ich wate durch den Sumpf und suche Halt

  • Hallo Lydia,

    ich habe eine Gänsehaut bekommen als ich deinen Beitrag las.

    Du bist meiner Meinung nach wieder in deine Vergangenheit eingetaucht.

    Hast ihn gefunden, er spiegelt dir deine bekannte Vergangenheit, die dir wieder schlechte Gefühle bringt.

    Ja, du bist dafür verantwortlich wie du mit den Gefühlen umgehst. Sie tun dir nicht gut, er tut dir nicht gut.

    Die los Lösung fällt dir schwer weil es sehr tief in dir drin ist, sein Verhalten ist die vertraut, nun bist du Erwachsen, denkst du kannst es besser verstehen als damals, also auch damit umgehen.

    Ich seh das anders, sein Verhalten ist nicht korekt, er muss dies ändern an sich arbeiten, das tut er aber anscheinend nicht. Du bist viel weiter als er.

    Egal wie lange er Trocken ist er hat sich aber nicht weiterentwickelt (die ist nur eine Vermutung von mir)

    Er muss erkennen das was bei IHM falsch läuft und er was ändern muss. Sich Hilfe holen usw. Wie beim Alk halt auch.

    Mal meine Gedanken dazu.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Servus Lydia2008,

    unabhängig von dem, was Dir Elocin bereits gesagt hat (und dem ich zustimme):

    Es gibt Menschen, die für mich"übertherapiert" sind und vor lauter Therapien und sonstigen Hilfen einfach das eigenständige Leben aufgegeben haben.

    Das eigenständige Leben, das auch eine Portion Eigeninitiative und Durchsetzungsvermögen beinhaltet, gepaart mit ein wenig Selbstbewusstsein.

    Vielleicht magst Du dir einfach mal die Frage stellen, wie Dein Leben für Dich aussehen soll - ohne jetzt ein wie auch immer geartetes (Familien-)Umfeld (wie Freund/Mann etc) mit "hineinzudenken". Was erwartest Du von Dir für Dich? Und was bist Du für Dich dazu bereit, zu tun?

    LG
    Spedi

  • Hi,

    Zitat

    was ist der Unterschied zwischen Konsequenz ziehen und drohen?

    Konsequenz ist ein Handlung auf z.B. ein Unerwünschtes Verhalten. Hier bestimme ich und ich handele dann auch denn sonst ist es Inkonseqent.
    Bei der Konsequenz bleibe ich bei mir.

    Drohen ist wenn ich fordere das ein Verhalten geändert werden soll und ich dann so oder so handele.
    Beim drohen bin ich nicht bei mir sondern bei meinem gegenüber.

    Ich hoffe nicht zu wiir und vorallem richtig.

    Zitat

    Wie zeige ich ihm ganz konkret, daß das so nicht geht? Wie ziehe ich Grenzen und ziehe die auch durch?

    Ich würde wenn er wieder auf meinen Gefühlen rum tritt, mich nicht ernst nimmt, gehen, zum glück hast du ja noch deine Wohnung. Egal was er sagt ob es ein weglaufen ist oder du nicht konfliktfähig bist. Du musst dich aus der Situation bringen. Du musst das nicht aushalten. Soweit wie ich das sehe bleibt er ja nicht bei sich sondern schiebt die alles zu, solange du das mit machst, schaut er auch nicht auf sich, ist doch einfacher die Fehler bei dir zu suchen.

    Ich würde aber auch nicht wieder zurück gehen, ich bin es mir heute wert so was nicht mehr erdulden zu müssen. Ich finde Respekt und Achtung in einer Beziehung sehr wichtig. Dies sehe ich leider bei euch nicht.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • hallo lydia

    ich kenn dich ja noch aus der zeit bevor du in den geschlossenen umgezogen bist, wenn auch nicht von anfang an, auf mich machst du den eindruck als (sorry wenn ichs ganz derb ausdrück) sitzt du noch tiefer in der sch... wie damals!

    das selbstvertrauen, die lebensfreude die du dir stück für stück langsam aufgebaut hast - davon entdecke ich hier gar nichts mehr!

    Zitat

    Und da schließt sich der Kreis zu meinem Vater.


    den anschein hat es auch auf mich, aber deinen vater hast du nicht ändern können noch wird es dir bei ihm gelingen. nicht weil du irgendetwas falsch machst oder gemacht hast, sondern weil du machtlos bist! nur dich kannst du ändern, sonst niemanden...

    elo hat es schon geschrieben, er tut dir nicht gut, absolut überhaupt nicht - du kannst dich nicht entfalten, deine gefühle werden nicht nur ignoriert, sondern auch noch darauf herumgetrampelt und und und - ich könnte noch weitermachen... laß es aber lieber...

    Zitat

    Ich frage mich gerade wieder, ob ich spinne.


    ne, tust du nicht. das dir gerade bescheiden geht kann ich mir gut vorstellen, ne trennung tut saumäßig weh (auch wenn ich hoffe das es diesmal endgültig is was du vlt. gar nicht hören willst)! heul dich aus, sei traurig, wütend und was weiß ich alles - es wird wieder aufwärts gehn, du musst es nur zulassen und geduld mit dir haben!

    Zitat

    als wir das erste mal getrennt waren, erzählte er lügen über mich, um mich schlechter, sich selbst besser da stehen zu lassen


    soll er doch! deine freunde werden zu dir halten, auf die kommt es an. der rest kann dir gestohlen bleiben, dann waren es nie freunde!

    liebe grüße -Summer- die grad immer noch geschockt

  • Guten Morgen Lydia,

    ich kenne deine Geschichte zu wenig, um Entwicklungen bei dir festzustellen. Ich kann aber verstehen, dass du nun sehr auf dich achtest. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es zu Anfang damit ist wie mit einem Pendel, das zuerst zu weit in die falsche Richtung ausschlug. Wenn du dir dessen bewusst wirst und etwas gegen den falschen Ausschlag tust, kann es passieren, dass das Pendel anfangs zu doll in die richtige Richtung tendiert. Das ist dann für Angehörige ziemlich anstrengend. Ich denke, wir brauchen auch dafür Zeit, eine ausgeglichenes Miteinander leben zu können. Durch Therapie und Gespräche werden wir sehr zu einem eigenständigen, auf uns bezogenen Leben geleitet. Ausgeglichenheit wird sich dann im Laufe der Zeit entwickeln.

    Für mich war es sehr schwierig, aber auch wichtig, zu akzeptieren, dass mein Partner einfach anders tickt als ich. Er geht mit Gefühlen anders um und mit Beziehung. Ich kann ihn nicht dahingehend „erziehen“, dass er alles genauso sieht und macht wie ich. Das ist völlig unabhängig davon, ob er trinkt, trocken ist oder niemals getrunken hat. Es ist allerdings genau dann ein ganz schönes Stück Arbeit, wenn ich gerade in der Therapie beigebracht bekommen habe, auf mich und meine Gefühle zu achten, meine Bedürfnisse zu formulieren und ihre Befriedigung einzufordern. Ich glaube, wir leben in einem ständigen Entwicklungsprozess und die Akzeptanz des Andersseins unserer Partner ist dabei ein ganz, ganz wichtiger Punkt. Du kannst nur für dich selbst entscheiden, inwieweit du Zugeständnisse machen kannst und wo für dich die Grenze erreicht ist.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Lydia,

    warum suchst Du immer wieder nach Entschuldigungen für ihn?

    Hast Du es verdient, so behandelt zu werden?

    Auf der einen Seite möchtest Du so nicht weiterleben, auf der anderen Seite ziehst Du aber Drohungen nicht durch.

    Wie soll er Dich da ernst nehmen? Und wo bitte ist da die Liebe?

    Bei soviel Kälte wirst Du eines Tages neben ihm erfrieren!!!

    Ich schicke Dir gerne ein großes Paket Energie, Du musst sie aber auch nutzen und endlich in die Gänge kommen!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Hallo Lydia,

    ja... das hatte ich tasächlich überlesen - sorry! :oops:

    Trotzdem beschäftigst Du Dich m. E. viel zu viel mit IHM und viel zu wenig mit Dir!

    Und Du lässt Dich weiterhin verletzen und suchst die Schuld dafür bei Dir!

    Brich den Kontakt zu ihm (wenigstens eine Weile) mal komplett ab und kümmere Dich wieder mehr um Deine eigenen Bedürfnisse.

    Das ist sehr schwer, ich weiss das sehr wohl - aber in dem Fall zwingend notwendig! Du wirst bald merken, was von seiner Liebe zu Dir übrig bleibt.

    Wenn er Dich nämlich wirklich liebt, wie Du schreibst, dann wird er auch bereit sein, etwas an seinem Verhalten zu ändern!

    Lieben Gruß
    Speedy

  • Hallo Lydia,

    ok, du bist jetzt einen Schritt weiter aber jetzt kommt es auf das Durchhalten an.

    Versuch weiter hin zu schauen und nicht hin zu fühlen.

    Geh ihm aus dem Weg, denn er weiß welche Knöpfe er bei dir Drücken muss bis du wieder unter "Schmerzen funktionierst"

    Mach dir selber klar was du möchtest, wie sollte für dich eine Beziehung aussehen? Ist das mit ihm Möglich?
    Wie gut ist deine Beziehung zu dir selber? Hält er dich davon ab sie zu intensivieren?

    Wenn du dir darüber klar bist kannst du weiter gehen.

    Ich weiß wie sehr das schmerzt aber ich weiß auch das es so nicht besser wird und nur noch mehr weh tut.

    Liebe Grüsse
    Elocin

  • Servus lydia2008,


    ich meinte Dich mit "übertherapiert". So wirkst Du mit Deinen wenigen Beiträgen einfach auf mich.

    Dann Deine "Trennung" - ich sehe das nicht als eine selbstgewählte, auf eigenem innerem Wunsch ausbauende Trennung an, sondern eine von Verzicht/Zwang geprägte "Auszeit", die Du Dir "verordnet" hast.

    Gut, es ist Deine Sache, aber ich habe einfach beim Lesen Deiner Aussagen nicht den Eindruck gewonnen, dass Du diese Trennung so willst, von der Notwendigkeit überzeugt bist und insgesamt mit diesem Menschen abgeschlossen hast.

    Denk einfach für Dich mal darüber nach, ob das so sein kann und wenn ja, warum das so ist? Was macht das mit Dir? Selbstmitleid? Wut? Unverständnis, wo Du Dir doch so viel Mühe mit der "Partnerschaft" gegeben hast? Lydia2008, ist Dir jemals der Gedanke gekommen, dass dies nie eine Partnerschaft war, sondern immer nur ein Mittel zum Zweck - ein äußerst ungesundes dazu?

    Ich wünsch' Dir jedenfalls viel Kraft auf Deinem Weg. Auch wenn ich das Thema "Beziehung" zu Deinem o.g. "Partner" noch nicht als "erledigt" ansehe. Pass auf Dich auf - es ist Dein Leben, nur Du bist dafür verantwortlich, dass es Dir gut geht.

    LG
    Spedi

  • Servus lydia2008,

    eines habe ich nun schon zwei mal beim Schreiben vergessen, daher nun als separater Kommentar.

    Du schreibst, Du bist selbst erst seit 10 Monaten trockene Alkoholikerin.

    Was machst Du denn für Dich als Alkoholikerin, damit Du auch zufrieden trocken bleibst?

    LG
    Spedi

  • Servus lydia2008!

    So wie du deinen Freund beschreibst könnte dies der Ex-mann meiner jetzigen Frau sein. In dieser Beziehung wurde sie ähnlich behandelt wie du war aber 24 Ehejahre zu schwach um daran etwas zu ändern.
    Erst als bei uns nach 10jährigem flüchtigen Kennen die Liebe entfachte, konnte sie gestärkt durch eben diese Kraft der Liebe endlich ausbrechen und die Beziehung beenden; ebenso wie ich - ich trennte mich auch aus einer für mich unglücklichen Ehe.

    Die Ex-Mann meiner Frau leidet meiner Meinung nach an einer Persönlichkeitsstörung - das könnte ich mir bei deinem Freund ebenfalls vorstellen. Bin aber kein Psychologe um dies zu untermauern.
    Du hast es jedenfalls nicht notwendig in so einer Beziehung weiter zu verharren noch dazu wo deine Trockenheit auf dem Spiel steht und oberste Priorität hat. Daher gebe ich dir mit der Trennung vollkommen recht. Warte ab was das Leben dir noch bringt - ich hätte nie gedacht dass ich einmal eine Frau (meine 3.) finden würde die wie ein Teil von mir aber trotzdem ein eigenständiges liebenswertes Wesen ist. Jetzt erst weiss ich was Liebe, Vertrauen und Harmonie ist.

    Wünsche dir ein zufriedenes, trockenes Leben!

    LG
    Andreas

    carpe diem

  • Servus lydia2008,

    hast Du schon Deine eigene Saufzeit vergessen?
    Geht das, in nur 10 Monaten?

    lydia, hier ist was nicht stimmig. Deine Aussagen passen nicht zu Deiner eigenen Vorstellung. Schau doch mal für Dich, was es ist.

    LG
    Spedi

  • Servus lydia2008,

    ich unterstelle Dir gar nichts.

    Aber es ist für mich nicht stimmig, selbst seit 10 Monatesn trocken zu sein und im gleichen Thread zu fragen, ob ein Kranker Verantwortung tragen könne.

    Du weisst dann aus eigener Erfahrung, dass ein (Alkohol- und/oder evtl. psychisch) Kranker dies nicht kann.

    Ich möchte Dir noch einen Gedanken mit auf den Weg geben: Du schreibst, Du bist davon ausgegangen, dass er dies und jenes macht.
    Ich habe in der Therapie gelernt, dass genau dieses "davon ausgehen" nichts bringt. So lange ich meinen Wunsch nicht eindeutig kommuniziere und der Betroffenen meinem Wunsch nicht ausdrücklich nachkommen möchte, ist mein Wunsch nichts anderes als ein Hirngespinst oder eine zum Scheitern verurteilte "Hoffnung", auch genannt Selbstbetrug. Willst du mir ernsthaft erzählen, dass sich darauf eine Partnerschaft aufbauen ließe?

    Wie gesagt: es ist Dein Weg, viel Kraft dabei.

    Lg
    Spedi

  • Servus lydia2008,

    ich kann mich nicht daran erinnern, mit Dir jemals eine derartige Abmachung getroffen zu haben. Und bei einem Anmeldedatum vom 02.06.2008 für lydia2008 sollte mir das schon noch bewusst sein.

    Klärst Du das mal bitte auf?

    Danke.

  • Servus lydia2008,

    im Vorstellungsbereich kann ich -auf eigenen Wunsch- nicht lesen und hier im offenen Bereich habe ich keinen Hinweis auf phoenix75 gefunden.

    Aber dann ist ja alles klar.

    LG
    Spedi

  • Auch sorry lydia2008, aber eines möchte ich Dir doch noch mitteilen. Ich wusste nicht, "wer" Du "bist" und habe doch über Dich den Eindruck gewonnen, dass Du etwas übertherapiert bist.

    Ich habe wohl den richten Eindruck gehabt, wenn ich mir das hier noch mal durchlese, schreibst Du es sinngemäß ja nicht recht viel anders.

    Und damit bin ich aus Deinem Thread weg.

    LG
    Spedi

  • lydia, phoenix, wer auch immer,
    lass einfach stecken.

    Authentisch wirst Du für mich nicht dadurch, aber das ist ja auch egal.

    Ich halt mich raus und gut ist's. :)

    LG
    Spedi

  • lydia2008,

    so langsam reicht's mir aber!

    Zitat

    von Dir kommen Diagnosen, Urteile, Unterstellungen


    Zeige mir diese "Diagnose, Urteile und Unterstellungen"!

    Ich schreibe ganz klar, was ich beim Lesen Deiner Kommentare empfinde und wie es bei mir ankommt.

    Nur weil Du mit Deinem Leben nicht klar kommst gibt Dir das noch lange nicht das Recht meine Aussagen dahingehend "umzudrehen", ich würde über Dich urteilen oder Dir etwas unterstellen!

    Und noch was: wenn Dir meine Kommentare nicht passen, dann frag' Dich doch einfach mal, warum? Treffe ich da womöglich einen "wunden Punkt"?

    Spedi

  • Hallo lydia,

    schön, Dich wieder hier zu lesen und auch, dass Du weiter auf trockenen Pfaden wandelst.

    Schade jedoch, dass sich Deine anderen Baustellen leider nicht so positiv entwickelt haben :cry:.

    Zur Co-Abhängigkeit kann ich leider wenig schreiben, ich wünsch Dir aber trotzdem alles Gute :D!

    LG
    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

  • Hallo lydia,

    Zitat

    Weißt Du, wenn ich es versuche positiv zu sehen ist es doch so: das Wichtigste ist, daß ich trocken bin. .... Würde ich weiter trinken, hätte ich keine Chance das zu sehen.


    Da hast Du der Wahrheit tief und fest in die Augen geblickt! :wink:

    Du bist natürlich herzlich eingeladen, bei mir vorbeizuschauen. Ich werde hier auch gelegentlich mal reingucken und vielleicht finde ich ja auch einen kleinen, sinnvollen Tipp für Dich.

    LG
    J.

    Was ist, ist - was nicht ist, ist möglich! ///// 17.07.07

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