hallo Nina,
auch von mir noch ein herzliches willkommen.
Menschen in helfenden Berufen definieren ihren Selbstwert häufig darüber, dass sie Menschen helfen können und sich dadurch wertvoll fühlen. Das ist auf Dauer ungesund, seinen Selbstwert nur über andere Menschen zu beziehen.
Ich kann das nur bestätigen, ich bin auch aus einem helfenden Beruf, und habe erst einmal ewig gebraucht, bis ich zuhause hisehen konnte. Menschen die ich auf der Arbeit professionell betreut habe, und zuhause wollte es mir nicht gelingen. Dadurch habe ich mich minderwertig gefühlt, und ich hatte sehr lange das Gefühl, es darf niemand wissen.
Du kannst ihm nicht helfen, du hastkeinerlei Einfluß auf seine Alkoholkonsum und du bist du bist nicht sein Arzt . Dein Beruf ist in diesem Fall sowas von egal, denn es geht allen Angehörigen so, egal, was sie an Wissen mitbringen oder nicht.
Das mußte ich für mich erst einmal klar bekommen, das hat gedauert. Sich eine Hilflosigkeit eingestehen zu können, braucht seine Zeit und es ist keine Niederlage, auch wenn es sich erst einmal so anfühlt.
Hast du etwas, was du für dich tun kannst, damit es dir besser geht? Versuche auf dich zu schauen.
lg Morgenrot