Hallo,
liebe Renate und liebe WinterSonne, ich danke euch sehr für eure lieben Wünsche und Umarmungen. Das tut sehr gut!
Ich hatte eine ganz gute Zeit. Der Tag vor Heiligabend war schlimm, da habe ich sehr viel geweint. Und durch die ersten Therapiegespräche kocht da auch schon was in mir hervor. Da ist so viel, was ich noch nicht "verdaut" habe, auch aus der Ehe mit meinem Exmann zum Beispiel. Immernoch sind da Dinge. Und durch diese emotionalen Ausnahmezustände bei mir bin ich so viel in altem Verhalten. Ich bin froh, dass ich Dante habe. Dass er mir zur Seite steht, mich versteht und mich auch anstubst. Rausholt aus den Löchern, in denen ich dann teilweise versinke. Und nicht noch ausnutzt, wie ich jetzt bin.
Der Heiligabend war gut. Mein Sohn war da, Schwiegersohn, Erbse, Dante und ich. Wir haben Fondue gemacht. Und vorher Bescherung. Und es war eine ruhige, gemütliche Stimmung. Ohne Hochs oder Tiefs. Meiner Tochter hätte es auf jeden Fall gefallen, glaub ich. Sie fehlt so sehr, die Lücke war schon zu spüren. Ist immer zu spüren. Ohne Frage. Aber wir leben ja und müssen lernen, mit dieser Lücke zu leben.
Der 1. Feiertag war traditionsgemäß bei meinen Eltern. Auch da eher eine ruhige Stimmung. Nicht mehr dieses Laute der vergangenen Jahre. Und früher kam auch da ja noch Unmengen an Alkohol dazu. All das ist nicht mehr.
Der 2. Feiertag war noch ruhiger, da kam Dantes Mutter zum Kaffee und meine Eltern auch nochmal. Das war nun ganz ruhig. Wohltuend. Und den späten Nachmittag und Abend hatten wir dann für uns, das war sehr kuschelig dann. Wir haben zur Zeit wenig voneinander, da Dante sehr viele Dienste hat und hatte. Gestern war ein freier Tag mal, der nächste wird erst am Sylvester sein...
Sylvester gehen wir in die Oper, da Dante Neujahr Frühschicht hat. Also da ist nix mit Sylvesterball, wie letztes Jahr z.B. bei den Guttemplern, unserer realen SHG. Da bimmelt der Wecker um ca 4 h morgens, also dann, wenn andere erst in's Bett gehen... Ich liebe aber diese Neujahrstage, seit ich selbt alkoholfrei in einem alkoholfreien Umfeld lebe. Wie schön ist es, das neue Jahr frisch und klar zu begrüßen.
Ja, so ist das zur Zeit hier. Ich schwebe immernoch zwischen den Zeiten herum. Und versuche, all die Dinge, die mir 2012 widerfahren sind, einzuordnen. Das ist schwere Arbeit, und ich bin zur Zeit oft am Limit und schrecklich müde. Zumal ich auch öfter so Angstattacken habe, depressive Zustände. Aber da gehe ich durch. Nehme es erstmal an, als was es ist. Emotionaler Ausnahmezustand, irgendwo, noch immer. Aber es geht ja zu verändern und zu verbessern. Ich habe nicht vor, darin zu verharren und umzukommen!
Aurora