Hallo hopeless,
Aber ein totaler Kontaktabbruch. Ich weiß nicht ob ich tatsächlich schon soweit bin.
Wie hast du das geschafft? Wie konntest du dich von dem Gedankenkarusell und dem Schmerz ablenken?
Aus der Erfahrung mit meiner Enkelin und ihrem Vater hier mal die Kurzfassung. Aus meinem Fädchen, S 68, Juli 2024
Hallo Mariexy, unsere Enkelin lebt bei uns, weil mein Exschwiegersohn nach dem Tod meiner Tochter eine neue Frau hat, der unsere Enkelin ein Dorn im Auge ist. Diese Frau ist eine Narzisstin und hat schon so gut wie alle Verbindungen, die mein Exschwiegersohn hatte, gekappt. Und schlussendlich durch perfide Manipulationen hat sie die Enkelin aus ihrem Zuhause vergrault, mal gelinde gesagt.
Sie hat massive psychische Gewalt gegen die Enkelin angewandt.
Die Enkelin hat das gemacht, was wir Cos oft nur sehr schwer schaffen. Sie hat ihre Grenzen gezogen und sich gerettet indem sie zu uns gekommen ist. Ihr Vater , also mein Exschwiegersohn, hat sie nicht geschützt.
Ich hatte zu meinem Exschwiegersohn, den ich seit seinem 14. Lebensjahr kenne, da er ein Klassenkamerad meiner Tochter war, ein sehr enges, fast schon ein Mutter/ Sohn Verhältnis. Seine 2. Frau hat, neben allen anderen, auch uns aussortiert, ihn gegen uns aufgebracht. Er war völlig verändert, ich wurde massiv beschimpft, wenn was nicht lief, so wie er bzw seine Frau das wollte.
Er drohte oft mit Enkelin-Entzug, er trat mich regelrecht in den Dreck. Als die Enkelin sich uns anvertraut hatte und es klar wurde, dass sie bei uns einziehen würde, eskalierte es nochmal mehr. Ich hatte inzwischen Angst- und Panikattacken. Wenn ich sah, dass eine WhatsApp von ihm kam, war ich völlig fertig.
Ich habe dann das Angebot meines Mannes angenommen, dass er den nötigen Kontakt, der ja wegen der Enkelin erstmal notwendig war, übernimmt. Und als das soweit geregelt war, hatte die Enkelin mit ihrem Vater alleine Kontakt. Er durfte aber nicht zu uns kommen um sie zu besuchen. Die Enkelin und er trafen sich meistens irgendwo in einem Café oder so oder machten gemeinsame Ausflüge. Sie ist nur in besonderen Fällen in der Wohnung bei ihrem Vater gewesen. Denn ihr Vater beschützt sie nach wie vor nicht vor den Angriffen seiner Frau.
Es ist mir erstmal sehr schwer gefallen, den Kontakt abzugeben. Aber es war für mich einfach notwendig. Ich war jedes Mal völlig fertig. Hatte Angstzustände wenn ich nur sah, dass eine WhatsApp von ihm angekommen war. Alles, was ich ihm auf seine Nachrichten antwortete, verdrehte er und nutzte es als Angriff auf mich. Ich war psychisch richtig weit unten.
Ich hab schnell gemerkt wieviel besser es mir ging mit diesem Kontaktabbruch. Innerlich hing und hängt ein Teil meines Herzens noch an diesem Menschen. Er stand mir so nahe wie nur wenige Menschen in meinem Leben. Er ist ja ein Stück Familie für mich. Aber dieser Schmerz ist ein Klacks gegen das, was er angerichtet hat und anrichten kann mit seinen Worten.
Ich halte, obwohl er sich im Frühjahr endlich von dieser bösen Narzisstin trennen konnte, noch meinen Abstand. Es ist mein Schutz, meine Grenze.
Das hat nichts mit Alkohol zu tun aber ich denke, die Gefühle sind gleich oder sehr, sehr ähnlich.
Bei der Trennung von meinem ersten Mann habe ich das so massiv nicht erlebt und meine Kinder waren eh schon erwachsen. Ich hoffe, du kannst was damit anfangen.
Liebe Grüße Aurora