leben annehmen zu können, wie es jetzt ist. Mit dem Schmerz innen drinnen, aber auch mit der Lebensfreude, die durchaus auch ihre Berechtigung hat.

    Aurora

    Hallo Nys,

    deine Gedanken kreisen nur um ihn...

    Es fehlt dir ein Abschluss, so verstehe ich das. Du kannst doch einen Brief schreiben und in's Nirwana schicken. Also verbrennen oder in einen Fluss werfen und wegsegeln lassen. Da kannst du all deine Dinge für ihn reinschreiben und vielleicht fällt dir das Loslassen dann leichter.

    Warum liest du Bücher, in denen du seine Charaktereigenschaften suchst? Oder habe ich das falsch verstanden.

    Wenn ich dieses Fädchen hier lese, kommt für mich viel Verbitterung rüber, verletzter Stolz, Entwertung, Wut, die du spürst. Das sind Gefühle, die entstehen, wenn Menschen sich so abgeschoben fühlen.Das kann ich verstehen. Aber es nutzt dir nicht, wenn deine Gedanken unentwegt nur um ihn kreisen und darum, was er dir angetan hat und warum es so sein könnte.

    Wichtig ist doch, den Fokus jetzt auf dich und dein Leben heute zu legen. Diese vergangenen Dinge wirst du nicht mehr ändern können. Du kannst dafür sorgen, dass in Zukunft niemand mehr so mit dir umspringen kann. Du kannst daraus, aus dem Vergangenen, lernen, es nun anders zu machen, so zu machen, dass es dir gut tun kann. Dass du lernst, in Zukunft schneller Grenzen ziehen zu können, damit dir solche Verletzungen nicht mehr pasieren können.

    Es wär gut, wenn es jetzt hier in deinem Thread nicht mehr nur um deinen XY geht und was er gesagt und getan hat. Sondern dass es hier um dich geht und wie du lernen kannst, dein Leben, was du jetzt hast, anzunehmen. Ohne dauernd diese bitteren Gedanken an damals zu haben.

    Loslassen, verzeihen und annehmen. Das ist nicht leicht, aber es geht. Das geht, wenn du eben auf dich siehst, jetzt, nicht auf ihn und das, was mal war.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo Rhein,

    bei mir war es so, dass ich dachte, wenn er mich und unsere Kinder nur wirklich lieben würde, könnte er auch aufhören zu trinken. Ich dachte, ich müsse mich nur genug anstrengen und gut sein, dann kann er aufhören. Also umkehrmäßig: ich fühlte mich zu wertlos, ungeliebt und unwichtig, als dass er für mich, mir zuliebe, mit dem Trinken aufhören würde.

    Ich dachte nicht an Liebe, dass er durch meine Liebe aufhören könnte. Ich dachte, ich muss gut genug sein und ich könne ihn dazu zwingen, mir zuliebe aufzuhören. Das war keine Liebe, die ich da empfand. Das war was anderes...

    Aurora

    Hallo aionic star,

    Zitat

    ich möchte wissen ob es ähnliche fälle wie den unseren gibt, wo der mann nicht aufhört aber kooperativ ist und sich eine langfristige langsame besserung abzeichnet.

    Zitat

    Bei ihm geht diese heilung und dieser zuwachs an innerer kraft recht langsam vonstatten, sodass er vl irgendwann kein bier mehr braucht.

    Dazu schreibe ich dir mal was. Wenn ein Alkoholiker nicht aufhört zu trinken und dauerhaft abstinent lebt, gibt es keine Besserung. Es gibt nur den Weg nach unten, Ende mit Schrecken, Exitus.
    Und wenn er abhängig ist, wenn er süchtig ist, gibt es keine Heilung! Sucht kann nicht geheilt werden, sie kann nur gestoppt werden.

    Zitat

    ja mein mann war auch nach 10 entzügen und viel bemühungen nach 5 jahren ganz auf null, aber es hat nix gebracht und er hat dann doch wieder mehr getrunken. einfach nach erfahrungswerten fragen.


    Ja, mein Exmann war nach vielen kalten Entzügen und einer qualifizierten Entgiftung 4 Jahre lang ohne Alkohol. Er hat aber nix weiter gemacht, nur nicht getrunken. Jetzt trinkt er wieder... Willst du das hören? Das ist meine Erfahrung.

    Aber deine Gedanken drehen sich nur um ihn. Du schreibst

    Zitat

    ich hab an sich ein recht schönes leben mit ihm gerade


    und

    Zitat

    ich glaub ohne ihn ginge es mir jedenfalls nicht schlechter.


    Hm, :roll: .
    Dann ist doch alles in Ordnung. Anscheinend bist du zufrieden so, wie es ist. Oder nicht? Oder doch?

    Du möchtest nichts verändern. Redest dir die Situation immer wieder auch schön. Du möchtest, dass er was verändert. Aber dazu muss er auch bereit sein, es wirklich alleine wollen. Es wird nichts bringen, ihn zu zwingen. Das jedenfalls weiß ich aus Erfahrung. Denn ich habe viele Jahre lang versucht, meinen Exmann zu verändern. Ihn zu überreden, nicht mehr zu trinken.

    Ich habe alles versucht. Ihn erpresst, ihn umschmeichelt, ihn angebrüllt, all sowas. Weil ich wollte, dass er so lebt, wie ich es mir gedacht hatte. Nach seiner eigenen Vorstellung von Leben habe ich ihn nicht gefragt. Und er hat teilweise gemacht, eine Zeit lang, was ich wollte. Hat weniger getrunken, all sowas. Um mich zu beruhigen. Aber im Endeffekt hat er gelebt, wie er es wollte und ich habe versucht, ihm meine Vorstellung aufzuzwingen.

    Das war ein Kampf. Ich habe mein eigenes Leben darüber ganz vergessen. Bis ich irgendwann aufwachte und dachte, soll es das gewesen sein? Wo bin ich denn eigentlich? Und da fing ich an, mich um meine eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Nicht mehr um seine, nicht mehr darum, ihm was aufzudrängen, was er garnicht wollte.

    Was erwartest du denn von deinem Leben? Ist es für dich ok, wenn es so weitergeht, wie bisher? Ist es das ganz wirklich?

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo aionic star,

    so ganz verstehe ich nicht, worauf du hinaus willst hier...

    Du schreibst, ob es Hoffnung für euch gibt und ob die Spirale aufwärts statt abwärts gehen kann. Aber - wer soll das wissen? Hier ist ein Forum für Menschen, die ein zufrieden trockenes Leben leben möchten, und es ist ein Forum für Angehörige, die ein zufriedenes und ausgefülltes Leben leben möchten. Hier ist kein Forum für Hellseher...

    Das ist an der Seite eines nassen Alkoholikers aber nicht möglich, ein zufriedenes , glückliches Leben zu führen. Ob dein Partner abhängig ist oder nicht, kann hier niemand beurteilen, das kann nur er selbst. Du kannst für dich nur beurteilen, ob du mit ihm zusammen leben willst, so wie er ist, oder nicht. Du hast kein Recht, ihn zu verändern. Und du wirst das auch nicht können, niemand kann das, nur derjenige selbst. Wenn er es will!

    Du bist hier in der Abteilung Coabhängige, Angehörige. Und hier geht es darum, für den Co bzw. Angehörigen Wege zu finden, um glücklich zu sein. Es geht darum, Wege zu finden, die Coabhängigkeit zu stoppen. Zu sehen, warum ich diese Coabhängigkeit habe und warum ich sie so lange gelebt habe. Und dann neue Muster zu finden.

    Ich verstehe deine Motivation nicht. Bist du hier, um das für dich zu finden? Um an dir zu arbeiten, nicht mehr in diese alten Muster zu fallen und zu lernen, dich selbst wert zu schätzen? Denn du solltest für dich hier sein, nicht für deinen Partner.

    Dein Partner ist ein erwachsener Mann. Und er hat eigene Verantwortung für sich. Wenn er Hilfe braucht, kann er sie sich einfordern und suchen. Es gibt viele Anlaufstellen für Abhängige! Aber darum soll er sich kümmern, wenn er meint, er braucht das, nicht du!

    Ja, aionic star, nun sag doch mal ganz klar, was du dir vom Forum hier erwartest. Denk einfach darüber nach. Und dann kannst du erkennen, ob es dir hier eine Hilfe sein kann, dich zu entwickeln. Denn es geht um dich hier.

    Viele Grüße
    Aurora

    Hallo,

    liebe Grazia, ja, alles auf einmal :? , so hatte ich das gerade. Aber nun geht es wieder aufwärts.

    Liebe Renate, der Museumsbesuch war ok, obwohl ich nicht die Museumsbesucherin bin. Aber es gibt eine Sonderausstellung hier, gerade, im Neuen Museum und da waren wir. Weil Dantes Freund das gerne sehen wollte. Da haben wir das gemeinsam gemacht. War auch interessant. Gut, dass sich bei dir die Dinge auch gerade sortieren! Und dass es mit dem Abgrenzen so gut klappt, in jeder Hinsicht. Das ist echt toll.

    Ja, und nun geht es auch bei mir langsam aufwärts. Das Probearbeiten war gut und der Betrieb gefällt mir. Meine Chancen stehen ganz gut, den Job zu bekommen. Mal sehen, nächste Woche weiß ich hoffentlich mehr.

    Ich habe eine Kieferhöhlen- vereiterung und massiv die ganze Woche mit Schmerzen zu tun gehabt. Und Besuchen beim HNO-Arzt, der da immer was abgesaugt hat. Hm, kein leckeres Thema... :? . Aber auch das wird besser.

    Ich werde mich bei einem anderen Psychiater anmelden, weil der, zu dem ich da gehe, der behandelt mich wie eine Simulantin und ich fühle mich nicht gut aufgehoben dort. Ich hab das nicht nötig, mich so abwerten zu lassen, wie er das macht. Nö!

    Ja, so kommt langsam alles in Gang hier. Mal sehen, was daraus wird, es wird auf jeden Fall das Richtige für mich sein. Ich bin optimistisch :wink: .

    Aurora

    Hallo,

    liebe Renate, ja, wir haben ein wenig Museumsbesuch gemacht. Das war interessant.

    Liebe Grazia, einfach danke.

    Mir geht es gesundheitlich nicht ganz wirklich gut. Solch Infekt hat es schon in sich. Und es sind viele Dinge auf einmal, die da gerade passieren. Da muss ich nun erstmal sortieren. Ich nehme nun ein Medi ein, gegen die dunklen Gedanken, da ist ein Job in Aussicht oder auch nicht und an das Moderatoren-Dasein muss ich mich auch erst gewöhnen.

    Nachher gehe ich jedenfalls erstmal probearbeiten. Ich bin gespannt auf den Betrieb. Und habe auch bissi Angst. Aber andererseits, was hab ich zu verlieren? Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Nix, oder...

    Hier schneit es jetzt auch schon die ganze Zeit, Winter eben. Winter in der Stadt ist anstrengend. In den Bergen wär es jetzt, glaub ich, schöner. Also, wenn ich da Urlaub hätte... Seufz, man kann nicht alles haben.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Nancy, danke für die Daumen.

    Liebe Renate, eine zufriedenen Renate ist Gold wert! Ja, jetzt bin ich Moderatorin. Aber ich hab nicht vor, deshalb anders zu sein als vorher :wink: . Ich freu mich, dass es dir gefällt. Ich bin auch bissi stolz, dass Karsten und die anderen Mods mir dieses Vertrauen entgegen bringen.

    Heute treffen wir uns mit einem alten Freund von Dante und machen Berlin ein wenig unsicher.

    Aurora

    Liebe Miriel,

    Zitat

    Ich musste es aber wohl einfach selbst erkennen. Der Impuls kam oft von euch, aber die Entscheidung musste ich selbst treffen.


    Das ist genau so richtig!

    Du bist ja erwachsen und es kann dir niemand vorschreiben, wie du zu leben und zu handeln hast. Genau so wenig, wie du deinem Ex-XY eben das Saufen oder Nichtsaufen verordnen kannst.

    Hier kannst du massenhaft Denkanstöße erhalten, das finde ich immer das Wertvolle an einer guten Selbsthilfegruppe. Du bekommst Impulse. Und oft tun die auch massig weh, treffen genau die Stelle. Und dann macht es "plopp" und dir wird was ganz klar und du kannst den nächsten Schritt machen.

    Ich wünsche dir ein gutes Wochenende
    Aurora