Beiträge von Aurora

    Hallo, willkommen Rosa,

    das Zusammenleben mit einem Abhängigen ist schwer, dieses Auf und Ab, die Sorge ob und wann er trinkt, der Streit, die Wut. Da ist die gesamte Gefühlspalette betroffen. Manipulationen passieren und Versprechungen werden gemacht und nicht eingehalten. Und für die Angehörigen wird es immer schwieriger, damit zurechtzukommen. Vor allem für Kinder ist es belastend.

    Wenn du auf diesen Link https://alkoholiker-forum.de/bewerben/ klickst und um Freischaltung bittest, kannst du am Austausch mit anderen Mitbetroffenen teilnehmen. Nach der Freischaltung findest du dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige.

    Das Medikament editiere ich, das Nennen von Medikamentennamen ist nicht erlaubt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo NiMaCo,

    erstmal herzlich willkommen.

    Du schreibst

    Muss ich mich trennen? Kann man das auch gemeinsam schaffen?

    Nein, du musst garnichts. Es ist dein Leben und deine Entscheidung ob Trennung oder nicht. Ich kenne Leute, die es geschafft haben, wo der Abhängige Partner trocken geworden ist und sie zusammengeblieben sind.

    Aber das geht nur, wenn der Abhängige aus starkem Wunsch trocken werden möchte und das dann auch ernsthaft und Schritt für Schritt durchzieht.

    Mein Mann weigert sich, Hilfe anzunehmen

    Solange es noch so ist bei deinem Mann wird sich wohl nichts ändern. Jedenfalls habe ich es so erfahren mit meinem ersten Mann. Und ich lese es hier auch immer wieder, dass es so ist. Und solange dein Mann nicht aufhört zu trinken weil er süchtig ist und es nicht will oder schafft, solange hängst du mit drin.

    Es ist gut, dass du dir jetzt Hilfe suchst, was für dich tust. Denn das ist wichtig. Und vor allem, für deinen Mann kannst du nichts ändern aber für dich schon.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mala,

    herzlich willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

    Da hast du ja schon einen ziemlichen Schritt gemacht mit dem Auszug. Abstand zu bekommen, sich rauszuziehen ist ein wichtiger Punkt in Beziehungen mit einem Suchtkranken. Dass es dir erstmal schlecht geht ist ja klar. Solche Sache verarbeitet man nicht von Heute auf Morgen.

    Hier in unserer Gruppe sind wir viele Coabhängige und du kannst durch den Austausch für dich viel mitnehmen, neuen Mut fassen. Wenn du dich austauschen möchtest, klicke diesen Link an: https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Du brauchst nur kurz was zu schreiben, dann wirst du freigeschaltet und findest dein Thema im Bereich für Angehörige und Coabhängige wieder. Dort findet dann der Austausch statt, hier ist ja erstmal nur der Bereich für eine kurze Vorstellung.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Franzi,

    du bist getrennt also lebst woanders als er. Wieso ist da andauernd noch Kontakt? Klar, ihr habt Kinder aber ist es nur das?

    Mein Exmann hat fast haargenau dieselben Argumente gebracht wie deiner. Ich würde die Familie zerstören, ihn finanziell ruinieren usw. Er hat mal gejammert, mal gedroht. Und ich hab es mir oft genug noch angehört bis zu dem Tag, als ich es wirklich satt hatte. Und mir egal war ob er traurig wäre und " eigentlich" bin ich ja nicht so sondern lasse ihn ausreden.

    Ab dem Tag habe ich bei Telefonaten aufgelegt, wenn er wieder anfing. Und die Telefonate eingestellt. Bei Treffen, die es ab und an noch gab, hab ich mich umgedreht und bin weggegangen, wenn er wieder anfing mit seiner Litanei. Zum Schluss hab ich ihn aus meiner Wohnung geschmissen als er mal wieder ankam und mich mit Vorwürfen und Rumgeheule überschüttete.

    Heute frage ich mich, warum ich ihn überhaupt noch reingelassen hatte...

    Zuerst hat sich das komisch angefühlt so " unfreundlich" zu sein. Aber erst dadurch kam der richtige Cut zustande. Grenze um Grenze, die blöden Gefühle einfach aushalten, es wurde besser und besser. Ich kann es empfehlen.

    Wenn es um die Kinder geht, okay, da muss kommuniziert werden. Mehr nicht. Fängt er an mit seinen Anschuldigungen: auflegen, weggehen, nicht auf Nachrichten reagieren. Ist jetzt mal meine Idee aus dem, wie ich es erfahren und gehandelt habe.

    Du musst dir das nicht immer wieder antun. Du bist nicht so, wie er es dir sagt. Du hast das Recht auf dein eigenes Glück. Egal ob er säuft oder nicht, Beziehungen gehen aus verschiedenen Gründen auseinander, wenn es nicht mehr passt, ziehe einen Schlussstrich. Ja, hört sich leicht an, isses ja nicht immer. Aber du kannst dir immer wieder sagen, zurecht sagen:

    ich hab ein Recht auf mein Glück, ich bin erwachsen und darf entscheiden, ich darf Grenzen setzen um mich und die Kinder zu schützen, ich bin gut, so wie ich bin, ich bin sehr gut, so wie ich bin!

    Er sagt das um dich zu verletzen, was er sagt ist nicht die wirkliche Situation, ist nicht das, wie du bist. Es ist seine Wahrnehmung und nicht die Wahrheit über dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Halbmond,

    ich finde das schon übergriffig, was dein Nachbar von sich gibt. Es ist doch DEIN Leben und du darfst doch selbst entscheiden, dass du dich trennst wenn es für dich alles nicht mehr passt. Ich hab damals von einem Verwandten gesagt bekommen: " wenn du gehst dann geht dein Mann dran kaputt". Das war auch so ein " K.O. -Satz.

    Ich hab dadurch ein schlechtes Gewissen gehabt und Schuldgefühle aber zu dem Zeitpunkt war ich zum Glück schon so weit drauf, dass diese Gefühle nicht so lange angehalten haben. Ich konnte mich dann bald trennen.

    In dem Thema von Claudi schreibst du

    Meiner trinkt 6 kleine Bier pro Tag, also 0,33l pro Flasche, und ich lese irgendwie von wenigen Erfahrungen hier mit Bier, aber sehr viele mit Wein, Schnaps etc. Manchmal zweifle ich an mir und meiner Wahrnehmung und denke, es könnte noch viel schlimmer sein, aber das stimmt ja nicht.

    Alle diese Getränke sind Alkohol, enthalten Alkohol und haben die gleiche Wirkung. Schnaps wirkt schneller, da prozentual mehr Alkohol enthalten ist aber ansonsten ist es gleich. Es ist also Wurscht, ob Biertrinker, Schnapstrinker oder Weintrinker, Suff ist Suff. Abhängig können auf Dauer alle machen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Simsalabim,

    ich wage mal zu behaupten, dass dieser Mensch von Coabhängigkeit keinen blassen Schimmer hatte.

    Bei Suchtberatungsstellen sitzen auch nicht immer Selbstbetroffene...weder Alkoholiker und noch weniger Coabhängige.

    Die " Spezialisten" findest du unter anderem in Selbsthilfegruppen, zum Beispiel hier bei uns. Denn jeder Einzelne hat es selbst gefühlt, durchlebt, erfahren. Das ist ein großer Unterschied.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo releaseme,

    Du machst alles richtig. Hast Dir Hilfe gesucht...und gefunden. Nur wer aktiv wird bekommt auch Hilfe.

    Dem kann ich mich nur anschließen.

    Deine ganzen Gefühlsanwandlungen kann ich verstehen, es ging mir ganz, ganz ähnlich. Da leben 2 Seelen in einem. Einerseits die, die in ein neues Leben drängt und eine, die sich noch nicht ganz lösen kann.

    Da hilft einfach, das durchzuhalten und weiterzugehen. Denn du weißt im Grunde genommen ja, dass das der einzige Weg ist, wieder ein glückliches und unbeschwerten Leben zu bekommen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Halbmond,

    das habe ich auch erlebt mit meinem ersten Mann. Und zwar als er nasser Alkoholiker war genauso wie nach der Trennung als er nicht mehr trank.

    Ich weiß nicht ob das Gaslightning war oder sonstwas. Aber es hat mich minderwertig, unwert fühlen lassen. Dieses einfach Übergehen der schlimmen Situationen, die vorher immer und immer wieder passiert waren. Und dann war er tiefst beleidigt, dass ich nicht vor Lust und Liebe im Dreieck gesprungen bin sondern Abstand wollte.

    Er hat einfach, glaube ich heute, garnicht begriffen oder begreifen wollen, was da sein Verhalten im Suff mit mir gemacht hatte. Ich war dann für ihn: zickig, frigide, bekloppt usw. Und das hat mich noch mehr entwertet. Meine Bedürfnisse haben nicht gezählt, nur seine, die ich befriedigen sollte.

    Und was mich umgehauen hat war, dass es im nüchternen Zustand genauso war. Also er stand für sich immer im Mittelpunkt der Welt und ich hatte zu funktionieren. Reden über alles wollte er nicht.

    Ich war ja nach der Trennung von meinem ersten Mann noch ein knappes Jahr dauernd mit ihm unterwegs. Er wohnte auch umme Ecke und kam dauernd an. Und ich war erstmal nicht in der Lage, konsequent meine Grenzen zu ziehen. Mir hat es geholfen mich endgültig zu lösen als mir klar geworden war, dass es immer nur um ihn gegangen war und sich das nicht ändern würde.

    Vorher hatte er dadurch, dass ich ja immernoch mit ihm unterwegs war, wohl gedacht, alles wäre soweit wieder gut. Ich hab dadurch, dass ich immer wieder seine Nähe zugelassen hatte das Signal gesandt, alles wäre okay. Obwohl ich wusste, dass ich nicht mehr mit ihm Zusammenleben wollte und würde...

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tysja,

    Nur die gleiche Leier, er ändere sich und er würde es mir so gern beweisen, aber wüsste nicht wie... Was soll man darauf noch antworten?!

    Nichts...

    Mir haben die letzten Tage unheimlich gut getan und ich habe nochmal gemerkt, wie viel Energie dieses Thema aufgefressen hat. Meine Wohnung sieht wieder ordentlich aus, ich habe mir endlich mal wieder was Leckeres gekocht und einfach genossen, kein Drama zu haben bzw., dass meine Gedanken sich nicht 24/7 um ihn und seinen Konsum drehen.

    Im Grunde genommen sagt das doch alles. Klar, erstmal vermisst du ihn, das ist normal. Aber grundsätzlich geht es dir doch ohne ihn anscheinend besser.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    im Juli hat uns unser Sohn mitgeteilt, dass er in's Ausland gehen wird. Mit seiner Partnerin, die beruflich weggeht, er geht halt mit. Das wird im Sommer nächsten Jahres soweit sein. Vorher werden sie noch heiraten 🥰.

    Ich freue mich riesig, ich werde eine wundervolle Schwiegertochter bekommen. Und Sohn ist der glücklichste Mensch unter der Sonne. Er hat lange keine Partnerin gehabt, hatte auch viel Pech mit allem möglichen. Unter dem Tod seiner Schwester hat er auch gelitten, ganz klar. Und von den Eskalationen mit seinem abhängigen Vater die letzten Jahre vor meiner Trennung hatte er auch viel zu viel mitbekommen. Das ist wohl nicht spurlos an ihm vorbeigegangen.

    Es sortiert sich alles, ich bin so froh darüber. Was mich allerdings traurig macht ist, dass Sohn dann so weit weg sein wird. Nach dem Tod meiner Tochter hat sich für mich da schon was geändert. Ich habe oft Angst um ihn, mach mir viel den Kopp, Sorgen, und ich möchte doch nur, dass er glücklich ist. Es ist für mich nicht mehr so unentspannt, so locker, wie es vorher war.

    Der Verlust meiner Tochter, meines Enkels hat viele, viele Ängste ausgelöst. Ich war ja sowieso schon ziemlich angeschlagen aber das hat mir den Rest gegeben. Und ich freue mich, dass es Sohn jetzt gutgeht und auf der anderen Seite bin ich unheimlich traurig, dass er bald nicht mehr umme Ecke wohnt.

    Aber noch sind sie ja da und wir haben heute zusammen einige Dinge erledigt. Dann lecker zusammen gegessen und ganz viel erzählt.

    Ja, also immer wieder mal was Neues aus dem Hause Aurora.

    Aurora

    Hallo foxi,

    Simsalabim , ich wundere mich dass viele davon ausgehen dass Ehepartner in solch einem Fall nicht an einem Strang ziehen,

    ich habe in meinen früheren Beziehungen selbst diese Erfahrung gemacht, vor allem in meiner ersten Ehe. Klar, mein erster Mann war Alkoholiker und hatte genug mit seiner Sucht zu tun aber es war auch grundsätzlich seine Art, sich nicht allzu viel einzubringen, zu kümmern, mich zu achten. Und ich war längere Zeit in einem Forum für verwaiste Eltern, auch da war es oft ein Thema. Nicht jede Beziehung hält solche schweren Schicksale aus, leider.

    Ihr habt da etwas sehr Kostbares.

    Mit meinem 2. Mann jetzt erfahre ich diesen Zusammenhalt auch und es ist für mich noch immer sooo unglaublich schön.

    Ich freue mich, dass du dich hier wieder gemeldet hast.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Grinsekatze,

    es ist gut, dass du dich hier austauschst. Denn dadurch bist du sensibilisiert für das, was sein kann. Das ist ein großer Vorteil.

    Ich hatte damals diese Möglichkeit nicht und hab viele Jahre immer wieder an mir gezweifelt. Immer wieder gedacht ich würde übertreiben, zu zickig sein. Es falsch sehen. Er hat das ja auch immer wieder gesagt und damit meine Wahrnehmungen verdreht. Dadurch habe ich viel Selbstvertrauen verloren.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Grinsekatze,

    ich habe solche Gespräche mindestens 100 mal geführt. Und genauso oft hat mein erster Mann es eingesehen, Versprechungen gemacht und erstmal nichts getrunken. Ich hab dann Konsequenzen angedroht, die ich nicht durchgezogen habe. Irgendwann hat er mich nicht mehr ernstgenommen.

    Ob er einsichtig wird? Wenn er süchtig ist, ist er süchtig. Aufhören kann er trotzdem immer. Aber nur, wenn er es wirklich und vollumfänglich will.

    Das ist meine Erfahrung und die Erfahrungen von Teilnehmerinnen, die ich hier immer wieder lese, seit 18 Jahren.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Tysja, herzlich willkommen,

    so wie du die ersten Zeiten mit deinem, ich sag mal Noch-Partner beschreibst, so fing das auch bei mir an.

    Ich komme aus einer großen Familie in der viel gefeiert und gesoffen wurde. Irgendwann haben auch wir Nachkommen da mitgehalten, es war einfach normal für uns. Alkohol, und zwar viel, gehörte zum geselligen Beisammensein dazu. Darum ist mir bei meinem ersten Mann auch lange nichts komisch aufgefallen. Er war so, wie ich es von Geburt an kannte.

    Ich hab auch erstmal mitgehalten, er hat mich auch oft animiert und ich hab dann mitgetrunken. Heute weiß ich, dass Alkoholiker das oft machen, damit ihr eigener Konsum nicht so auffällt.

    Irgendwann wurde es mir zuviel und es wurde mir unheimlich. Er kam schon mit Fahne von der Arbeit nachhause. Ab da fing ich an ihn zu beobachten. Dazu kam, dass er auch Persönlichkeitsmerkmale an den Tag legte, mit denen ich Probleme hatte. Die rosa Brille war weg und tja, da sah ich so manches Komische an ihm.

    Ich finde es gut, dass du die Pläne für ein gemeinsames Wohnen erstmal auf's Eis gelegt hat. So hast du noch Distanz und eine eventuelle Trennung ist viel problemloser. Bei mir hat das viel länger gedauert, nach 26 Jahren hab ich den Absprung geschafft und das Leben mit ihm hat schon Auswirkungen auf meine Gesundheit gehabt. Aber besser spät als nie bzw lieber gleich und nicht durchhalten...

    Liebe Grüße Aurora