Ich hoffe einfach dass es ‚rund läuft‘
hast du mal daran gedacht, unter welchem Druck du da stehst? Das wurde mir erst viel später bewußt, wieviele Feste ich mir dadurch habe kaputt machen lassen.
Ich hoffe einfach dass es ‚rund läuft‘
hast du mal daran gedacht, unter welchem Druck du da stehst? Das wurde mir erst viel später bewußt, wieviele Feste ich mir dadurch habe kaputt machen lassen.
Hallo Franzi,
herzlich Willkommen in unserer Onlineselbsthilfegruppe.
Die Loslösung aus einer solchen Beziehung ist sehr schwer, und es macht auch große Angst. Es ist gut, das du dich hier gemeldet hast.
Für den weiteren Austausch schicke ich dir den Bewerbungslink für den offenen Bereich, dort beginnt dann der Austausch mit den anderen.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
lg morgenrot
Hallo Egah,
Mal eine Frage : Suchst du bewußt nach Leergut?
Ansonsten würde ich es sammeln und ihr vor die Nase stellen und sagen : "Bring mal dein Scheiß weg!"
den Gedanken hatte ich auch sehr oft, weil ich mir total verar...t vorkam.
Ich habe ihm mal gesagt, auch wenn er sich noch so gute Verstecke aussucht, wüßte ich trotzdem dass er trinkt.
Letztendlich ist es egal was du ihr sagst, sie wird sich versuchen raus zu winden. Das geschieht mit den abenteuerlichsten Argumenten. Manchmal spürst du sofort, das sie dir den größten Schei... erzählt, und trotzdem kommst du wieder ins grübeln, und überlegst ob sie nicht doch irgendwo die Wahrheit sagen könnte.
Das habe ich x - mal so erlebt, und heute frage ich mich, wie konnte ich mir so etwas erzählen lassen. Es wird uns erzählt weil wir es so gerne glauben wollen.
lg morgenrot
hallo Lotta,
du hast den Kreislauf des Schweigens und Vertuschens gebrochen, das kann er so nicht stehen lassen. Jetzt ist das "Gleichgewicht" zwischen Alkoholismus und COabhäüngigkeit gestört. Da ist das Verhalten von ihm normal, das kenne ich auch.
Ich kann dir sagen, du hast es für dich richtig gemacht. Du mußt nicht alles mit dir alleine ausmachen.
So schlimm wie es auch klingen mag, Weihnachten geht auch ohne ihn, was willst du mit jemanden der sich am Heiligabend betrinkt?
Das war für mich immer sehr schlimm, er war zwar körperlich anwesend, aber im Endeffekt war ich mit den Kindern alleine.
lg Morgenrot
Hallo Lotta,
Weißt wie ich meine?
er drückt sehr erfolgreich deine CO - Knöpfe und du bist wieder auf Spur. Das ist das Los der CO`s so lange wir selbst nichts ändern.
Ich findes es gut, das du das Schweigen durchbrochen hast, was hat die Familie dazu gesagt?
Warum suchst du nach Verstecken, glaubst du dadurch hast du eine Kontrolle? Du wirst nie die Kontrolle über einen trinkenden Menschen haben, diese Kraft darfst du für dich nutzen.
Ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Mann so noch schwerer fällt, etwas zu ändern. Denn du arbeitest ja gegen ihn.
sie muß auch nicht für ihn arbeiten, sondern einzig und alleine für sich. Er ist der einzige der am Trinken etwas ändern kann.
Was du beschreibst führt immer weiter in die COabhängigkeit und ist wenig hilfreich.
lg Morgenrot
Hallo Lotta,
Ich behaupte mal sie bekommt nicht sooooo viel mit.
Kinder bekommen soviel mehr mit, als wir denken. Sie machen es an kleinsten Dingen fest, ich selbst habe auch immer gedacht, sie bekommen nichts mit.
Meine Tochter hat mir dann später erzählt, was sie wahrgenommen hat. Ich war schockiert, alle meine Versuche die sog. heile Welt zu erhalten waren fehlgeschlagen.
lg Morgenrot
Hallo Anna,
Entschuldige bitte, aber der Therapeut labert Stuß. Der kennt sich bestimmt nicht mit Sucht aus.
Selbst wenn er der Therapeut deines Mannes ist, darf er sich nicht so klar positionieren, denn damit schickt er dich noch tiefer in die COabhängigkeit, aber auf ganz direktem Weg.
Aber ich habe die ganzen Beleidigungen, Lügen und dergleichen eben 7 Tage lang gehört - wie soll ich das denn auf Knopfdruck vergessen?
Das kannst du auch nicht, mein Mann ist jetzt 5 Jahre trocken und auch bei mir wirkt vieles nach.
Auf Knopfdruck geht schon mal gar nichts.
Ich würde bei seinem Therapeuten die Wahrheit sagen, nichts mehr mit verpacken und schön reden. Ich weiß, das dies ein schmerzhafter Prozess ist, aber nur dadurch kannst auch du Hilfe bekommen.
Gibt es hier im Forum Erfahrungswerte oder Meinungen, ob es erfolgversprechender ist, den Betroffenen in Ruhe zu lassen oder eher zu intervenieren?
du hast doch schon genug interveniert und hast ihn auch rausgeschmissen. Das alles ist deutlich genug, du mußt nicht ständig intervenieren.
Ich habe das auch getan, weil ich dachte, ich muß ihn doch erinnern. Lass es, es bringt nichts.
Kannst du dir vorstellen mal zu überlegen, wo du ihm deine Unterstützung entziehst?
Was könnte das sein?
Du solltest dann aber auch den Mut zur Konsequenz haben und es durchziehen, sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.
Deine momentane Hilfe, fördert eher seine Sucht, wenn du sogar schon mit Geschäftspartnern verhandelst. Wenn er nichts tut für seinen neuen Job,
ist es sein Problem. Du kannst dich nicht für ihn bewerben.
lg Morgenrot
Hallo Anna,
deine Bewerbung ist eingegangen und du wirst bals freigeschaltet.
Zu dem Therapeutenverhalten kann ich dir nur eines sagen, du bist nicht verantwortlich für deinen Mann. Alkoholismus zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und macht auch vor Akademikern nicht halt.
Ehrlich gesagt: Seit Monaten nehme ich ihm alles ab, vertusche seine Ausrutscher (auf sein Flehen hin) bei der Arbeit und vor seinem sozialen Umfeld und gehe selbst dabei völlig unter. Sein spitzenmäßiger Therapeut gibt mir gute Ratschläge, wie ich bei einem Rückfall einfühlsam mit ihm umgehen soll, aber wie es mir dabei geht interessiert absolut keinen Menschen.
das ist genau das Verhalten, bei dem er in Ruhe weiter trinken kann, denn du schützt ihn.
Steig aus dem Kreislauf auf, den ersten Schritt hast du mit deiner Anmeldung hier im Forum getan.
Tu etwas für dich, und stell dich nicht mehr schützend vor ihn, das nimmt immer weiter zu, und am Ende erledigst du alle seine Dinge.
Gib ihm seine Verantwortung zurück, und sorge gut für dich.
lg Morgenrot
Hallo Anna,
herzlich Willkommen bei uns.
Ich schicke dir den Bewerbungslink, einfach draufklicken und sich kurz, das braucht nur ein Satz zu sein, für den offenen Bereich bewerben, wo dann der Austausch beginnen kann.
https://alkoholiker-forum.de/bewerben/
lg Morgenrot
hallo,
Er soll nächste Woche ein MRT gemacht bekommen.
lass dir nichts vormachen, ein MRT wird routinemäßig gemacht. Ich bin in diesem Bereich tätig, und gerade was Neurologie und Psychiatrie betrifft ist das ein ganz normaler Vorgang. Zur Diagnostik von Parkinson ist ein MRT sicher nicht die erste Wahl.
führt der Alkohol zu der Persönlichkeitsveränderung oder ein organisches Krankheitsbild?
Alkohol führt definitiv zu Wesens- und auch organischen Veränderungen.
Lass dir nichts einreden, bleib bei deinem Entschluß. Er versucht gerade alle Register zu ziehen um dich auf Spur zu bekommen.
lg Morgenrot
hallo Lotta,
Darf man eigentlich wütend auf einen Alkoholiker sein?
natürlich darfst du wütend sein, ist nur zu verständlich.
Jetzt kommt das große ABER:
es wird dir nichts nützen, Wut ist ein Gefühl, das dich lähmt. So war es bei mir. Wut hat dann wieder mal alle Gedanken auf den nassen Alkoholiker gerichtet und ich war meilenweit von mir selbst entfernt.
Als Angehörige muß ich auf mich sehen, was ich für mich ändern kann, damit ich aus diesen Gedankenschleifen aussteigen kann. Jeden Tag auf`s neue. Selbst wenn "dein" Alkoholiker jetzt aufhören würde zu trinken, damit ist noch lange nicht alles gut.
lg Morgenrot
Ich hab Dinge aufgedeckt und kann und will sie nicht ansprechen.
du mußt nichts aufdecken, du bist nicht bei der Polizei. Du hast sicherlich vieles schon angesprochen, brauchst du also auch nicht mehr.
Du kommst mit dem Trinken eines Angehörigen nicht klar, das alleine reicht vollkommen aus.
Wichtig ist auch Konsequenz. Wenn du etwas ankündigst, solltest du es auch durchziehen. Gelingt das nicht, nimmt er dich nicht mehr ernst und spielt seine Spielchen mit dir um dich wieder "in die Spur" zu bekommen.
Hallo Lotta,
Will wissen ob ich mit all‘ meinen Vermutungen etc.richtig liege.
du liegst richtig, dazu mußt du keine Trinkmenge wissen. Glaub das, was du siehst und vertrau deinen Wahrnehmungen.
Viele nasse Alkoholiker täuschen, tarnen und tricksen die Angehörigen aus. Ich habe auch immer gedacht, ich tue ihm Unrecht und wollte alles überblicken.
Den Überblick hast du definitiv nicht, meiner hat sogar Wasser in die leeren Bierpullen gekippt, und wollte mir erzählen das es bei der Flaschenreinigung in der Brauerei passiert sei. Mein erster Gedanke war, das ist total absurd.
Nach längerem Nachdenken darüber kamen mir immer mehr Zweifel, ob ich ihm nicht doch unrecht tue. Du hast zu keinem Zeitpunkt irgendeine Kontrolle über seinen Konsum.
lg Morgenrot
liebe Inge,
bin auch erst wieder seit eben online. Gestern lief bei mir auch den ganzen Tag nichts.
lg Christiane
ich bin auch seit heute morgen wieder da. ![]()
Hallo egah,
.meine Frau möchte nicht und hat es mir quasi auch strickt verboten, mit anderen in unserem Freundeskreis darüber zu sprechen...es ist die Scharm sagt sie.
Scham ist bestimmt nur ein Aspekt und war bei meinem nassen Alkoholiker nicht der wichtigste.
Es war die große Angst, das ich mit jemanden rede, denn sowie sich ein Angehöriger Hilfe holt, verändert sich etwas. Es könnte unbequemer werden für den nassen Alkoholiker. Das wichtigste ist es, das Schweigen zu brechen, damit begann für mich die Hilfe.
lg Morgenrot
Wie geht man dann in einer solchen Situation vor? Lehnt man es ab, weil es den Partner zum trinken animieren kann? Blöde Situation…
ab dem Zeitpunkt als mein Mann trocken wurde, gab es in unserem Haushalt keinen Alkohol mehr, bei keiner Feier. Das wird auch so bleiben.
Es ist niemand weggeblieben es wurde akzeptiert.
lg Morgenrot
Sie hinterfragt in letzter Zeit häufig Dinge.
ich würde auf Fragen nicht mehr mit irgendwelchen Phrasen antworten, bleib bei der Frage des Kindes das reicht schon.
Kinder haben so feine Antennen, die spüren wenn sie belogen werden.
lg Morgenrot
liebe Lotti,
Die Kleine ist ja mittlerweile 7 und wenn sie vielleicht doch mehr mitbekommt als man denkt dann hab ich ja sehr wahrscheinlich schon schlimmeres angerichtet
Ich finde es wichtig, das du dem Kind gegenüber ehrlich bist, weil es wichtig ist auch die Wahrnehmungen des Kindes nicht zu zerstreuen.
Ich habe das leider bei meinen Kindern unbewußt getan, obwohl ich das nie wollte.
Meine Tochter hat mir dann später mal gesagt, das schon in der Grundschule gespürt hat, das etwas nicht passt und nicht stimmt. Wegen der "heilen Welt" habe ich Fragen nicht gut beantwortet.
Du hast bestimmt nach bestem Wissen gehandelt, und deinem Kind nicht bewußt geschadet. Jetzt bist du am Thema dran, und sicher wirst du jetzt auch anders damit umgehen.
Mütter dürfen auch Fehler machen.
lg Morgenrot