Ist es nicht auch ein Teil des Lebens, andere zu unterstützen?
ja, das ist auch immer Teil meines Lebens gewesen. Ich helfe gerne, wenn ich kann.
Jetzt kommt das ABER:
Bei Suchterkrankungen ist es nicht hilfreich, denn die Hilfe hält den nassen Alkoholiker in der Sucht. Er weiß genau, da ist ja jemand, der erledigt es schon. Er muß auch Verantwortung übernehmen, du kannst und solltest ihm nicht alles abnehmen. Glaube mir, ich weiß wie schwer mir das alles gefallen ist, aber es geht nicht anders.
Sein Therapeut sagt, er müsse akzeptieren, dass er halt so sei, dass sowas immer passieren könne und so ein geregeltes Leben halt einfach nicht zu ihm passt. KA wie ich diesen Ratschlag eines Therapeuten finde.
In meinen Augen ist diese Aussage purer Nonsens. Hast du diese Aussage selbst gehört, oder hat er sie dir erzählt? Ich wäre da eher skeptisch, ob diese Aussage so getätigt wurde. Kann auch als "Ruhigstellung " für dich gedacht sein.
Sicher ist nur eins, er kann seine Sucht nur stoppen, süchtig bleibt er trotzdem. Für dieses stoppen ist er alleine zuständig, er muß anfangen etwas zu tun, denn ich empfinde seine Bemühungen die du beschreibst als halbherzig und eben zu deiner Beruhigung. Ein nasser Alkoholiker findet immer einen Grund zu trinken und sich dafür zu rechtfertigen.
lg Morgenrot