Hallo die_Hoffnung_stirbt,
ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den roten Nicknamen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo die_Hoffnung_stirbt,
ich hab dich freigeschaltet und du kannst dich hier überall austauschen. Bitte schreibe aber die ersten 4 Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern. Du erkennst sie an den roten Nicknamen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo hopeless,
was du beschreibst habe ich, natürlich angepasst auf meine Situation damals, auch erlebt. Es ähnelt sich immer wieder. Auf der einen Seite verläuft die Sucht und das Verhalten der Abhängigen dadurch immer ähnlich und auch die Mitbetroffenen verhalten und fühlen sich ähnlich. Das hier zu lesen hat mir persönlich damals geholfen weil mein Exmann mir ja jahrelang erzählt hatte, ich wäre bekloppt und wasweißichnoch alles.
Es tut weh zu sehen, wie der Mensch den man liebt, sich selbst kaputt macht. Es tut weh ihm nicht helfen zu können und zu wissen, dass er seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht hat.
Ja genau, das ist ein wichtiger Aspekt. Du siehst, wie der Mensch, den du liebst, sich kaputt macht. Und du kannst machen, was du willst und er hört nicht auf. Ich hab mich selbst aufgegeben um zu erreichen, dass er endlich aufhört. Mein ganzes Verhalten war immer darauf ausgerichtet, ihm keinen Anlass zum Trinken zu liefern. Aber es hat ja nichts gebracht. Außer dass ich immer erschöpfter geworden bin.
Aktuell bin ich ständig erkältet. Sobald ich wieder arbeiten gehe, dauert es ca. 4 Tage und ich hänge wieder drin.
Ich bin mental sehr nah am Wasser gebaut.
Ich müsste für meine Kinder stark sein, fühle mich aber aktuell so extrem kraftlos.
Du hast dich getrennt und siehst deine Wünsche, Hoffnungen und Liebe zerplatzen. Das ist eine große Trauer. Das geht auf alles, auf dein Immunsystem, auf deine Seele, deinen Körper. Aber den Kindern geht es wohl gut mit der Situation. Und du hast als Kind bestimmt selbst erlebt, wie schlimm es sich anfühlt mit einem alkoholabhängigen Vater. Es ist gut, dass du deine Kinder jetzt schützt.
Auch du wirst in der Wohnung ankommen, das braucht halt Zeit. Ich hab mich damals lange so gefühlt als wäre ich in eine Ferienwohnung gezogen. Aber nach und nach kam ich an. Emotionen kann man leider nicht auf Knopfdruck ein- und ausschalten.
Es hört sich abgedroschen an aber es ist tatsächlich so: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende...
Liebe Grüße Aurora
Hallo und willkommen hopeless,
wenn ein Mensch abhängig geworden ist bedeutet es ja tatsächlich nicht auch, dass er ein schlechter Mensch ist. Keiner wird absichtlich abhängig. Aber die Folgen der Sucht sind das, was es uns Angehörigen immer schwerer macht. Denn die Sucht ist immer Nummer 1 solange der Abhängige sie nicht zum Stillstand bringen kann.
Das bedeutet auch, dass DU KEINE SCHULD hast. Es ist die Sucht, die ihn immer wieder zum Trinken zwingt.
Meine Gedanken kreisen ständig um die Warum Fragen? Warum ist uns das passiert? Warum muss er so viel trinken und sieht nicht das er sich selbst damit schadet? Warum will er keine Hilfe annehmen, wenn er doch selbst schon sagt, dass er vermutlich ein Problem hat? Warum sieht er nicht, wie sehr mich das verletzt, wenn er mich doch angeblich liebt und mich nicht verlieren will? Warum sieht er nicht wie sehr wir alle darunter leiden? Warum bin ich ihm nicht gut genug? Warum konnte ich ihn nicht wirklich glücklich machen?
Diese Warum-Fragen führen nur zu einer Antwort. Weil er abhängig, süchtig geworden ist. Und solange er nicht den tiefsten Wunsch hat, das zu stoppen und abstinent zu werden, solange kann nichts und niemand ihn vom Trinken abhalten.
Das hat weder was damit zu tun, dass du nicht gut genug sein könntest. Oder er dich nicht liebt. Abhängige lieben, so habe ich es hier oft gelesen, ihre Angehörigen. Aber die Sucht verdeckt alles weil sie viel stärker ist und immer ihren Stoff fordert.
Du hast dich getrennt und damit erstmal einen geschützten Raum für dich und die Kinder geschafft. Das ist eine sehr gute Entscheidung. Denn die Sucht richtet nicht nur beim Betroffenen großen Schaden an sondern auch bei allen Menschen um ihn rum.
Ich hab über 20 Jahre mit meinem ersten Mann in Coabhängigkeit gelebt. Als ich endlich rausgehen konnte war ich psychisch und physisch sehr angeschlagen. Der Stress, alles zusammenhalten zu wollen, die Angst, was passieren könnte, die Verantwortung, die ich meinte tragen zu müssen und die Wesensveränderungen meines Exmannes und noch vieles mehr haben mich fertig gemacht.
Du hast also im Grunde genommen weise gehandelt auch wenn es erstmal wehtut.
Liebe Grüße Aurora
Hallo foxi,
das mit dem sozialpsychiatrischen Dienst ist nicht schlecht. Vor allem als Hilfe für dich und deinen Mann. Denn es bekommen dort auch Angehörige Unterstützung.
Was da passiert ist so unglaublich traurig. Zu sehen, wie das eigene Kind sich zugrunde richtet ist, in meinen Augen, kaum auszuhalten. Aber es ist gut, dass du den Kontakt immer wieder einschränkst, deine Grenze verteidigt. Auch wenn es wehtut wie verrückt.
Ich weiß wie es ist, ein Kind zu verlieren. Und nichts anderes passiert ja im Moment bei dir. Meine Tochter ist verstorben, aber nicht an Sucht sondern durch schicksalhafte Umstände. Dein Sohn lebt aber trotzdem ist es unumgänglich, ihn gehen zu lassen. Damit du, dein Mann, damit ihr leben könnt.
Ich bin in Gedanken bei dir.
Aurora
Hallo,
liebe Haferflocke , koda und *Rina* , oh ja, ich hab mich ganz gut erholt. Nun ist der Urlaub auf Usedom schon wieder um. Wir hatten schöne Zeiten und ja, auch zauberhafte Momente.
Mein Mann hat diese Woche noch Urlaub, ein bisschen was wollen wir auch unternehmen. Danach kommt der Alltag noch schnell genug.
Aurora
Hallo Kirschle,
das ist echt viel, was du da mit dir rumschleppst. An körperlichen und seelischen Belastungen. Schonmal gut, dass du hier was davon mitgeteilt hast. Mir hat sowas immer geholfen, also drüber zu reden.
Deine Tochter hat sich wieder auf eigene Beine gestellt. Das ist doch gut. Ich hab meine Enkelin damals auch einige Zeit einmal in der Woche vormittags betreut, bis sie in die KiTa gehen konnte. Diese Zeit war anstrengend aber schön. Zu der Zeit war ich schon getrennt.
Vielleicht kann dich diese Betreuung ein wenig ablenken vom Gedankenkreiseln.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Kirschle,
eher:jetzt hast du es so lang ausgehalten,jetzt brauchst auch nimmer gehen.
Das empfinde ich irgendwie sehr abwertend dir gegenüber. Ich würde es eher so sehen: jetzt hast du es so lange ausgehalten, es wird Zeit, dass du dein Leben endlich frei und unbeschwert leben kannst.
Wenn ich jetzt drüber nachdenke ,frag ich mich wie blöd ich war.
Die Frage hab ich mir auch damals oft genug gestellt. Ich hab mich nach 26 Jahren getrennt. Davon waren die ersten paar Jahre noch gut aber danach ging es los. Mit immer mehr Alkohol und immer mehr fiesem Verhalten mir gegenüber...
Hab eigentlich alles zu hause gemacht und er musste sich nicht mehr um viel kümmern.
Genau so war es auch bei mir. Ich war nach der Geburt der Kinder erstmal 13 Jahre nicht berufstätig. Ich bin Jahrgang '58 und auch noch so sozialisiert, die Frau kümmert sich um Haushalt, Kinder, Ehemann, wobei - Ehemann an erster Stelle. Und das war auch die Lebensphilosophie meines ersten Mannes. Der hat sich nur die ersten Jahre noch bisschen gekümmert.
Mit zunehmender Trinkerei wurde es immer weniger. Und ich, als gute Hausfrau, als fürsorglicher Mensch und überhaupt, hab immer mehr übernommen. Versucht, Normalität herzustellen bzw zu erhalten. Versucht, ihn zu " heilen", wieder als Partner zu bekommen. Ich hab mich echt abgeschuftet. Angestrengt. Dachte, ich wäre nicht gut genug weil es nicht funktioniert hat, was ich tat. Also es gab ja nie ein positives, langfristiges Ergebnis.
Später war ich dazu noch berufstätig. Und wenn du die vielen Lebensberichte der Coabhängigen hier liest wirst du immer wieder große Ähnlichkeiten finden. Immer wieder diese Versuche, das Leben am Laufen zu halten. Immer wieder die Versuche, die Familie zusammenzuhalten. Eine Normalität zu erhalten. Immer wieder erfolglos... Und am Ende die Cos, völlig erschöpft, oft depressiv, ohne eigenes Leben weil immer alle und alles andere Vorrang hatte.
Aber okay. Ich kann von mir sagen, dass ich mein Leben damals so gelebt habe wie ich dachte, dass es richtig ist. Ich hab mein Bestes gegeben. Ich wusste nichts von Coabhängigkeit oder was Alkoholismus bedeutet. Vielleicht war es ja bei dir ähnlich.
Also sei nicht böse auf dich. Sondern sei liebevoll zu dir. Du hast es verdient, glücklich zu sein. Wie das bei dir aussehen kann, weißt du noch nicht so richtig. So empfinde ich das. Aber das geht auch nicht innerhalb von ein paar Tagen, eingefahrene Bahnen zu verändern.
Aber es geht. Nach und nach. Es ist aber notwendig, dafür was zu tun. Und darum bist du hier richtig. Weil der Austausch helfen kann, eigene Gedanken in Bewegung zu bringen.
So, habe feddisch...
Liebe Grüße Aurora
Hallo Sonnenschein,
Ich bin mittlerweile schon so paranoid, dass ich alle Unterlagen, Briefe und Verträge, sowie Ersatzautoschlüssel bei meiner Freundin in Sicherheit gebracht habe.
Ich finde das nicht paranoid sondern sehr vorausschauend. Menschen wie dein Mann in dieser Situation sind unberechenbar.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Pilatesqueen,
ich kann mich EllaDrei nur anschließen. Alkoholiker ist Alkoholiker. Und du beschreibst ja auch, dass dein Mann weitere psychische Erkrankungen hat. Ausraster, Gewaltausbrüche. Das kommt noch obendrauf und Alkohol enthemmt erst recht und macht es wohl noch schlimmer.
In Austausch gehen macht Sinn mit anderen Coabhängigen. Was verspricht du dir von einem Austausch mit einem trockenen Alkoholiker? Denn hier gibt es nur Trockene.
Lieber Gruß Aurora
Liebe foxi,
Sorgen um die Kinder... Mein Sohn ist 40 und ich mache mir noch immer Sorgen. Obwohl er nicht abhängig ist. Er ist einfach nur ER und geht seinen Weg völlig anders als ich es je dachte. Hatte dadurch schon viel schlechte Erfahrungen und Schmerz.
Mein damaliger Therapeut hat mir mal gesagt, ich solle meinen Einfluss auf meine Kinder nicht überschätzen. Da kämen noch sehr viele andere Einflüsse dazu.
Deine Angst und ja auch Trauer verstehe ich sehr gut. Wenn du magst, fühl dich umarmt.
Herzensgrüße Aurora
Hallo kirschle,
was bei anderen Leuten so los ist, weißt du vielleicht auch nicht so genau. Ob die das wirklich so locker sehen oder einfach sich nicht trauen, darüber zu reden. Oder sich mit ihren Durchhaltesprüchen selbst beruhigen.
Aber was zählt ist doch, wie es DIR geht. Und dass DU am Limit läufst. Und darum ist es gut, dass du dir hier Hilfe zur Selbsthilfe suchst. Denn mit Durchhalteparolen und " hab dich nicht so" wird dir hier keiner kommen. Oder mit " dann trink doch mit".
Ich hab selbst erfahren, dass mein Umfeld mir so Sachen erzählt hat. Das hat mir nicht geholfen sondern mich eher noch länger in der Situation stecken lassen. Weil ich tatsächlich die Schuld an allem bei MIR gesucht habe. Ich hab mich also noch mehr gestresst gefühlt. Gedacht, ich wäre zu blöd. Zumal mein Exmann mir auch eingeredet hat, ich würde übertreiben und solle mich nicht so anstellen und würde alles eh völlig falsch sehen.
Genau, sortier dich erstmal, lass alles sacken
Liebe Grüße Aurora
Hallo kirschle,
wie meinst du das, womit können manche Menschen locker umgehen?
Liebe Grüße Aurora
Hallo und herzlich willkommen Rhino,
Ich übernehme viele Dinge wie z.B. den Einkauf, online einige Dinge zu recherchieren und einen Plan erstellen.
Was meinst du damit, dass du Dinge recherchierst und einen Plan erstellst?
Er hatte vieles durchzustehen (meine Gesundheit) und ich habe verstehen können, dass er deswegen mehr trinkt.
Und was hat deine Gesundheit damit zu tun, dass er es " durchstehen" musste und deshalb trinken muss?
Nicht erschrecken, ich frage das um es besser verstehen zu können.
Liebe Grüße Aurora
Liebe Iwona,
ich wünsche dir einen wunderschönen Urlaub.
Liebe Grüße Aurora
Hallo foxi,
ich kann mir nur ansatzweise vorstellen wie schwer es ist, sich von seinem Kind abzugrenzen. Nicht zu helfen weil es keinen Sinn hat.
aber es geht ja auch eher darum wie wir damit fertigwerden dass er jetzt arbeitslos ist, und wir halten uns fern und versuchen es mit Distanz. Was er jetzt vorhat keine Ahnung, ich melde mich auch nicht und wir fragen auch nicht......
Das ist mit Sicherheit sehr schmerzlich und sehr schwer durchzuziehen und auszuhalten. Aber es ist die beste Lösung für dich und deinen Mann damit ihr euer Leben auch leben könnt. Das Schlimme in Beziehungen mit Abhängigen ist ja, dass auch das Umfeld mit kaputt an dieser Sucht geht.
Im Grunde genommen wäre es gut, wenn euer Sohn und auch eure Schwiegertochter nicht mehr die Möglichkeit hätte, Kontakt zu euch aufzunehmen. Denn durch seine Anrufe und sein Jammern über seine Lage werdet ihr immer wieder mit reingerissen. Und macht euch ja doch Gedanken. Habt Ängste. Und eure Schwiegertochter gibt ja auch bloß ihre eigene Belastung an euch weiter.
Geholfen ist damit keinem von euch allen. Es stecken bloß alle zusammen in seiner Sucht fest.
Ich schick dir mal ganz viel Mut rüber, weiterzumachen. Von eurer Seite her könnt ihr inzwischen gut die Distanz und Grenze wahren. Der nächste Schritt ist, dass eure Grenzen auch für seine Seite zu sind.
Liebe Grüße Aurora
Hallo releaseme,
Ich fühl mich gerade nur leer traurig und unendlich müde. Vl wars das jetzt wirklich... unglaublich.. Ich hätte das nie nie nie erwartet, dass UNS soetwas passieren wird.
Das ist erstmal ein sehr schlimmes Gefühl. Aber ganz, ganz viele von uns Cos hier, ich eingeschlossen, haben das auch gedacht. Wer rechnet schon damit, dass es so wird.
Mein Exmann hat auch schlimme Dinge zu mir gesagt und er wusste genau, womit er mich mitten in's Herz treffen konnte. Das hat sich angefühlt als hätte er mich geschlagen. Und im Grunde genommen ist es ja auch so. Worte können Waffen sein. Genau DAS ist dir heute passiert.
Er hat Schuld und Verantwortung auf dich abgewälzt. Das ist erstmal schlimm. Aber ich sag dir, dass du keine Schuld an etwas hast, du bist nicht verantwortlich. Dass er trinkt ist eine Folge der Sucht, es ist nur bequem für ihn, sich mit solchen Ausbrüchen zu rechtfertigen. Das passiert in solchen Beziehungen immer und immer wieder.
ich habe Job und viele Leute die mir helfen,
Das ist sooo viel wert.
Aber jetzt atme erstmal durch und versuche, zur Ruhe zu kommen.
Liebe Grüße Aurora
Hallo Rennschnecke,
ich hab das Thema jetzt einfach mal im Thread von releaseme verlinkt. Dann kann es da weitergehen. Ich denke, das macht Sinn.
Liebe Grüße Aurora
Hallo releaseme,
heute Vormittag hast du im SOS -Bereich geschrieben:
Wie geht es dir inzwischen. Konntest du dich etwas beruhigen und den Tag noch einigermaßen in Ruhe verbringen?
Liebe Grüße Aurora