claudi - Co Abhängig

  • Hallo erstmal an alle,

    Ich bin seit 10 Jahren verheiratet mit einem, Alkoholiker jeden Tag mindestens 3 halbe Lieter. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Alle 3 Monate kann man sagen spitzt sich die Lage zu und er betrinken sich so sehr das er sogar einnässt. Das ist einfach total ekelhaft und peinlich. Ich hab ihn immer geschützt versucht zu kontrollieren. Bin die halbe Nacht wach geblieben oder konnte nicht gut schlafen immer wieder aufgewacht. Das letzte mal wo es passiert ist waren wir auf unserem Campingplatz und wir hatten Besuch. Da konnte ich es nicht verstecken und er auch nicht. Wieder alles nass Topper, Bettdecke, Bettlaken Klamotten. Ich war fertig enttäuscht, traurig beschämt und habe ihm und mir eine Ansage gemacht. Ich will das nicht mehr. 3 Monate später wieder das gleiche und nun suche ich mir eine neue Wohnung. Es tut ihm leid und er sagt er erkennt jetzt alles. Aber aufhören mit sein 3-4 Bier wird er nicht. Er macht mir Vorwürfe ich würde 10 Jahre weg schmeißen. Ich bin diesmal fest entschlossen ich benötige definitiv meine eigenen 4 Wände. Um mich nicht mehr in dieser Situation so zwanghaft zu verhalten und auf mich zu schauen. Das stresst mich so sehr mein Herz raßt ich bekomme Bauchschmerzen und von Schalf ganz mal abgesehen. Ich kann das alles nicht mehr. Das macht mich fertig. Ich hoffe ich steh das durch.

  • Hallo claudi,

    willkommen bei uns in der Selbsthilfegruppe!

    Leider ist es so, dass sich viele Geschichten der Angehörigen bei uns im Forum ähneln.

    Und es ist so, dass nur der Alkoholkranke die Sucht stoppen kann. Du kannst im Grunde nichts tun, nur dafür sorgen, dass es Dir besser geht. Du wirst das durchstehen, immer Schritt für Schritt.

    Für den Austausch mit den anderen Teilnehmern klicke den folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in "Erste Schritte für Angehörige" verschieben.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Marie04 13. Oktober 2025 um 17:59

    Hat den Titel des Themas von „Co Abhängig“ zu „claudi - Co Abhängig“ geändert.
  • Du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet, claudi.

    Und Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo Claudi,

    willkommen.

    Mir kommt da so einiges bekannt vor. Nachts irgendwo hinpinkeln, weil man etwas mit der Toilette verwechselt hat oder teilweise mehrfach die Woche vollgekotete Hosen waschen. Das ist nicht nur ekelig, sondern ich habe den Respekt verloren.

    Du bist auf dem richtigen Weg hier im Forum und du suchst die räumliche Trennung. Das ist ein Anfang.

    Ich wünsche dir einen regen und produktiven Austausch.

    LG ☀️

  • Das stimmt ich verliere richtig den Respekt vor ihm. Einfach nur schlimm und ich glaube er wird es mit der Einstellung nicht schaffen. Aus 3 werden 4 und immer so weiter. Er hat nichts verstanden. Kontrolliert trinken als Alkoholiker wer schafft das auf Dauer. Ich kann das auch irgendwie nicht mehr sehen und hören wie er die Dose für Dose öffnet schon gar nicht. Die Fahne im Bett ist einfach widerlich.

  • Hab mir ein paar Wohungen schon angeschaut. Ich brauche wirklich meinen Rückzugsort. Einen Raum wo ich sagen kann das ich das nicht möchte oder dort hin gehen gehen kann wann ich möchte. Ich denke das wäre eine gute Möglichkeit auch das ganze mal zu beobachten und sich mal von weitem anzuschauen. Also mit Abstand und nicht immer alles auszuhalten oder zu ertragen. Einfach mal zur Ruhe kommen. Vieleicht hat ich Glück und bekomme diese Woche eine Zusage. Er ist sehr enttäuscht und auch wirklich sauer meinte das wird nix dann bin ich weg. Aber er wird es auch mit versuchen.

  • Hallo Claudi, ich habe mich innerhalb unseres hause getrennt. Zuerst ein gespräch mit ihm ihn Ruhe ( gleiches thema wie bei dir ) wo ich das gefühl hatte ja er sieht das ein. Ich hätte nähmlich körperliche Hilfe bei dem umzug innerhalb des hauses gebraucht. Ein paar tage später hat er das Problem alleine gelöst und hat sich in einem der leerstehenden Zimmer eingerichtet. Plötzlich konnte er sogar allein Möbel rücken ,umstellen usw. Er war aber wochenlang total beleidigt , ich hätte ihn ja raus geworfen und unsere Ehe beendet. Zuerst war ich ziemlich getroffen von dieser Reaktion und Schuldumkehr und es hat mich viel Kraft gekostet nicht mehr zurück rudern.

    Es sind jetzt so ca. 2 Jahre , auszuziehen in eine eigene Wohnung konnte ich nicht . In der letzten Zeit haben wir wieder freundschaftlichen Kontakt und ich genieße mein "allein" leben .

  • Hab heut die Zusage für die Wohnung bekommen. Ich bin richtig glücklich mir fällt ein Stein vom ❤️ 💕. Ich denke er wird ziemlich enttäuscht und traurig sein. Aber für mich ist es ein riesen großer Schritt.ich habe viele Höhen und Tiefen erlebt aber für mich stand nun wirklich fest ich will das nicht mehr aushalten müssen. Ertragen ohne raus zu können aus der Situation. Ich bin richtig alle , ausgelaugt, Müde. Ich freu mich riesig.

  • Na das sind aber tolle Neuigkeiten!

    Ich denke er wird ziemlich enttäuscht und trauri sein.

    Er hatte Zeit genug etwas zu ändern, du hast es ja oft genug zu ihm gesagt. Auf Dauer kann niemand neben einem nassen Alkoholiker leben ohne selber immer mehr darunter zu leiden.

    Ich bin richtig alle , ausgelaugt, Müde. Ich freu mich riesig.

    Das ging mir auch so ich war total erleichtert als ich alleine gewohnt habe. Mit der Zeit kam auch die Energie wieder zurück. Ich wünsche dir viel Freude in deiner neuen Wohnung.

    LG Marie

    Wer nichts ändern will für den ist die Opferrolle die beste Strategie!

  • Hallo erstmal an alle,

    Ich bin seit 10 Jahren verheiratet mit einem, Alkoholiker jeden Tag mindestens 3 halbe Lieter. Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Alle 3 Monate kann man sagen spitzt sich die Lage zu und er betrinken sich so sehr das er sogar einnässt. Das ist einfach total ekelhaft und peinlich. Ich hab ihn immer geschützt versucht zu kontrollieren. Bin die halbe Nacht wach geblieben oder konnte nicht gut schlafen immer wieder aufgewacht. Das letzte mal wo es passiert ist waren wir auf unserem Campingplatz und wir hatten Besuch. Da konnte ich es nicht verstecken und er auch nicht. Wieder alles nass Topper, Bettdecke, Bettlaken Klamotten. Ich war fertig enttäuscht, traurig beschämt und habe ihm und mir eine Ansage gemacht. Ich will das nicht mehr. 3 Monate später wieder das gleiche und nun suche ich mir eine neue Wohnung. Es tut ihm leid und er sagt er erkennt jetzt alles. Aber aufhören mit sein 3-4 Bier wird er nicht. Er macht mir Vorwürfe ich würde 10 Jahre weg schmeißen. Ich bin diesmal fest entschlossen ich benötige definitiv meine eigenen 4 Wände. Um mich nicht mehr in dieser Situation so zwanghaft zu verhalten und auf mich zu schauen. Das stresst mich so sehr mein Herz raßt ich bekomme Bauchschmerzen und von Schalf ganz mal abgesehen. Ich kann das alles nicht mehr. Das macht mich fertig. Ich hoffe ich steh das durch.

    Hallo Claudi, wie geht es dir mittlerweile?

    Ich habe deine Beiträge gelesen und finde das Verhalten meines Partners sehr ähnlich zu deinem. Meiner trinkt 6 kleine Bier pro Tag, also 0,33l pro Flasche, und ich lese irgendwie von wenigen Erfahrungen hier mit Bier, aber sehr viele mit Wein, Schnaps etc. Manchmal zweifle ich an mir und meiner Wahrnehmung und denke, es könnte noch viel schlimmer sein, aber das stimmt ja nicht.

    Ich hoffe dir geht es mittlerweile besser in deiner eigenen Wohnung. Wollte dir nur sagen, dass mir deine Erfahrung hilft.

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