Beiträge von Aurora

    Hallo Somadi,

    ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet wurden.

    Alkoholismus ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Darum ist Scham im Grunde genommen nicht nötig, denn für zum Beispiel eine Diabetes würde sich auch keiner schämen. Soweit die Theorie.

    Ich weiß aber selbst, dass es so nicht ist. Ich habe mich lange Jahre geschämt für meinen Mann. Wenn er bei Zusammenkünften wieder auffällig wurde durch seine völlige Betrunkenheit, sein absurdes Verhalten, dass er dann hatte. Und ich hab mich geschämt, dass ich da hineingeraten war, dass ich da nichts dran ändern konnte.

    Als ich das erste Mal die Sucht erwähnt hatte, gegenüber meinem damaligen Chef, bin ich fast umgekippt, so aufgeregt und schwindelig war ich.

    Eine Trennung erscheint dir unmöglich, das ist auch okay und deine Entscheidung, ich bin auch sehr lange dabeigeblieben. Es ist halt nur so, dass du immer wieder mit seiner Sucht konfrontiert wirst. Es ist wichtig, dass du dir eigene Zeiten schaffst, ohne ihn und vor allem ohne ihn gedanklich dabei zu haben. Das ist schwierig.

    Aber jetzt komm erstmal in Ruhe hier an, zu lesen gibt es ganz viel denn du bist leider nicht alleine mit dieser Problematik.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo _Eternal_ ,

    so viele " ihr müsst dies und das und jenes" machen. Müssen muss keiner was. Du weißt doch garnicht, in wieweit Minze und ihr Mann da selbst informiert sind. Was schon alles unternommen wurde.

    Es geht hier auch darum, erstmal die mitbetroffene Minze aufzufangen und nicht sofort mit solchen " Du musst " zu bombardieren. Mit Dingen, die sie für ihre Söhne machen soll, die, wie ich es verstehe, schon erwachsen sind. Wir sind hier außerdem kein Autismus- Forum sondern eine SHG für Alkoholiker und Cos/ EKA. Geh mal einen Schritt zurück und lass Minze in Ruhe ankommen und mach nicht den Berater für Autismus.

    Darum bitte ich dich.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo NiMaCo,

    Er trinkt nahezu jeden Tag, manchmal nur zwei Bier, aber halt ständig. Dann -nach vielen Gesprächen- ein paar Tage gar nichts… ist das ein Zeichen dafür, dass er kein echtes Problem hat?

    Doch, er hat ein echtes Problem. Denn wenn er keins hätte, müsste er nicht jeden Tag trinken. Solche Trinkpausen konnte mein erster Mann auch gut hinkriegen und du wirst das hier quasi in jedem Thread auch lesen können. Alkoholiker können solche Pausen machen wenn die Partnerin zu viel Druck macht oder es deutlich wird, dass sie Veränderungen anstrebt.

    Dann wird eine Trinkpause gemacht, die Partnerin ist unsicher ob er wirklich ein Problem hat und wenn sie dann wieder in der Spur ist, geht das Trinken wieder los.

    Oft wird dafür ein Streit angezettelt, denn dann hat er ja einen " guten Grund".

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    das Treffen mit dem Exschwiegersohn war gut. Er hat viel erzählt, was da los war in dieser Ehe. Und das, was in ihm teilweise abging ähnelte sehr dem, was ich hier oft lese und auch selbst so erfahren habe. Er hatte ähnliche Verhaltensmuster. Obwohl in der Beziehung ihr Narzissmus das große Problem war und nicht Alkohol. Der kam erst zum Schluss noch dazu.

    Nun nähern wir uns mehr und mehr an und werden den 1. Weihnachtsfeiertag zusammen verbringen. Ich freu mich drauf.

    Heiligabend werden Sohn und Partnerin hier sein, das wird auch sehr schön werden.

    Ich hoffe, dass das Jahr jetzt friedlich zuende geht und das neue ruhiger werden wird. Nach all dem Zeug der letzten Jahre wäre es mal an der Zeit.

    Aurora

    Hallo Karlotti,

    diese Weinerlichkeit und das Jammern kenne ich von meinem ersten Mann auch. Und hab hier schon ganz oft davon gelesen. Es kommt bei Abhängigen ganz oft vor, dieses Leiden im Suff. IAS : Ich Arme Sau, nenne ich es mal bzw wird das auch genannt.

    Und das wird auch gemacht um den Partner, der was verändern will, sich trennen will oder sich schon getrennt hat, angewandt. Um ihn weichzuklopfen.

    ich habe zwischenzeitlich durch Zufall seinen besten Freund getroffen und ihn involviert, ob das gut war, weiß ich nicht. Aber ich habe gefühlt etwas Verantwortung abgegeben.

    Du hast Verantwortung abgegeben, die du garnicht hast. Und auch der Freund hat sie nicht. Verantwortung für sich hat tatsächlich nur dein Expartner. Gefühlt mag es dich jetzt erleichtert haben aber mach es dir ganz bewusst: du hast keine Verantwortung gegenüber diesem Menschen, er ist erwachsen und sollte/ kann/ muss seine Verantwortung für sich selbst tragen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Marliese,

    ich freu mich mal wieder was von dir zu lesen.

    Da ist einiges passiert, positiv gesehen. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Umzug und gutes Ankommen. Mutige, gute Schritte sind das. Jetzt lass es dir Weihnachten mit deinen Kindern und Freunden gutgehen. Und ich drück die Daumen, für die Kinder, dass es dann auch beim Ex ruhig verläuft.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Daniela,

    das ist ja nicht wirklich möglich, es zu erklären oder zu erkennen, was in dem Kopf von diesem Mann vor sich geht.

    Es gibt einige Möglichkeiten aber das können ja nur Spekulationen sein. Warum er sich so verhält. Im Grunde genommen bleibt dir nichts weiter übrig als es zu akzeptieren, dass er keinen Kontakt mehr will. Auch wenn es noch so sehr weh tut.

    Das ist erstmal sehr, sehr schwer weil es für dich ein großer Verlust ist. Jedenfalls empfindest du das gerade so. Auf der anderen Seite kann es eine Chance sein, dass du zu einem ruhigeren Leben zurückfinden kannst. Denn nach seiner Aussage will er ja nicht auf Alkohol verzichten.

    Wenn du möchtest, kann ich dein Thema von hier weg und in den Bereich für Angehörige und Coabhängige verschieben. Da wirst du eher gelesen als hier, im Bereich für EKAs, das sind erwachsene Kinder von Alkoholikern, die ihre Problematik verarbeiten, die sie durch die Sucht ihrer Eltern haben.

    Sag einfach Bescheid und einer von uns Mods wird das erledigen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich hoffe, es geht dir heute besser und dieser Druck, das Teufelchen auf deiner Schulter, ist in der Versenkung verschwunden. Dahin, wo es hingehört.

    Ich glaube nicht an einen Gott, aber ich glaube an Schicksal, Karma und Fügung. Das ist eine Fügung. Da hat dir jemand einen roten Teppich ausgerollt und sagt: GEH.

    Das finde ich ein sehr gutes Bild, ja, manchmal ist es wirklich wie ein Wink des Schicksals. Ich hoffe, du kannst da zugreifen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich kann mich allen Vorschreiberinnen nur anschließen.

    Es ist schwer, die Gefühle wirbeln durcheinander und es hilft nur, sie auszuhalten bzw dass du dir Strategien zurechtlegst, mit denen du schnell aus dem Gefühlswirrwarr rauskommst.

    Er fährt alle Geschütze auf und du weißt ja auch, wie gut er darin ist, dich zu manipulieren. Bleib mutig, für deine Kinder und dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kirara, herzlich,

    dein Mann ist süchtig und da hat die Sucht das Sagen. Da steht alles andere, wie zum Beispiel die Familie, weit abgeschlagen dahinter. Er muss trinken, es geht nicht anders.

    Jetzt ist er erstmal in der Klinik, vielleicht bleibt er ja doch da.

    Das Zusammenleben mit einem Süchtigen ist eine andauernde Überlastung und macht viel Stress. Ich kann deine Überforderung sehr gut verstehen, es ging mir ganz ähnlich. Nun bist du hier, das ist gut, hier kannst du dich mit anderen Mitbetroffenen austauschen und Wege für dich finden.

    Das ist der Link für den Austausch:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur draufzuklicken, kurz um Freischaltung zu bitten und dann wirst du freigeschaltet. Dein Thema ist dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    ich kann mich allen Beiträgen nur anschließen.

    Mir hat er damals auch leid getan, zudem er ja erstmal auch nicht mehr trank. Und er stand oft vor mir wie ein Häufchen Unglück, brechender Stimme, voll das heulende Elend und das war mega schwer auszuhalten. Ich hab mir dann immer wieder gesagt warum ich mich getrennt hatte, dass es ja einen guten Grund hatte dass ich nach all den Jahren, in denen ich immer wieder nachgegeben hatte, dann gegangen bin.

    Und ich hab mir gesagt, dass er doch erwachsen ist und alle Möglichkeiten hat, sein Leben selbst zu gestalten. Genau wie ich das machen musste nach all der schlimmen Zeit, die wir gehabt hatten.

    Es ist schwer das auszuhalten aber das ist machbar. Es ist viel leichter als das, was dich in einer Beziehung mit ihm erwarten würde und was du da schon alles hinter dir hast.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Leonia,

    Ich will ihn gar nicht unterstützen, weder bei dem einen, noch bei dem anderen und trotzdem mache ich es unbewusst. Egal wie ich es mache.

    Im Grunde genommen kannst du machen was du willst. Er ist abhängig und die Sucht bestimmt, was er macht. Nicht du. Klar kommen mal irgendwelche Reaktionen vom Alkoholiker, zum Beispiel dass er seinen Konsum mal kurzzeitig reduziert oder so um dich ruhig zu stellen.

    Im Grunde genommen hast du aber keinen wirklichen Einfluss darauf. Mach dir das bewusst. Es passiert nichts Grundlegendes wegen dir sondern es passiert alles nur, was die Sucht bestimmt.

    Einfluss auf irgendwas hast du nur darauf, was DU machst, was du für dich machst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Kaa,

    Diese Woche, als er wieder eine Familienfeier platzen ließ und ich mal wieder alleine dort auftauchte, hat es bei mir Klick gemacht. Ich habe die Hoffnung verloren und eingesehen, dass ich mir eine Wohnung suchen muss.

    Das hast du im Mai geschrieben und jetzt zitiert, du schreibst dazu, dass sich nix geändert hat.

    So wie ich es lese, sieht dein Partner nicht ein, dass er etwas ändern sollte. Und solange das so ist und du auch stillstehst, solange wird nichts passieren. Außer dass du immer unglücklicher wirst. Und er weitertrinkt.

    Du hast im Mai geschrieben, dass du die Hoffnung verloren hast und dir eine Wohnung suchen möchtest. Hast du denn inzwischen mal deine Fühler ausgestreckt? Irgendwas unternommen um eine Veränderung zu beginnen? Der Weg beginnt mit dem ersten Schritt, trau dich einfach, du musst ja keinen riesigen Sprung machen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Abstinenzler und Boss ,

    Sichtweisen von Alkoholikern können auch mal hilfreich sein. Es geht aber hier nicht um den Alkoholiker bzw in diesem Fall um den Partner von Kaa. Es geht hier um die Coabhängige und darum, wie sie einen Weg aus ihrer Situation herausfinden kann. Nicht, wie sich eventuell der Partner fühlen könnte, den hier ja keiner kennt.

    Ihr seid beide noch nicht so lange dabei und es ist wichtig, dass ihr erstmal bei euch bleibt. Eure eigenen Themen angeht.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Sara,

    er ist süchtig und die Sucht regiert und diktiert ihm sein Leben. Das ist für Außenstehende nicht zu verstehen.

    Ich hab damals oft gedacht oder ihm auch gesagt, warum er nicht aufhört zu trinken. Wir hatten 2 gesunde Kinder, ein schönes Zuhause, ausreichend Geld... Und ich dachte auch, warum er nicht uns zuliebe damit aufhört

    Sucht zerstört nur, mehr nicht. Der Abhängige hängt darin fest. Solange er nicht den starken Wunsch hat aufzuhören, solange er das nicht schafft, solange geht es immer weiter.

    Liebe Grüße Aurora