Physische Belastung wird unerträglich...

  • Hallo Dorfkrümel,

    ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst bezüglich deiner Überlastung, weil es mir seinerzeit ähnlich ging. Bis hin zu Suizidgedanken, weil ich einfach nur noch meine Ruhe haben wollte und sie mir nur in einem langen, langen Schlaf vorstellen konnte. Aber scheinbar ist deine Überlastung noch nicht groß genug. Erst als es für mich wirklich unerträglich war, habe ich gehandelt. Im nachhinein weiß ich, dass ich damit unnötig lange gewartet habe, aber ich musste eben meinen eigenen Zeitpunkt zur Veränderung finden, so wie du nun auch. Wie würde denn dein Leben ohne deinen Partner aussehen? Stell dir vor, wie es ist, wenn du nach hause kommst und musst dich nicht über einen trinkenden oder betrunken Partner aufregen. Was würde sich dann für dich verändern?

    Ich hatte für mich das Empfinden, dass ich alle finanziellen Hürden nehmen kann, wenn ich nur meine Ruhe habe. Und dies hat sich als richtig erwiesen. Meine Zufriedenheit, mein Leben ist nicht mit Geld zu bezahlen oder zu kaufen. Und ich habe, genau wie du, nur ein einziges, das ich leben möchte, so gut es eben geht.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Servus Dorfkrümel,

    glaubst Du selbst schon an diesen Selbstbetrug?
    Sorry dass ich Dich so direkt angehe, aber Du stehst am Anfang eines langen und intensiven Leidensweges, den Du hier im Forum 1:1 ein paar hundert mal nachlesen kannst. Und Du lehnst für Dich Hilfestellung erst mal kategorisch ab, ohne Dir darüber klar zu sein, was das für Dich bedeutet:

    Zitat

    Ne Therapie für uns bzw. mich kommt nicht in Frage, da ich meine Verbeamtung ggf. riskieren würde. Kein Scherz!


    Statt dessen möchtest Du Aufmunterung

    Zitat

    Ich hoffe einfach, dass Ihr mich ein wenig aufbauen...

    Hilft Dir das bei der Lösung des Problems? Nein, leider, da musst Du schon selbst tätig werden.

    Zitat

    Es gibt niemanden, mit dem ich über dieses Problem sprechen kann

    Doch. Dieses Forum. Die Suchtberatung. Selbsthilfegruppen. Dein Arzt. Die Liste ist erweiterungsfähig.

    Zitat

    ...sobald er sich seinem Genuss hingibt...

    Dorfkrümel, entweder, er ist suchtkrank. Dann geniesst er nicht mehr. Oder er geniesst, dann ist er nicht suchtkrank.

    Lies' Dich hier mal in Ruhe ein und Du wirst sehen, Du alleine hast es in der Hand, Dein Leiden zu beenden. Niemand sonst. Und Du kannst es heute beenden, jetzt, sofort und auf der Stelle. Wenn Du willst - das ist alleine Deine Entscheidung!

    Ich hoffe, die Härte meiner Aussage schreckt Dich nicht ab, etwas nachhaltiges für Dich zu unternehmen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, der Wahrheit ins Auge zu sehen und Deinen Weg zu finden und zu gehen.

    LG
    Spedi

  • Hallo,

    ich kann Dir nur sagen hol Dir Hilfe...ich hatte auch viele Beschwerden, auch migräne auch Schmerzen für die man keine Ursache fand. Such Dir ne gute Neurologin...fürs erste. Geh zur Osteopathie, mach wenigstens nen Entspannungskurs, z.B. TaiChi o. Yoga o. Feldenkrais etc. Schau das Du einen Ausgleich findest. Mach vielleicht wenigstens nen Kurs wie ausdrucksmalen etc. informier Dich mal in den Frauenzentren, die bieten auch Sachen...ähnlich wie ne Therapie. Geh zur Beratung, speziell Angehörige von Alkoholikern und such Dir unbedingt ne Selbsthilfegruppe...
    Wenn Du bei diesen Alarmzeichen noch immer nix unternimmst.... von alleine wird es nicht besser. KÜMMER DICH UM DICH!!!!

    Grüße
    Karotte

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hi Dorfkruemel,

    ich kann mich den Worten meiner Vorredner nur anschliessen.

    Du willst Aufmunterung? Wie sollen wir Dich aufmuntern? Willst Du von uns hoeren, dass alles garnicht so schlimm ist? Dann wuerden wir Dich ja anluegen und Luegen hast Du ja schon genug in Deinem Leben zu ertragen.

    Was muss noch passieren, damit Du siehst, dass Du etwas fuer Dich tun musst, da raus musst, bevor es noch schlimmer wird und Du vielleicht mit einer Herzattacke oder einem Schlaganfall im Krankenhaus liegst, dann ist Deine Beamtenlaufbahn wahrscheinlich genauso futsch?

    Warum glaubst Du solch eine Beziehung weiterfuehren zu muessen, wegen dem Geld? Wegen der Abhaengigkeit vom Partner? Das ist alles nur in Deinem Kopf, dort versucht Deine Co-Abhaengigkeit Dir eine Realitaet vorzugauckeln, die so nicht stimmt.

    Viel Kraft wuensche ich Dir,

    Jenny

  • Liebes Krümel...bitte erschrecke nicht über die Art und Weise wie Du hier antworten bekommen hast...aber es ist leider wahr...und wir hier wissen das..Aber ich habe auch Verständniss dafür das es schwer ist für Dich...das geht mir auch so...aber schon das Du fragst ist ein Anfang, aber Du mußt weitergehn...etwas tun...!!!!!!!!!!

    Das Leben ist Widerspruch: Das eine ist und das andere auch.

  • Hallo Dorfkrümel,
    warum solltest du deine Verbeamtung verlieren?
    Dein Arzt hat Schweigepflicht, der/die Therapeut/in hat Schweigepflicht.
    Wenn du deine Termine nach der Arbeitszeit legst, wer kann dir was?
    Mein Mann ist seit fast 6 Monaten trocken. Auf seiner Dienststelle weiss keiner Bescheid. Er besucht einmal in der Woche (soweit es sein Dienst erlaubt) eine SHG. Dort ist er "anonym".
    Eine anonyme Selbsthilfegruppe kann dir auf jeden Fall helfen.
    Aber, du musst es natürlich wollen.
    Bevor du nicht mehr kannst, weil du keine Kraft mehr hast.

    Viel Kraft wünscht dir Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

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