Beiträge von Morgenrot

    Hallo Lea,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Es ist eben die große Frage, wie harmlos ist es, wenn wir Eltern das merkwürdige Verhalten von einem Opa entschuldigen und die Kinder zu Opa aufschauen. Ist das ein erster Schritt ihn zu decken…

    Ich würde nichts entschuldigen, sondern die Wahrnehmungen der Kinder ernst nehmen.

    Ich habe sehr lange meinen xy vor meinen Kindern entschuldigt und quasi ihre Wahrnehmungen zerredet. Kinder haben feine Antennen, und du auch, durch deine Vorgeschichte.

    Meine Tochter hat den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen, er war nicht einmal bei der Einschulung unserer Enkelin dabei.

    Könntest du dir vorstellen, mit deiner Schwiegermutter zu reden, oder mit den Kindern gemeinsam zu den Großeltern fahren, damit du dir selbst ein Bild machen kannst?


    lg Morgenrot

    Hallo Vanny,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Du hast ja schon etwas wichtiges erkannt. Du kannst nicht helfen.

    Ich schaue jetzt auf 12 Jahre zurück wo auch ich immer versuchte daß gute zu sehen und die Hoffnung nicht aufzugeben geben.

    oh, das kenne ich sehr gut. Immer der Glaube und die Hoffnung auf bessere Zeiten für dich und die Kinder.

    Du willst raus, das kann ich sehr gut verstehen.

    Was hindert dich? Es wäre für dich und die Kinder sicher gut.

    Du mußt dich an deinem Mann nicht "abarbeiten" was dir bei deiner Mama nicht gelungen ist.

    Kein Mensch schafft es einen anderen zur Trockenheit zu lieben, darüber haben wir keine Kontrolle.

    Ich kann mir gut vorstellen, das da ganz früh viele Muster der COabhängigkeit bei dir angelegt wurden.

    Die darfst du jetzt Schritt für Schritt ablegen und DEIN Leben mit deinen Kindern leben.

    Bitte kündige aber nur das an, was du auch konsequent einhalten kannst, sonst nimmt dich dein nasser Alkoholiker nicht mehr ernst.

    lg Morgenrot

    Hallo Becky,

    in erster Linie belügt er sich ja auch selbst.

    In der Zeit vor der MPU muß er seine Nüchternheit nachweisen, das wird er so nicht können.

    Du darfst dich jetzt mal um dich selbst kümmern, und für dich Aktivitäten aufbauen, die du villeicht sehr lange vernachlässigt hasdt.

    Ich weiß, dass es sehr schwer ist.

    Natürlich reagierst du in seinen Augen über, das ist das Argument der nassen Alkoholiker um von sich abzulenken, und die Knöpfe seiner CO zu drücken.

    Was kann ihm "besseres " passieren, wenn du mal wieder in dich gehst und die Fehler bei dir suchst.

    Ich habe es auch so erlebt und sage heute, es gehört zum Spiel.

    Bitte kümmere dich in der gleichen Intensität jetzt mal um dich. Ich habe klein angefangen und bin dann später auch alleine in Urlaub gefahren, du glaubst gar nicht, wie schön das sein kann, auch wenn zwischendrin immer mal wieder die Trauer hoch kommt. Das darf alloes sein. Jetzt geht es erstmasl um dich, und nur um dich.

    lg Morgenrot

    Hallo Nanni,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Wenn Alkoholiker trocken werden, verändert sich sehr viel.

    Keiner kommt aus einer Langzeittherapie zurück, wie er dorthin gegangen ist.

    Da muß nicht zwingend eine andere Frau im Spiel sein.

    Ein klärendes Gespräch wäre sicher sehr gut. Er braucht aber auch Zeit um sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden.

    Ich bin auch eine Angehörige und mein Mann war auch ganz anders als er zurückkam.

    Klar, als frisch trockener Alkoholiker dreht sich erst einmal vieles um ihn, da können wir Angehörige schon auf den Gedanken kommen, das wir mal wieder zurückstehen müssen, und haben oft das Gefühl es hätte sich nichts geändert.

    Deine angeblichen Fehler, wie sahen die denn aus? Warst du eine COabhängige, die ihm vieles abgenommen hat, oder das Leben übernommen hat, weil alles an dir hängenblieb?

    Auch auf die Angehörigen warten Veränderungen, die angegangen werden sollten.

    Ich bin mir ziemlich sicher, das du dein bestes gegeben hast, so wie du es in diesem Moment konntest.

    lg Morgenrot

    Hallo Peter,

    wie gut, das du dich fürs Leben entschieden hast.

    Diese "Schäden" die du beschreibst werden oft einfach nicht beachtet. Gut das du offene Ohren gefunden hast.
    Abgesehen von der Flutkatastrophe hatte sich ja das Leben durch Corona auch schon verändert, das bleibt nicht in den Kleidern hängen.

    Ich wünsche dir das du zur Ruhe kommen kannst.

    lg Morgenrot

    Hallo Leo,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Weiß zum Thema Zwangseinweisung jemand mehr?

    Bei einer Zwangseinweisung muß Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen. Ich glaube nicht, das dafür eine Schwangerschaft "ausreicht", ob das vor einem Richter Bestand haben würde.

    Ihr könnt nicht viel tun, so tragisch es auch ist, denn bei trinken in der Schwangerschaft kann es zu einem Fetalen Alkoholsyndrom beim Kind kommen.

    Leider ist es so, das ihr keine großen Chancen habt sie zu überzeugen, dazu bräuchte es Krankenheitseinsicht, und die hat sie ja nicht.

    Es tut mir leid, das ich dir nichts anderes schreiben kann.

    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    Ich kann dich gut verstehen, in der Klinik kommen die Angehörigen zu kurz, das ist definitiv so.

    du kannst dich an eine Suchtberatung wenden, die bieten dort Angehörigengespräche an.

    Ich habe das damals auch getan, es war eine sinnvolle und gute Überbrückung bis zum Beginn meiner Psychotherapie.

    Einen Termin beim Anwalt hatte ich mir auch gemacht, das kostet zwar etwas, aber du siehst klarer und ich fühlte mich gewappnet.

    Es gibt auch Möglichkeiten für dich, Psychologen haben auch Möglichkeiten dich anzunehmen, wenn auch nicht gleich eine engmaschige Therapie in Frage kommt.

    Telefoniere drauf los, und lass dich nicht entmutigen.

    lg Morgenrot

    liebe Ania,

    Vorsicht möchte ich dazu nur sagen.

    Nasse Alkoholiker machen versprechen alles um ihre "CO" zu halten.

    Du hast alle Zeit der Welt, warte ab, was er tut. Spätestens Montag müßten ja dann Taten folgen.

    Die Trockenheit ist sein Ding.

    Du kannst dich weiter nach einer Wohnung umsehen, wenn du das Bedürfnis danach hast. Es täte dir sicher gut, auch mal zur Ruhe zu kommen.

    lg Morgenrot

    dass er nicht imstande sein wird, die Wohnung und seine Umgebung zu verlassen. Dass er dazu vielleicht zu instabil ist?

    das könnte er tun, aber das weiß keiner.

    Ich arbeite in diesem Bereich und habe es schon oft erlebt, das sich nach der Alkoholbehandlung und einer Langzeittherapie die Depressionen häufig sehr gebessert haben.

    Alkohol und Depressionen ist oft, wie das Henne / Eiprinzip. Was war zuerst da?

    Deshalb ist es bei dieser Konstellation so wichtig, erst einmal den Alkoholismus zu behandeln.

    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    seine Depression kann nur behandelt werden, wenn er klar im Kopf ist, also erst einmal der Alkohol dann weiterschauen. Mach deine klare Ansage.

    Denk immer daran, er ist im Krankenhaus und bekommt Unterstützung, auch bei Wohnungssuche durch die Sozialarbeiter.

    lg Morgenrot

    Hallo Ania,

    Ist das zu hart? Wann soll/darf ich auf ihm zu gehen und wo muss er alleine durch? Ich möchte keinen Fehler machen, ihn aber auch nicht weg stoßen.

    nein, denn trocken werden ist sein Part. Du kannst "in Ruhe" abwarten, was er macht.

    Sind es Worthülsen, und will er wirklich etwas ändern.

    Für deinen Sohn gibt es auch schon Anlaufstellen . Ich weiß, das, das Blaue Kreuz eine Kindergruppe hat. Sei ehrlich zu ihm, und bei Fragen würde ich ihm Kind gerecht antworten, er soll sich ernst genommen fühlen.

    Wenn er seit 12 Jahren jeden Tag trinkt, kannst du sicher auch ahnen, warum sich die anderen Frauen von ihm getrennt haben, auch wenn er dir etwas anderes erzählt hat.

    lg Morgenrot

    Hallo Ania,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Leider kann ich dir im Bezug auf deinen Mann nur sagen, das du nichts tun kannst.

    So wie er verhalten sich nasse Alkoholiker, Alkohol verstecken, die Heimlichkeiten usw, usw.

    Du kannst alles fordern, nur es wird nichts bringen, er wird dich weiter belügen, und sich Ausreden ausdenken.

    Das es dir schlecht geht, kann ich aus deinem Beitrag erkennen.

    Was kannst du für dich tun, damit es dir und deinem Sohn besser geht?

    Mit einem nassen Alkoholiker an der Seite geht es nur in eine Richtung: abwärts.

    Du kannst erst einmal für dich sortieren, wo du stehst und was du willst. Konsequenz ist sehr wichtig im Umgang mit einem nassen Alkoholiker, sonst nimmt er dich nicht mehr ernst.

    lg Morgenrot

    Hallo Aram,

    ja das ist üblich und gängige Praxis.

    Kannst es aber ablehnen. Wenn du teilnehmen würdest, mußt damit rechnen, das dein Mann denen nur etwas von seiner Depression erzählt hat.

    Wenn ich richtig verstanden habe, ist er ja jetzt wegen der Depression in der Klinik, oder?

    Das kommt sehr oft vor, aber bedenke, das dein Mann (s)einen Fürsprecher dabei hat. Er ist in dem Moment der Patient.

    lg Morgenrot

    Witr sollten zwar nicht spionieren, aber jetzt hast du mal einen Eindruck wie du belogen wirst.

    Runtertrinken funktioniert gar nicht

    Mein xy hat sogar die leeren Kasten im Kasten mit Wasser gefüllt, und ich dachte er hätte was verstanden. Als ich ihn darauf ansprach erzählte er mir einen vom Pferd, in der Brauerei hätten si vergessen nach dem Flaschen spülen das Wasser auszukippen. :roll:

    Ich wußte, ich bekomme gerade den größen Schei..s erzählt, aber irgendwann konnte ich es mitr auch vorstellen, bescheuert, was?

    Die Hoffnung gaukelt einem vieles vor, und die Vorstellung so verar...t zu werden konnte und wollte ich nicht glauben.

    lg Morgenrot

    Hallo Chiemgauer,

    ich finde das Feedback deiner Tochter so schön, habe gerade Pipi in den Augen.

    Mein xy ist jetzt seit knapp 4 Jahren trocken, und er war sehr gerührt als unsere Tochter ihm den Kindersitz für die Enkelin gab und ihn fragte ob wir sie im Auto mitnehmen könnten.

    Einen größeren Vertrauensbeweis, hätte sie ihm nicht geben können, nach Jahren wo sie nahezu keinen Kontakt hatten.

    lg Morgenrot

    hallo Lykka,

    so viele Fragen, aber keine Bange diese und ähnliche Fragen bewegen fast jeden der hier ankommt. Ich wollte auch verstehen und begreifen.

    Ich versuche es mal aus meinen Erfahrungen zu beschreiben.

    sondern nur noch wie viel... und warum ich es erst jetzt gemerkt habe... Und warum man ihm nichts richtig anmerkt, außer dass er immer öfter motzt und streitlustiger wird. Natürlich bin auch immer ich an allem schuld.

    iich habe nichts gemerkt, weil ich der Meinung war, das kann alles nicht sein. Ich war vom Fach, mir wäre es doch aufgefallen. Immer und immer wieder Zweifel an mir, an meinen Wahrnhmungen. Wenn ich meinen xy angesprochen habe wurde er auch pampig, erdrehte alles und plötzlich war ich die schuldige.

    Das bist du aber nicht, so agieren nasse Alkoholiker , denn eine "gute" Partnerin kommt ja dann erstmal wieder ins grübeln, ob sie nicht vielleicht doch etliches falsch macht. So kann der Alkoholiker weiter trinken.

    Das isind aber Dinge, die ich erst rückblickend verstanden habe.

    Ohne Krankheitseinsicht kannst du nichts machen.

    Ich frage mich, ob ich ihn überhaupt noch Auto fahren lassen darf. Aber wie soll ich das verhindern?

    Und wenn irgendwas passiert? Habe ich dann die Schuldgefühle?

    Die wirst du haben, ganz sicher. Sie sind aber unangebracht.

    Ich habe damals Schlüssel versteckt, hat alles nichts gebracht. Heute würde ich die Polizei rufen, das habe ich mir zumindest ganz fest vorgenommen.

    Als mein xy noch trank, wurde ihm angeblich seine Brieftasche aus dem Auto gestohlen. Hab ich ihm aber nicht geglaubt.

    Er war wieder auf jeden und alles am schimpfen. Ich sagte zu ihm, zeig den Diebstahl an, wegen den Papieren. Er fuhr dann quasi seinen Führerschein selbst zur Polizei.

    Es war mittags und ich hätte nicht gedacht, das er da schon soviel intus hat. So hatte sich das Thema Führerschein erstmal erledigt.


    lg Morgenrot

    Hallo Lykka,

    herzlich willkommen in unserem Forum.

    Es ist gut, das du es mal loswerden wolltest, und vor allem: Du bist nicht alleine damit.

    Der Schritt etwas los werden zu wollen, war damals der erste Schritt zur Hilfe für mich.

    Du kannst es gerne nochmal in aller Deutlichkeit ansprechen, und deinen Standpunkt klarmachen, aber du kannst ihm nicht helfen.

    Er scheint keine Krankheitseinsicht zu haben.

    Wichtig ist, das du konsequent bist, wenn du ihm ankündigen willst ihn raus zu werfen, solltest du das auch durchhalten können. Sonst nimmt er dich nicht mehr ernst, und nutzt dies aus. Das können nasse Alkoholiker sehr gut.

    lg Morgenrot