Man kann viel verarbeiten...

  • Hallo Ihr Lieben, ich habe mich vor kurzem erst hier angemeldet,und habe bis jetzt wenig geschrieben dafür mehr gelesen und mir auch so meine Gedanken gemacht.
    Mein Mann ist seit 11.03.08 trocken und ich hoffe das es so bleibt , mein Misstrauen ist natürlich noch da und ich muß mich mächtig bremsen ihn nicht nachzuspionieren oder ähnliches. Ich habe eigentlich auch keinen Grund dazu( hoffe ich) aber es gibt Momente in denen man halt skeptisch ist und man versuchen muß sich zu beherrschen.
    Er hat für seine Zukunft ( betrifft mich und unseren Sohn ja genauso)auch viele Pläne , mit Tagesklinik und Therapien usw. Er kümmert sich wieder um das Leben.
    Was an der ganzen Sache traurig ist das ich dieses Forum jetzt erst entdeckt habe, ich hätte es so in der schweren Zeit gebraucht.
    Was ich auch bemerkt habe das ich es in unserer schlimmen Zeit immer noch besser hatte als andere, es erschreckt mich zu was manche Männer fähig sind im Alkoholrausch.
    Eine Trennung stand aber trotzdem auch bei uns vor der Tür, so ein Leben ---- NEIN---.Ich habe das ganze doch schon mit meinem Vater durch, nicht nochmal. Aber gottseidank hat mein Mann ganz schnell die Kurve bekommen. Wo ich mich dann aber frage was soll ich rumjammern, ich habe doch noch Glück gehabt.

    Meine große Angst ist jetzt ebend die Rückfallgefahr.
    In eine Partnertherapie gehen wir demnächst auch das ich für ihn in dieser trockenen zeit da sein möchte und da sein werde.
    Da er sich auch vor einem Teil der Familie geoutet hat, habe ich viel Rückenstärkung und Hilfe wenn ich sie benötige und er selbstverständlich auch.

    L.G.Chris

  • HAllo Chris,
    schön, dass du nun hier bist :wink:
    Ich habe das Forum auch erst im letzten Jahr entdeckt.. Ich denke, dein Mann ist auf einem guten Wege..und eine Paartherapie ist mit Sicherheit auch der richtige Weg.. Die Ängste kann dir niemand nehmen ..ihr müßt eure Partnerschaft bestimmt erst einmal neu definieren und es muss erst einmal neues Vertruaen erwachsen können...
    Ich wpnsche euch viel raft für eure zukunft..

    Hast du in der Therapiezeit deimes Mannes eigentlich auch etwas für dich getan? Hast du auch eine Therapie für DICH gemacht? Du schreibst, dass du die ganze Nummer auch schon mit deinem vater durchhast...


    LG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Tihaso,

    vielen Dank für die liebe Antwort, ja ich habe auch für mich etwas getan ich bin zu Angehörigengruppen gegangen.Und habe viel alleine getan wozu ich Lust hatte, gott sei Dank habe ich letztes Jahr im November meine Führerschein noch gemacht ,was mich gestärkt und sehr aufgebaut hat.Ich war unabhängig, das Auto stand ja sowieso nur vor der Tür.

    Ja mein Vater war ein sehr starker Alkoholiker, es war sehr schlimm mit ihm ,er war zwar auch nicht aggressiv, aber er hatte es auch nicht eingesehen das er ein Problem hat.Er ist vor 7 Jahren gestorben und das ist gut so. Meine Mutti hatte sich dann nach langen zureden meinerseits von íhm getrennt ,er hatte da schon eine neue Freundin die sich auch Alkohol ergeben hat.

    Das ist auch was was ich nie gemacht habe. ich habe nie mitgetrunken,im gegenteil es ekelt mich an.Ich kann das Zeug nicht riechen, ist aber nicht schlimm andersrum wäre es schlimmer.


    L.G. Chris

  • Hallo Chjris,
    ja ich habe anfangs auch ab und zu was getrunken..aber im Laufe der Jahre hat sich eine regelrechte Abneigung entwickelt...
    Ich denke, du bist auf dem richtigen Wege.. wenn man hingesehen hat, wird das Weggucken immer schwerer.. und vor allen Dingen wennman sich einmal anderen anvertraut, stützen sie einen ..
    Ich wünsche dir weiterhin Kraft und Stärke..
    lG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

  • Hallo Chris,
    ja mir ging es auch so. Erst als ich versucht habe, mit der Trockenheit meines Mannes und mit mir fertig zu werden, habe ich dies Forum entdeckt.
    Mein Mann ist nun schon 6 Monate trocken und ich kann es manchmal immer noch nicht glauben. Vorher habe ich 24 Jahre ausgehalten.
    Du hast sicher ähnliche Gefühle wie Gefühlskälte, Vertrauensverlust, ständigen Streit, usw. zu bewältigen, zu vergessen. Bei uns entsteht langsam wieder ein Eheleben.
    Ganz am Anfang - und doch mittendrin - mein Thread und so fühle ich mich eben noch oft. Ich habe mich auch nach ein paar Wochen zu einer Therapie entschlossen. Dazu kann ich dir nur raten, da kannst du nicht nur die "versoffenen" jahre, auch vlt. deine Gründe Co zu werden, verarbeiten.
    Ich wünsche dir viele schöne neue Tage mit deinem trockenen Mann und
    Liebe Grüße von Gotti.

    Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.

  • Hallöchen,

    vielen dank für die guten wünsche.
    Ich habe da noch eine frage die mich bzw.uns beschäftigt. Uns wurde von einem Arzt in der Notaufnahme gesagt das man nach der Entgiftung ein halbes Jahr lang kein Auto fahren sollte.Stimmt das ???? Er fährt sowieso im Moment nicht, aber kennt sich da jemand aus??????


    Chris

  • Na toll ich glaube der Rückfall ist da.Er hat mich auf Arbeit angerufen wo ich sei, mit sehr komischer lallender Stimme.Man habe ich gleich wieder die Nase voll.
    Ich arbeite jetzt erst mal bis zu Ende und dann mal schauen wie es zu Hause ausschaut.

    Chris

  • Guten Morgen,

    ja leider hat es sich bewahrheitet, er war gestern betrunken.
    Cats, das er sich schonen soll das wußte ich nicht.Das er anders behandelt werden muß das war mir klar hatte dazu auch ein sehr interessantes Buch gelesen was ich nur empfehlen kann ( Alk von S.Borowiak). Es hat mir geholfen ein paar Sachen zu verstehen.
    Über einen Plan für den Rückfall haben wir nicht gesprochen,er redet nicht viel darüber. Wie habt ihr das gemacht, wie kann man da einen Plan erstellen?

    Chris

  • [Hallöchen,

    wie sieht ein Rückfall eigentlich aus.
    Er hat jetzt vor kontrolliert zu trinken und nur mäßig.
    Wir fahren demnächst in den Urlaub da will er wieder gar nichts trinken.
    Ich kann ihm nicht glauben, das das so einfach jetzt funktionieren soll.
    Wer kann mir helfen und mir sagen was ich tun soll.


    Chris

  • Hi Chris,

  • Upps, da hat was mit dem Zitateinfuegen nicht geklappt....naja gut dann ist es halt mal andersherum.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Jenny,
    danke für die schnelle Antwort.
    Also erstmal ignorieren und abwarten.
    Na ich bin gespannt, ich habe ihm aber gleich klar gemacht wenn es wieder richtig losgehen sollte war es das wirklich. Und ich weiß das ich soweit bin und das dann durchziehe dann steht er alleine da.
    Mir auch egal, man ist eh schon so abgestumpft und denkt sich seinen Teil.
    Liebe ist selbstverständlich noch da ( man kann 20 Jahre nicht einfach wegstecken) aber der Selbsterhaltungstrieb ist dann stärker.

    Chris

  • Hi Chris,

    Holzauge sei wachsam. Weisst Du zur dieser Krankheit gehoert auch dazu, dass Dir immer und immer wieder versprochen wird etwas zu aendern. Ich waere da schon sehr skeptisch wenn er anfaengt mit dem kontrollierten Trinken, denn dann will er nicht aufhoeren und Alkis koennen nicht kontrolliert trinken, das gibt es nicht.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • [Die befürchtung habe ich auch das , habe es ihm auch auf den Kopf zugesagt.
    Aber er redet so wenig über sich und sein Problem und nerven will man ja auch nicht.
    Ich würde ihm gerne helfen aber er muß es ja selber erkennen. Er brauch was zu tun aber wo, er ist sehr krank ( schwere OP's 3 Stück)schon seit mehreren Jahren( EU-Rentner)und dadurch nicht arbeitsfähig.

    Chris

  • Hi Chris,

    da hast Du Recht, er muss es selbst wollen, aber bitte suche keine Entschuldigungen fuer sein Trinken. Selbst wenn er schon harte Zeiten hatte in seinem Leben, ist es kein Grund zum Alkohol zu greifen. Wichtig fuer Dich ist es, konsequent zu handeln, dass ist das wichtigste was ein Angehoeriger begreifen muss, denn nur so kannst Du ihm nur wirklich helfen.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hi Jenny,

    oh nein entschuldigungen für sein Trinken suche ich nicht, aber es wäre halt schön wenn man irgendetwas zum tun hätte und nicht so abgeschoben würde von der Gesellschaft. Klar ist das kein grund zum Trinken, ich habe diese harten Zeiten ja auch mit durch und Alk.ist für mich garantiert kein Problemlöser.Ich trinke ja gar nix.
    Oh ja es gibt so vieles was man als Angehöriger begreifen muß, ich habe in der Therapie gelernt was ich alles falsch gemacht habe,ich habe ihn geschützt und ihm viel abgenommen.
    Das habe ich dann aber schlagartig geändert, mir war es dann auch langsam egal ob es jemand mitbekam oder nicht.
    Das größte Problem ist seine Mutter, die macht ihm Vorwürfe und streitet sich immer mit ihm,er hatte es seinen Eltern gesagt und sie gebeten es nicht weiter zusagen da er es den Leuten sagt denen er es sagen möchte.Und sie hatte nichts anderes zu tun als in der Verwandtschaft rumzutelefonieren,da auch der Faktor der Vererbarkeit zur Sprache kam.
    da war er schon sauer und sie ist sehr bösartig und hört nur was sie hören will.

    Chris

  • Halo Chris

    Habe ich das richtig verstanden?
    Eine richtige Suchttherapie hat er nicht gemacht?

    Für sich alleine wird er das nicht auf die Reihe bekommen.
    Hast du mal mit ihm darüber gesprochen?
    Er wird ein grundlegendes Problem haben was er für sich mit therapeutischer Hilfe klären muß.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Hallo Vergissmeinnicht,

    doch doch er hat eine Entgiftung und zur Zeit eine ambulante Therapie.Aber irgendwie habe ich das Gefühl er macht sich selbst was vor. Das er noch nicht so richtig weiß was er eigentlich will. Er möchte mich behalten aber er kennt die Bedingungen für ein weiteres Zusammenleben.
    Aber wie schon gesagt er ist auch sehr verschlossen.

    Chris

  • Hej Chris

    Nur deine Bedingungen erfüllen wird nicht reichen. Dann tut er das was du willst.

    Er muss das machen was er will.
    Aber was will er?
    Ich denke, um sich über das klar zu werden und neue Ziele zu entdecken bedarf es Zeit und einer Entfernung der häuslichen Umgebung.

    Aber sieh erst mal wie er die aktuelle Therapie zuendebringt, ob er dann sein Schweigen bricht.
    Das wird er müssen. Sonst kommt ihr als Paar nicht weiter.

    LG

    vergissmeinnicht

  • Ich denke Du hast recht,den es wird mir auch nicht viel bringen wenn er es nur für mich tut.
    Tja und was er will wie schon gesagt , er redet nicht.
    Ich kann nur abwarten und schauen das ich nicht unter die Räder komme.
    Aber ich bin durch die schon soooo lange Krankheitsgeschichte so ungeduldig. Es soll leiebr heute als morgen schön sein, ich nabele mich schon langsam ab wie ich merke.

    Chris

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