Hallo Somadi,
ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich jetzt hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern, die noch nicht freigeschaltet wurden.
Alkoholismus ist eine Krankheit, die jeden treffen kann. Darum ist Scham im Grunde genommen nicht nötig, denn für zum Beispiel eine Diabetes würde sich auch keiner schämen. Soweit die Theorie.
Ich weiß aber selbst, dass es so nicht ist. Ich habe mich lange Jahre geschämt für meinen Mann. Wenn er bei Zusammenkünften wieder auffällig wurde durch seine völlige Betrunkenheit, sein absurdes Verhalten, dass er dann hatte. Und ich hab mich geschämt, dass ich da hineingeraten war, dass ich da nichts dran ändern konnte.
Als ich das erste Mal die Sucht erwähnt hatte, gegenüber meinem damaligen Chef, bin ich fast umgekippt, so aufgeregt und schwindelig war ich.
Eine Trennung erscheint dir unmöglich, das ist auch okay und deine Entscheidung, ich bin auch sehr lange dabeigeblieben. Es ist halt nur so, dass du immer wieder mit seiner Sucht konfrontiert wirst. Es ist wichtig, dass du dir eigene Zeiten schaffst, ohne ihn und vor allem ohne ihn gedanklich dabei zu haben. Das ist schwierig.
Aber jetzt komm erstmal in Ruhe hier an, zu lesen gibt es ganz viel denn du bist leider nicht alleine mit dieser Problematik.
Liebe Grüße Aurora