Beiträge von Morgenrot

    Hallo Schmetterling,

    auch als gläubiger Christdarf es dir gut gehen.

    Ich habe mich auch gefragt, darf ich als Christ so handeln, wie ich damals handeln mußte.

    Da sagte ein trockener Alkoholiker zu mir: Ja darfst du, sogar mit Erlaubnis der Bibel. Denn dort steht es schon:

    Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst

    Nur dieser Zusatz fällt zu oft unter den Tisch.

    lg Morgenrot

    Hallo Penelope,

    ich würde ihm zum jetzigen Zeitpunkt keine Zusagen machen, denn was du beschreibst hört sich alles nach den üblichen "Spielchen" an um dich auf Kurs zu halten oder wieder zu bringen.

    Therapie ist seins, so habe ich es gehalten. Allerdings war ich mit meiner Tochter zum Angehörigenseminar und das war rückblickend gut und richtig.

    Sollte es dann doch scheitern, wird er dir die Schuld daran geben, und er ist das arme Opfer. Ich kenne solche Spielchen zur Genüge, und nach einer Therapie kommt auch weiterhin sehr viel Arbeit auf beide zu.

    Da muß sehr viel wieder neu wachsen, allem voran, das zerstörte Vertrauen.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    Es fällt mir nur so schwer in ihm n u r den „nassen Alkoholiker“ zu sehen.

    das verstehe ich sehr gut, weil ich es auch kenne.

    Es ist auch verdammt schwer, aber es leider der einzige Weg um für sich selbst eine Änderung einzuleiten.

    Herz und Gefühle haben in diesem Punkt "Sendepause", es trägt zum richtigen einordnen bei.

    Bei mir gab es etwas, wo ich wußte, jetzt ist der Punkt überschritten. Mit mir nicht.

    Es ging um meine Tochter, die in meinen Augen dringend ins Krankenhaus mußte, und wo er noch seinen Fußball fertig sehen wollte, sind ja nur noch 10 min.

    Aber selbst danach hat es noch Jahre gedauert, bis ich grundsätzlich, also auch wegen mir handeln konnte.

    lg Morgenrot

    Hallo,

    keiner muß alleine durch den Entzug, das weißt du. Es gibt genügend Hilfsangebote.

    Hör auf deinen Verstand.

    Ich weiß, wie schwer das ist, wir waren ja lange genug ganz anders konditioniert und sind immer gesprungen, um es dem nassen Alkoholiker noch angenehmer zu machen, nur das er nichts trinkt.

    lg Morgenrot

    Hallo Fee,

    Bin von Beruf Krankenschwester/ Helfersyndrom )

    warum habe ich mir das fast gedacht :)

    Ich verfolge deine Geschichte ebenfalls, und ich weiß, das du für dich Wege finden kannst.

    Gerade in dem Spannungsfeld von deinem und meinem Beruf zum saufenden Ehemann ist mir klar geworden, das ich quasi in 2 oder3 Welten zuhause war.

    Im Beruf und als Mutter meine Frau gestanden und wenn der nasse Alkoholiker seinen "Auftritt" hatte, wurde ich zum ängstlichen etwas. Ich kam mir so hilflos und ausgeliefert vor.

    Ich finde du hast gute und wichtige erste Schritte eingeleitet. Lass dich nicht abbringen von deinem Weg, und ich drücke dir die Daumen für die Wohnungsbesichtigung.

    lg Morgenrot

    Hallo Bluefire,

    Bei der Kellerkontrolle geht's mir eher darum, ob es wirklich so ist wie wir denken. Vielleicht trinkt er nur wenn wir da sind und sonst nie?

    Du hängst schon sehr im COkreislauf.

    Vertrau auf deine Wahrnehmungen, ich kenne keine Angehörigen die sich hier im Forum angemeldet haben, und bei denen sich später die Wahrnehmungen als falsch herausgestellt haben.

    Kontrolle ist ein wichtiges Symptom der Coabhängigkeit, und glaub mir, es würde nicht bei einer Kontrolle bleiben.

    Lass es sein, und versuch deine Schwangerschaft zu genießen.

    Den Besuch bei den Anonymen Alkoholikern kannst du auch nicht forcieren. Du kannst deinen Schwiegervater nicht auf den trockenen Weg setzen, egal was du tust.

    Setz alles daran, das es dir gut geht.

    lg Morgenrot

    Hallo old Papa,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Da hast du ja einiges hinter dir. Interpretiere ich das richtig, bist du jetzt 25 Jahre trocken?

    Dann erst einmal herzlichen Glückwunsch dazu.

    lg Morgenrot

    Hallo Merlyn

    Wäre es so unvorstellbar, ein Mal mit deiner Mutter allein (!) zu reden, an einem Ort wo niemand stören kann ohne Zeitdruck, ggf. auch mal einen zu trinken (das schafft Vertrauen und verringert die Distanz). Kluge Tips, Vorhaltungen, die berühmten wohlgemeinten Ratschläge scheinen eher kontraproduktiv zu sein.

    ich kann mir vorstellen, das du mit deiner Mutter schon sehr oft geredet hast. Du kannst ihr nicht helfen und du kannst auch keinen nassen Alkoholiker stoppen.

    Wenn ich mir vorstellen würde, ich hätte mit meinem nassen xy trinken müssen um angeblich Distanz zu verringern, bekomme ich Gänsehaut.

    Der Vorschlag macht mich ehrlich gesagt sehr wütend.

    Nur noch eine Variante mehr um sich als Angehöriger zu verbiegen.

    lg Morgenrot

    Hallo Hanseat,

    Da fällt mir gerade auf, ich habe gar nicht über das größte Geschenk meiner Nüchternheit gesprochen: das Ende meiner Depressionen.

    Ich finde es toll, das dir das bewußt geworden ist. Super, das du es auch so klar benennen kannst

    Dazu braucht es aber erst die Einsicht Alkoholiker zu sein, denn der Alkoholismus wird von vielen hinter der Depression versteckt.


    lg Morgenrot

    Hallo Meg,

    Wie seid ihr mit den Gefühlen „schlechtes Gewissen“ und „das hin und her gerissen sein“ umgegangen?

    Ich habe mich zuerst wie eine Verräterin gefühlt, als ich begann darüber zu reden.

    Das "komische" war , es wußten viele schon und keiner hatte etwas gesagt, um mich nicht zu verletzten.

    Ich habe gelitten und mich als Opfer gefühlt, und immer wieder gedacht: Es muß doch mal jemanden auffallen, wie schlecht es dir geht.

    Dann als ich begann zu reden, hatten viele etwas zu sagen und einiges konnte an Beispielen auch festgemacht werden.

    Zuerst hat es mich wütend gemacht, das ich alleine gelassen wurde.

    Das war aber nur kurz, denn ich konnte die Beweggründe verstehen. Ich hätte doch niemanden geglaubt, weil ich selbst noch nicht soweit war.

    Das schlechte Gewissen wurde ich nur schwer los, ich habe mich oft gefragt, darf ich das eigentlich,was ich da gerade vorhabe?

    Ich hatte hier im Forum Menschen die mich geduldig begleitet haben, das hat mir sehr viel geholfen, wenn ich mal wieder dachte, ich gerate zwischen alle Fronten.

    Langsam und Schritt für Schritt habe ich mich freimachen können, und meinen Weg zu gehen.

    Für mich war es sehr wichtig Konsequenz zu lernen, denn immer nur ankündigen und es dann doch nicht tun, führt dazu, das dich der nasse Alkoholiker nicht mehr ernst nimmt.

    lg Morgenrot

    Hallo Meg,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Ich kann deine Erleichterung gut verstehen, und auch die Sorgen die du dir trotzdem machst.

    In diesem Spannungsfeld werden Angehörige hin - und her gerissen. Ich kenne das von mir selbst auch.

    Es ist gut, das du Menschen an deiner Seite hast, die Bescheid wissen, wo du dich nicht mehr verstellen mußt. Das war damals für mich auch eine große Erleichterung.

    Du kannst deinem Mann nicht helfen, wenn er keine Krankheitseinsicht hat.

    Erinnere dich vielleicht mal als erstes daran, was dir mal gut getan hat, oder was du gerne mal tun würdest. Sich umstellen funktioniert nicht von heute auf morgen. Ich habe damals mit Kleinigkeiten angefangen und auch da fiel es mir schwer, sie durchzuhalten.

    Hab bitte Geduld mit dir, denn du hast Jahrzehnte damit verbracht, das zu tun, was anderen gefällt.

    lg Morgenrot

    Hallo Lisa,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Ich frage mich, ob ich übertreibe oder mich anstelle

    Du hast Probleme mit dem Alkoholkonsum deines Partners, dies ist deine Wahrnehmung, der du vertrauen solltest. Es passiert sehr oft, das versucht wird, uns Angehörigen diese Wahrnehmungen auszureden.

    Ich denke weder, das du übertreibst, noch dich anstellst.

    Das leugnen seinerseits ist das übliche Verhalten, wenn sich nasse Alkoholiker "ertappt" fühlen.

    Du kannst leider nichts für ihn tun. Wir können dir auch nicht sagen, ob er Alkoholiker ist oder nicht, das muß ihm bewußt werden.

    Wir können dir aber sagen, das du hier richtig bist.


    lg Morgenrot

    Hallo Peppita,

    Ich bin sogar ausgebildete Suchtberaterin, weshalb die ganze Situation gerade für mich besonders voller Scham behaftet ist, weil ich einen Alkoholiker geheiratet habe und selber so in die Co-Abhängigkeit reingerutscht bin. Ich bin sogar eine Sozialarbeiterin und habe vielen auf ihrem Weg aus der Sucht begleitet.

    ich kann dich so gut verstehen, bei mir war es ähnlich.

    Im beruflichen Umfeld arbeite ich auch mit Alkoholikern, aber es hat mich nicht davor bewahrt, selbst COabhängig zu werden.

    Sich dies einzugestehen tut weh, weil ich immer dachte, bei mir ist alles anders.

    All mein Wissen hat mir nichts genützt, und ich bin immer tiefer rein gerutscht.

    Ich konnte im Kollegenkreis darüber reden, das hat mir damals wirklich gut getan. Plötzlich war ich die "Fachfrau für Sucht". Hat mir anfangs auch gut getan, aber ich wurde ja wieder nur gebraucht. Habe also quasi nur mein Einsatzgebiet noch mehr auf die Arbeit verlagert.

    Es hat lange gedauert bis ich wieder in der "Normalität" angekommen war.

    Du siehst, Scham ist nicht angebracht.


    lg Morgenrot

    Hallo Mimose,

    mich macht es wütend wenn ich deinen Beitrag lese. Es kommt mir so vieles bekannt vor.
    Jetzt breitet er seinen Suchtdruck noch vor dir aus, womöglich hast du den aus seiner Sicht auch noch begünstigt.

    Ich lese daraus, das er nach 3 Wochen Trinkpause nicht mehr kann und ein erneutes Trinken vorbereitet und dich schon mal wieder "auf Linie bringen will".

    Es ist ja so einfach mit uns CO' s wir sind ja nicht so anspruchsvoll und geben uns mit so wenig zufrieden.

    Es ist deine einzige Chance, dafür zu sorgen das es dir gut geht, sonst geht es auch für dich nur abwärts.

    Ich weiß wovon ich schreibe, denn ich saß hier am PC mit aufgelösten Tabletten,weil ich nicht mehr konnte.

    Ich wollte auch immer nur, das es allen gut geht, nur hatte ich mich dabei vergessen.

    Mimose es keine Wut auf dich, sondern da kommt bei mir soviel hoch, weil da Spielchen gespielt werden von den nassen Alkoholikern, und die zermürben so richtig.

    Will er trocken werden, soll er ernsthaft etwas unternehmen. Die Gruppen haben wieder auf, und auch die Beratungsstellen vergeben wieder Termine.

    Die Trockenheit ist einzig und alleine sein Ding, dein Ding ist es, sich um dich zu kümmern.

    lg Morgenrot