Sucht Depression am Ende aller Kräfte

  • Ohne ihn.

    Ich schaff es einfach nicht so lang er in meiner Nähe ist.
    Ich schaffs nicht.

    Ich denk mir ja auch, wenn die Beziehung so toll gewesen ist, warum ist er dann gegangen und zurück gekommen?

    In dem Moment in dem er was sagt, meint er es auch so, aber in einer Woche kann sich das schon wieder gewandelt haben, so wie jetzt.
    Er kommt mit seinem Leben nicht klar, mit seinem wieder sehr hohen alk konsum und bezieht es auf mich, er hats ja versucht, wieder eine Beziehung zu mir aufzubauen, ich seh ja jetzt das er mit mir nicht kann (o-ton)

    Es ist zum verzweifeln.

    Lieber gott, gib mir Kraft, gib mir Mut, lass mich stark sein gegen den nun folgenden Terror, ich weiss das das immer noch nicht das Ende war, hilf mir standhaft zu bleiben und erinnere mich stets daran, das egal was er sagt es nicht stimmt und auch wenn es wieder ein halbes Jahr dauert, bis er wieder vor deiner Tür steht, lass mich soweit sein ihn abzuweisen. Lass mich endlich die Hoffnung begraben und keine Lügen mehr glauben.
    Gib mir die Kraft und die geistige Wachheit und offenheit gegenüber der Realität, Menschen ändern sich nicht einfach so.
    Hilf mir.

  • Hallo verflixt,

    Zitat

    Menschen ändern sich nicht einfach so.

    Stimmt es ist harte Arbeit an sich selbst.

    Was hast du jetzt vor für Dich?

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Hallo Elocin,

    was ich vorhabe... wieder von vorne Anfangen, ich bin grad wieder da wo ich vor nem halben Jahr auch schon war. Und selbst Schuld.

    Jetzt heißt es wieder trauern, warten das das schlechte Gefühl im Magen vergeht, verarbeiten, akzeptieren, heulen (konnt ich bis jetzt noch net) versuchen abzuschotten und nichts an mich ran zu lassen, jeglichen Kontakt vermeiden, nächsten Mittwoch SHG, mit dem Allein sein zurecht kommen, arbeiten gehen, meinen Alltag meistern....bin grad in einem Vakuum kommt es mir so vor, die Welt um mich rum kommt mir so...fern vor und so unnatürlich. Alle lachen und es geht ihnen gut, alles dreht sich weiter.

  • Liebe Verflixt,
    auch ich wache oft morgens auf - oder stehe abends im Grünen und frage ich mich ob das alles real ist. Weder gut noch schlecht das Gefühl dabei. Aber ich lebe hier alleine und es gibt ihn nicht mehr. Ich weiß dann nicht was ich fühlen soll. Ich freue mich über mein Haus und mein Leben hier, aber seinen Part, den kann ich nicht in Worte oder Gefühle packen. Also weder in Wut, noch Enttäuschung noch Trauer noch Sehnsucht.

    Schau, wie soll es möglich sein eine Beziehung zu führen, die funktionieren soll wenn ein Suchtmittel alle Gefühle vergräbt. Wohl nicht nur Gefühle sondern auch Entscheidungen, die zum Alltag und zum Überleben beitragen müssen. Da ist ja eine Fremdbestimmung dabei, eine Ehe von dreien quasi.

    Gehen - zurückkommen - wieder gehen. Spiele, weil wir (vielleicht auch der Partner) nicht loslassen können, aber auch keine Änderungen auf die Reihe bekommen. Auch wenn ich alles logisch erfassen kann, es wohl auch real lebe, ist es nicht immer einfach damit klar zu kommen, aber für mich persönlich der einzige Weg.

    lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

  • Der Knackpunkt und die Frage die mir ständig aber im Kopf ist und die ich immer wieder durchsspiele und gern beantwortet hätte.

    Warum..... ?
    Warum geht es nicht bei mir, das er sich ein Alk- und Drogen oder überhaupt Suchtfreies Leben aufbauen kann?

    Wieso muss er um sein überleben kämpfen, so wie du es ausgedrückt hast und deshalb die Andere nehmen, um damit aufhören zu können.

    Oder ist es einfach nur mangelnde Liebe mir gegenüber?

    Oder red ich mir da nur was ein und im Endeffekt, endet es bei ihr genauso und bei jeder anderen weil es einfach nur Eindeutig an ihm liegt.

    Ich such immer Erklärungen und wills verstehen, das Kopfkino macht mich verrückt.

    Auch er kann nicht loslassen und er wird irgendwann wiederkommen, wenn er sich gefestigt hat und meint wieder alles im Griff zu haben.
    So hatte es ja auch wieder angefangen, er hat alles im Griff nun und er will es mit uns noch mal versuchen, besser machen, alles ändern und die Familie leben...hat dafür seine Arbeit aufgegeben alles, stand da, ohne was.....was ihn aber wieder so dermaßen nach unten zog, das es sofort wieder zum Alk ging. Und das Resümee gezogen wird, das er bei mir sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
    Es ist so traurig, so schmerzhaft, so sinnlos, das er das nicht hinbekommt.

    Und gestern, als ich das alles rausgefunden hatte schwarz auf weiss vor meinen Augen, hab ich was getan, wofür ich mich heute sehr schäme und auch niemanden was gesagt habe. Aber ich will nichts mehr verstecken.

    Mir sind so die Emotionen übergekocht und ich wollte ihm meine Schmerzen zeigen und hab auf ihn eingeschlagen, geschlagen und geschrien und hab ihn aus der Tür gestumpt. Heute ist meine Hand und mein Arm blau, so sehr war das, gestern hab ich das gar nicht gemerkt.

    Was bleibt, ist nüchtern heute, das ich so nicht sein will.

  • Nein falsch, ich muss mich korrigieren, die Wahrheit ist....

    das ich Angst habe, das das wirklich die Realität ist.
    Das ich nicht ganz dicht bin und er das Richtige tut.
    Das die Andere wirklich besser für ihn ist.
    Das meine ganze Theorien, die Co-Abhängigkeit, die psychologische Suche nach Erklärungen auch nur einfach Manöver sind, um eine Erklärung zu finden um weiter zu hoffen das sich was ändert, aber es ja auch einfach die Tatsache sein könnte
    das er mich nicht liebt und wir nicht zusammen passen.

    Wobei mir auffällt, das es für mich furchtbar wichtig ist, das er mich liebt.
    Ich will von ihm geliebt werden.

    Vielleicht das eher der Knackpunkt....

    Entschuldigt die Monologe.....

    eine verwirrte Verflixt

  • Hallo Verflixt,
    jetzt möchte ich auch mal zu Deinem Beitrag hier was schreiben, wir sehen uns ja auch immer wieder woanders...grins, ich finds schön...
    Nein! Du bist nicht verrückt! Das ist einfach mal die Wut die Du rausgelassen hast...sie hat sich eben etwas "grasser" gezeigt...feix..Hätten wir viell. öfter mal machen sollen...schmunzel...Nee war vielleicht nicht die "feine englische Art" ...nur SCHADE das jetzt Dein Arm so weh tut!....Mach Dir keine Gedanken mehr darüber! Und zu dem Thema: andere Frau...das ist unser mangelndes Selbstbewußtsein, wobei der Alki (er hat auch ein mangeln. Selbstbewußtsein...die Arroganz ist nur überspielen) einen großen Beitrag daran hat...mir ging (geht) es auch so...das haben wir nicht nötig!!!! Fakt ist: die Andere kennt ihn noch nicht und hat ihn noch nicht durchschaut...ihr kann er noch was "vorgaugeln" und sie wird keine (zumindest solange sie seine Probleme noch nicht kennt) Forderungen und Zurechtweisungen an ihm ausüben. Der Suchtkranke sucht doch immer den einfachsten und bequemsten Weg...mehr muß man eigentlich nicht dazu sagen...wenn sie wiederkommen hat die andere ihn entweder durchschaut oder er merkt was er an dir verloren hat...kenn ich doch alles! Und trotzdem tut es weh und man ist wie gelähmt...Versuche jetzt, so wie ich auch die "kalte "Schulter zu zeigen und nur "nötigen" Kontakt zu halten...ich mach es auch so...im Moment versucht er es schon paar Tage über PC, ich mach es nur so lange mit wie es mir gut tut...vielleicht sollte ich ganz abbrechen....wem sag ich das...seine Sachen sind übrigens auch noch hier...l
    bis dahin liebe Grüße Nele

  • Tja, so ist das, verflixt noch mal mit der Sucht ;)

    ***Warum..... ? *** weil Sucht ein großer Faktor ist, der das Leben massgeblich beeinflusst, er ist in diesem Sog, wie es aussieht.

    Warum geht es nicht bei mir, das er sich ein Alk- und Drogen oder überhaupt Suchtfreies Leben aufbauen kann?
    ***wohl geht das auf Dauer weder bei Dir, bei mir noch bei jemandem anderen. Liebe kann nicht die Sucht ersetzen. Evtl. kurzfristig, weil wieder Hoffnung aufkeimt, weil es so aussieht, als habe sich die Welt geändert, vielleicht weil diese Welt nun nach Perspektiven aussieht. Was aber ist, wenn der erste Druck wieder kommt, der erste Stress oder die ersten Automatismen wieder laufen? Glaubst Du wirklich bei anderen Partnerinnen wird das anders für Deinen Lover?

    ***Wieso muss er um sein überleben kämpfen, so wie du es ausgedrückt hast und deshalb die Andere nehmen, um damit aufhören zu können. ***
    Vielleicht ein neuer Versuch, vielleicht ein neuer Kick, ich war zu anstrengend weil ich klar sagte ich sehe mir nicht an was der Alk aus Dir macht. Die Aufzählung, nebst Potenzproblemen dürfte wohl noch den Rest ausgemacht haben, dass ich als Partnerin nicht mehr akzeptabel bin da mein Deckmäntelchen nicht mehr schließt.

    ***Oder ist es einfach nur mangelnde Liebe mir gegenüber? ****
    Über Liebe, Zuneigung, Verantwortung würde ich innerhalb eines Suchtstadiums, aber auch eines trockenen Trinkers, der Probleme mit der Bewältigung hat, nicht sprechen. Ich denke, erstmal muss ein Süchtiger vorsichtig lernen sich zu fühlen, zu erfahren und überhaupt Gefühle zuordnen kennen. Das ging ja vermutlich über Jahre nur über und durch einen Wattebausch.

    ***Oder red ich mir da nur was ein und im Endeffekt, endet es bei ihr genauso und bei jeder anderen weil es einfach nur Eindeutig an ihm liegt.*** Na was meinst Du???

    ***Mir sind so die Emotionen übergekocht und ich wollte ihm meine Schmerzen zeigen und hab auf ihn eingeschlagen, geschlagen und geschrien und hab ihn aus der Tür gestumpt. Heute ist meine Hand und mein Arm blau, so sehr war das, gestern hab ich das gar nicht gemerkt. ***
    Nun gut, sind Dir halt die Gäule durchgegangen! Menschlich! Schämen? Nein, das warst Du pur! So quasi: raus aus meinem Leben.

    ***das ich Angst habe, das das wirklich die Realität ist. Das ich nicht ganz dicht bin und er das Richtige tut. Das die Andere wirklich besser für ihn ist.
    Das meine ganze Theorien, die Co-Abhängigkeit, die psychologische Suche nach Erklärungen auch nur einfach Manöver sind, um eine Erklärung zu finden um weiter zu hoffen das sich was ändert, aber es ja auch einfach die Tatsache sein könnte
    das er mich nicht liebt und wir nicht zusammen passen. ***

    Ich befürchte, Dein Lover wird im Moment nicht einmal sich selber Liebe geben können, wie soll er dann Dir das zukommen lassen? Wie willst Du Dich selber wertschätzen, wenn Du Deine Wertschätzung von ihm abhängig machst? Liebe Verflixt, hallo, mir geht es wie Dir - ich weiß wovon ich rede! Ich kenne den Schmerz des verlassen werdens. Aber ich war schon zuvor alleine, nur will ich das ungern wahrhaben, weil die körperliche Nähe / Anwesenheit noch da war. Wie oft habe ich gezittert, gebibbert und Angst gehabt was passiert? Wie bedroht war meine Existenz durch allerlei Dinge die er trieb?

    Ich für mich denke, daß mein Ex-Partner krank ist, ich bin mir nicht sicher ob er morgen noch weiß was er heute tat: Ich selber werde mich auch aufgrund diverser Gegebenheiten später versuchen mit der Opferschutzstelle der Polizei in Verbindung zu setzen. Ich habe keine Lust zu verstecken was passiert bzw. passiert ist, ich will keine Anzeigen oder ähnliches, aber ich will für mich Informationen wie ich mich schützen kann, wie genaue Abläufe sind ect. ect.

    Die andere, liebe Verflixt, ist halb so wichtig wie es uns jetzt durch die Trauer erscheint. In meinem Fall kann ich nur sagen: es haben sich zwei Menschen getroffen, die sich gegenseitig "verdient" haben. Sollen sie glücklich werden! Ich versuche es auf meine Art und Weise :)

    Lieben Gruß von Dagmar

  • Liebe Verflixt,
    auch ich habe große Probleme mit dem Betrogen- und Verlassen werden...auch jetzt noch...aber wir können die Tatsache weder ändern noch kontollieren noch heilen...konnten wir doch auch während der chaotischen Jahre mit Ihnen nicht. Er kämpft um sein "Überleben" auf seine Weise (meiner auch), sie sind noch nicht soweit um etwas ändern zu wollen...sollte man dem Glauben schenken was man so hört: man soll es nicht persönlich nehmen und es hat nichts mit uns zu tun, es ist die Sucht , egal welche auch immer...damit habe ich trotz allem Schwierigkeiten, weniger jetzt schon durch meine Arbeit in der SHG und Terapie etc., mit dem ALK, ...aber nicht mit den Frauengeschichten...die nehm ich schon sehr persönlich und das ist das was wir nicht nötig haben. Es ist sicher keine mangelnde Liebe (Suchtkranke können nicht so lieben wie wir)aber wenn jemand den Kreislauf durchbricht und die Spiele der Alkoholiker nicht mehr mitspielt wird sich nach dem nächsten "Opfer" umgeschaut...um den Suchtkreislauf aufrecht zu erhalten...solange bis auch der nicht mehr funktioniert. Sorry, aber auch wir haben die Stelle eingenommen, und ehe wir uns versahen waren wir voll drin.
    Ich kann es auch nicht fassen was innerhalb kürzester Zeit mit mir geschehen ist und warum es geschehen ist. Jetzt wissen wir von der "Ansteckenden Alkoholkrankheit"..schmunzel...und werden uns "Antikörper" verschaffen.

    Liebe Grüße Nele

  • Hallo Zusammen,

    Wochende zu Ende. Entgegen aller Erwartungen hab ich bis heute kein Lebenszeichen gehört.

    Bei mir sind alle Entzugserscheinungen? oder Trennungsbewältigung? aufgetreten. Nicht essen, nicht schlafen, Depressionen, mit einem schlechten Magengefühl einschlafen und auch damit wieder aufwachen.

    Die eingetretene Ruhe seit er wieder weg ist, kann ich nur bedingt genießen.

    Ich hoffe es wird besser und diese Ohnmacht und Unfähigkeit sich zu bewegen, hält nicht solange an. Erst wenn die körperlichen Symptome wieder nachlassen, kann ich aktiver werden.
    Schleppe mich durch bis zur SHG am Mittwoch.

    Ab und zu schaffe ich es mich hochzuziehen gedanklich und auch beim Lesen hier, hält aber leider nicht so lange.

    Möchte aber nicht zum Arzt wegen Medikamenten die mir den Alltag und das Leben leichter machen, ich werds so durchstehen und die Zeit wieder arbeiten lassen.

    LG
    verflixt

  • So gestern war er da seine Sachen holen.

    Und was ist, ich hätte sein Leben zerstört, er wollte heiraten......
    Ich steh ihm immer im Weg, da er es wg. mir nicht fertig brachte und alles verloren hat. Er will dort wieder hin zurück. :shock:

    Das hat mehr getroffen, wie eine Faust ins Gesicht, zumal er mich zwei Wochen vorher bei einem Bekannten als seine Frau vorgestellt hat. :cry:

    Ich lauf aufm Zahnfleisch, wie es mir den Rest abend ging, kann sich ja jeder vorstellen aber ich bin ruhig geblieben, hab ihn seine Sachen packen lassen und nix dazu gesagt.

    Als er die Tür raus ist, meinte er dann, es war alles keine Lüge die letzten Wochen und er liebt mich :shock::?:

    Somit will er sich wohl wieder alles offen halten, falls die Andere ihn nicht mehr nimmt oder es nicht klappt.

    Toll.... jetzt ist es an mir bis zum Nächsten ankommen von ihm zu lernen, zu wachsen, standhaft zu bleiben und da gefühlsmäßig weg zu kommen.

    Das ist alles so lächerlich..... mir ist nur nach heulen.

  • Ach verfixt,
    ich bin mir nicht sicher ob es eine Lüge ist, dass er Dich liebt. Mir wurde gesagt bevor ich gehe würde lieber er gehen. Dennoch wage ich in Frage zu stellen, dass sie in dem Zustand, in dem sie sich befinden "von Liebe" sprechen können.

    Liebe ist für sie vielleicht Angst, Angst auch, dass wir sie ans Messer liefern. Ich habe es durch das Verlassen getan, nun sprachen die Nachbarn offen an und fragten mich, was zuvor nicht getan wurde. Nun werden die Kisten offen ins Haus geschleppt, ich bin ja nicht mehr da, die vor der man verstecken muss.

    Ich glaube sehr wohl, diese Menschen haben Angst und fühlen sich nicht wohl - aber ich denke ebenso, sie wollen um jeden Preis am Suchtmittel festhalten. Wenn es dann eben extrem wird, so wird das Umfeld verändert das es zum Alk passt. Das betrifft eben auch mich.

    Nein, alles das ist nicht lächerlich - alls das sind Verhaltensweisen die üblich waren und mein Überlebensmechanismus während der Zeit der Beziehung. Jetzt, beim verlassen worden sein, kommt selbige Angst hoch wie wenn er alkoholisiert Auto fuhr und ich Angst hatte, dass mal ein Kind unter dem Auto landet. Die Angst ist für mich selbige - auch wenn der Auslöser ein anderer ist. Angst, ist überhaupt - was ich jetzt erkennen muss - ein Hauptantrieb, der bei mir ziemlich schwer zu beleuchten ist.

    Aber wie heißt es so schön: da wo es weh tut, bist Du richtig.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

  • Hach Dagmar,

    ich hab auch Angst. Ich hatte Angst als er wieder kam vor Enttäuschung und hab immer noch Angst weil ich wieder enttäuscht wurde.
    Ich hab Angst das das nie aufhört, ich hab Angst genau vor Traurigkeit und Schmerz und Leid und genau da komm ich aber immer wieder hin.

    Selbst Schuld, aber wo es her kommt, ich werds mir ansehen, die nächsten Tage....

    Vielleicht kann ich nur das fühlen....und bleibe somit irgendwie lebendig, sowass wie Freude, unbeschwertheit, Glück, euphorie, das ist schon lange her bis hin zu war es überhaupt jemals schonmal da?

    Wann war ich das letzte mal so richtig glücklich und entspannt?
    Ich glaube als meine Tochter gesund zur Welt kam und ich die Finger und zehen zählte, ob auch alles drann ist. :D

    Ansonsten fällt mir nichts ein, wo ich mal zufrieden oder glücklich war oder nehmen wir es nur nicht so krass wahr? Aber an jedes einzelne Leid und an jeden Schmerz kann ich mich sehr gut erinnern und davon gab es zahlreich viele.

    Wenn man es schafft die Dinge umzukehren, den Schmerz und das Leid einzustellen und zu verringern, und den anderen Dingen die einem glücklich machen sollten, mehr aufmerksamkeit zu geben, geht das?
    Kommt man so ein Stück weiter? :?::idea:

  • Ganz sicher geht das: es liegt an unseren Augen, was wir sehen wollen, an unserem Gefühl welcher Sache wir versuchen Vorrang geben zu können.

    Schmerz und Bewältigung als auch Trauer kann ich nicht ausschließen, sie gehören zur Bewältigung. Aber ich kann mich an jedem neuen Möbelstück erfreuen, an jedem entrümpelten Karton und an jeder Pflanze, die die Blüten zeigt. Es liegt an mir die oft kleinen Blüten sehen zu wollen.

    Ich genieße nachts meine Zigarette unter einem weiten Sternenhimmel in meiner "einsamen" Wohnlage. Gegenüber sagt ein Marder hallo und der Brunnen plätschert vor sich hin.

    Alles das will ich sehen, kann mich darüber erfreuen und versuche diesen Dingen mehr Gewicht zu geben als den belastenden Dingen.

    Lieben Gruß von dagmar

  • Hallo Verflixt,
    Da bist du ja nun wieder genau an der Stelle wo Du nun auch schon "100"mal warst...und immer wieder tut es weh und es trifft einen wie ein Schlag ins Gesicht. Ich kenne das ja auch zur Genüge...da denkt man er ist weg und man will das es einem besser geht und es glingt nicht so....wie auch, wir mit unserer Co... Bei mir hat sich nun genau das Gegenteil "ergeben"...nachdem ich nun schon7 Wochen mein eigenes Ding gemacht habe (versucht und oft auch ganz gut gelungen...) das hat er gemerkt......somit hat er jetzt wirklich sein Leben umgekrempelt...so wie er es ja eigentlich schon nach 2LZT machen wollte...geht zur Suchtberatung, Entgiftung angekurbelt und auch anbulante Terapie angekurbelt...alles ohne mich. Nun hatten wir die Wohnung ja schon vor längerer Zeit gekündigt...wir haben viel geredetet und was könnte...was würde...was wollen wir etc....im Moment sind wir im Umzugstreß...er raus aus seiner...hier rein...ich habe im Moment ein gutes Gefühl und sehe und merke das er was tut...auch hoffentlich längerfristig und bin im Moment guter Dinge....geb es Gott das es so bleibt und wir zusammmen es packen, jeder auf seine Weise und doch irgendwie zusammen.

    Dir wünsche ich viel Kraft es durchzustehen und kräme Dich nicht wegen der anderen Frau...sie ist diejenige die seine Sucht akzeptiert (noch!)...Du mußt auch erst wieder in den "Tritt" kommen...und genau das ist unser Problem was uns schon so oft eingeholt hat und immer wieder aufs Neue so runterzieht. Aber es wird jedes Mal ein bißchen leichter und der Kummer vergeht schneller.


    Alles Liebe, Nele

  • Mir gehts heute wieder so schlecht.

    Er sagt zu mir er ist frisch verliebt (in die andere natürlich).

    Ich breche nun jeglichen Kontakt ab, tut einfach nur weh.

    Ich glaube die SHG sind zu wenig, das dauert einfach zu lange dazwischen. Ich werd mich noch nach einem Therapeuten umschauen.

    Ich denke mir immer, wenn sie nur nicht wär, ja und dann, dann wärs doch auch net anders, das er bei mir nur am saufen ist.
    Ich versuche mich zu trösten, das es nur eine Frage der Zeit ist, bis es dort auch wieder bergab geht und er nur verliebt ist weil er in ihr den rettenden Engel vorm Alk sieht. Wird auch die erste zeit wohl wieder so sein das er alles schön im Griff hat.......

    Ich merke wie ich mich darauf einrichte zu warten, bis irgendwas passiert.... aber das will ich nicht, ich will das mir alles egal wird, was mit ihm zusammenhängt und auch wenn es wieder dort bergab geht, ich mit einem lächeln an ihm vorüber ziehen kann.

    Meine Güte, kann doch nicht so schwer sein, mein Herz und meine Gedanken machen mich müde und kaputt. Ich wünschte, ich könnte das einfach abstellen und mein ganzer Körper würde nicht so weh tun.

    Vor einer Woche liebt er mich, jetzt ist er verliebt.
    Wie kann man nur so sein und wie kann man da noch in den Spiegel schauen geschweige denn mir und seiner Tochter in die Augen....

    Traurige Grüße
    verflixt

  • Ach es kotzt mich einfach an.
    Davor wars schlecht. Das halbe Jahr der Trennung war schlecht, als er wieder da war schlecht, jetzt ist er weg schlecht.

    Ich halte das jetzt nimmer länger aus. Meine Belastungsgrenze ist rand voll, ich kann nicht mehr. Ich kann wirklich nicht mehr.
    Mein Gefühlszustand lähmt alles. Das muss doch mal aufhören.

  • Liebe Verflixt,
    es tut mir so leid das es Dir so schlecht geht und das darfst Du nicht zulassen.
    Selber merkst Du ja auch das es Dir in den letzten Jahren immer nur schlecht ging, egal in welcher Phase Du Dich mit ihm befunden hast...
    Es ist wirklich eine gute Idee das Du in Erwägung ziehst Dir einen Terapeuten zu suchen! Ich denk genau da wo wir am Ende unserer kräfte sind ist der Zeitpunkt auch für uns gekommen mehr zu tun als nur SHG, mir selber hat das alleine auch nicht geholfen, man muß wirklich nehmen was man kriegen kann, ich habe das auch so gemacht, irgendwann kommt der Zeitpunkt wo man dann in der Genesung von selber wieder irgendwelche Sachen wegläßt. Aber eine Terapie für Dich ist sicherlich ein großer Schritt um von der ganzen CO und den chaotischen Erlebnissen der letzten Jahre wegkommen zu können. Auch wir müssen viel aufarbeiten und einen neuen Weg finden. Wir brauchen unsere Kraft für uns und unsere Kinder...sie haben es verdient. Versuch so schnell wie möglich Dir professionelle Hilfe zu holen und mach Dir keine Gedanken mehr darum, er liebt Dich...nach paar Tagen nicht mehr...usw. ...was bringt es Dir? Nur Kummer und Schmerz und Du kommst zu keinem vernünftigen Ergebnis...laß das Grübeln, das haben wir genug gemacht. Darüber nachzudenken was passieren könnte oder was die Zukunft bringt macht auch nicht viel Sinn, wir können sie nicht vorrausschauen oder beeinflussen, was kommt das kommt. Versuch mal einen Tag nach dem anderen zu leben und es Dir so schön wie es Dir möglich ist zu machen.
    Ich wünsche Dir viel Kraft und für Dich schöne Stunden zu finden,
    liebe Grüße Nele

  • Danke Annett,

    für deine Worte. Du hast recht.
    Nachdem ich gestern so tieeeeeeeef unten war, hats gegen nachmittag klick gemacht und seit dem gehts mir wieder ganz gut. Seltsam

    Habe mich aus den Gedanken befreit und konzentrier mich auf eine seperate Therapie. Ich denke das ist das beste.

    Ich habe irgendwie die Mechanismen und Automatismen erkannt und weiss nun, das es nicht an mir lag, das ich nichts falsch gemacht hab, das ich nicht wertlos/nicht liebenswert bin. Ich hab auch nichts zerstört.

    Er verschafft sich diese "Kicks" selbst, jetzt ist er wieder so verliebt, das war bei uns in der langen Beziehung auch immer so, wenn ich so mal zurück blicke, das hält aber nicht sehr lange an, nur bis er sich wieder sicher wägt. Warum sollte sich das diesmal ändern, es hängt nicht an den Personen mit denen er zusammen ist, sondern an ihm. Habs kapiert. Schade jedoch das er jemand gefunden hat, der das Spiel wieder mitspielt.

    Nun ja, nebensächlich...wenigstens bleib ICH vorm nächsten Einsturz unbeschadet. Ich kann mich zurücklehnen und das unausweichliche als Zuschauer anschauen. Auch nicht mal schlecht.

    Ich hab es gedanklich geschafft, mich aus dem Tief zu ziehen fürs erste, ist schon mal echt wunderbar für mich, jetzt muss es weiter vorwärts gehen. Habe einige Pläne gemacht für die Zukunft, zu denen ich hinarbeite nach und nach.

    *Fühl dich gedrückt*
    Verflixt

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