Beiträge von Morgenrot

    hallo Bergdohle,

    dass er kein Alkoholiker sein kann, da seine Leberwerte zu gut seien. Das hat mich so in arge Zweifel gestürzt.

    die Ausrede ist so alt, und wird immer noch gerne von nassen Alkoholikern genommen. Ich kenne sie auch. Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1. er redet sich raus, um dich wieder zu verunsichern, du reagierst doch schon, hinterfragst deine Wahrnehmungen, damit kann er erst einmal wieder in Ruhe weitertrinken.

    2. Der Arzt nicht viel oder keine Ahnung von Sucht.

    Lass dich nicht verunsichern, vertrau deinen Wahrnehmungen, die sind richtig.


    lg Morgenrot

    Hallo Livia,

    irgendwann kam bei mir der Punkt, wo ich es satt hatte, ihn zu decken und immer wieder mit zu lügen, nur damit die Fassasde aufrecht erhalten werden konnte.

    Ich habe dann mit der Familie gesprochen, auch mit meiner Herkunftsfamilie. Nach meiner Offenheit, war dann auch Hilfe möglich. Das Forum hier, war ein großer Rückhalt, und auch meine Familie hat mich nicht alleine gelassen.

    lg Morgenrot

    Das mit der Einsamkeit zu zweit schwankt hier, nimmt aber zu, Morgenrot . Es gibt auch noch Tage, an denen wir ein Paar sind, uns gut verstehen, miteinander liebevoll umgehen, lachen können. Aber die werden weniger

    Ja das kenne ich. Ich stand auch alleine, war quasi alleinerziehend, Haushalt und Vollzeit gearbeitet. Hätte ich zu dieser Zeit meine Eltern nicht gehabt, hätte ich es nicht geschafft. Mein Vater hatte schon früh den Verdacht, dass er zuviel säuft, nur konnte ich es damals vor ihm noch nicht zugeben. Ich wollte etwas erhalten, was es schon nicht mehr gab. Mein Vater war damals für meinen Sohn die männl. Bezugsperson, da ja der Vater ein Komplettausfall war.

    Ich finde es schon erstaunlich, dass du noch liebevoll mit ihm umgehen kannst, aber irgendwo ist es auch nicht erstaunlich, weil es ja immer wieder Hoffnung aufkommen ließ. Irgendwann konnte ich es aber nicht mehr. Diese Zeiten wurden dann wirklich immer weniger.

    lg Morgenrot

    Hallo Luffi,

    Du hattest Recht Morgenrot.

    das tut mir leid, diese Erkenntnis hat mir damals sehr weh getan. Ich habe meinen Mann auch zu einem Arzt begleitet, es ging um den Ausschluß einer schweren Erkrankung, also vordergründig erst einmal nicht um Alkohol. Ich bin mitgegangen weil ich den Menschen in dieser Situation nicht alleine lassen wollte. Ich hatte ihm aber die Ansage gemacht, den Alkohol zu thematisieren, weil es für eine eventuelle Narkose wichtig wäre. Die andere Ansage war, wenn er es nicht ansprechen würde, würde ich es tun. Er hat natürlich vor dem Anästhesisten nichts von Alkohol gesagt, und sich verdrückt. Ich habe es dann angesprochen, der Arzt hatte es schon vermutet und hat sich bei mir bedankt. Danach hat er mit ihm noch ein intensives Gespräch ohne mich geführt. Das alles hat aber nicht zum umdenken bei ihm geführt.

    Ich geb einfach auf. Soll er machen was er will... vergebliche Liebesmühe...

    Ich kann dir nur empfehlen deine ganze Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, und etwas für dich zu tun. Du bist wichtig.


    lg Morgenrot

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet und kannst dort überall schreiben. Bitte schreibe aber in den ersten 4 Wochen nicht bei den orange/roten Usern im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.

    Lg Morgenrot

    hallo livia,

    Schön dass du jetzt hier bist, herzlich willkommen bei uns. Ich schalte dich dann auch nachher noch frei.

    Mit alkoholisierten Menschen kannst du kein vernünftiges Gespräch führen, dass kannst du vergessen. Du kannst ihn auch nicht vom Alkohol abhalten. Es ist wichtig, dass du etwas für dich tust, damit es dir besser geht. Mit all deinen Gesprächen wirst du nichts erreichen, denn dein Mann scheint ja keine Krankheitseinsicht zu haben.

    lg Morgenrot

    Hallo Luffi,

    Er (wir- er will das ich mitgeh) hat am Dienstag nen Arzttermin.

    Der Tatsache, dass er dich mitnehmen will, würde ich erst einmal keine große Bedeutung zumessen. Das Trocken werden ist seins, und die Ernsthaftigkeit erkennst du an seinen selbstständigen handeln

    Drückt mir bitte die Daumen das er am Dienstag wirklich mitgeht...

    also willst du dass er mitgeht und nicht umgekehrt, das ist kein gutes Vorzeichen. Hast du das auch alles angeleiert? Dann kann ich dir vorab schreiben, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schief geht. Es ist nicht deine Aufgabe ihn zum Arzt zu zerren. Wenn er es dir zuliebe tut, wird er dir auch später die komplette Verantwortung zuschieben, wenn es nicht klappt. Ein nasser Alkoholiker lässt sich so einiges einfallen um sich seine CO zu erhalten. Es mag sehr hart klingen, was ich geschrieben habe, kommt aber daher weil ich die "Spielchen" kenne.


    lg Morgenrot

    Du glaubst gar nicht wie nasse Alkoholiker jemanden manipulieren können, und wir glauben es ja auch so gerne.

    Wir sollten da an uns denken. Das Herz außen vor lassen und der Vernunft das Feld überlassen . Das fällt aber anfangs sehr schwer und ich schließe mich da nicht aus.

    LG Morgenrot

    Hallo Ella,

    herzlich Willkommen in unserer Selbsthilfegruppe. Es ist gut dass du dich angemeldet hast, vielleicht kannst du hier dein Gedankenchaos etwas entwirren.

    Wenn es Ärzte nicht geschafft haben, mit all ihren Warnungen, wie willst du es schaffen? Er scheint keine Krankheitseinsicht zu haben, und du hast keine Chance ihn zu beeinflussen, das muß von ihm kommen.

    Aber eine Trennung steht auch seit Jahren im Raum.

    immer wieder angekündigt, und dann doch nicht vollzogen, weil es gleichzeitig Hoffnungsschimmer gab, und wenn sie noch so klein waren?

    lg Morgenrot

    Hallo Carmen,

    Durch meine Klinikbesuche die ich wegen meiner komplexen PTBS und Borderline habe, denke ich, daß es wichtig ist sich so gut es geht an solche "Wegweiser" zu halten, wenn man etwas ändern möchte.

    vor allem kannst du darauf hoffen, dass du mit klarem Kopf auch Fortschritte bei den anderen Therapien machen kannst. Ich kenne aus dem beruflichen Umfeld viele Menschen bei denen es so war. Du kannst keine Trauma mit benebeltem bearbeiten. Gut dass du den Anfang gemacht hast.

    lg Morgenrot

    Hallo Lollo,

    herzlich willkommen bei uns. Es ist gut, dass du dich hier angemeldet hast. Bitte vergleiche deine Situation nicht mit anderen. Deine Situation ist für dich schlimm, dass ist es was für dich zählen sollte.

    Der sanfte Weg hat nicht gut funktioniert. Ich würde ihm am liebsten an den Kopf knallen, dass er seinen Konsum regulieren muss, dass er unsere Ehe damit aufs Spiel setzt oder ich für mich Konsequenzen ziehen muss. Aber kann ich mit der Hau-drauf-Taktik etwas erreichen? Oder hin und wieder einen Nadelstich wegen seinem Trinkverhalten geben?

    Du kannst weder mit Sanftheit noch mit der Hau - drauf Methode etwas erreichen, solange dein Partner keine Krankheitseinsicht hat. Es ist aber wichtig, dass du bereit bist, deine eventuellen Ankündigungen auch konsequent umsetzen kannst, und dich nicht von immer neuen Versprechungen wieder besänftigen lässt. Sonst würdest du dich unglaubwürdig machen, und er würde dich nicht mehr ernst nehmen.

    lg Morgenrot

    Ich sei zu blöd zu allem. Da muss man sich schon ein dickes Fell zulegen.

    nein Schmidtty, kein dickes Fell, sondern klar Stellung beziehen und deinem Sohn Grenzen aufzeigen. Du mußt nicht dein Leben lang in Sack und Asche gehen, weil du Alkoholkrank geworden bist, und keiner hat das Recht dich so zu behandeln.

    Ich habe keine Entschuldigung erwartet, aber ich hätte mich darüber gefreut. Doofer Gedanke, ich weiß. Aber als Angehörige , hätte ich mich dann wieder abhängig gemacht, nämlich davon, dass er mein aushalten als "Leistung" endlich mal anerkennt. Das war aber keine Leistung. Ich hätte zu jederzeit gehen können, habe es aber aus den verschiedensten Gründen nicht getan. Leider werden manche Dinge erst im Rückblick richtig verstanden.

    lg Morgenrot

    hallo Maeron,

    du hattest ja um Angehörigenmeinungen gebeten.

    Es war richtig, dass du dich hier gemeldet hast, aber noch besser wäre vorher gewesen. Ich denke, dass weißt du heute auch.

    Lass deiner Frau Zeit, dass muss auch sie erst einmal verarbeiten. Offenheit ist aber immer gut, dass kann helfen verlorenes Vertrauen aufzubauen. Es sollte aber nicht dazu führen, dass deine Frau dich nicht mehr alleine läßt, denn sie hätte deinen Rückfall sicherlich auch nicht verhindern können.

    Mein Mann hatte kurz vor seinem 6. Trockengeburtstag einen Rückfall, es hat mich erst einmal sehr getroffen, aber das Wissen, dass ich nichts hätte verhindern können, war relativ schnell wieder da.


    lg Morgenrot