Beiträge von Aurora

    Hallo Silberstreifen,

    echt krass, was diese Nachbarin da abzieht.

    Lass dich bitte nicht verunsichern, der Frau geht es nur darum, ihr eigenes Kind zufrieden zu stellen. Und damit sich selbst. Das ist aber ihre Sache, nicht deine.

    Deine Sache ist es, für deine Tochter und dich zu sorgen. Aus dem kranken Umfeld rauszukommen. Das ist gesunder Egoismus und 100 % gerechtfertigt.

    Was diese Frau macht ist massiv übergriffig und NICHT gesund.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mine,

    Ich habe gestern morgens im Kindergarten meiner Tochter grob erzählt was grade bei uns los ist und die wollen auch unterstützen wie sie nur können. Jetzt sind zwar erstmal Ferien, aber nach den Ferien könnte mein Sohn auch schon früher anfangen wenn uns das was bringt. Ob ich das annehme weiß ich noch nicht.

    Es ist gut, wenn du alle Hilfe annimmst, die dir angeboten wird. Da brauchst du kein schlechtes Gewissen oder so zu haben. Es ist ja eine Ausnahmesituation. Auch für die Kinder. Und es ist doch gut, wenn sie Abwechslung haben und Ablenkung, Spaß mit anderen Kindern.

    Liebe Grüße Aurora

    Ich danke euch für diese tollen Beiträge.

    Im Großen können wir nicht viel verändern, dazu ist die Alkohol Lobby zu stark. Aber im Kleinen geht das. Zum Beispiel durch diese Plattform hier, unseren Austausch. Es lesen ja auch ganz viele Menschen hier einfach nur, ohne Austausch oder so.

    Lila77 , danke für das, was du mir schreibst. Ich freue mich sehr darüber und es berührt mich immer und immer wieder, dass ich Menschen erreiche und ihnen Denkanstöße und Mut geben kann. Durch meinen Weg.

    Aurora

    Hallo Gedankenkarussell,

    klasse, wie du das durchziehst.

    Na klar leg er jetzt nochmal eins drauf. Das ist halt dann das Schwere, da durchzuhalten und sich nicht wieder reinziehen zu lassen. Da geht in einem ganz schön was ab. Ich bin zwischen Schuldgefühlen, Mitleid, Trauer und auch Wut hin und her gerissen gewesen. Hab manchen Schritt rückwärts gemacht.

    Aber wichtig ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Das Leben, dass du ja jetzt schon spürst, zum Beispiel bei den Spaziergängen. Mir hat geholfen dass ich mir gesagt habe, er ist doch erwachsen. Ich muss und möchte mir ein neues Leben aufbauen, er hat doch nun die gleichen Chancen, es auch zu tun.

    Und ich hab mir vor Augen gehalten, dass ich die Trennung ja aus guten Gründen gemacht hatte.

    Ich meine, du machst all das ja auch nicht aus Langeweile sondern aus gutem Grund.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    ich lese den Faden von Mine und bin traurig, immer wieder erschüttert, wohin diese Krankheit Alkoholismus führt. Was sie zerstört, am Menschen, der trinkt, aber auch an den Angehörigen.

    Alkohol ist eine Droge, genau wie alle anderen auch. Nur dass es nicht so in der Gesellschaft gesehen wird. Aus allen Ecken grinst uns Werbung an, aktive junge Menschen mit Bierflaschen oder bestimmten anderen Alkoholika in der Hand. Die lachen, in der Sonne tanzen und gemeinsam " genießen ".

    Das ist so abartig, wie diese Droge angepriesen wird. Als lebenserfüllend. Dazugehörig, " musthave" auf neudeutsch.

    Ich habe ja lange genug im Suchtsystem zugebracht. Mein abhängiger erster Mann hat nicht in der Sonne getanzt. Er saß betrunken und schwer depressiv auf dem Sofa, irgendwann. Und ich kreisten um ihn um ihn zu retten.

    Als ich die Trennung wahrmachte startete er irgendwann einen kalten Entzug. Ich hatte unglaublich Angst damals. Ich lebte da noch in der gemeinsamen Wohnung, war noch am Umziehen.

    Es war so erschreckend wie er zitterte, bebte, auch Angst hatte. Alles an ihm zitterte. Ich hab ihm mit einem Strohhalm sein letztes Bier eingeflößt und auf seinen Wunsch den Notarzt geholt. Er hat dann im Krankenhaus entgiftet, seine Leberwerte waren unterirdisch und er war noch stolz darauf...

    Er hat dann ca 4 Jahre nicht getrunken.

    Dann fing er wieder an, er hatte eine Frau kennengelernt, sich nicht geoutet sondern seine Freude mit dem ersten Bier seit langem begossen. Ich muss nicht erwähnen, was dann passierte. Bald war er voll drin, schlimmer als vorher.

    Auch er ist einer von vielen, die elend verreckt sind an dem Zeug. Mit 64 Jahren. Quittegelb, aufgedunsen, kaputtes Herz, kaputte Leber, kaputt im Kopf...

    Ich bin froh, dass ich mich getrennt hatte, eine neue und erfüllende Beziehung habe. Es war so schon schlimm genug in Coabhängigkeit zu leben. Mich daraus zu befreien war schwer aber eines der besten Dinge, die ich im Leben gemacht habe.

    Aurora

    Hallo Mine,

    wenn es sich für dich in dieser Situation gut und sinnvoll anfühlt ihm zu schreiben, dann tu das und es ist richtig.

    Ich finde das erstmal am wichtigsten, dass du Dinge machst, die dir gut tun in dieser Situation. Daher ist das sinnvoll.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Gedankenkarussell,

    Androhungen sich was anzutun hatte ich von meinem ersten Mann auch. Das ist erstmal schon ein blödes Gefühl. Aber auch da hilft nur, es loszulassen. Denn auch sowas kannst du nicht verhindern, sollte er es tun. Und im Grunde genommen ist das abhängige Trinken sowieso Suizid auf Raten...

    Ich war heute den ganzen Nachmittag mit Freunden unterwegs und das war großartig ich habe gelacht und gemerkt wie ich mit jedem Mal wo ich mir mit der Trennung durchs/im Gespräch klarer wurde auch leichter geworden bin und mein Kopf ruhiger... Nun kommt die Erschöpfung...

    Das habe ich ganz ähnlich erlebt. Das ist ein Teil des Loslassens, solche Momente und Zeiten auch wieder bewusst erleben und genießen zu können. Und mit dem Spüren der guten Dinge des Lebens fühlen Körper und Seele eben auch diese Erschöpfung.

    Heulen ist gut, ich hab ganze Gewässer geheult 😄. Erleichtert maßlos, so empfinde ich es jedenfalls.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Mine,

    das ist echt erschreckend. Es kann aber durchaus sein, dass das vom Entzug kommt. Das plötzliche Aufhören zu trinken ist nämlich nicht ohne. Delirium und so gehören schon auch in vielen Fällen dazu, das ist einfach so.

    Gut, dass er im Krankenhaus ist und unter professioneller Überwachung.

    Und du? Kannst erstmal ja nichts machen. Dass du voller Angst bist ist ja klar. Aber er ist im Krankenhaus, du hast alles richtig gemacht und mehr kannst du halt nicht tun. Für ihn.

    Aber für dich kannst du das. Versuche zu schlafen. Das ist wichtig, du brauchst deine Kraft jetzt für dich.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Cornwall,

    mein Beileid zu diesem Verlust.

    Alleine hast du doch die ganzen Jahre schon dagestanden. Darin hast du bestimmt Übung und bist eine gute Managerin. Was dich so runterzieht ist deine Trauer und die Ungewissheit wegen der finanziellen Aspekte. Das ist doch klar, da kommt auch viel an Schmerz hoch.

    Du kannst Hilfe bekommen, z. B. beim Diakonischen Werk, der Caritas. Pro Familia. Auch wenn es sehr, sehr schwer ist, versuche Tag für Tag Dinge zu erledigen.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Gedankenkarussell,

    mir sind damals bei meiner Anmeldung auch durch das Schreiben und den Austausch hier ständig Gedankenblitze gekommen.

    Denn es hat sich so viel sortiert dadurch.

    Ich hab mich nach 26jähriger Ehe trennen können. Da habe ich verstanden, dass ich nichts an ihm ändern kann. Vorher hatte ich so viel versucht.

    Er wollte aber nichts ändern...

    Nach der Trennung war es wichtig Grenzen zu setzen und diese auch einzuhalten. Denn mein Exmann hat dann schon vieles versucht um mich festzuhalten.

    Eine funktionierende Coabhängige ist nämlich praktisch.

    Mir hat dabei geholfen dass ich erkannt hatte, dass ich machtlos war. Er war erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Und ihm Regeln oder Vorschriften über seinen Konsum zu machen stand mir im Grunde genommen nicht zu.

    Ich hab erkannt dass ich, weil mich seine Sucht und meine eigene Coabhängigkeit schwer beeinträchtigt hatten, nur für mich selbst was ändern kann.

    Und darf.

    Das hab ich dann gemacht und das war der für mich beste Weg.

    Es ist gut, dass du in den Austausch hier gehst.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo,

    liebe Wacholderfrau, ich freue mich sehr über die Wertschätzung, die du für mich hast :*.

    Inzwischen kann ich gut auch für mich was tun. Ja, das habe ich auch dem Forum und dem Austausch hier zu verdanken. Dass ich vor über 17 Jahren das hier finden durfte war einfach unglaublich gut.

    Ich habe hier von den Alkoholikern auch viel lernen können. Über diese schreckliche Suchtkrankheit, was das mit Menschen macht. Dadurch konnte ich meinen ersten Mann besser verstehen und auch erkennen, dass ich weder Schuld noch Verantwortung für ihn hatte. Das er so gehandelt hat weil das die Merkmale der Sucht sind und nicht weil ich wertlos bin.

    Ich habe es durch den Austausch geschafft mich von ihm zu lösen. Also auch emotional. Räumlich war ich ja schon länger getrennt.

    Liebe Mariexy, es ist wunderbar, wenn du im Glauben Hilfe für dich finden kannst. Und dort Menschen sind, die dich unterstützen. Das ist viel Wert.

    Aurora

    Hallo,

    liebe Rennschnecke, dankeschön für die liebe Rückmeldung.

    Hallo Mariexy, unsere Enkelin lebt bei uns, weil mein Exschwiegersohn nach dem Tod meiner Tochter eine neue Frau hat, der unsere Enkelin ein Dorn im Auge ist. Diese Frau ist eine Narzisstin und hat schon so gut wie alle Verbindungen, die mein Exschwiegersohn hatte, gekappt. Und schlussendlich durch perfide Manipulationen hat sie die Enkelin aus ihrem Zuhause vergrault, mal gelinde gesagt.

    Sie hat massive psychische Gewalt gegen die Enkelin angewandt.

    Die Enkelin hat das gemacht, was wir Cos oft nur sehr schwer schaffen. Sie hat ihre Grenzen gezogen und sich gerettet indem sie zu uns gekommen ist. Ihr Vater , also mein Exschwiegersohn, hat sie nicht geschützt.


    Langsam wird es ruhiger bei uns, immerhin. Wurde auch Zeit. In den Jahren nach dem Tod meiner Tochter und meines Enkels ging es hintereinander immer wieder Schlag auf Schlag weiter mit schlimmen Dingen. Ich habe dadurch zusätzlich zu meiner chronischen Depression und den chronischen Erschöpfungszuständen auch noch eine Angststörung bekommen.

    Aber das konnte ich in meiner Therapie gut bearbeiten und auch nach und nach anwenden und nun klappt das ganz gut.

    Mein Mann ist eine gute Unterstützung für mich, auch wenn es ihm selbst nicht immer gut geht. Aber es ist unbezahlbar einen Menschen an meiner Seite zu haben, der mich wertschätzt, toleriert, unterstützt, akzeptiert und liebt. Mit einem nassen Alkoholiker ist das nicht möglich. Ich merke Tag für Tag den Unterschied zu damals, zu der Zeit meiner ersten Ehe.

    Ich hab damals immer die Paare beneidet, die Hand in Hand waren, gemeinsam Dinge bewältigt haben usw. Ich dachte immer, ich hätte sowas nicht verdient oder wasweißich. Dass ich Pech gehabt hatte oder so. Dass ich selbst was ändern könnte oder musste oder das Recht dazu hatte kam mir garnicht in den Sinn.

    Ich hab in dieser Ehe festgeklebt, hab es hier in meinem Fädchen schon oft beschrieben, aus vielen Gründen. Ich bin heilfroh, dass ich dann in der Lage war, die Gründe, die mich festhielten, über Bord zu werfen und mich zu verändern. All die Schicksalsschläge und schlimmen Dinge hätte ich mit einem nassen Alkoholiker an meiner Seite kaum überstanden.

    Ich bin ja so schon kaputt aus der ersten Ehe rausgekommen.

    Jetzt genieße ich mal die Ruhe um mich rum. Die hab ich nämlich verdient.

    Aurora

    Hallo Jenny,

    na klar fragst du dich als Mutter, was du falsch gemacht haben könntest. Ich kenne das als Mutter auch.

    Ich habe vor langer Zeit da mal mit meinem Therapeuten drüber gesprochen und der meinte, ich solle meinen Einfluss nicht überschätzen. Es gibt noch ganz viele andere Einflüsse, die eine Rolle dabei spielen, wie ein Kind sich entwickelt.

    Ich hatte " nur" meinen ersten Mann, der Alkoholiker war und den ich loslassen musste um leben zu können. Das war schon sehr, sehr schwer. Betrifft es dein Kind ist das nochmal eine andere Hausnummer. Trotzdem ist das der einzige Weg um selbst noch was vom Leben zu haben.

    Liebe Grüße Aurora

    Hallo Silberstreifen,

    es war ja damals bei mir ähnlich. Mein Exmann hat sich keinen Schritt aus unserer gemeinsamen Eigentumswohnung bewegt. Er hat sie auch nicht als " unsere Wohnung" beschrieben, immer nur als seine. Und er trank, als ich die Trennung wahrgemacht habe, exzessiv. Also wirklich ununterbrochen und er ist auch nicht aus dem Bett aufgestanden mehr. Ganz schlimm.

    Und ich konnte einfach nicht mehr also wurde mir klar, dass tatsächlich ja nur ich was ändern kann, für mich. Ich konnte ihn ja nicht zwingen.

    Ich habe mich durch einen Anwalt für Familienrecht informieren lassen, was meine Rechte und Pflichten waren. Da wurde dann was errechnet, Trennungsunterhalt, Mietanteil usw und mein Anteil am Wohngeld und so.

    Als ich dann sicher war und die Scheidung wollte, hat er mir meinen Anteil abgekauft. Das hatte mein Anwalt geraten. Denn ich hatte ja im Grunde genommen keinen echten Nutzen von der Wohnung. Bzw von meiner Hälfte, sonst wäre das was anderes gewesen. Zum Glück war mein Exmann zu der Zeit abstinent und klar im Kopf und wir konnten das gut unter uns regeln.

    Dass du Beobachter für ihn hast ist eine zweischneidiges Sache. Wenn du dauernd Infos bekommst wie er drauf ist, ist er noch viel zu sehr in deinem Leben präsent und das ist viel schwerer, dass du dich loslösen und ein eigenes Leben anfangen kannst.

    Liebe Grüße Aurora

    Liebe Jump,

    na klar macht das Angst. Aber trotzdem machst du weiter und hast auch seinen Reiseteil storniert. Das finde ich echt klasse. Denn so ist es ehrlich dir gegenüber. Und ihm gegenüber ja auch.

    Liebe Grüße Aurora