Helmut Kolitzus: Ich befreie mich von deiner Sucht
ein Buch für Angehörige
Helmut Kolitzus: Ich befreie mich von deiner Sucht
ein Buch für Angehörige
hallo Matsu,
eine Betreuung kann gesplittet werden. So kann z. bsp ein Betreuer nur für Teilbereiche bestellt werden. Bei dem Bereich Gesundheit wird dies oft vom Krankenhaus angeregt oder in die Wege geleitet.
Dann entscheidet ein Richter darüber.
lg Morgenrot
hallo Moara,
herzlich willkommen in unserem Forum.
Dein Bauchgefühl hatte recht. Du kannst deinem Bruder und der Schwägerin gerne helfen, aber ihnen den Alkohol "ans Bett bringen ",das ist wirklich nicht sinnvoll.
Das würde ich ihnen auch sehr deutlich sagen, denn damit unterstützt du die Sucht.
Wenn sie wirklich trinken müssen, also süchtig sind, finden sie Wege um an Alkohol zu kommen.
Das mag hart klingen, und ich habe auch so einiges in meiner Coabhängigkeit getan, was für den Alkoholiker nicht gut war.
Werden die beiden denn ärztlich betreut?
Wie sieht es für dich aus, wie fühlst du dich und wie geht es dir ?
lg morgenrot
hallo Mexico,
alles gut. Ich wollte nur eine Erfahrung weitergeben, die ich in Gesprächen gemacht habe, als es um die Trockenheit meines Mannes ging.
Da bekam ich oft gesagt, dein Mann doch nicht.
Dann sprach ich mit einem Langzeittrockenen, der mir genau das mit dem Spiegel erzählte. Das leuchtete ein, und ich habe es auch mit keinerlei Bewertung verbunden.
lg morgenrot
hallo Mexico, hallo Geroldsteiner,
hast du schon mal daran gedacht, das du durch deine Abstinenz anderen ungewollt einen Spiegel vorhälst?
Du konfrontierst sie quasi durch deine Abstinenz mit ihrem eigenen Trinkverhalten, das ist nicht immer angenehm.
lg Morgenrot
hallo Mama,
ich bin erschüttert.
Aus deinem Beitrag lese ich, das deine Schwiegereltern ihn noch nicht mal vorrübergehend aufnehmen wollten. Da muß in meinen Augen sehr viel passiert sein, wenn Eltern sich gegenüber einem Kind so verhalten.
Letztendlich handeln sie richtig, Hilfe durch Nichthilfe.
Jetzt haben sie dich, nd können dadurch ihr Gewissen beruhigen.
Du solltest dir aber definitiv mehr Wert sein, als das Gewissen deiner Schwiegereltern zu beruhigen.
Als mein xy trocken wurde und aus der Entgiftung kam, hatte ich einen Urlaub für mich gebucht, und ich wollte ihn auch antreten.
Habe ich auch getan , vorher hatte ich aber meine Schwägerin gefragt, ob er ür diese Zeit wenigstens bei ihr übernachten könne.
Wurde auch abgelehnt, es wäre doch besser er käme in seine vertraute Umgebung und zu mir, ich würde mich ja auch auskennen
Ich habe mich dann nochmal lange mit der Sozialarbeiterin der Klinik unterhalten, sie stand auf dem Standpunkt, ich solle fahren.
Seine Trockenheit sei sein Ding, was sie ihm anbieten könne, wäre eine 14 tägige Teilnahme an seinen Gruppen in der Klinik.
Das hat er damals sehr gerne angenommen.
Es braucht anfangs, mittendrin und immer wieder Menschen, die uns unsere Grenzen aufzeigen, sonst ist man ganz schnell wieder in der Gefühlsachterbahn drin.
lg Morgenrot
ich konnte es auch nicht, warum weißich bis heute nicht.
Er brauchte nur etwas zu tun um Hoffnung aufkommen zu lassen, da war ich wieder bereit dazu und er konnte in Ruhe so weitermachen, weil er mich ja mal wieder ruhig gestellt hatte.
Es ist wie Zuckerbrot und Peitsche.
Es dauert bis man in dieser Situation den Verstand über das Herz stellen kann und ins handeln kommt.
Lass dir auf keinen Fall Schuldgefühle von der Schwiegerfamilie machen, du trägst keinerlei Schuld. Durch diese Zuweisungen, können sie sich beruhigt zurücklehnen, denn du suchst ja erstmal wieder die Fehler bei dir.
lg Morgenrot
Als meine Kinder erwachsen waren, haben sie mich gefragt, warum ich nicht gegangen bin?
Ich war alleinerziehend und hatte quasi 3 Kinder ( incl. dem nassen Alkoholiker ).
Ich mußte alles alleine erledigen, er hat sich dann nur bei anderen gebrüstet, was er alles macht.
Die Spirale geht nach unten und dir wird es auch nichtt gut gehen dabei.
lg morgenrot
hallo Mili,
Er ging weil er etwas verstanden hatte. Ich war anfangs sehr skeptisch und das bin ich heute auch noch ab und zu. Ich kann es manchmal einfach nicht glauben, das er nach sovielen Jahren aufhören konnte.
Ich habe es fast 30 Jahre mit gemacht, dieses hoffen und bangen. Denn irgendwann dämmerte es mir, das er schon immer zuviel getrunken hat. Das war aber nur meine Sicht.
Er mußte erst alles mitnehmen bevor er etwas ändern konnte. Führerschein, Fristlose Kündigung, und dann hat er sich irgendwann auch noch ein Kopfverletzung zugezogen, dabei hat es wohl klick gemacht.
Danach das normale Vorgehen. Hausarzt, Entgiftung und danach Langzeit therapie von 12 Wochen.
Ist es eine ausgesprochene Alkoholikertherapie bei deinem Mann oder eine psychsomatische Reha. Sollte es letzteres sein, könnte ich mir vorstellen das er das Thema dort nicht anschneidet.
Was du über deinen Mann schreibst klingt nicht hart, es zeigt nur mal wieder, wie schwierig das Leben mit einem nassen Alkoholiker ist.
lg Morgenrot
hallo Mili,
das darfst du gerne fragen.
mein Mann ist heute 4 Jahre trocken. Mit der Trockenheit ist lange nicht alles gut. Es ist ja viel Vertrauen verloren gegangen, welches aufgebaut werden muß.
Da kommt weiter Arbeit auf beide zu, denn dein Mann wird nicht der Alte sein, wenner aus seiner Reha kommt.
lg Morgenrot
hallo Mili,
Ich konnte auch nie gehen, und als ich soweit war, dasich es hätte tun können wurde mein Mann trocken.
Mich hat mal ein gläubiger trockener Alkoholiker gefragt, ob ich bei dem Satz " Liebe deinen Nächsten" auch die Fortsetzung gelesn hätte.
Das hat mich sehr zum nachdenken gebracht. Bei allem Elend mit dem nassen Alkoholier darf ich auch mich lieben und dafür sorgen, das es mir gut geht. .
Kümmere dich in der Rehazeit um dich, und nimm dich selbst wichtig. Das trocken werden ist ganz alleine seine Verantwortung.
lg Morgenrot
hallo Mili,
herzlich willkommen in unserem Forum.
leider kannst du deinem Mann nicht helfen, und das bagatellisieren ist typisch.
Ist er zur Entgiftung oder einer Reha angemeldet?
Das ist ja ein Unterschied, eine Entgiftung dauertca. 14 Tage, eine Reha entsprechend länger.
Will er denn eine Langzeittherapie machen?
Ich frage das alles, weil es mir um dich geht und ich nicht möchte, das du gleich weiter belogen wirst.
Mein Mann mußte z. bsp. selbst jeden Tag auf der Entgiftungsstation anrufen, ob ein Bett frei ist.. Daran sieht dann das Stationspersonal,wie ernst es dem betroffenen ist.
Was kannst du für dich tun, damit es dir besser geht? Hast du da eine Idee?
lg Morgenrot
Hallo Matsu,
herzlich willkommen in unserem Forum.
Für Eltern ist es sehr schwer, mit süchtigen Kindern umzugehen. Für ihre Kinder geben viele alles, nur leider ohne Erfolg.
So schlimmes sich auch anhört, dein Bruder muß die Konsequenzen seines Tuns spüren.
Auch du solltest aufpassen, nicht in den Strudel mit hinein gezogen zu werden, denn auch du kannst deinem Bruder leider nicht helfen.
Eine Suchterkrankung geht an keinem Familienmitglied spurlos vorbei, nicht umsonst heißt es : Alkoholismus ist eine Familienkrankheit.
Ihr solltet versuchen an euch zu denken, und der Vorschlag fürs betreute wohnen ist gut, und würde euch eine große Last nehmen.
lg Morgenrot
hallo,
bevor die Depressionen behandelt werden, sollte erst einmal der Alkoholismus angegangen werden. Denn ohne klaren Kopf funktioniert keine Depressionstherapie.
Es passiert öfter, das später auch keine Depressionstherapie gemacht werden muß, weil alles sichtbar der Sucht zugeschrieben werden kann.
Das muß ganz einfach abgewartet werden.
In Baldriantropfen ist auf jeden Fall Alkohol enthalten, bei den Tabletten steht immer etwas von Ethanolextrakten, also frag lieber nochmal nach.
lg morgenrot
Hallo Chiara,
herzlich willkommen in unserem Forum.
dass er keinen Grund hat etwas zu ändern, weil für ihn alles gut ist. Ich bin da, die Kinder, wir haben unser Haus und genügend Essen. Er hat noch keine finanziellen Einbußen oder merkt daß er heute nicht zur Arbeit kann. Das hat mich ziemlich erschrocken, finde aber das dort sehr viel Wahrheit drinne steckt.
Du hast eine kluge Mama, genau das ist der Knackpunkt. Der nasse Alkoholiker spürt (noch ) keine Konsquenzen seines Handelns und kann in seiner Komfortzone bleiben, es wird ja alles für ihn getan.
Es einzusehen, das die Hilfe von uns Angehörigen keine Hilfe ist, das dauert oft sehr lange.
Wichtig ist, das wir konsequent sind, in dem was wir tun, sonst werden wir nicht mehr ernst genommen.
lg Morgenrot
Hallo Lea,
ich kann dir nur ans Herz legen, bei deiner Entscheidung zu bleiben.
und er will sein Ding jetzt durchziehen, trinken aufhören und ganz viel Sport machen. Aber OHNE MICH!
Solche Aussagen gehören zu den "Spielchen" die Nasse Alkoholiker spielen um uns wieder auf Linie zu bekommen.
Da wird unterstellt, manipuliert und Schuld zugewiesen.
Alles dient nur dem einzigen Grund, das der CO wieder einknickt und erneut anfängt bei sich Fehler zu suchen.
Du hast genug getan, jetzt bist du dran.
lg Morgenrot
Hallo Maritha,
dann sind wir Kolleginnen ![]()
Da hast du ja einiges in deinem Rucksack zu schleppen, kannst du vielleicht für deine Mutter noch 1 oder 2 Tage mehr Tagespflege organisieren, oder sie auf eine Warteliste setzen lassen.
Du brauchst wirklich mal Zeit für dich um zur Ruhe zu kommen.
Ich weiß, wie ich mich sozial zurückgezogen habe, und vieles auf den Dienst abgewälzt habe. Habe lange nur Nachtwache gemacht, auch deshalb um nicht mit meinem trinkenden xy aufzufallen.
Es klingt nach einen guten Entschluß, deinen Sohn zum Entzug zu bringen. Es ist aber so, wenn er dort nicht bleiben will und er kein Patient für eine richterliche Unterbringung ist, wird er wieder entlassen werden.
Denn es wird ja niemand gezwungen in einer Entgiftung zu bleiben, auf der anderen Seite kannst du nicht alleine noch 2 Menschen versorgen.
Ich denke du bist jetzt schon mit einem sehr angeschlagenen Nervenkostüm unterwegs.
Hast du zusätzlich mal daran gedacht, dir Hilfe bei der Suchtberatung zu holen?
lg Morgenrot
Hallo Lea,
solange niemand aussteigt aus dem leugnen und vertuschen wird sich nichts ändern.
Ich finde du übertreibst nicht, und würde mal versuchen mit deiner Schwiegermutter zu reden und ihr deine Meinung mitteilen.
lg Morgenrot
Hallo Maritha,
willkommen in unserem Forum.
Ich stelle es mir sehr viel schwerer vor ein Kind "hängen zu lassen" als einen Partner.
Trotzdem kann ich dir leider nur sagen, das du deinem Sohn nicht helfen kannst.
Du schreibst ja von der Hölle im Gepäck, und vieles ist dir auch schon klar.
Es ist aber so schwer, Herz und Verstand unter einen Hut zu bekommen.
Ich habe oft Gefühle weg gedrängt, nur um konsequent sein zu können. Denn das ist wichtig.
Wenn du dich zu einer"Ansage" entschließt, solltest du auch die Kraft dazu haben, diese durchzustehen.
Was kannst du für dich tun, damit es dir besser geht, hastdu da eine Idee?
Ich kann dir nur empfehlen, nimm alles Hilfe an, die du bekommen kannst.
Wir werden dich hier auch begleiten.
lg Morgenrot
Hallo Peter,
ich danke dir, das du mich teilhabe4n läßt an deinen Gefühlen eines selbst Betroffenen der Flutkatastrophe.
Nimm dir die Zeit, die brauchst um wieder zu Kräften zu kommen.
lg Morgenrot