Beiträge von Aurora

    Hallo InHope,

    Ich habe Angst diesen weg zu gehen um nachher festzustellen, dass ich ohne ihn garnicht möchte und ihn nicht vor diese Entscheidung stellen hätte dürfen.

    Diese Gedanken und noch viele mehr haben mich über 20 Jahre lang in meiner ersten Ehe festgehalten.

    Na klar macht das Angst, Entscheidungen zu treffen die Veränderung bedeuten machen Angst. Ganz klar. Und es gibt immer Konsequenzen, die Entscheidungen nach sich ziehen. Aber deshalb an einer Lebenssituation festzuhalten, die jetzt für dich nicht gut ist, die dich runterzieht, die Lebensfreude nimmt und Lebenswünsche wie Kinder unmöglich macht, macht keinen Sinn.

    Du hoffst von Jahr zu Jahr, er wird durch die Sucht, solange er sie nicht stoppt, von Jahr zu Jahr, sich verändern. Alkohol ist ein Zellgift. Das ist Fakt. Da geht so ziemlich alles kaputt im Laufe der Zeit. Auch du, auch wenn du nicht trinkst. Aber dein Leben wird auch immer eingeschränkter werden.

    Das schreibe ich dir aus eigener Erfahrung. Ich hab mich nach 26 gemeinsamen Jahren endlich trennen können. Und dann konnte ich beginnen, wieder zu leben. Aber es ist viel von meiner Gesundheit auf der Strecke geblieben. Deshalb empfehle ich es niemandem an Lebensträumen und - wünschen festzuklammern, mit einem nassen Alkoholiker an der Seite.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nicky,

    super, es ist sooo toll, dass du das durchgezogen und die Hilfe angenommen hast.

    Ich finde es auch gut, dass du es hier schreibst. Und dass du erzählst, wie gut es dir jetzt damit geht. Das kann anderen Mut machen wenn sie sehen, dass ein Weg raus aus solchen Beziehungen sich lohnt und sie Hilfe bekommen können.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo MaryJo,

    Schuldzuweisungen passieren in solchen Beziehungen mit Abhängigen immer wieder. Da wird schnell mal die Verantwortung auf den Partner abgeschoben. Aber du hast keine Schuld. Du hast ihm das Zeug doch nicht unter Zwang eingeflößt. Das hat er selbst erledigt.

    Und die Eltern schieben das auf dich weil sie wahrscheinlich nicht ertragen würden, da hinzusehen, was wirklich Sache ist. War in meiner ersten Ehe ähnlich. Immer waren die anderen Schuld, an seinem Trinken sowieso ich.

    Ich hoffe du bekommst diese emails blockiert, das ist ja echt belastend.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jalina,

    Mir ist klar, ich muss mich abgrenzen.

    Das finde ich gut, dass dir das bewusst ist.

    Wie ihr das mit dem Sohn regelt, dazu kann ich nichts sagen. Meine Kinder waren damals schon erwachsen bei der Trennung und haben selbst entschieden. Ich hab da keine Erfahrung. Es gibt hier aber ganz viele Mütter mit Kindern. Bestimmt bekommst du noch Beiträge dazu.

    Lieber Gruß Aurora

    Hallo Jalina,

    da Alkoholismus eine Suchterkrankung ist, besteht die Sucht immer. Wenn der Alkoholiker trocken ist, ist die Sucht nur zum Stillstand gekommen aber sie ist nicht weg. Sie wird immer da sein. Deshalb geht ein trockenes Leben nur dadurch, dass gänzlich kein Alkohol konsumiert wird.

    Wenn jemand einen Rückfall hat ist er sofort wieder nass. Und die Suchtspirale dreht sich wieder. Egal ob das nach 1 Jahr passiert oder nach 30 Jahren.

    Und nun? Was bedeutet das denn nun für dich?

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nina,

    das, was da passiert, was er mit dir macht, ist sehr schlimme psychische Gewalt.

    Es ist schwer für Außenstehende bzw hier für mich sowas zu begreifen, warum Menschen sich das gefallen lassen.

    Aber es gibt auch Hilfestellen, da sind Menschen, die dir helfen können, Wege aus der Beziehung zu finden. Wenn du Hilfe da heraus haben möchtest.

    Aber was da passiert hat nichts mit Liebe zu tun, das ist pure Gewalt.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Jalina,

    das ist eben das Ding bei Coabhängigkeit. Du vermisst was, was dir im Grunde genommen schadet. Du hängst an Dingen, die nicht nützlich sind.

    Was fehlt dir? Das Gefühl, ihm helfen zu wollen? Die Angst, dass er untergeht? Dass du die einzige bist, die ihn wirklich kennt und helfen kann? Schuldgefühle weil du ihn verlassen, im Stich gelassen hast? Dass du gescheitert bist? Nicht gut genug warst? Dein Traum vom gemeinsamen Leben geplatzt ist? Scham?

    Oder ist es die Aufregung durch Streit und Drohungen, also der Stress und dass du dich damit beschäftigen musstest? Dass immer was los war? Keine Langeweile aufkam.

    Das sind nur so Dinge, die mir spontan einfallen gerade. Was unter anderem in mir mal selbst vorgegangen ist. Oft war es mir nicht mal möglich die Gefühle zu benennen, es war einfach ein diffuses, sehr schlechtes Gefühl.

    Am besten hat mir geholfen, mich zu beschäftigen. Abzulenken. Mit Dingen, die ich gerne gemacht habe. Denn es zählt nur, das auszuhalten. Es wird besser werden.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo LumpiNicky,

    du schreibst:

    . Er kümmert sich um gar nichts. Er hätte längst beim Amt was beantragen sollen da er keiner Arbeit nachgeht.

    Wir haben nichts mehr zu essen zu Hause

    . Seine besoffene Aussage ist dann meistens dass ich gucken muss was wir fressen...

    Geschlagen hat er mich mehrmals schon.

    Wenigstens konnte ich ihn heute mal waschen.

    Stell dir vor, er ist doch erwachsen. Und du wäschst ihn weil er vor Suff das nicht mehr schafft. Klasse...

    da wir unzumutbaren Zuständen wohnen.

    Das ist weder eine Beziehung mit Liebe noch ein Zuhause, in dem ein Kind großwerden kann, ohne schlimmen Schaden zu nehmen. Du hast das ja selbst als Kind erlebt. Willst du das wirklich 1 zu 1 an dein Kind weitergeben? Willst DU wirklich so leben, war das so schön für dich als Kind, dass du als Erwachsene nun so weiterleben möchtest?

    Wir haben die Rückmeldung des JA bekommen das aufgrund seines uneinsichtig en Verhaltens und dass er Mitarbeit verweigert er nicht einziehen wird. Das JA sieht ihn und die wohnlichen Verhältnisse als Kindeswohlgefährdung weswegen sie mir sofern ich bleibe das Kind entziehen wenn ich nicht da einziehe.

    Das JA sagt sowas ja nicht aus Langeweile. Da muss schon echt alles schlimm sein, wenn du dieses Angebot bekommst. Wenn du bei ihm bleibst, entziehen sie dir das Kind. Und das wäre für dein Kind echt dann das Beste.

    Dein Partner bettelt und heult rum und schüttet sich noch ein Glas rein. Und manipuliert dich. Und warum? Weil er Schiss hat, dass er dann nicht mehr ab und an von dir gewaschen wird, dass du nicht mehr da bist um mal Geld zu organisieren wenn er bei ebay gerade nichts bekommt. Dass er nicht mehr bequem versorgt wird . Alles sowas. Es geht ihm nicht um dich oder das Baby. Das kann er garnicht denn die Sucht hat ihn voll im Griff.

    Da ist kein Platz für was anderes. Und die Tatsache ist, dass du NICHTS daran ändern kannst. Denn er will ja nichts ändern. Und solange das so ist wirst du mit untergehen.

    Du hast die Wahl. Es jetzt noch kurz auszuhalten wie er rumjammert, das Opfer von allem ist, denn ich weiß nicht ob du die Möglichkeit hast, sofort woanders unterzukommen erstmal. Und dann am 24. ein lebenswertes, gutes, neues Leben für dich und dein Baby zu beginnen. Diese große Chance zu nutzen um auszubrechen aus diesem Teufelskreis von Sucht, Misshandlung und Schmerzen.

    Oder du bleibst da, opferst dein Kind um zuzusehen, wie er untergeht, immer weiter kaputt geht und dich damit auch kaputt macht.

    Das liest sich gemein aber es ist die nackte Realität.

    Ich drücke dir die Daumen dass du den Mut hast, die richtige Entscheidung zu treffen. Für dich, für diesen kleinen Menschen, für ein würdevolles, gutes Leben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    gerade habe ich gesehen, dass Rosa einem Beitrag von mir ein Herzchen gegeben hat. Hui, das war ein Beitrag vom 8. April 2011 😯. Kurz vor meiner 2. Hochzeit. Meene Jüte.

    Ich hab den Beitrag natürlich auch nochmal gelesen. Inzwischen ist soooo viel passiert. Und ich sehe auch, was damals meine Themen waren. Ich finde das spannend zu sehen, wie sehr sich alles geändert hat, wie sehr ICH mich seither ent-wickeln konnte.


    Es gibt keinen Stillstand wenn ich keinen Stillstand möchte. Ich bin nicht jeder Lebenssituation ausgeliefert sondern kann immer was ändern. Entscheidungen für mich treffen damit es mir gut geht. Auch wenn manchmal nicht alles gut ist.

    Danke, liebe Rosa , für das Erinnern daran durch dein Herzchen 😊.

    Aurora

    Hallo Cara,

    ja verstehe, na klar macht das ganze Thema Angst.

    Wenn ich so überlege, hat mir das auch alles Angst gemacht. Auf vielen Ebenen. Ich hatte Angst dass er wieder epileptische Anfälle bekommen würde, stürzen und sich schwer verletzen könnte. Ich hatte Angst, dass er sich umbringen könnte, das hatte er oft angedroht. Ich hatte Angst, dass das Leben an mir vorbeizieht, dass alles den Bach runter geht. Ich hatte auch Angst vor der Trennung, davor, dass ich kein Geld mehr hätte zum Leben.

    Ich bestand zu einem großen Teil nur noch aus Angst.

    Aber als ich in's Handeln für mich selbst gekommen bin, wurden ganz viele Ängste immer weniger. Die Familie hat es schon zerrissen. Aber nur im Hinblick auf die Urfamilie meines Exmannes. Und da war ich diejenige, die sich von denen getrennt hat. Meine Kinder waren zu dem Zeitpunkt schon junge Erwachsene und froh, dass ich diesen Schritt da raus gemacht habe.

    Mein Leben mit dem abhängigen Partner war wesentlich anstrengender, schmerzhaft und angsteinflößender als mein Leben dann ohne ihn.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cara,

    herzlich willkommen.

    Du schreibst

    Allerdings geht es mir seit letzter Woche ziemlich schlecht, einerseits bin ich sehr erleichtert, dass er einen neuen Anlauf nimmt, andererseits kann ich nicht aufhören, auf ihn wütend zu sein und ich habe unglaubliche Angst vor dem, was kommt.

    Kannst du erkennen, wovor du Angst hast?

    Diese Erschöpfung hatte ich auch nach der langen Zeit mit meinem ersten, alkoholkranken Mann. Es war unter anderem die andauernde Anspannung die ich hatte weil ich nie wusste, was mich beim Nachhausekommen erwarten würde. Oder wann er wieder ausfallend mir gegenüber werden würde. Und weil ich so unglaublich wütend auf ihn war. Usw.

    Wie es jetzt für ihn weitergeht kannst ja tatsächlich nicht wissen. Es liegt ganz alleine bei deinem Mann, was er jetzt macht. Aber du kannst dir überlegen, wie es für DICH weitergehen kann.

    Um dich etwas zu erholen kannst du zum Beispiel jeden Tag kleine Highlights für dich einbauen. Eine Zeit einplanen nur für dich, in der du ein Buch lesen kannst, dich mit einer Freundin triffst, einen Kaffee trinken gehst oder einen Tee. Sowas in der Art. Solche kleinen Momente haben mir am Anfang sehr gutgetan. Vielleicht ist das auch was für dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Frieda,

    herzlich willkommen. Ich war selbst viele Jahre lang in Coabhängigkeit mit meinem ersten Mann. Meine Kraft wurde nach und nach auch immer weniger. Denn es war ein Kampf gegen Windmühlen. Ich hab ja versucht ihm zu helfen - erfolglos. Denn er wollte ja garkeine Hilfe.

    Nach 26 Jahren des Zusammenlebens konnte ich mich lösen, da hatte ich auch keine Energie mehr, hatte eine Depressionserkrankung bekommen und mir tat alles weh. Das geht leider ganz vielen Cos so.

    Wenn du dich austauschen möchtest, klicke diesen link an

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Schreib ganz kurz, dass du dich austauschen möchtest. Dann wirst du freigeschaltet und dein Thema findest du dann im Bereich für Angehörige und Coabhängige. Dort kannst du einfach bei dir weiterschreiben aber auch bei anderen Mitglieder posten.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nina,

    Wann setzt denn diese Erkenntnis ein. Es ist doch sonst von vorn herein ein verlorenes Spiel!!

    Es gibt dafür keinen bestimmten Zeitraum oder Termin oder so. Es gibt Alkoholiker, die irgendwann an ihren Tiefpunkt kommen. Und der ist sehr individuell. Und es gibt Alkoholiker, die schaffen es nie.

    Mein erster Mann hat zu trinken aufgehört als ich mich getrennt habe. Er dachte, er könne mich dadurch wieder zurückbekommen. Aber ich wollte nicht zurück. Er hat das also im Grunde genommen nicht für sich selbst gemacht, nicht aus tiefster Überzeugung gemacht. 4 Jahre lang ging das gut. Er war abstinent. Dann lernte er eine trinkfreudige Frau kennen und trank wieder.

    Hilfe wollte er wieder nicht annehmen. Er hat sich dann totgesoffen.

    Und warum können wir nicht mehr gegen die Werbung für Alkohol insbesondere auch Bier tun??? Es würde viel leid und kosten sparen!! Warum darf so etwas beworben werden!! Und warum ist es so billig zu haben.

    Hinter der Werbung steht die Alkohol Lobby. Es geht um Geld. Denn gesoffen wird gerne und viel. Bisher hat sich die Lobby gut gegen Prävention wehren können. Leider.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nina,

    erstmal vielen Dank, dass du meine Fragen beantwortet hast. Das gibt jetzt ein Bild und etwas, wo du hinsehen kannst und Lösungen, egal welcher Art, finden kannst.

    ja offensichtlich hab ich hier die falschen Inhalte geschrieben

    Nein, falsche Inhalte in dem Sinne sind das ja nicht. Du hast dir erstmal vieles von der Seele geschrieben. Das ist völlig okay und ich hab es anfangs auch gemacht und ganz viele andere Cos hier auch. Aber es ist dann auch gut einen Stopp einzulegen. Sonst kann es passieren, dass du dich im Kreis drehst und das bringt dich nicht weiter.

    Wie haben andere es geschafft, das der Partner sein Alkohol Problem erkennt?? ( Freunde verlieren reicht offensichtlich nicht, Kritik von außen stehenden auch nicht)


    Wie lange dauert es bis man einsieht das man ein Problem mit Alkohol hat.

    Was kann ich tun um ihm klarzumachen das er seiner Gesundheit schadet. … obwohl vor kurzem erst Herzschrittmacher, Gicht , .. so das er es selber sehen müsste.

    Wie kann ich ihm helfen, wenn der Hausarzt meint.. das sei allein sein Problem?

    Diese Gedanken, die du hast, hatte ich ähnlich auch sehr lange. Ich wollte, dass mein erster Mann erkennt was abläuft und was er mir und unseren Kindern damit antut. Aber in seinen Augen hatte er kein Problem und ich sollte mich mal nicht so anstellen, würde übertreiben, wohl ziemlich ballaballa sein.

    Er hatte Ende der 80ger Jahre eine Gehirnblutung gehabt, dadurch kurzzeitig epileptische Anfälle und musste einige Jahre Medikamente einnehmen. Er hat das unbeschadet überstanden. Die Medikamente hat er mit Bier runtergespült. Meine Ängste, Sorgen deshalb hat er mit einem Lachen abgetan.

    Irgendwann, nach vielen Jahren, in denen aus dem Missbrauch Sucht geworden war, ich gesundheitlich sehr angeschlagen war, ich angefangen hatte mich zu informieren wurde mir klar, was der Hausarzt deines Partners auch sagt.

    Ich kann keinem Menschen helfen, der nicht will, dass er sich ändern sollte, der keine Hilfe will. Und ich hab eingesehen, das ist nicht MEIN Problem sondern SEIN Problem.

    Und die einzige Möglichkeit die ich habe ist, Dinge für MICH zu verändern.

    Ich kenne wenige Paare die es geschafft haben. Aber das ging nur weil der Alkoholiker in die Gänge kommen konnte. Nicht weil die Coabhängige das wollte. Solange der Alkoholiker in seiner Sucht feststeckt, sie nicht zum Stillstand bringen kann und will, solange kannst du nichts machen außer zuzusehen, wie er sich langsam aber sicher zu Tode säuft.

    Das ist meine Erfahrung und vielleicht kannst du daraus etwas für dich mitnehmen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Nina,

    ich hatte dich gestern schon gefragt

    Was erwartest du denn für dich durch den Austausch in unserer Selbsthilfegruppe? Was ist dein Ziel, was möchtest du erreichen?

    Bisher schreibst du nur davon, wie er ist, wie gemein er ist, was er so fordert oder macht oder nicht macht. Und dass er, wenn du deine Arbeit aufgibst, dann arbeitslos wäre. Also funktionierst du weiter, drehst und wendest dich so, wie du denkst, dass ER es braucht.

    Klar, zuerst kommt der ganze Frust aus dir raus. Das erleichtert ja erstmal. Aber hast du denn überhaupt einen Plan für DICH? Denn dafür bist du doch hier in einer Selbsthilfegruppe. Denke ich doch mal. Um für DICH was zu verändern.

    Lieber Gruß Aurora