Anerkennen was ist. Die Reise eines Co´s ins eigene Ich.

  • ich muss immer dann selbst über mich lachen, weil ich dann immer denke, die anderen Menschen um mich herum haben es gut, wenn ich zu sehr mit meiner inneren Zerrissenheit nerve und kämpfe, denn ich gehe ja irgenwann und die Menschen sind mich dann "los" ... aber ich selbst, kann mich ja nicht einfach so verlassen ... :)

    Vorgestern ist mir auch wieder was ganz Schräges passiert:

    Bin gerade beim Zubett gehen und lege eine Flasche Wasser neben mich auf mein Bett, weil ich noch was trinken will später ... die Flasche war nicht richtig zu und mein ganzes Bett inklusive meinem Hinterteil war klatschenass... und das mitten in der Nacht ... voll die Aktion ... dann denke ich auch von mir, mensch bist du heut wieder dusslig :)

    Also ich verabschiede mich jetzt ... Loslassen ist heute Abend mein Stichwort. Ich denke, selbst wenn ich mich nicht von meinem alten AG trenne, habe ich längst losgelassen.. ich nehme mir nur das Beste Angebot für mich heraus ... bis die Zeit ist, etwas wirklich Neues zu starten ...

    kk.

  • Liebe Amai. Ich bin entschieden und mir geht es sehr gut damit. Ich bleibe ... :) ... und fühle mich dabei so frei wie lange nicht mehr...

    Ich hoffe, du hast deine gestrige Auszeit genießen können, aber auch da bin ich guter Dinge ... :)

    Alles Liebe und eine herzliche Umarmung

    kk.

  • :D ich freue mich so mit Dir, über Deine Entscheidung. Es fühlt sich einfach super an, .... spitzenmäßig super! *freu*

    Ja...mein Tag Auszeit war ganz gut, ich habe über "mich" nachgedacht, mich in Frage gestellt und bin zu der Erkenntnis gekommen: Jou....passt so, wie ich bin .... "a bisserl" 8) die Co weiterbearbeiten (täglich, bis ans Lebensende halt) und alles wird/ist paletti!

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • :D meine vier Tage Auszeit waren auch nicht sooooooooo schlecht....ich weiß jetzt definitiv, dass ich mir keinen Tag Pause mehr verordne, von diesem Forum. Ich schreibe, täglich, ... sofern es sich ausgeht und ich nicht gerade auf Urlaub bin oder mein Internetzugang spinnt.... 8)

    Was tut sich bei Dir Neues, außer die Supernachricht vom Job???

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • So, jetzt ist der Positivstress des Arbeitsleben erstmal vorbei und mein Leben wird wieder ruhiger. Aus gegebenem Anlass werde ich eine "kurze" Chronik erstellen, um meine Co-Strukturen weiter zu bearbeiten. Ich bin mir fast sicher, einige werden beim nachfolgenden Lesen denken, da ist jetzt in ihr der totale Kontrollzwang hochgekommen. Aber erfahrungsgemäß hat mir das Aufschreiben und wieder Nachlesen-können immer weitergeholfen, Dinge zu verstehen. Also man mag es mir vergeben und wer es nicht lesen mag, einfach überlesen :)

    Ich habe heute Nacht mein Handy aufgeräumt und ich will die Worte nicht einfach im Nirwana verschwinden lassen:

    Chronik

    Am Morgen des 15.07.2008 „erwischte“ ich ihn beim Blechrauchen. Am Abend redeten wir kurz. Seine Message: … ja und? ich rauch mal ab und zu ein Blech. Was ist schon dabei. Er meinte wir könnten ja mal morgen Abend darüber reden. Er denkt sich was aus, was wir machen können. Am 16.07.2008 sagte er mir ab. Von da an, bin ich nicht mehr zu ihm gegangen. Hab ihn nicht mehr angerufen. Mein Auto hatte er noch. Am Abend des 18.07.2008 versteckte ich mein Auto. Am Nachmittag des 19.07.2008 stand er vor meiner Tür und suchte das Auto, diskutierte über eine Stunde mit mir, dass er jetzt unbedingt das Auto brauche, ganz dringend, er könne mir jetzt nicht sagen wofür, erst nachher könne er mir das sagen. Und er könne auch nicht mit Fahrrad fahren… Er war auf Entzug und hatte sich gerade Geld besorgt. Ich sagte ihm nicht, wo mein Auto steht. Fuhr am selben Tag spontan weg auf eine Outdoor-Party für 4 Tage und fuhr anschließend in den Urlaub. Funkstille bis:

    ER schrieb am 27.07.2008:
    es tut weh einfach so abgestempelt zu werden gerade jetzt hätte ich etwas mehr von dir erwartet anhänglichkeit ist nicht immer = sucht auch wenns gerade so passt
    und das nehme ich dir auch net so ganz ab deine coabhängigkeit usw. wenn du woanders f*** willst iss das ok aber bitte nicht so, ich fühle mich voll gef***
    ein bitterer beigeschmack kommt bei mir hoch.. dein nest durfte ich noch fertig bauen und nu habb ich den finger im ar***.. egal, es tut halt nur weh ar***loch

    ICH antwortete:
    mir tun die lügen weh! ich dachte, du bist dir mehr wert! ich stempel dich nicht ab & f*** nicht! Bin gegangen, um uns zu helfen! du bist der größte wert in meinem leben! aber gegen drogen will ich nicht kämpfen! wenn das dein weg ist, geh ihn allein! jeden anderen weg gehe ich mit dir! mach eine therapie! lieb dich! k.
    während meines nestbaus habe ich dich wohl mehr als unbedacht finanziert! & wenn du denkst mir macht ein leben allein mehr spaß, dann bist du dummer als ich dachte
    & was hast du GERADE JETZT mehr von mir erwartet? du hast mir weh getan! komm aus deine opferhaltung raus! du lässt alles & jeden abfahren! du fi*** alle anderen die dich mögen und mich & steckst uns den finger in den ar***.. ar***loch! aber mach doch. wenn du tot bist, weiß ich ja wo du begraben werden willst..

    ER antwortete:
    es ist kalt und einsam ohne dich. hör auf mir vom sterben zu erzählen. ich lebe und habe alle prüfungen bestanden. gute nacht ich denk an dich und ich drück dich


    ER schrieb am 01.08.2008:
    ich möchte dich bitten deine drogenscheiße für dich zu behalten das macht mein leben nicht leichter und stimmt nicht … danke

    wäre nett mal ein lebenszeichen von dir zu bekommen, ich mache mir sorgen, geht’s dir gut? wo bist du? wenn du keinen kontakt mehr willst, dann sag das bitte

    ICH antwortete am 02.08.2008:
    als zeichen des Lebens! & was bitte hab ich mit DEINER drogenscheiße zu tun? & was bitte davon stimmt denn nicht? so ein elend immer. bin seit 2 wochen im urlaub. k.

    ER schrieb am 05.08.2008:
    hätte mich gefreut dich zu sehen… jute nacht

    ER schrieb am 06.08.2008:
    biste wieder in daheim? melde dich doch mal …

    ER schrieb am 07.08.2008:
    Lese bitte die mail … danke

    seine E-Mail:

    bitte meld dich doch mal, langsam habe ich echt angst.
    was ist los mit dir ?

    ich vermisse dich total und denk´ die ganze zeit an dich. wenn du nix mehr mit mir zu tun haben willst, dann sag es mir doch bitte. immer diese gedanken um dich machen mich voll fertig. das ist so scheiße, das kannste dir garnet vorstellen.

    ich wache nachts auf und du bist nicht da und ich weiß net warum und wo du bist und was du tust.

    wenn du nen andern hast oder so, dann sag es doch bitte, das ist nicht so schlimm, ich würde es verstehen,

    ach kacke , das stimmt garnet, ich wäre tot traurig... aber trotzdem besser als diese ungewissheit. ich bin auch bereit, mit dir über die bleche, die du gefunden hast zu sprechen. bitte lass uns wenigstens reden. oder schreib mir einfach wenn ich mich verpissen soll.

    ...das wars auch schon von mir, ich vermisse dich ganz doll.


    In der Nacht vom 07.08. zum 08.08.2008 stand er vor meiner Tür. Wut und Verzweiflung im Gesicht. Warum meldest du dich nicht? Ich fragte ihn was er von mir wolle. Er drehte sich um und ging wortlos.

    Darauf hin schrieb ICH:
    schlag mir doch das nächst mal den schädel ein.. hätte gut zu deinem gesicht & deinen worten gepasst & vielleicht kann ich dann ja auch mal wieder schlafen.. meine antwort kommt morgen, wenn’s dich noch interessiert, lies. hab kopfweh von dem ganzen scheiß.. also wie du siehst, wieder in b & allein daheim.. k.

    ER antworte:
    Du tust nur noch weh sonst nix mehr. seit 3 wochen weiß ich net wo du bist was du tust usw. ich bin einfach nur enttäuscht von dir. deine arroganz ist zum kotzen.

    ich hab mir nur sorgen gemacht und weiß net was los ist. es interessiert mich auch nicht mehr wirklich, ich dachte du bist tot oder so was dabei bist du nur ein großes ar***loch, das hätte ich nie von dir gedacht und nein, deine antwort interessiert mich nicht mehr. mach du mal ne therapie du tust nur noch weh. wenn du nochmal normal mit mir reden willst, dann tu es in den nächsten 8 wochen, danach werde ich b verlassen (falls es dich interessiert) ansonsten will ich meine schlüssel haben, deine sind morgen bei dir, dann brauchste dein auto nicht mehr zu verstecken. ich hab einfach keine tränen mehr. hau rein ich liebe dich

    ICH antwortete:
    dann kotz doch, du opfer. spar ich mir halt die antwort, ist doch eh fürn arsch und verlorene energie. ich steh neben dir & weiß nicht was du tust, wer weiß wie lange schon. ich bin stinksauer & tottraurig & hab angst vor dir. kannst dir auch mal nen plan machen, wie du mir meine kohle zurückgeben willst, aber das kann ich wohl auch vergessen. auch für mich ist das die super enttäuschung. das passt doch jetzt gut in dein bild. tränen hab ich auch keine mehr & liebe ist auch fürn arsch. viel glück beim ankommen. gruß von mutter. falschparkticket aufm bürgersteig ist angekommen & mal wieder überwiesen. vielen dank für alles. gut nacht

    ER antworte:
    sobald ich geld verdiene zahle ich… Auch wenns etwas dauert… Versprochen. Ich wär gerne bei dir


    Am 08.08.2008 klingelte er wieder an meiner Tür. Ich war gerade eingeschlafen, machte auch kein Licht an. Er kam rein und setzte sich. Geredet haben wir nicht. Es war dunkel; er saß einfach nur da und ich konnte weinen, lange weinen. Er fragte mich, ob er bei mir schlafen könne, er will endlich mal schlafen können. Ich meinte, er soll mich so was nicht fragen. Er schlief bei mir, neben mir. Jede Berührung erschauerte mich. Ich genoss es, ihn neben mir zu haben aber Körperkontakt ging gar nicht. Ganz früh, es war gerade hell, ging er. Ich ließ ihn gehen.

    Am 11.08.2008 rief er mich an und fragte ob ich ihn besuchen kommen würde. Ich meinte vielleicht, mal schauen. Später schrieb ich ihm dann aber:

    Bin noch nicht bereit für Besuch - Mach erst mal deine Prüfung. Viel Glück dabei. Meld mich die Tage. schlaf gut. Gruß k.

    ER schrieb am 12.08.2008:
    morgen 13:30 Uhr Prüfung.. drück die Daumen, ich hab nen schlechtes Gefühl.. jute Nacht

    ER schrieb am 13.08.2008:
    jo, hab bestanden, geh mal wieder ans Telefon. Ich gehe nu pennen, hab mir nen paar Bier getrunken.. jute Nacht ..ich denk an dich, hoffe es geht dir jut …

    ER schrieb am 15.08.2008:
    menno, was denn nu schon wieder los? lebst du noch? kleines lebenszeichen reicht mir ja. ich melde mich danach auch net mehr wenn du das so willst.


    Am 15.08.2008 stellte ich mich im Forum vor, am 17.08.2008 holte ich meine Sachen bei ihm ab. Ansonsten Funkstille.

    Am 31.08.2008 hielt er neben mir mit einem fremden Auto und fragte, ob ich mit ihm mit will. Ich verneinte. Er fuhr weiter. Funkstille.

    *** _____________________________________________________________ ***


    ER schrieb am 21.09.2008:
    Hi, ich vermisse dich. Hoffe es geht dir gut, würde mich freuen mal wieder was von dir zu hören .. ich drück´ dich…

  • Hallo koketterie,

    und es hilft dir wirklich, dir all das hier, wo du es immer wieder lesen kannst, auf lange Zeit vor Augen zu halten?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • liebe ette, ich habe jetzt einige zeit über deine frage nachgedacht. ob es hilft? nun, zumindest will ich nicht vergessen.

    diese alten worte von ihm ...
    die negativen sind keine worte, die mich eine hölle durchleben lassen.
    die lieben worte, sie sagen soviel aus, einfach weil sie so untypisch für ihn sind.

    diese alten worte von mir ...
    das ist ein teil meines weges, dorthin, wo ich jetzt bin, dorthin wo ich hinwill, da wo es mir gutgeht.

    jedes dieser worte ist ein teil meiner geschichte. und die will ich nicht vergessen. ich will vor allem den weg nicht vergessen, den ich gehe. will die gefühle nicht vergessen, die sie in mir auslösen in mir - die worte. und das ist für mich viel leichter, wenn ich sie im kontext zusammen habe - seine und meine.

    und ich schreibe sie hier, weil die letzte message kam gestern und in mir strahlt die sehnsucht. wäre ich die letzten 2 monate nicht so viele schritte nach vorne gegangen, dann hätte ich wohl geantwortet und wäre die nacht bei ihm gewesen und dann läge der kreislauf wieder vor mir...

    ich will platz auf meinem handy machen, denn auch dies ist ein medium, was mir hilft nicht zu vergessen, was mich begleitet und worin ich immer mal wieder lese, um nicht zu vergessen. aber es ist ein medium, was mich täglich begleitet - und nun soll platz für neue emotionen und gedanken darauf sein. hier ist der richtige ort, das richtige medium dafür - offen und nicht im stillen.

    ich stelle mir das so vor ... ein trauma wird gespeichert im gehirn. wenn es noch nicht verarbeitet ist, dann wird es in dem teil gespeichert, wo die emotionen verankert sind und gleich was (z.b. ein geruch, ein wort oder ein gegenstand ...) kann eínen impuls hervorrufen, der das trauma wieder in die gedanken holt und die seele quält.
    wenn das trauma bearbeitet ist, z.b. durch gesprächstherapie, dann speichert das gehirn das erlebte um in den teil, wo die logik verankert ist, dort wo die bilder von weiter ferne betrachtet werden können.

    so in etwa kann ich das mit meinem telefon und diesem forum beschreiben.

    es gibt auch heute immer wieder kurze sequenzen der sehnsucht nach ihm aufgrund der message von gestern. aber seit sie hier drin steht, kann ich sie noch besser von außen betrachten und mich selbst fragen, ist dieses zuckerbrot es wert, die peitsche im nachhinein zu ertragen?

    ich will abschied nehmen, loslassen. und das für die ewigkeit und nicht nur für ein halbes jahr. es muss sein, dass ich nicht vergesse, denn sonst wird es immer wieder wie es war. denn meine seele kann viel zu schnell verzeihen und ich bin längst nicht stark genug, einfach weiterzugehen (dazu brauche ich den weg) oder ihm gegenüber zu treten und nicht schwach zu werden. noch jedenfalls nicht.

    kk.

  • Zitat von koketterie

    l
    die lieben worte, sie sagen soviel aus, einfach weil sie so untypisch für ihn sind.


    Hallo koketterie,

    sorry, dass ich grad dein Illusions-Kuscheldeckchen wegzerre, aber untypisch finde ich solche Worte für einen Abhängigen keinesfalls. Eher typisch, weil er dir genau das schreibst, was du hören willst. Er drückt einen der Knöpfe, von denen er weiß, dass sie dich anrühren.

    Zitat von koketterie


    es gibt auch heute immer wieder kurze sequenzen der sehnsucht nach ihm aufgrund der message von gestern. aber seit sie hier drin steht, kann ich sie noch besser von außen betrachten und mich selbst fragen, ist dieses zuckerbrot es wert, die peitsche im nachhinein zu ertragen?

    Du siehst, dein limbisches System, dein emotionales Gedächtnis, funktioniert und reagiert mit Sehnsucht auf die lieben Worte. Knopfdruck gelungen. Und du musst dich immer wieder kognitiv, großhirntechnisch, mit dem Verstand, zurückpfeifen.

    Deshalb fragte ich dich, ob du diese Worte wirklich immer wieder vor Augen haben willst.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • liebe ette, nein meine kuscheldecken-illusion kannst du mir nicht mehr wegzerren, weil ich keine kuscheldecke mehr um mich gewickelt habe. weil ich die kuscheldecke nicht mehr will. es ist nicht so, dass diese worte untypisch für einen abhängigen sind. sie sind untypisch für ihn als mensch. als mensch hätte er diese worte nie zu mir gesagt. nur als abhängiger, der meine knöpfe drücken versucht. erkannt.

    und ja, mein emotionales gedächtnis funktioniert, aber das funktioniert bereits die ganzen letzten jahre und wenn ich nicht aufpasse und vergesse, dann wird es mir in einem halben jahr, wenn er wieder anfragt, wieder passieren, dass das system auf knopfdruck anspringt. deshalb schaue ich der sehnsucht jetzt ganz genau in die augen und analysieren sie und spiele mit ihr, damit ich später eben nicht mehr auf knopfdruck funktioniere und mein sehnsuchtskreislauf und alle damit verbundenen folgen läuft und läuft. ich will es hier und jetzt ad acta legen und weiter machen.

    ich kann mir vorstellen dass es sich schräg anhört oder anliest. vielleicht ist es nicht der richtige weg. aber so probiere ich es gerade. weißt du, ich will es einfach hier lassen. und allein das aufschreiben und das schreiben hier mit dir lässt mich freier atmen und gibt mir die chance, aufzustehen und nicht gebückten, sondern geraden rückens weiter zu schreiten.

    aber ich schlafe gern noch eine nacht drüber und vielleicht komme ich morgen zu dem gleichen ergebnis wie du und werde die admins bitten, zu editieren.

    danke dir für deinen hinweis, aber ich will genau das was du mir vorschlagen willst, nur gehe ich dabei einen vielleicht unkonventionellen weg. glaaub mir, ich laufe nicht blind vor sehnsucht. ich laufe neben der sehnsucht, um sie zu kicken.

    lieber gruß

    kk.

  • was mir noch einfällt, ich sitze jetzt nicht vor dem rechner und schaue mir die ganze zeit diese worte an. diesen thread habe ich aufgemacht und ihn noch nicht wieder angefangen zu lesen. ich denke mal, deine angst ist sicher auch, dass ich in einem halben jahr wieder lese und dann ins grübeln komme, warum habe ich das alles gemacht (der lieben worte wegen). nein, ich werde nicht lesen und in sehnsucht schmachten. ich werde wie auch heute oder die letzten 2 monate und zum teil auch schon vorher mit einem kopfschütteln dasitzen und mich (möglicherweise noch immer ungläubig) fragen, welcher teufel ist ihm denn in den kopf gefahren ... ich habe ihn längst durchschaut, wusste immer wenn er fremdvögeln war oder sonst irgend ein geheimnis hatte, denn er hat sich dann absolut atypisch verhalten. ich musste auch viele wege gehen, die ich niemals gehen wollte, habe geschnüffelt und andere sachen gemacht, die ich nicht wage zu erzählen. ich wusste immer, war aber nie in der lage, mich zu lösen, wollte es nicht, wollte die qual lieber bewusst tragen oder wegkiffen.

    jetzt berausche ich mir nicht mehr den kopf. mir ist total klar, dass das die knopfdrücke sind, die ja auch über jahre hinweg funktionierten. aber ich weiß auch, dass ich es eben nicht mehr die qual genießen will. das wollte ich vorher (und dies eben auch mehr oder weniger bewusst) ... ist das überhaupt verständlich? meine mom sagt immer: worte, die quelle aller missverständnisse.

    lieber gruß

    kk.

  • :D also, ich finde Deine Idee super....alles weg, vom Handy, von den e-mails, hier herein....nochmals angeschaut....und irgendwann steht diese Seite soooooooooo weit hinten, dass Du direkt danach suchen müsstest, um sie zu finden (es sei denn, Du hast Dir aufgeschrieben, auf welcher Seite Deine "Erinnerungen" stehen?!? 8) ).

    Mir geht`s so wie Dir...alles, was ich niedergeschrieben habe, belastet mich nicht mehr so.

    Ich erinnere mich, dass ich auf einen Zettel schrieb: Ich verzeihe meinem Mann, dass er bei der Geburt der Kinder nicht da war und dass er mir (abgekämpft von den Wehen), anstatt sich über die Ankunft der neuen Erdenbürger zu freuen, erzählte, was für einen gewaltigen Stress er in der Arbeit hatte.

    Diesen Zettel habe ich unter dem Zwetschkenbaum verbuddelt (kein Scherz) und mir gedacht: Wenn sich dieser Zettel aufgelöst hat, dann ist meine Traurigkeit auch weg und dann kann ich wirklich verzeihen.

    Dabei ging es gar nicht um das "Auflösen", sondern ums Niederschreiben, ums Bewusstmachen, .... Das ganze ist schon eine Ewigkeit her, 13 Jahre, .... der Zwetschkenbaum steht nimmer, den hat mein Ex umgeschnitten.

    Viele liebe Grüße,
    Ingrid :D

  • sie durchschauen. mich selbst durchschauen. durchschauen, welche knöpfe muss man denn drücken, damit ich funktioniere. ja, darum gehts jetzt.

    sie durchfährt mich mit einer wohligen wärme. nicht die speziell sehnsucht nach ihm. der wunsch: das was wäre wenn, wenn denn das wenn nicht wäre. ein gefühl, was mich seit jeher begleitet. nicht erst bei diesem mann/menschen.

    was könnte es denn sein?
    die große liebe an der seite eines freundes. an der seite eines menschen, der das leben so nehmen kann, wie es ist. ein mensch mit guten ideen fürs leben und guten perspektiven. ein mensch an dessen seite ich vorbehaltlos ich sein kann - einfach sein. ein starker charakteristischer mann, den ich auch einfach sein lassen kann, weil er selbst so reflektiert ist, dass er sich selbst erkennt und durchschaut. ein mann der kritikfähig ist und romantisch aber auch eigenständig männlich.

    was ist es denn?
    eine beiderseitige abhängigkeitsbeziehung zwischen zwei suchtkranken. ein manipulativer zwerg, der nach unten drücken muss, um sich höher zu fühlen. eine manipulative zwergin, die sich gerne drücken lässt, weil sie dann überhaupt mal eine emotion in sich spürt, auch wenn es nur eine negative ist. zwei menschen, die die schuld woanders suchen, als bei sich selbst, sich dafür brauchen. zwei menschen, die sich selbst nicht lieben können, keine liebe zulassen können und keine verantwortung für sich selbst übernehmen wollen.

    liebe ette, ich danke dir für deinen besuch. es ist wohl etwas vermessen zu sagen, dass ich keine wohlfühldeckenillusion mehr um mich gewickelt habe. ich bin mir vieler sache bewusst und lange zeit habe ich mit diesem bewusstsein gelebt, ohne zu wissen, was ich damit anfangen soll - ich junges ding mit den gedanken einer gefühlten 40-jährigen. zu wissen und nichts zu tun. das hat mich lange sehr klein gemacht und mich lange in der position mädchen verharren lassen. jetzt bin ich aufgestanden und stehe fast mit voller größe in meinem leben. ich fühle mich frau. aber weder fliege ich davon noch krieche ich vor mich hin. anerkennen was ist - das ist mein weg. ich will heile werden, aber ich will weder verdrängen noch mich in selbstmitleid suhlen. ich habe die nacht lange wach gelegen und über deine frage nachgedacht. du hast schon eíne brutale art an dir, aber das ist kein vorwurf. du bist du und ich bin ich. ich bin nicht undankbar dafür, denn manchmal braucht man eine harte stimme, die einen wach macht. ich wünschte, so etwas hätte mir jemand schon früher gesagt, vielleicht (aber auch nur vielleicht) wäre ich früher erwacht. ich habe mir die worte noch einmal durchgelesen, die ich gestern von meinem handy hierher verschoben habe. ja es ist so, ich habe sehr gelitten und habe sehr gehofft, dass er erwacht, die ersten wochen nach meinem weggang. ich wollte alles mögliche veranstalten. ihm zb (mit hilfe vo weiteren menschen) eine notfallsituation vorspielen, damit er wach wird und aufhört, aber dann nach dem aufhören nicht alles für ihn kaputt ist usw. usw.

    aber es kam die erkenntnis, dass ich nichts tun kann. dass diese worte rein garnix bewirkten. mein tun rein garnix bei ihm bewirkt. er ist noch immer wie er ist. aber bei mir hat es was bewirkt, das nach vorne gehen. ich bin mir sehr sehr viel näher und wichtiger als jemals zuvor. ich mag mich. ich spüre mich. ich ertrage sehnsucht und schaue sie mir an ohne durchzudrehen, ohne mich selbst berauschen zu wollen - alles ganz in ruhe, alles zu seiner zeit und in meiner zeit. diese worte, sie drücken längst nicht alles aus, was ich zu dieser zeit alles fühlte und doch irgendwie. aber ich lese sie völlig emotionslos. heute. hier. jetzt.

    ich bin auch nicht so vermessen, keine hilfe anzunehmen. wenn du einen guten rat für mich hast, wie ich ich anders mit der sehnsucht umgehen kann und verhindern kann, dass jeder einfach mal so an meinen knöpfen rumspielen kann... gern her damit. bin für jeden input dankbar.

    lieber gruß

    kk.

  • 8) mir war jetzt gerade, bei Deinen offenen Worten, nach heulen...ging aber nix mehr, hab` den heutigen Vorrat schon ausgeheult.... :D

    Du sprichst mir soooooooooo aus der Seele, meine Geschichte ist zwar anders, aber meine Empfindungen könnten glatt von Dir geklaut sein. :shock: Zumindest war`s bis zum späten Abend so, ich konnte nicht mehr, das was ich gefühlsmäßig heute durchgearbeitet habe, kommt schon wieder einem "Marathon" gleich (und ich bin eine "faule Socke"). Und dann, ja dann, habe ich erkannt, dass ich die einzige bin, die sich permanent selbst unter Druck setzt. Boaaaahhhh...grässlich. :shock:

    Und in dem anderen Forum las ich heute zum zweiten Mal einen coolen Satz, der besagt: Mit allem, was passiert, bin ich einverstanden. Eine liebe Seele erklärte ihn noch: Der Spruch besagt, dass wir alles so annehmen, wie es kommt ....
    Wir können ja eh nix daran ändern ... nur das Reagieren, ... wie wir auf etwas reagieren, das können wir ändern. Ich habe heute wirklich losgelassen ... meine Co und eine Person. Beides tat weh (ähmmmm....meine dazugehörigen Gefühle), jetzt geht`s mir wieder gut.

    Liebe Koketterie, Du hast mir heute sehr geholfen, dafür wollte ich Dir noch extra Danke sagen.

    Herzliche Umarmung,
    Ingrid :D

  • Zitat von koketterie


    du hast schon eíne brutale art an dir, aber das ist kein vorwurf.

    Guten Morgen koketterie,

    ich kann nachempfinden, was du meinst, denn ich bin selbst oft innerlich schimpfend und wutschnaubend aus der realen Gruppenstunde nach hause gefahren. Weil mir irgend so eine blöde Kuh Dinge um die Ohren gehauen hatte, die ich absolut nicht sehen wollte. Am nettesten fand ich immer die Gruppenmitglieder, die mir sagten, dass ich wirklich viel mitmachen müsse und dass ich ihnen so leid täte.

    Die Wahrheit über Abhängigkeitserkrankungen, und wir haben ja auch eine, ist immer brutal. Klarheit, ohne Gesäusel, ist hart. Aber Feedback, gespiegelt zu bekommen, wie bestimmte Dinge von außen wahrgenommen werden, ist für mich auch ein hilfreiches Instrument, mich und meine Verhaltensstrukturen zu hinterfragen, auf den Prüfstand zu stellen. Und auch meine Empfindungen. Sind sie das, was ich fühle, oder das, von dem ich meine, dass ich es fühlen sollte?

    Für mich waren die Worte, die ich zuerst am heftigsten negierte, oftmals die hilfreichsten. Warum empfindest meine Art, mich auszudrücken, als brutal?

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Hallo Ette,

    Wenn ich merke, dass Worte oder Taten in mir eine heftige Reaktion, Emotion wie z.B. Wut oder Traurigkeit, auslösen, dann schaue ich das, was in mir passiert, genauer an. Ich glaube an die Spiegelgesetze. Gesetze, nach denen ja auch du bewusst oder unbewusst lebst und agierst. Ich empfinde ebenso wie du, Worte oder auch Taten, die eine leidenschaftliche Gemütsbewegung in mir in Gang setzen, sind mit die hilfreichsten, wenn es darum geht, zu reflektieren, wohin ich schauen muss, um MEIN Problem zu erkennen. Jede Geschichte hat seinen eigenen Verlauf. Ich empfand die Menschen, die mich bedauern wollten noch nie als geeignete Zeitgenossen. Ich such(t)e immer Menschen, die mir offen gegenüber treten. Mir helfen Fehler zu erkennen, in der Lage sind, mich ausprobieren zu lassen und mich stoppen, wenn ich mich nur im Kreis drehe. Ich empfinde Klarheit ohne Gesäusel als eine der wundervollsten Eigenschaften eines Menschen. Eine Eigenschaft derer ich mich allzu gern bemächtigen möchte, weil auch ich allzu oft dazu neige, zu säuseln.

    Zum Teil hast du deine an mich gestellte Frage ja bereits beantwortet. Zu diesem Teil ist für mich nichts Gegenteiliges hinzuzufügen.

    Meine persönliche Empfindung deiner brutalen Art ohne viel Drumherum:

    Allein der Umstand, dass Jemand auf mich schaut, der einen kennenden und wissenden Erfahrungsblick hat, ist für mich als Menschen, der sich im Leben nur all zu oft durchgemogelt hat, unglaublich brutal.

    Allein der Umstand, dass du mir Fragen stellst und mich damit „zwingst“, das was ich sage, tue, bin genauer, tiefer anzuschauen, nicht mehr nur an der Oberfläche zu kratzen, empfinde ich als brutal.

    Allein der Umstand, dass du mir eine Frage zweimal stellst, so dass eine Intensität entsteht, derer die Antwort schon anhaftet, finde ich brutal, denn dann setze ich mich in die Verteidigungsposition und rede und rede und rede – ohne wirklich was zu sagen.

    Deine Wortwahl, z. B. „Hallo oder Guten Morgen Koketterie“ empfinde ich als brutal, denn diese Wortwahl hat nichts Umarmendes („Liebe Koketterie“) - Aber dazu bist du wohl auch nicht hier bei mir. Ich empfinde bei dir kein mich auffangendes Netz unter mir, falls ich stürze in die Tiefe meiner selbst.

    Lieber Gruß

    kk.

  • Zitat von koketterie


    Meine persönliche Empfindung deiner brutalen Art ohne viel Drumherum:

    Allein der Umstand, dass Jemand auf mich schaut, der einen kennenden und wissenden Erfahrungsblick hat, ist für mich als Menschen, der sich im Leben nur all zu oft durchgemogelt hat, unglaublich brutal.

    Allein der Umstand, dass du mir Fragen stellst und mich damit „zwingst“, das was ich sage, tue, bin genauer, tiefer anzuschauen, nicht mehr nur an der Oberfläche zu kratzen, empfinde ich als brutal.

    Allein der Umstand, dass du mir eine Frage zweimal stellst, so dass eine Intensität entsteht, derer die Antwort schon anhaftet, finde ich brutal, denn dann setze ich mich in die Verteidigungsposition und rede und rede und rede – ohne wirklich was zu sagen.

    Deine Wortwahl, z. B. „Hallo oder Guten Morgen Koketterie“ empfinde ich als brutal, denn diese Wortwahl hat nichts Umarmendes („Liebe Koketterie“) - Aber dazu bist du wohl auch nicht hier bei mir. Ich empfinde bei dir kein mich auffangendes Netz unter mir, falls ich stürze in die Tiefe meiner selbst.

    Guten Morgen koketterie,

    als den wichtigsten Satz in deinem Posting sehe ich den ersten an. Wenn du durchliest, was du geschrieben hast, kannst du mir sicherlich auch die Frage beantworten, was dein Gefühl mit mir zu tun hat.

    Koketterie, ich weiß nicht, ob du dir dessen bewusst bist, dass ich dir meine Zeit und meine Energie schenke, indem ich mich in deinem Thread auf dich einlasse und versuche, Hilfestellung dabei zu geben, dir selbst heraus zu helfen aus deiner Co-Abhängigkeit. Vielleicht sieht meine Hilfe nicht so aus, wie du sie gerne hättest. Dann überlies sie einfach. Du musst dir nur mitnehmen, was du möchtest. Ich hab das Gefühl, du möchtest dir aussuchen, wie die Hilfe auszusehen hat. Damit kann ich leider nicht dienen.

    In meiner realen SHG nehme ich im übrigen auch nicht jeden in den Arm, wenn ich ihn begrüße. Den meisten gebe ich die Hand und begrüße sie mit einem „Guten Abend“, ganz einfach, weil es der Höflichkeit des Grüßens entspricht. Es bleibt mir verborgen, was du hier in dieser virtuellen SHG an eineem „Guten Morgen“ als brutal ansiehst.

    LG
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • Liebe Ette,

    ich schrieb:

    "du hast schon eíne brutale art an dir, aber das ist kein vorwurf. du bist du und ich bin ich. ich bin nicht undankbar dafür, denn manchmal braucht man eine harte stimme, die einen wach macht. ich wünschte, so etwas hätte mir jemand schon früher gesagt, vielleicht (aber auch nur vielleicht) wäre ich früher erwacht.

    ich bin auch nicht so vermessen, keine hilfe anzunehmen. ... bin für jeden input dankbar."

    Nachdem ich gestern die Frage zum Empfinden der Brutalität beantwortet habe, war mir körperlich total schlecht. Ich schrieb diese Worte nicht, um sie dir an den Kopf zu werfen, sondern ich gestand sie mir ein! Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass du mir deine Zeit schenkst und ich hoffte, dass bereits angekommen ist, dass ich mir deine Worte und meine Empfindungen dabei sehr genau anschaue, um für mich etwas heraus zu finden. Nein, ich möchte mir nicht aussuchen, wie die Hilfe auszusehen hat.

    Zur Frage, was du mit meinem Gefühl zu tun hast: Mein Gefühl ist mein Gefühl. Du oder andere Menschen lösen ein Gefühl in mir aus. Und dieses will ich genauer anschauen und die Mechanismen verstehen und weitergehen zu können. Und dabei bin ich hoffentlich ehrlich zu mir selbst. Also Ette, das war gestern keine Verteidigungsstrategie von mir das war ein Eingestehen an mich. Den Abend vorher schrieb ich Seitenweise eine Antwort, schickte die Antwort aber nicht ab, ich gab sie auf, denn ich schrieb und schrieb ohne etwas zu sagen. Den Morgen danach (gestern früh) versuchte ich einfach nur ohne viel Drumherum zu antworten auf deine Frage.

    Lieber Gruß

    kk.

  • Ich habe erkannt, dass ich mich noch immer festhalte, festhalte an meiner Co. Ein "normal Handelnder" hätte wohl längst die Sms bei Ankunft gelöscht. Ich schleppe sie mit mir rum, trug sie bei mir, jeden Tag und ja, ich stecke sie hierher. Das ist kein "trockenes" Verhalten. Das ist mein Sicherheitsdenken, mein Denken an das Hintertürchen, das ich mir schon immer versuchte, aufzuhalten. Das ist mein Denken, mich nicht entscheiden zu wollen, keine Verantwortung für mein eigenes Handeln übernehmen zu wollen.

    Und ich habe noch erkannt, dass ein "Rümpfer" mich in meiner Persönlichkeit ankratzt. Es fällt mir noch immer schwer, umzusetzen, Kritik nicht als das anzunehmen, was es ist, eine Hilfe, um mich zu betrachten. Dann rede ich und rede ohne etwas zu sagen, um Anerkennung von Außen zu finden.

    Ich erkenne, dass es mir noch immer schwer fällt, unter die Oberfläche meines Selbst zu schauen. Ich bin zwar mutiger, mein Leben für mich selbst zu gestalten, aber ich habe noch genauso viel Schiss wie vorher, zu sehen was es in mir zu sehen gibt. Angst, zu stürzen in meinen eigens aufgebauten und aufgestauten Dreck und darin nicht mehr Atmen zu können.

    Ich habe auch erkannt, dass ich mich im sog. Anfängerglück befand, habe einen neuen Weg eingeschlagen und postiv gedacht und mir ist das Glück nur so zugeflogen. Jetzt stolpere ich weiter und bin noch genauso Laie meinerselbst und noch genauso Co wie vorher, denn mein Hintertürchen ist offen, die Sehnsucht in mir fühlt sich noch immer warm und wohlig an.

    kk.

  • Zitat von koketterie


    Zur Frage, was du mit meinem Gefühl zu tun hast: Mein Gefühl ist mein Gefühl. Du oder andere Menschen lösen ein Gefühl in mir aus. Und dieses will ich genauer anschauen und die Mechanismen verstehen und weitergehen zu können. Und dabei bin ich hoffentlich ehrlich zu mir selbst. Also Ette, das war gestern keine Verteidigungsstrategie von mir das war ein Eingestehen an mich. Den Abend vorher schrieb ich Seitenweise eine Antwort, schickte die Antwort aber nicht ab, ich gab sie auf, denn ich schrieb und schrieb ohne etwas zu sagen. Den Morgen danach (gestern früh) versuchte ich einfach nur ohne viel Drumherum zu antworten auf deine Frage.

    Hallo koketterie,

    ich habe dein Posting weder als Verteidigungsstrategie noch als Vorwurf aufgefasst. Ich habe die Worte gelesen und angenommen, wie sie da standen. Meine Frage war lediglich zur Reflektion gedacht. Und deine Antwort gibt mir das Empfinden, dass du auf einem guten Weg bist, Dinge zu hinterfragen.

    Ich kann auch deine Angst verstehen, genau hinzuschauen. Es gab Tage, da konnte ich nur weinen, weil es mich erschreckte, was ich gefunden habe bei meinem Suchen in mir. Oft habe ich dabei festgestellt, dass meine Ängste und Empfindungen eher kindlich waren. So, als ob irgendein Teil von mir nicht richtig erwachsen geworden war. Dieses "Nachholen einer Entwicklung", das ist mein Weg aus der Co-Abhängigkeit. Und es ist ein guter Weg. Ich wünsch dir, dass du ihn auch findest.

    Liebe Grüße
    Ette

    Im Schmerz von gestern liegt die Kraft von heute.
    ("Handbuch des Kriegers des Lichts" v. P.Coelho)

  • vielen dank ette.

    eine frage erlaube ich mir noch zum drüber nachdenken ...

    was veranlasst dich, meine art als so zu empfinden, dass ich mir die art der hilfe aussuchen möchte?

    ...
    ich frage mich auch, warum mein blick so ist, dass ich denke, dass ich angegriffen werde ...

    lieber gruß und danke! mein blickwinkel ist offener. kann annehmen, was du sagst, weil ich es fühle. fühl mich nicht gut. aber hätte mich auch gewundert.. hätte garnicht gewusst, wie es weiter geht, jetzt weiß ich es. trauma ist noch da, herz heilen. bin wieder traurig und das fühlt sich viel realer an, als das glück.

    danke!

    kk.

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