Noch einen Versuch

  • Hi Schwabli,

    erstmal herzlich Willkommen.

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Ich kann doch niemanden Vorziehen, ist Familie wichtiger als der Partner den man liebt, und der entlich nach Jahren eingesehen hat seine Sucht zu bekämpfen?.

    Du musst es keine Recht machen, denn es ist ganz allein Deine Entscheidung was Du mit Deinem Leben machst. Was willst Du denn? Denk doch mal darueber nach, wenn Du Dich ganz alleine entscheiden darfst ohne es jemanden Recht zu machen, was wuerdest Du tun.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo schwabli,

    was willst Du denn, wobei fühlst Du Dich denn wohl?

    Wenn Dein Partner 4 Monate weg ist, hast Du Gelegenheit Dir 4 Monate gelassen darüber klar zu werden.

    Das wichtigste bist Du. Wenn Du enttäuscht bist weil irgendwas bei anderen nicht so ist wie die es sich vorgestellt haben, dann stimmt doch da was nicht. Wenn Du niemanden enttäuschen willst, ist ja schön für die, nur was hast Du davon?

    LG kaltblut

    Sie standen dar und fragten sich warum und nur einer meinte: warum nicht.

  • Hi Schwabli,

    Du hast geschrieben:

    Zitat

    Sollte man aber nicht einem Alkohohlkranken in der Therapie beistehen?
    Braucht der nicht Unterstützung, damit er weis, das was er macht das beste für sein Leben und das beste für unsere Ehe und Liebe ist.

    Dein Partner muss fuer sich erkennen, dass er was fuer sich ganz alleine tun muss, nicht fuer sein Partnerschaft oder fuer die Liebe, sondern weil er Hilfe fuer sich braucht.

    Wenn Du Dir kein Leben mehr mit ihm vorstellen kannst oder wenn Du nicht mehr kannst, dann tu das was fuer Dich das wichtigste ist. Wenn Dein Partner trocken werden will, dann zieht er das durch egal ob Du mit ihm zusammen bist oder nicht.

    Du solltest aber um nicht noch mehr in eine Co-Abhaengigkeit Dich zu verfangen, nach Dir schauen, das ist nicht egoistisch, sondern das waere ein ganz "normales" Verhalten. Du entscheidest ueber Dein Leben und niemand anderes.

    Alles Liebe,

    Jenny

  • Hallo Schwabli.

    ich bin auch noch nicht lange in diesem Forum und finde mich in deinen Worten wieder. Wenn alle an einem rumzerren, Eltern und Freunde wissen was das "Beste" für einen ist, nämlich den Partner zu verlassen. Wenn Verstand und Herz nich konform laufen, wenn die Gedanken kreisen, aber man doch nicht zu einer Entscheidung findet mit der man glaubt leben zu können. Man liebt schließlich noch. Mein Freund ist seit gestern in einer ambulanten Therapie. Ich habe ihn jetzt 1 1/2 Jahre begleitet, ihn und seinen besten Freund. Durch Berg und Tal bin ich mit ihm gewandert. Den Rucksack trug immer ich. Ich bin aufgebraucht und ich spüre Wut und Trauer zugleich. Solange man Wut hat empfindet man noch, und das macht einen Entschluss nicht leichter, aber von Gleichgültigket bin áuch ich noch weit entfernt. Trotz allem habe ich mich gestern dazu entschieden den Kontakt vorläufig abzubrechen. Ich weiß ich kann ihm nun nicht mehr helfen und ich möchte das er die Therapie für sich macht und nicht unter dem Vorwand, so unsere Beziehung zu retten. Ich weiß wovon ich rede, ich habe selber vor 3 Jahren eine Therapie gemacht und bin seither trocken. Weil ich für mich trocken werden wollte, für niemand anderen sonst. Es wird mir sehr schwer fallen ihn nicht zu sehen, oder zu sprechen, zu wissen wie es ihm geht, denn ich liebe ihn wirklich sehr, aber hat meine Liebe ihn vor dem Trinken bewahrt, nein das hat sie leider nicht. Auch fehlt mir jetzt etwas entscheidendes: das sich Kümmern, die Verantwortung übernehmen, dass sich um den Partner sorgen. Was fange ich jetzt bloss mit meiner Freizeit an, mit mr? Ich möchte jetzt versuchen, in dieser Zeit in der ich die Verantwortung abgeben kann, zu mir zu kommen. Ich glaube das der nötige Abstand uns die Dinge klarer sehen lässt. Vieleicht helfen wir unserem Partner eher wenn auch wir nach dieser Zeit gestärkt sind.

    Mache du, was du für richtig empfindest, nur mache es keinem Recht, wenn es nicht das ist was du als Recht empfindest. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da wirst du spüren was du tun musst. Bis dahin wünsche ich dir Kraft.

    Liebe Grüße bluevelvet

  • Hallo schwabli,

    direkt über den Anfang deines Postings bin ich gestolpert. Das klingt ein wenig so, als hättest Du ihn gedrängt, eine Therapie zu machen. Die Erfahrung zeigt leider, dass die Chancen nicht sehr hoch sind, dass der Alkoholkranke nach der Therapie auch trocken bleibt.

    Vielleicht kann deine Familie ja sehen, was Du (noch) nicht sehen kannst und will dich nur vor mehr Leid bewahren.

    Das waren meine spontanen Gedanken.

    Dir alles Gute
    Eric (trockener Alkoholiker)

  • Hallo schwabli.
    ich denke, es sind auch die denkbar shlechtesten Voraussetzungen für eine Beziehung, wenn man die Stütze bildet, die vor dem Trinken bewahrt.. das geht nicht gut.. Der alkoholkranke muss für sich selbst trocken werden wollen..ansonsten trägst du den Rucksack dein Lben lang und bist auch diejenige, welche die schuld übernimmt für Rückfälle usw. ganz schön praktisch so einen Packesel neben sich zu haben, da kann man sich entspannt zurücklehnen, oder??!
    also, ich denke, der beste Beistand ist ein ehrlicher Partner, der sich selbst auch wichtig nimmt..
    wenn du neben ihm herläufst, um die Last zu tragen, dann degradierst du ihn auch ein wenig zum Kleinkind.. er soll in der Therapie für sich selbst erkennen, was er möchte... da kannst du nicht bei helfen...Nutze die Zeit für dich.....

    GvlG Tihaso

    co-abhängig...Sich auf den Weg machen - egal wie schwer er ist!!!

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